3 Tage in Rom – Unser Reisebericht zwischen Kultur, Pasta und Papst

13–20 minutes

Rom in 3 Tagen – Kurzüberblick

🌼 Beste Reisezeit: April–Juni / September–Oktober
🌼 Perfekte Dauer: 3–4 Tage
🌼 Unterkunft: Testaccio
🌼 Must-sees: Kolosseum, Trevi-Brunnen, Forum Romanum
🌼 Extra-Tipp: Tagesausflug nach Ladispoli

Blick auf das Kolosseum vom Forum Romanum

Rom ist eine dieser Städte, die man einfach einmal im Leben erlebt haben muss. Zwischen beeindruckender Geschichte, wunderschönen Plätzen und ganz viel Dolce Vita merkt man schnell, warum Rom zu den beliebtesten Reisezielen Europas gehört.

In diesem Rom Reisebericht nehme ich euch mit auf unseren Städtetrip voller Sightseeing, gutem Essen und kleiner Auszeiten vom Trubel der Stadt. Wir haben uns die klassischen Highlights wie das Kolosseum und das Forum Romanum angeschaut, sind durch die Altstadt geschlendert und haben zwischendurch immer wieder das italienische Lebensgefühl genossen.

Neben unseren persönlichen Eindrücken teile ich auch ein paar Tipps zu Unterkünften, Restaurants und Ausflügen – Dinge, die ich selbst vorher gern gewusst hätte und die euch bei der Planung helfen können.

Übersicht

Wo übernachten in Rom? Unsere Unterkunft in Testaccio

Rom ist eine sehr große Stadt, und gerade wenn man zum ersten Mal dort ist, kann die Wahl des richtigen Stadtteils und der passenden Unterkunft gar nicht so einfach sein.

Unsere Wahl fiel schließlich auf das Klioos Apartment Testaccio, das – wie der Name schon vermuten lässt – im Stadtteil Testaccio liegt. Das Apartment befindet sich in einer gemütlichen Wohnanlage, die abends nur mit Schlüssel zugänglich ist, was ein zusätzliches Gefühl von Sicherheit gibt. Es war zwar nicht besonders groß, aber sehr gemütlich und hatte alles, was wir für unseren Aufenthalt brauchten. Der Gastgeber war ebenfalls super freundlich, sprach (zum Glück) sehr gutes Englisch und hat immer schnell auf unsere Nachrichten reagiert, falls es etwas zu klären gab.

Mit etwa 150 € pro Nacht war das Apartment für Rom und die Lage preislich absolut fair. Gerade im Vergleich zu Unterkünften direkt in der Altstadt bekommt man hier oft mehr Ruhe und ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis.

Testaccio

Der Stadtteil Testaccio ist ein authentisches und historisches Viertel im Südwesten von Rom und gilt als kulinarisches Herz der Stadt. Früher ein klassisches Arbeiterviertel, ist es heute vor allem für seine Restaurants, Märkte und die entspannte, lokale Atmosphäre bekannt.

Testaccio liegt etwas südlich der Altstadt und ist deutlich ruhiger als die touristischen Hotspots, aber dennoch sehr gut angebunden. Viele Sehenswürdigkeiten konnten wir bequem zu Fuß erreichen – ins historische Zentrum waren es etwa 25–30 Minuten. Alternativ gibt es mehrere Buslinien und eine Metrostation in der Nähe, sodass man schnell in andere Teile der Stadt kommt.

Uns wurde Testaccio im Vorfeld als sehr sicheres Viertel empfohlen, und diesen Eindruck können wir absolut bestätigen. Besonders abends herrscht eine angenehme, lebendige Atmosphäre mit vielen Einheimischen, die sich auf den Plätzen treffen oder gemeinsam essen gehen.

Testaccio eignet sich ideal für alle, die Rom authentischer erleben und gleichzeitig ruhig wohnen möchten. Insgesamt hat uns das Viertel sehr gut gefallen, und wir würden jederzeit wieder dort übernachten. Als Alternative wird oft auch das nahegelegene Trastevere empfohlen.


