Kopenhagen Guide: 48 Stunden in der dänischen Hauptstadt

Nyhavn – Der Hafen mit den bunten Häusern und zahlreichen Restaurants und Bars lädt zum Schlendern ein

🌟 Tipps für ein Wochenende in der dänischen Hauptstadt

🌟 Die schönsten Sehenswürdigkeiten und wo sie zu finden sind

🌟 Aktivitäten für jede Jahreszeit und jeden Geldbeutel

Ein Wochenende in Kopenhagen – so kurz und doch voller toller Eindrücke! Ich habe mich sofort in die Stadt und ihren entspannten Charakter verliebt. In diesen zwei Tagen habe ich jede Menge gesehen, erlebt und ausprobiert. In diesem Beitrag nehme ich dich mit auf meinen ersten Solo-Trip nach Kopenhagen, Dänemark. Ich zeige dir, was ich in so kurzer Zeit entdecken durfte – von charmanten Cafés über Sehenswürdigkeiten bis hin zu Meer und Strand. 🇩🇰

Tag 1 – Hygge, Architektur und Mee(h)r

Am Morgen

Übernachtet habe ich im super zentral gelegenem Hotel Wakeup Copenhagen. Das Hotel hat für Kopenhagen wirklich ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Für drei Nächte im März habe ich ohne Frühstück rund 240 € gezahlt. Mein Zimmer war praktisch eingerichtet, sauber und das Bett super gemütlich.

Nach einer erholsamen Nacht ging es bei bestem Wetter und mit guter Laune zum Frühstücken zu Buka.

Diese Bäckerei habe ich eher zufällig entdeckt – sie lag nur wenige Schritte von meinem Hotel entfernt und wurde bei Google mit beeindruckenden 4,5 Sternen aus über 1.500 Bewertungen gelobt. Klar, damit ist sie längst kein Geheimtipp mehr, und die Schlange vor dem kleinen Laden war entsprechend lang. Aber das Warten hat sich absolut gelohnt: Der Kaffee war genau das Richtige am Morgen und die Croissants fand ich einfach himmlisch.

Das “Berries & Cream” – Croissant war einfach traumhaft

Die Bäckerei hat eine Auswahl an verschiedenen Kaffeespezialitäten, auch mit veganen Milchalternativen, sowie eine Auswahl an frisch zubereiteten Croissants mit den verschiedensten Füllungen. Neben süßem Gebäck findet man dort auch frisches Brot und herzhafte Sandwiches – perfekt für einen kleinen Snack zwischendurch oder ein gemütliches Frühstück.

  • BUKA Store Kongensgade 18, 1264 København
  • Leckeres Brot, Gebäck und Kaffee gibt es jeden Tag von 07 bis 18 Uhr.

Sightseeing

Gestärkt kann das Sightseeing beginnen. An meinem ersten Tag habe ich mir direkt meine Laufschuhe geschnappt und bin eine Runde durch die Innenstadt gelaufen – vorbei an vielen bekannten Sehenswürdigkeiten und durch die zahlreichen Grünanlagen der Stadt.

Der Hafen – Die kleine Meerjungfrau und Kastellet

Die berühmte kleine Meerjungfrau

Ein Besuch der kleinen Meerjungfrau – inspiriert von Hans Christian Andersens berühmtem Märchen – durfte natürlich nicht fehlen. Da sich der Besuch der Statue wunderbar mit einem Lauf/Spaziergang durch das nahegelegene Kastellet verbinden lässt und das Wetter an diesem Tag einfach traumhaft war, habe ich den Abstecher sehr genossen.

Allerdings macht der Name der Meerjungfrau ihrem Format wirklich alle Ehre: Mit gerade einmal 125 cm ist sie kleiner, als ich es mir vorgestellt hatte. Und natürlich ist sie kein Geheimtipp – viele andere Besucher waren ebenfalls dort. Trotzdem bekommt jede*r seine Chance auf ein Erinnerungsfoto.

Ein gemütlicher Spaziergang im alten Kastell (dänsich: Kastellet) durfte nicht fehlen

Das Kastell von Kopenhagen, besser bekannt als „Kastellet“, ist eine beeindruckende Festungsanlage aus dem 17. Jahrhundert. Mit seinen gepflegten Grünflächen und der charmanten Windmühle auf dem Wall eignet sich die historische Zitadelle perfekt für einen gemütlichen Spaziergang oder zum Joggen – vor allem, wenn man ohnehin auf dem Weg zur berühmten kleinen Meerjungfrau ist.