Unsere Unterkunft – Kurzüberblick:

🚶‍♀️ ca. 25–30 Minuten zu Fuß in die Altstadt

🚌 gute Busanbindung

🛒 Supermärkte und Cafés in direkter Nähe

🌙 ruhig und sicher

💰 gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Tag 1 – Ein perfekter Start in unser Rom-Abenteuer

Am Morgen

In der Pasticceria haben wir uns die leckeren Cornetti in der Morgensonne schmecken lassen

Für das Frühstück ging es in die Pasticceria Barberini ganz in der Nähe unserer Unterkunft. Dort gab es nicht nur super süße und extrem leckere Cornetti, sondern auch einige Herzhafte Sandwiches, Petits Fours und Maritozzi – italienische Milchbrötchen mit Sahnefüllung. Natürlich war auch der Kaffee exzellent, aber etwas anderes kann man in Italien auch gar nicht erwarten.

Unser Frühstück mit zwei Cornetti und Kaffee hat uns insgesamt weniger als 10 € gekostet – typisch italienisch, lecker und überraschend günstig.

Unser Tipp: Es macht einen preislichen Unterschied, ob man am Tresen bestellt und isst, die Ware To go mitnimmt oder sich im Café hinsetzt. Beim Letzteren gibt es meistens einen kleinen Aufpreis, aber trotzdem sind die Speisen und Getränke nicht überteuert. Wenigstens nicht, wenn man die Touri-Hotspots vermeidet und eher Lokale aufsucht, die auch von Einheimischen besucht werden.

Sightseeing und Shopping

Blick über die Stadt und die Kuppel des Petersdoms in der Ferne

In Ripa, ein Stadtteil direkt neben Testaccio, liegt der wunderschöne Giardino degli Aranci, von dem aus man einen traumhaften ersten Blick über die Stadt hat (siehe Foto). Von dort konnten wir zum Beispiel die beeindruckende Kuppel des Petersdom sehen, wirklich ein besonderer Moment.

Ganz in der Nähe befindet sich außerdem das berühmte Aventine Keyhole. Durch dieses unscheinbare Schlüsselloch eröffnet sich ein perfekt gerahmter Blick auf den Petersdom. Allerdings ist die Schlange dort oft sehr lang, und man sollte definitiv etwas Geduld mitbringen.

Unser Tipp: Lieber entspannt durch den Park schlendern und von dort aus die Kuppel genießen. Der Ausblick ist mindestens genauso schön und man kann ihn ganz in Ruhe auf sich wirken lassen.

Centro Storico – Altstadt

Wir sind dann weiter Richtung Centro Storico geschlendert, um die besondere Atmosphäre auf uns wirken zu lassen, ein bisschen zu bummeln und die Stadt einfach in Ruhe zu entdecken. Überall stößt man auf Spuren der beeindruckenden Geschichte Roms, so zum Beispiel auf den Tempel des Apollo Sosianus, der plötzlich zwischen den Gebäuden auftaucht. Die vielen kleinen Gassen mit ihren süßen Läden, Restaurants und Cafés laden immer wieder dazu ein, stehen zu bleiben, sich umzuschauen und den Moment zu genießen.

Besonders die Straßen rund um die Piazza del Popolo – wie zum Beispiel die Via del Babuino und die Via del Corso – bieten wirklich alles, was das Shoppingherz begehrt. Von bekannten Marken bis hin zu exklusiven Designer-Stores ist hier für jeden Geschmack etwas dabei, und selbst ein kleiner Schaufensterbummel macht in dieser Kulisse einfach Spaß.

Trevi-Brunnen

Natürlich haben wir uns an diesem Tag auch den berühmten Trevi-Brunnen auf der Piazza di Trevi angesehen. Er wurde zwischen 1732 und 1762 vom Architekten Nicola Salvi im Auftrag von Papst Clemens XII. erbaut und gilt als eines der prächtigsten Barockdenkmäler der Welt. Internationale Bekanntheit erlangte der Brunnen auch durch seine berühmte Szene im Film La Dolce Vita.

Rund um den Brunnen ranken sich bis heute einige schöne Legenden. Der bekannteste Mythos besagt, dass das Werfen einer Münze über die Schulter ins Wasser garantiert, dass man eines Tages nach Rom zurückkehren wird. Wirft man zwei Münzen, soll man sich sogar in eine Römerin oder einen Römer verlieben.

Der Trevi-Brunnen ist wirklich beeindruckend und zählt für uns völlig zurecht zu den Must-sees der Stadt. Allerdings ist es dort, wenig überraschend, auch extrem voll. Rund um den Brunnen tummeln sich unzählige Besucher sowie Verkäufer, die Polaroidfotos als Erinnerung anbieten. Möchte man direkt an das Wasserbecken kostet es 2€, aber hinter der Absperrung ist es kostenlos und man ist trotzdem nah genug dran.

  • Parkanlage: Giardino degli Aranci – Piazza Pietro D’Illiria, 00153 Roma RM, Italien
  • Sehenswürdigkeit: Tempel des Apollo Sosianus – Via del Teatro di Marcello, 42, 00186 Roma RM, Italien
  • Shopping: Piazza del Popolo – Via del Babuino, Via del Corso

Am Nachmittag

Gegen den kleinen Hunger

Nach all dem Sightseeing und dem vielen Schlendern durch die Straßen von Rom meldete sich irgendwann wieder der Hunger. Zum Glück gibt es gefühlt an jeder Ecke kleine Pizzerien, in denen man sich unkompliziert ein Stück Pizza to go holen kann.

Rund um die Piazza del Popolo sind wir bei der Pizza Rustica gelandet, die richtig leckere Pizza zu einem wirklich fairen Preis verkauft. Da schon einiges ausverkauft war, entschieden wir uns für Pizza mit Kartoffeln und die war überraschend gut. Schön knusprig, herrlich kartoffelig, leicht ölig und perfekt gewürzt.

Mit einem kalten Getränk haben wir uns dann erst einmal in den Schatten gesetzt und eine kleine Pause eingelegt, bevor es weiterging in die Villa Borghese. Der große Stadtpark wurde in unserem Reiseführer als besonders schön und sehenswert beschrieben und wir waren gespannt, ob er hält, was er verspricht.

  • Pizzeria: Pizza Rustica – Via Flaminia, 24, 00196 Roma RM, Italien

Villa Borghese

Die Villa Borghese ist eine der größten und bekanntesten Parkanlagen mitten in Rom und lockt mit schönen Gebäuden, viel Grünfläche und einem kleinen See, auf dem man Ruderboote mieten kann. Außerdem hofften wir, dort etwas der Septemberhitze zu entkommen.

Der Park ist weitläufig angelegt und bietet viele schattenspendende Bäume, breite Wege und immer wieder kleine Plätze zum Verweilen. Innerhalb der Anlage befinden sich zudem einige bekannte Sehenswürdigkeiten, darunter die berühmte Galleria Borghese mit ihrer beeindruckenden Kunstsammlung, mehrere kleinere Museen sowie der Tempel des Asklepios am See, der zu den beliebtesten Fotomotiven gehört.

Als wir jedoch am See ankamen, waren wir etwas überrascht. Auf Bildern wirkte er deutlich größer, grüner und ruhiger. Vor Ort war der See recht klein und fast komplett mit Booten gefüllt. Insgesamt wirkte es deutlich belebter und weniger idyllisch, als wir es erwartet hatten.

Vielleicht lag unser Eindruck auch an der Jahreszeit. Im September war vieles durch den langen, heißen Sommer sehr trocken und etwas karg. Möglicherweise zeigt sich der Park im Frühling oder Frühsommer von einer ganz anderen, grüneren Seite. Für uns persönlich konnte die Villa Borghese nicht überzeugen und vielleicht müssen wir ein anderes mal wiederkommen.

  • Parkanlage: Villa Borghese – 00197 Rome, Metropolitan City of Rome Capital, Italien

Am Abend

Den Abend ließen wir nach einem langen Tag voller Bummeln und Sightseeing ganz entspannt auf der Piazza Navona ausklingen. Spontan suchten wir uns einen Platz im Außenbereich eines der vielen Restaurants und landeten schließlich im Mercato Hostaria.

Ich wollte unbedingt Cacio e Pepe probieren und gönnte mir dazu ein Glas Hauswein. Sowohl die Pasta als auch die Pizza waren gut, auch wenn es dort natürlich ziemlich touristisch ist und man das auch merkt. Trotzdem hat sich der Besuch allein schon wegen des Ambientes und dem Blick auf den abendlichen, lebendigen Platz gelohnt.