  • Kastellet Gl. Hovedvagt, Kastellet 1, 2100 København, Dänemark
  • Die Anlage ist täglich von 06 bis 20 Uhr geöffnet und der Eintritt frei.

Historische Architektur – Schloss Rosenborg und Schloss Amalienborg

Schloss Rosenborg – der Schlossgarten lädt bei gutem Wetter zum Verweilen ein

Mitten im Herzen Kopenhagens liegt das über 400 Jahre alte Schloss Rosenborg – ein beeindruckendes Renaissanceschloss. Bis 1720 wurde das Schloss von der königlichen Familie bewohnt. Heute dient es samt seiner Inneneinrichtung als ein historisches Museum. Das Schloss Rosenborg beherbergt außerdem die Kronjuwelen der königlichen Familie.

Angrenzend befindet sich der im 17. Jahrhundert angelegte Schlosspark mit Gärten, Pavillons und von Bäumen gesäumten Spazierwegen. Bei guten Wetter kann man es sich auf einer der zahlreichen Bänke gemütlich machen und die Sonnenstrahlen genießen.

  • Schloss Rosenborg Øster Voldgade 4A, 1350 København, Dänemark.
  • Das Schloss ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Schau gerne auf der Website vorbei, dort findest du alle Infos zu den Ticketpreisen.
Schloss Amalienborg, die Residenz der Könige und Königinnen von Dänemark, durfte beim Sightseeing natürlich nicht fehlen

Schloss Amalienborg, im 17. Jahrhundert im Rokoko-Stil erbaut, ist heute der Wohnsitz der dänischen Königsfamilie. Ein Teil des Schlosses ist öffentlich zugänglich: Das Amalienborg-Museum bietet spannende Einblicke in die königliche Geschichte – inklusive der eindrucksvollen Fabergé-Kammer und prachtvoll eingerichteter Räume.

Ein besonderes Highlight ist die tägliche Wachablösung: Gegen 11:30 Uhr marschieren die Wachen vom Schloss Rosenborg los und erreichen Amalienborg pünktlich um 12 Uhr. Wer einen guten Blick auf das Geschehen haben möchte, sollte am besten schon etwa zehn Minuten vorher vor Ort sein.

  • Schloss Amalienborg Amalienborg Slotsplads, 1257 København K, Dänemark
  • Das Schloss ist Dienstags bis Sonntag von 10 bis 15/16 Uhr geöffnet. Schau gerne auf der Website vorbei, dort findest du alle Infos zu den Ticketpreisen und aktuellen Öffnungszeiten.

Rundturm

Links – Der Gang durch den Rundturm
Rechts – Oben angekommen kann man die 360°-Ansicht von Kopenhagen genießen

Der Rundetårn, also der Runde Turm, stammt aus dem 17. Jahrhundert und gilt als das älteste noch funktionierende Observatorium Europas. Heute wird er zwar nur noch von Hobby-Astronomen genutzt, ist aber vor allem wegen seiner beeindruckenden Aussicht über die Altstadt Kopenhagens ein beliebtes Ausflugsziel. Statt Stufen führt ein breiter, spiralförmiger Gang nach oben – bis zur Aussichtsplattform auf 36 Metern Höhe, von der man einen fantastischen Blick über die Dächer der Stadt hat.

Ausstellung mit beeindruckenden Bildern des Nachthimmels

Als ich im März den Rundetårn besucht habe, hatte ich das Glück, eine richtig tolle Ausstellung mit Fotografien des Nachthimmels zu sehen. Die Bilder, aufgenommen mit langer Belichtungszeit, wirkten beinahe magisch – ich habe mir dort meine Zeit genommen und jedes einzelne Motiv auf mich wirken lassen.

Solche Ausstellungen sind in der Regel im Eintrittspreis enthalten, nur bei Sonderveranstaltungen kann es Ausnahmen geben. Einen Überblick über aktuelle und kommende Ausstellungen findet ihr hier.

  • Rundturm Du findest den Turm zentral gelegen in der Købmagergade 52A, mitten in der Kopenhagener Innenstadt.
  • Der Rundetårn ist fast das ganze Jahr über geöffnet – an 362 Tagen kann man ihn täglich von 10 bis 20 Uhr besichtigen. Schau gerne auf der Website vorbei, dort findest du alle Infos zu den Ticketpreisen und aktuellen Öffnungszeiten.