Danach schlenderten wir noch ein bisschen durch die Gassen, holten uns eine Kugel Eis bei Fatamorgana Chiavari und machten uns schließlich auf den Rückweg zu unserer Ferienwohnung, wo wir völlig erschöpft und glücklich ins Bett gefallen sind.

Tag 2 in Rom: Kolosseum, Forum Romanum und antikes Rom entdecken

Am Morgen

Am Morgen haben wir ausgeschlafen und uns dann wieder auf den Weg Richtung Zentrum gemacht. Heute stand das berühmte Kolosseum und das Forum Romanum auf unserer Liste.

Doch bevor wir uns in die Antike und Kultur stürzen konnten, brauchten wir erstmal Frühstück. Dafür waren wir dieses mal im Gran Caffè Rione VIII, was wir recht spontan auf dem Weg gefunden haben. Wir haben uns neben Kaffee, auch etwas Süßes und ein belegtes Ciabatta mit Ei und Gemüse bestellt. Alles war wirklich lecker, günstig und die Mitarbeiter waren super freundlich und zuvorkommend.

Auf dem Weg kamen wir außerdem am beeindruckenden Pantheon vorbei. Leider hat die Zeit nicht mehr gereicht, um hineinzugehen. Die Schlange war schon am Vormittag ziemlich lang, weshalb ich auf jeden Fall empfehlen würde, Tickets vorab online zu kaufen. Vielleicht ergibt sich ja beim nächsten Rom-Besuch die Gelegenheit, das Pantheon auch von innen zu sehen.

Das Kolosseum

Wenn es ein Gebäude in Rom gibt, das man unbedingt gesehen haben sollte, dann ist es das Kolosseum. Für uns durfte ein Besuch dieses beeindruckenden Wahrzeichens natürlich nicht fehlen.

Für Tickets gibt es verschiedene Anbieter und Optionen. Wir haben unsere Tickets im Voraus online über GetYourGuide gebucht und uns für ein Kombiticket für das Kolosseum, das Forum Romanum und den Palatin entschieden. Dafür haben wir etwa 35 € pro Person bezahlt. Günstiger geht es allerdings, wenn man deutlich früher bucht. Wir waren mit drei Tagen Vorlauf schon recht spät dran.

Praktisch war auch der enthaltene Audioguide, den man ganz einfach über eine App nutzen konnte. Der Check-in beim Anbieter vor Ort verlief unkompliziert und schon kurze Zeit später standen wir in der Schlange, bereit, eines der bekanntesten Bauwerke der Welt endlich aus nächster Nähe zu erleben.

Unser Tipp: Tickets solltet ihr am besten frühzeitig im Voraus buchen. Das spart nicht nur Geld, sondern sichert euch auch den gewünschten Zeitslot. Gerade am Wochenende und in der Hauptsaison sind die günstigeren Tickets oft schon Wochen vorher ausverkauft.

Als wir schließlich durch den Eingang traten und das Innere des Kolosseum vor uns lag, war das schon ein besonderer Moment. Wenn man bedenkt, wie viel Geschichte in diesen Mauern steckt, ist das wirklich beeindruckend.

Entlang des Rundwegs gab es zahlreiche Infotafeln zur Entstehung, Nutzung und Bedeutung des Bauwerks im Laufe der Jahrhunderte. Besonders spannend fanden wir, dass dort wohl gar nicht so viele Gladiatorenkämpfe für das breite Publikum stattfanden, wie man vielleicht erwarten würde. Stattdessen wurde das Kolosseum in späteren Zeiten sogar als Wohn- und Geschäftsraum genutzt. Etwas, das man sich heute kaum vorstellen kann.

Wir sind langsam durch die verschiedenen Ebenen gegangen, haben immer wieder den Blick über die Ränge und in die Arena schweifen lassen und uns zwischendurch den Audioguide angehört. Gerade diese Kombination aus eigener Erkundung und spannenden Hintergrundinfos hat den Besuch für uns noch einmal intensiver gemacht.

Auch wenn es teilweise recht voll war, hat sich der Besuch absolut gelohnt. Das Kolosseum ist einfach eines dieser Bauwerke, die man einmal selbst gesehen haben muss.

Das Forum Romanum und Palatin – Römischer Marktplatz

Nach unserem Besuch im Kolosseum sind wir gleich weiter in das Forum Romanum, dessen Eingang nicht unweit des Kolosseum liegt.