Am Mittag

Nach einer ausgedehnten Erkundungstour durch Kopenhagen, bei der ich viele der bekannten Sehenswürdigkeiten entdeckt habe, ging es für mich zurück ins Hotel – Zeit für eine kleine Pause. Da Essen gehen in Kopenhagen bekanntlich nicht ganz günstig ist, habe ich unterwegs in einem Supermarkt Halt gemacht und mir Salat, frisches Brot und ein paar Snacks für ein gemütliches Mittagessen im Zimmer besorgt. Für mich eine unkomplizierte und preiswerte Alternative, die trotzdem lecker war.

Kurz frisch gemacht ging es für mich am frühen Nachmittag Richtung Metro, denn ich wollte das sonnige Wetter nutzen und zum Strand fahren.

Amager Strandpark

Kalt aber sonnig war es bei meinem Strandbesuch im März

Nur einen kurzen Abstecher vom Stadtzentrum entfernt liegt der Amager Strandpark – ein rund vier Kilometer langer, künstlich angelegter Sandstrand mit Promenade auf einer vorgelagerten Insel. Als Nordlicht, das gerade Bayern ihr zu Hause nennt, wollte ich mir das Meer und den Sand unter den Füßen natürlich nicht entgehen lassen.

Am einfachsten erreicht man den Strandpark mit dem Fahrrad oder ganz entspannt mit der Metro-Linie M2. Von dort aus hat man einen tollen Blick auf die Öresundbrücke, die Dänemark mit Schweden verbindet – bei klarem Wetter ist sogar Malmö gut zu erkennen.

Schon im März war der Ort ein kleines Highlight für mich – ruhig, weitläufig und perfekt, um kurz dem Trubel der Stadt zu entkommen. Ich kann mir nur vorstellen, wie herrlich es dort im Sommer sein muss, wenn man am Strand entspannen, im Meer schwimmen und den Tag mit dem Klang der Wellen ausklingen lassen kann.

Am Abend

Nyhavn

Nyhavn – die bunten Häuser und alten Schiffe machen das Hafenbecken zu DEM Fotospot in Kopenhagen

Am Abend habe ich Nyhavn besucht und bin entlang der vielen bunten Häuser mit ihren gemütlichen Restaurants geschlendert. Der Blick auf die traditionsträchtigen Boote im Hafen und die warme Beleuchtung der Gebäude waren selbst an dem kalten Märzabend richtig schön.

Abendessen

Die Restaurants in Nyhavn sahen wirklich alle einladend aus – mit Lichterketten, Blick aufs Wasser und gemütlicher Atmosphäre. Trotzdem hatte ich an diesem Abend keine große Lust, alleine essen zu gehen. Deshalb habe ich mich für eine entspannte Alternative entschieden: Bei Strangas habe ich mir ein leckeres Gyros mit extra Halloumi geholt und es ganz gemütlich auf meinem Hotelzimmer genossen. Den Abend habe ich dann eingekuschelt im Bett mit einem guten Buch verbracht.

Tag 2 – Kultur, mehr Architektur und ein wenig Bummeln

Am Morgen

Am zweiten Morgen hat mich leider nicht die Sonne geweckt – der Himmel war grau und es hat geregnet. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, den Vormittag in einem der Museen von Kopenhagen zu verbringen und so der Nässe und kalten Märzluft zu entkommen. Nach einem weiteren Frühstück bei Buka habe ich mich deshalb auf dem Weg zur Ny Carlsberg Glyptotek gemacht, die gleich neben Vergnügungspark Tivoli liegt.

Mehr Sightseeing

Auf dem Weg zum Museum bin ich erneut an einigen Sehenswürdigkeiten vorbeigekommen, die ich an dem Tag zuvor noch nicht besichtigt habe. Darunter war auch die Christiansborg.

Die Christiansborg mit Schlosskirche an einem grauen Märztag

Die Christiansborg ist ein Schloss-, Parlaments-, Regierungs-, und Gerichtsgebäude in Kopenhagen. Es ist das einzige Gebäude weltweit, das alle 3 Staatsgewalten in einem Gebäude vereint. Man kann unter anderem die Schlosskirche und die Ruinen unterhalb dem Schloss besuchen.