Das Forum Romanum, also der römische Marktplatz, ist das älteste Forum der Stadt und war einst das Zentrum des politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und religiösen Lebens. Es liegt in einer Senke zwischen den Hügeln Kapitol, Palatin und Esquilin und war früher von zahlreichen öffentlichen Gebäuden und bedeutenden Denkmälern umgeben. Viele dieser Bauwerke, oder besser ihre Ruinen, kann man dort heute noch bestaunen, wie zum Beispiel den Arco di Tito oder den Tempel des Antoninus Pius und der Faustina.

Wir waren am späten Nachmittag im September dort, als die Temperaturen schon etwas angenehmer waren und das warme Licht den gesamten Bereich in eine richtig schöne Stimmung getaucht hat. Das hat dem Ort nochmal etwas ganz Besonderes verliehen.

Insgesamt haben wir dort bestimmt zwei Stunden verbracht, bevor wir uns ganz in Ruhe wieder auf den Rückweg gemacht haben.

Am Abend

Den Abend haben wir ganz bewusst wieder in unserem Viertel Testaccio verbracht, um dem geschäftigen Treiben der Innenstadt von Rom zu entgehen und den Tag entspannt ausklingen zu lassen.

Nach einem kleinen Spaziergang sind wir noch auf einen Drink in die L’Oasi della Birra eingekehrt. Bei dem perfekten Wetter und einem angenehm lauen Abend konnten wir draußen auf den Fensterbänken sitzen. Wir hatten einen richtig schönen Abschluss nach einem langen Sightseeing-Tag.

Tag 3 – Die Qual der Wahl

Am letzten Tag kletterte das Thermometer wieder deutlich über die 30-Grad-Marke, und wir standen vor der Qual der Wahl: Schauen wir uns noch den Vatikan an oder packen wir unsere Badesachen und fahren nochmal ans Meer? Die Entscheidung fiel nach kurzem Überlegen ganz klar auf den Strand.

Mit dem Zug kommt man schnell, unkompliziert und vor allem günstig von Rom in die kleineren Küstenorte. Für Hin- und Rückfahrt haben wir nur etwa 5 € pro Person bezahlt, eine perfekte Möglichkeit, der Hitze der Stadt für ein paar Stunden zu entkommen und stattdessen eine frische Meeresbrise zu genießen.

Ein Strandtag in Ladispoli

Ladispoli

Nach kurzer Recherche fiel unsere Wahl schließlich auf Ladispoli. Vom Roma Termini aus ist man mit dem Zug in etwa 45 Minuten dort – perfekt also für einen entspannten Strandtag. Besonders bekannt ist der Ort für seinen schwarzen Sandstrand, der direkt ein bisschen Urlaubsfeeling aufkommen lässt.

In Italien sind private Strandabschnitte ganz normal. Wir haben uns für das Miramare Beach entschieden, weil die Bewertungen vielversprechend waren und wurden nicht enttäuscht. Für den Eintritt inklusive zwei Liegestühlen und einem Sonnenschirm für den ganzen Tag haben wir nicht einmal 30 € bezahlt. Da wir in der Nebensaison dort waren, war es angenehm leer und wir konnten uns sogar zwei Liegen in der ersten Reihe sichern.

Der schwarze Sand war bei den Temperaturen allerdings extrem heiß, sodass wir direkt ins Meer geflüchtet sind. Das Wasser war herrlich klar und super erfrischend. Ein Rettungsschwimmer war ebenfalls vor Ort, was einem nochmal ein gutes Gefühl gibt. Verkäufer, die Schmuck oder andere Kleinigkeiten anbieten, sollte man freundlich, aber bestimmt ablehnen.

Außerdem gibt es an diesem Strandabschnitt eine kleine Bar mit Getränken und Snacks, Toiletten und Umkleidekabinen. Also alles, was man für einen entspannten Tag braucht. Auf dem Rückweg haben wir uns noch ein Eis bei Ping Pong gegönnt – super lecker und deutlich günstiger als in Rom. Ein rundum perfekter Ausflug ans Meer.

Rom im Sommer: Unsere Tipps für heiße Tage

Unser Tipp für heiße Tage: Wenn ihr Rom besuchen möchtet und einen längeren Aufenthalt im Sommer oder Frühherbst plant, kann es sich wirklich lohnen, eine Unterkunft in einem der Küstenorte zu buchen und ganz entspannt und günstig mit dem Zug nach Rom zu fahren.