Besonders empfehlenswert ist ein Abstecher auf den 106 Meter hohen Turm von Christiansborg – der höchste Aussichtspunkt der Stadt. Von dort oben hat man bei gutem Wetter einen fantastischen Blick über ganz Kopenhagen, und das Beste: Der Eintritt ist kostenlos!
Leider hat es bei meinem Besuch geregnet, weshalb ich den Aufstieg auf den Turm ausgelassen habe – ein Grund mehr, wiederzukommen.

Auf dem Gelände befinden sich außerdem die königlichen Stallungen, in denen heute noch rund 20 Pferde leben. Einige Bereiche wurden in ein Museum umgewandelt, in dem man unter anderem prachtvolle historische Kutschen bewundern kann. Die Ställe sind regelmäßig für die Öffentlichkeit geöffnet, in den Ferien sind die Pferde jedoch auf der Weide.

  • Christiansborg Prins Jørgens Gård 1, 1218 København, Dänemark
  • Schau gerne auf der Website vorbei, dort findest du alle Infos zu den Ticketpreisen und aktuellen Öffnungszeiten.
Die Frederiks Kirche und die Vor Frelsers Kirche

Die Frederiks Kirche und die Vor Frelsers Kirche sind nur zwei von Kopenhagens zahlreichen Kirchen.

Die Frederiks Kirche, oft auch Marmorkirche genannt, wurde Mitte des 18. Jahrhunderts auf Initiative von König Friedrich V. geplant. Doch durch finanzielle Engpässe und politische Umbrüche ruhte der Bau über viele Jahrzehnte. Erst im 19. Jahrhundert wurde das Projekt wieder aufgegriffen und 1894 schließlich vollendet.

Die Kirche ist nicht nur ein architektonisches Highlight, sondern auch ein lebendiger Ort. Sie steht täglich für Besucher offen und wird regelmäßig für Konzerte und besondere Veranstaltungen genutzt. Besonders beliebt ist sie auch als Hochzeitslocation – kein Wunder bei diesem beeindruckenden Ambiente.

  • Frederiks Kirche Frederiksgade 4, 1265 København, Dänemark
  • Freier Eintritt beim Besuch der Kirche. Der Besuch der Kuppel kostet einen Eintrittspreis. Schau gerne auf der Website vorbei, dort findest du alle Infos zu den Ticketpreisen und aktuellen Öffnungszeiten.

Die von Frelsers Kirche (Erlöserkirche) ist eine der bekanntesten Kirchen Kopenhagens und ein architektonisches Highlight im Stadtteil Christianshavn. Sie wurde im 17. Jahrhundert im Barockstil gebaut und ist besonders berühmt ist für ihren markanten, spiralförmigen Turm mit der außen verlaufenden Wendeltreppe. Die Kirche steht täglich für Besucher offen und wird regelmäßig für Gottesdienste, Konzerte und besondere Veranstaltungen genutzt.

  • Von Frelsers Kirche Sankt Annæ Gade 29, 1416 København, Dänemark
  • Schau gerne auf der Website vorbei, dort findest du alle Infos zu den Ticketpreisen und aktuellen Öffnungszeiten.

Ny Carlsberg Glyptotek

Einige Beispiele der modernen und antiken Sammlung, die in der Glyptotek ausgestellt sind

Die Ny Carlsberg Glyptotek ist ein Kunstmuseum mit zwei Hauptsammlungen, eine mit antiker Kunst und eine mit moderner Kunst.

Die antike Sammlung beherbergt beeindruckende Werke ägyptischer, griechischer, etruskischer und römischer Kunst. Dabei taucht man in 3.500 Jahre Kunst und Geschichte ein.

Die moderne Sammlung beherbergt dänische Kunstwerke und vor allem Skulpturen des 19. und 20. Jahrhunderts, sowie französische Kunst aus der gleichen Periode.

Mich hat besonders die Antikensammlung beeindruckt – dort trifft man auf Kunst und Alltagsgegenstände aus über 3.500 Jahren Geschichte. Von ägyptischen Statuen bis hin zu griechischen Vasen und römischen Mosaiken konnte ich in die Welt längst vergangener Kulturen eintauchen. Auch war es mein ersten Mal, dass ich Mumien in einem Museum betrachten konnte. Solche Ausstellungen faszinieren mich immer wieder, weil sie Geschichte auf ganz besondere Weise erlebbar machen.