So könnt ihr morgens durch die Stadt schlendern, Sehenswürdigkeiten entdecken und das Dolce Vita genießen und am Nachmittag einfach ans Meer fahren, den Tag am Strand ausklingen lassen und bei einem Eis oder einer guten Pasta entspannen. Für uns war genau diese Mischung aus Kultur und Meer einfach perfekt.

Ein kleiner Rückblick über meine Zeit in Rom

Unsere Zeit in Rom war eine perfekte Mischung aus beeindruckender Geschichte, gutem Essen und entspannten Momenten zwischendurch. Die Stadt hat unglaublich viel zu bieten, von weltberühmten Sehenswürdigkeiten wie dem Kolosseum und dem Forum Romanum bis hin zu kleinen Gassen, gemütlichen Cafés und spontanen Entdeckungen abseits der bekannten Wege.

Besonders gut gefallen hat uns die Kombination aus Sightseeing und kleinen Auszeiten. Sei es in ruhigeren Vierteln wie Testaccio oder bei unserem spontanen Ausflug ans Meer. Gerade bei den hohen Temperaturen war das die perfekte Balance.

Natürlich gibt es auch Dinge, die nicht ganz unseren Erwartungen entsprochen haben wie zum Beispiel die Villa Borghese, die wir uns etwas grüner und ruhiger vorgestellt hatten. Aber genau das gehört zu einer Reise auch dazu und macht sie am Ende umso authentischer.

Rom ist definitiv eine Stadt, die man nicht in ein paar Tagen komplett entdecken kann. Für uns war es aber der perfekte erste Eindruck und ganz sicher nicht der letzte Besuch. ☀️


Der perfekte Wanderurlaub: GR223 Camí de Cavalls auf Menorca

13–20 minutes

🌼 Fernwanderweg

🌼 Wandern entlang der Küste Menorcas, Spanien 🇪🇸

🌼 Natur und Mee(h)r

GR223 – Der Camí de Cavalls

Der Camí de Cavalls (GR223) ist ein Fernwanderweg auf der Insel Menorca, Spanien. Der historische Pfad, der einmal rund um die Insel führt, ist 185 km lang und offiziell in 20 Etappen unterteilt. Start- und Endpunkt ist dabei Mahón, die Hauptstadt der Insel.

Landschaftlich führt der Weg durch Wälder, Felder, über Klippen und zu paradiesischen Stränden. Dabei kann der Weg nicht nur zu Fuß, sonder auch mit dem Rad oder zu Pferd erkundet werden.

Geschichte zum Camí de Cavalls

Menorca bietet viele Funde aus der (Früh-)Geschichte und wurde in den letzten 5.000 Jahren von vielen verschiedenen Volksstämmen besiedelt – darunter Griechen, Römern, Spaniern, Briten und Franzosen.

Die Geschichte des historischen Camí de Cavalls führt bis ins 13. Jahrhundert zurück, als der Küstenweg zu militärischen Zwecken und zur Verteidigung der Insel vor Piraten angelegt wurde. Und natürlich nutzten die Bewohnerinnen und Bewohner abgelegener Fincas Teile des Weges.

Durch den Bau von mehreren Urlaubsressorts geriet der Küstenweg in Vergessenheit und war auch sonst nur in Teilen zu begehen, da er über viele Privatgrundstücke führte.

Im Jahr 2010 wurde der Camí de Cavalls als durchgehender Küstenwanderweg (wieder) eröffnet und als GR223 in das Netz der Europäischen Fernwanderwege aufgenommen.

Übersicht der Offiziellen Etappen

Der Weg ist in Nord- und Südhälfte unterteilt, mit jeweils 10 Etappen, die unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und landschaftliche Reize bieten. Die Etappen sind zwischen 5,4 und 13,6 Kilometer lang und weisen insgesamt etwa 1870 Höhenmeter auf. Die offiziellen Etappen findet ihr in der folgenden Tabelle (Quelle: Weitwanderweg GR223).