Der wunderschöne und zu meinem Glück sonnige Wintergarten der Glyptotek

Nach rund 2 Stunden im Museum habe ich Pause auf einer der Bänke in dem wunderschönen Wintergarten der Glyptotek gemacht. Passend dazu verzogen sich gerade die letzten Wolken und die Sonne ließ sich endlich blicken.

Das habe ich direkt genutzt, um mir ein gemütliches Café fürs Mittagessen zu suchen. Anschließend wollte ich noch ein wenig durch die Stadt schlendern – denn anders als bei uns in Deutschland haben in Kopenhagen auch sonntags viele Läden geöffnet. Ein perfekter Moment für einen kleinen Shoppingbummel.

  • Ny Carlsberg Glyptotek Dantes Plads 7, 1556 København, Dänemark
  • Das Museum ist Dienstags bis Sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Donnerstags gibt es eine verlängerte Öffnungszeit bis 21 Uhr. Schau gerne auf der Website vorbei, dort findest du alle Infos zu den Ticketpreisen.

Am Mittag

Zum Mittagessen war ich in der gemütlichen Bäckerei emmerys – nur ein paar Schritte von Nyhavn entfernt und genau das Richtige für eine kleine Pause. Zwischen all denm süßen Gebäck und frisch belegten Brötchen fiel die Entscheidung gar nicht so leicht. Am Ende gab’s für mich ein Brötchen mit Käse, Spinat und einem Hauch Mayo, dazu einen heißen Kaffee und als kleines Extra einen saftigen Blondie. Ich habe es mir an einem Platz am Fenster gemütlich gemacht, die Leute draußen beobachtet und einfach kurz entspannt.

Danach ging es gestärkt weiter mit ein bisschen Sightseeing und einem Bummel durch die Stadt.

  • emmerys Store Strandstræde 21, 1255 København, Dänemark
  • Die Bäckerei hat täglich von 7 bis 18 Uhr geöffnet

Shopping

Kopenhagen ist auch ein Paradies für alle, die gerne shoppen. Ob edle Boutiquen, liebevoll geführte kleine Läden oder spannende Flohmärkte – die Stadt hat in Sachen Shopping jede Menge zu bieten. Da ich im März dort war, haben die Flohmärkte leider noch nicht stattgefunden, aber viele Geschäfte zum Bummeln konnte ich trotzdem entdecken.

Einkaufsstraße – Strøget

Die Einkaufsstraße Strøget bietet viele verschiedene Geschäfte und lädt zum Bummeln ein

Die Strøget ist DIE Einkaufsstraße in Kopenhagen – und eine der längsten Fußgängerzonen Europas. Hier reiht sich Geschäft an Geschäft: von bekannten Modeketten über dänisches Design bis hin zu luxuriösen Boutiquen ist alles dabei. Perfekt also für ausgiebige Shoppingtouren oder entspanntes Bummeln durch die Innenstadt.

Studio Arhoj

Süße handgemachte Keramik und kleine einzigartige Geister gibt es im Studio Arhoj

Im Studio Arhoj dreht sich alles um liebevoll handgemachte Keramik – von Tassen und Schalen bis hin zu hübschen Vasen findet man dort wirklich besondere Stücke. Auch gibt es dort viele kleine süße Mitbringsel. Besonders die kleinen Geister haben es mir angetan, die sind einfach zu süß! Natürlich hat handgemachte Keramik auch ihren Preis, jedoch zahlt man für die Handwerkskunst und ein einzigartiges Mitbringsel.

  • Studio Arhoj Skindergade 7, st, 1159 København, Dänemark
  • Der Laden lädt täglich von 10 bis 18 Uhr zum Stöbern ein.

Am Abend

Nach einem erlebnisreichen und richtig schönen Tag hatte ich ordentlich Hunger. Auf dem Weg zurück zum Hotel kam ich an einer kleinen, einladenden Pizzeria vor – genau das Richtige für den Abend. Bei Pizza Klub habe ich mir eine Pizza De la Vega zum Mitnehmen geholt. Man kann dort entweder einzelne Stücke oder eine ganze Pizza bestellen, und es gibt auch vegetarische und vegane Optionen – perfekt für einen entspannten Abend im Hotelzimmer.

  • Pizza Klub Sværtegade 11, 1118 København, Dänemark
  • Pizza Klub hat unter der Woche von 11–18 Uhr geöffnet, freitags und samstags sogar bis 24 Uhr. Sonntags ist geschlossen.

Weitere Sehenswürdigkeiten, Aktivitäten und Tipps für ein tolles Wochenende in Kopenhagen

Abschließend möchte ich mit euch noch ein paar weitere Sehenswürdigkeiten, Aktivitäten und Tipps für ein tolles Wochenende in Kopenhagen teilen.

Copenhagen Card

Die Copenhagen Card ist ein digitaler Citypass, mit dem ihr über 80 Museen und Sehenswürdigkeiten in Kopenhagen kostenlos besuchen könnt – der öffentliche Nahverkehr ist ebenfalls inklusive. Die Karte ist für Zeiträume von 24 bis 120 Stunden erhältlich und lässt sich ganz einfach über die Copenhagen Card App aktivieren. Ideal für alle, die viel sehen und erleben möchten! Am besten vorab einen Blick auf die enthaltenen Attraktionen werfen – nicht alles ist dabei, wie z. B. der Rundetårn.

Tivoli

Der traditionsreiche Freizeitpark Tivoli, der bereits seit dem 19. Jahrhundert besteht, zieht Jahr für Jahr zahlreiche Besucher an – und vielleicht ja auch euch? Neben nostalgischen Fahrgeschäften wie der historischen Achterbahn gibt es auch Gastronomie, Theater und Konzerte. Der Park hat in der Saison 2025 vom 22. April bis 21. September geöffnet. Alle Infos zu den aktuellen Öffnungszeiten, Programm und Eintrittspreisen habe ich euch verlinkt.

  • Tivoli Vesterbrogade 3, 1630 København V, Dänemark
Bootstour

Bei Sonnenschein und wärmeren Temperaturen würde ich euch eine der zahlreichen Bootstouren empfehlen. Diese führen oft durch den Hafen, an der kleinen Meerjungfrau vorbei und durch die charmanten Kanäle Kopenhagens. Tickets kann man ganz entspannt online kaufen oder an einer der Verkaufsstellen, beispielsweise direkt in Nyhavn. Als Anbieter habe ich euch mal Stromma rausgesucht – alle Infos zu den angebotenen Touren und zu den Preisen habe ich euch verlinkt.

  • Stromma Damrak 16, pier 5, 1012 LH Amsterdam, Niederlande
Weitere Museen

Kopenhagen hat neben der Glyptotek noch weitere lohnenswerte Museen im Angebot. Ich habe euch hier eine kleine Auswahl zusammengestellt. Alle wichtigen Infos zu Öffnungszeiten, Ausstellungen und Eintrittspreisen findet ihr in den jeweiligen Links.

Ein paar abschließende Worte

Ich habe meinen ersten Solo-Trip wirklich genossen – und Kopenhagen hätte dafür kaum besser sein können. Die Stadt bietet so viele Möglichkeiten: Sehenswürdigkeiten, gemütliche Parks, hübsche Cafés und tolle Läden zum Stöbern. Die Zeit verging wie im Flug. Ich habe mich dort durchweg wohlgefühlt – auch wenn ich abends nicht lange allein unterwegs war, hatte ich nie ein unsicheres Gefühl. Kopenhagen hat für mich genau die richtige Mischung aus Lebendigkeit und Entspannung – und die perfekte Größe, um sie entspannt an einem Wochenende zu erkunden.

Ich hoffe, euch hat mein Blogbeitrag gefallen und ihr konntet ein paar Inspirationen für euren nächsten Städtetrip mitnehmen. Erzählt mir gerne in den Kommentaren, welche Stadt euch besonders begeistert hat – oder welche Destination ihr für eine Solo-Reise empfehlen könnt!


Wandern in Bayern: Rundweg Obersee und Röthbachfall | 8 km

Der Obersee ist ein natürlicher Bergsee in den Berchtesgadener Alpen in Oberbayern und der kleine Bruder des berühmten Königssees. Umgeben von den steilen Felshängen des Watzmannmassivs fügt sich der See malerisch in die atemberaubende Landschaft ein. Dieser Ort ist ein Stück unberührte Natur und strahlt eine friedliche Atmosphäre aus, die perfekt für eine entspannte Wanderung ist.

Route

  • Rundtour
  • Schwierigkeit: leicht
  • Länge: 8 km
  • Dauer: 2:40 h
  • Start/Endpunkt: Salet Anlegestelle

Die Rundtour ist eine leichte Wanderung entlang des Obersees mit Halt am Röthbach-Wasserfall und ist ideal für Anfänger:innen, oder diejenigen, die eine entspannte Outdoor-Erfahrung suchen. Die Wanderung führt entlang eines Hauptwanderweges und ist gut ausgeschildert und leicht zu folgen. Da der Weg ab dem Obersee sehr uneben ist und es auch ein paar felsige Stufen zu überwinden gibt, ist der Weg nicht barrierefrei. Ich empfehle das Tragen von festem Schuhwerk, vorzugsweise Wanderschuhen, aber sonst bedarf es für diese Wanderung keines besonderem Equipments.

Anreise

Die Anreise nach Schönau am Königssee ist sowohl mit dem eigenen PKW als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich. Übernachtet habe ich im herzlichen Alpenhotel Kronprinz, direkt in Berchtesgaden. Dieses Hotel bietet einen Panoramablick auf den berühmten Watzmann und kann auch kulinarisch überzeugen. Mein Zimmer war äußerst gemütlich eingerichtet und ich habe mich rundherum wohl gefühlt. Auch vom Preis her ist es für die Region um Berchtesgaden wirklich empfehlenswert. Vom Stadtzentrum oder vom Hauptbahnhof hat man per Bus eine gute Anbindung zum Königssee. Die Busse fahren alle 30 Minuten und bringen einen direkt nach Schönau zum Königssee oder zur Jennerbahn. Da die Busse im Deutschland-Ticket enthalten sind, konnte ich sie kostenlos nutzen.

Der Beginn der Route ist am Anleger des Königssees in Schönau, da der Startpunkt der Wanderung nur per Boot erreichbar ist. Das kristallklare Wasser des Königssees, umgeben von steilen Felswänden und tiefen Wäldern, bot einen Vorgeschmack auf die beeindruckende Natur, die mich erwarten würde. Die Tickets können direkt vor Ort an einem der Kassenhäuschen gekauft werden. Die Hin- und Rückfahrt nach Salet kostete mich 28,50€. Alle weiteren Preise und Online-Tickets können auf der Website des Königssees eingesehen werden (Link zur Website). Mit dem Ticket nach Salet kann man auf dem Hin- oder Rückweg einen Zwischenstopp in St. Bartholomä einlegen und die Fahrt anschließend fortsetzen.

Da der Fahrplan nach Salet saisonabhängig ist, kann die Wanderung nur von Ende April bis Anfang Oktober gemacht werden (Link zum Fahrplan). In den übrigen Monaten wird die Anlegestelle Salet nicht angefahren.

Wanderung

Beginn der Route ist am Bootsanleger Salet. Von dort führt ein Weg an der Saletalm vorbei und man erreicht nach ungefähr 15 min Gehzeit den Obersee. Von dort hat man bereits einen grandiosen Blick über den gesamten See, die Felshänge und den Röthbach-Wasserfall in der Ferne. Viele Menschen nutzen diesen Ausblick bereits als einen ausgezeichneten Fotospot. Der Wanderweg führt dann direkt entlang am Ufer des Obersees. Das Wasser des Sees ist so klar, dass es am Rand türkis erscheint und man bis auf den Grund sehen kann. Bei Sonnenschein spiegelt sich der Himmel und die umliegenden Berge im See, was einen beeindruckenden Anblick bietet.

Am Ende des Sees kann man entweder in der Fischunkealm einkehren oder dem Weg zum Röthbach-Wasserfall folgen. Ich bin dem Weg noch weiter zum Wasserfall gefolgt und da das Wetter recht regnerisch war, hatte ich den Weg fast komplett für mich alleine und konnte so die Natur in vollen Zügen genießen.

Der Weg zum Wasserfall führt durch das Tal umringt von felsigen Bergen, die steil in den Himmel ragen. Bei meinem Besuch hingen die Wolken tief in den Tannen und mehrere Wasserfälle rauschten an den steinigen Felswänden hinab, wodurch der Anblick für mich noch beeindruckender wurde. Ich war froh meine dicken Wanderschuhe zu tragen, da der Boden nicht befestigt ist und es durch den Regen äußert schlammig wurde und sich mittlerweile einige große Pfützen gebildet hatten, die es zu überqueren gab. Jetzt im Sommer trifft man dort auf den Wiesen Weidetiere an, die sich nicht von den Besuchern aus der Ruhe lassen bringen. Trotzdem sollte man weiterhin Abstand halten und ihnen ihren Raum geben, damit sie ungestört grasen können.

Der Röthbach-Wasserfall ist mit seiner Gesamtlänge von 470 m der höchste Wasserfall in Deutschland. Man kann diesen wie bereits erwähnt schon von der anderen Seite des Obersees sehen, jedoch lohnt sich eine Wanderung dorthin vollkommen. Der Wasserfall ist wirklich imposant und verwandelt sich am Boden in einen reißenden Bach, der durch das Tal fließt und in einen kleinen See mündet. Wie auf dem Bild zu erkennen ist, konnte ich während meines Besuchs mehrere Wasserfälle bestaunen.

Mit mehr Zeit kann man von dort noch weiter zur Wasseralm (schwarz), Gotzenalm (rot) oder dem Hochgschirr (rot) wandern. Die Wanderung zur Wasseralm bietet beispielsweise einen imposanten Blick auf den Obersee und auf die Berge. Diese Wanderung sind jedoch etwas anspruchsvoller und durch das begrenzte Zeitfenster der Fähre möglicherweise zu weit entfernt für einen Tag. Diese Wanderungen bieten sich an mit einer Übernachtung zu kombinieren und das unglaubliche Panorama des Steinernen Meers zu bewundern.

Nach einer ausgiebigen Pause machte ich mich auf den Rückweg. Die Wanderung führte mich wieder entlang des Sees zurück nach Salet. Mit dem nächsten Boot geht es dann erneut über den Königssee, um ein letztes Mal die atemberaubende Aussicht in sich aufzunehmen, das kristallklare Wasser zu genießen und ein paar letzte Fotos zu machen.

St. bartholomä

Auf meinem Rückweg habe ich noch einen Zwischenstopp in St. Bartholomä gemacht. Wahrzeichen ist die Kapelle mit dem imposanten Watzmann dahinter, dessen Panorama man auf jeder Postkarte findet. Der Herr Watzmann war leider in der dichten Wolkendecke dieses mal nicht zu sehen.

In St. Bartholomä gibt es sonst nicht viel zu entdecken, außer eine Gaststätte und eine Touristeninformation. Zum Wandern ist dieser Halt aber ebenfalls eine schöne Ausgangsstelle. Es gibt einen kleinen Rundweg (ca. 30 Minuten), die Wanderung zur Eiskapelle (ein permanentes Eisfeld) und mehrere anspruchsvolle Wanderung, auch Richtung Schönau zurück.

Die Rundtour zur Eiskapelle und zurück ist mit einer Gesamtzeit von 3 Stunden gut machbar und als leichte Wanderung ausgeschildert. Jedoch hatte ich nicht mehr genügend Zeit bevor das letzte Boot wieder Richtung Schönau gefahren ist und das wollte ich auf keinen Fall verpassen. Deshalb habe ich mich für den kleinen Rundweg entschieden.

Der Rundweg verläuft entlang des Ufers vom Königssee und bietet einen weiten Blick über den See. Danach biegt man in einen kleinen Wald ab, der zu dieser Jahreszeit unglaublich grün erscheint und endet an wieder an der berühmten Kapelle.

fazit

Der Obersee und die Region um den Königssee bietet für Anfänger als auch für Profis tolle Wanderungen und ein tolles Erlebnis, wenn man seinen Tag gleich mit einer Bootsfahrt über einen der berühmtesten Seen Deutschlands beginnt. Durch die Lage wird ein fast unberührtes Stück Natur geboten, dass sich malerisch in die Umgebung einbettet. Die steinigen Felshänge, die das Tal einschließen und der Blick auf Deutschlands höchsten Wasserfall machen diesen Ausflug zu einem echten Erlebnis. Aufgrund der hohen Beliebtheit trifft man dort vor allem in den Sommermonaten und bei gutem Wetter viele Besucher an. Bei meinem Besuch hatte ich Glück kaum eine Menschenseele zu treffen, da das Wetter regnerisch und kühl war. Was meiner Meinung nach aber nichts an dem Spaß nimmt draußen in der Natur zu sein. Wenn ihr auf der Suche nach einem Ort seid, an dem ihr die Schönheit der Natur in vollen Zügen genießen könnt, kann ich euch den Obersee nur wärmstens empfehlen.