Offizielle EtappenStartpunktEndpunktLängeGeschätzte GehzeitSchwierigkeit
Etappe 1MahónEs Grau10 km3h 30minMittel
Etappe 2Es GrauCap de Favàritx8,6 km3h 30minMittel
Etappe 3Cap de FavàritxArenal d’en Castell13,6 km5hMittel
Etappe 4Arenal d’en CastellCala Tirant (Fornells)10,8 km4hEinfach
Etappe 5Cala Tirant (Fornells)Binimel-là9,6 km4hMittel
Etappe 6Binimel-làEls Alocs8,9 km5hHoch
Etappe 7Els AlocsAlgaiarens9,7 km4h 30minMittel
Etappe 8AlgaiarensCala Morell5,4 km2h 10minMittel
Etappe 9Cala MorellPunta Nati7 km3hEinfach
Etappe 10Punta NatiCiutadella10,5 km4hEinfach
Etappe 11CiutadellaPunta d’Artrutx13,2 km5hEinfach
Etappe 12Punta d’ArtrutxCala en Turqueta13,3 km5hMittel
Etappe 13Cala en TurquetaCala Galdana6,4 km2h 30minEinfach
Etappe 14Cala GaldanaSant Tomàs10,8 km4h 30minMittel
Etappe 15Sant TomàsSon Bou6,4 km2h 30minEinfach
Etappe 16Son BouCala en Porter8 km3h 30minMittel
Etappe 17Cala en PorterBinisafúller11,8 km4h 30minEinfach
Etappe 18BinisafúllerPunta Prima8,1 km3h 30minEinfach
Etappe 19Punta PrimaCala de Sant Esteve7,3 km2h 40minEinfach
Etappe 20Cala de Sant EsteveMahón6 km2h 20minEinfach
Übersicht der insgesamt 20 Etappen des Camí de Cavalls

Bei der Planung unserer Strecke und der Auswahl an Etappen haben wir uns an dem Outdoor Wanderführer “Menorca: Camí de Cavalls GR223” von Wolfgang Barelds orientiert. Dieser Wanderführer bietet zahlreiche hilfreiche Tipps rund um Menorca und den Camí de Cavalls.

Die insgesamt 12 Etappen des Fernwanderwegs werden übersichtlich und leicht verständlich dargestellt. Zu jeder Etappe finden sich nützliche Informationen wie eine detaillierte Wegbeschreibung, ein Höhenprofil sowie Hinweise zu Übernachtungsmöglichkeiten, Apotheken, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten.

Scrollt einfach weiter – Weiter unten findet ihr unsere Reisegeschichte und genaue Infos zu den einzelnen Etappen.

Wegmarkierung

Verlaufen kann man sich dank der guten Beschilderung und der vielen Wegmarkierungen nicht

Der Camí de Cavalls ist ausgezeichnet markiert, sodass man sich nicht verlaufen kann. Entlang der Strecke findet man in regelmäßigen Abständen Wegmarkierungen. Die obere Zahl auf diesen Markierungen gibt die aktuelle Etappe an, während die untere Zahl von 1 an aufsteigend nummeriert ist, bis mit der nächsten Etappe neu begonnen wird. So lässt sich im Notfall jederzeit der genaue Standort angeben.

Zusätzlich informieren Schilder am Weg über die verbleibende Entfernung zum nächsten Ort, Aussichtspunkt oder Strand entlang des Fernwanderweges. Es empfiehlt sich jedoch die Etappen bereits im Vorhinein zu planen und ausreichend Verpflegung sowie Wasser mitzunehmen, vor allem im Sommer.

Anmerkungen zum Fernwanderweg

Wie bereits erwähnt unterteilt sich der Camí in die Nord- und Südhälfte. Wenn man eine Wanderung plant sollte man verschiedene Informationen in der Planung berücksichtigen.

Die Nordküste: Dieser Abschnitt der Insel wirkt deutlich wilder und ursprünglicher. Neben atemberaubenden Ausblicken wartet hier auch ein teils anspruchsvolles, raues Gelände.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Trittsicherheit ist auf jeden Fall gefragt – lose Steine, Geröll und schmale, steinige Pfade entlang der Klippen sind keine Seltenheit. Mit etwas Grundkondition und dem passenden Schuhwerk ist der Weg aber gut machbar. Für Kinderwagen oder kleine Kinder ist dieser Abschnitt allerdings eher nicht geeignet.

Die Südküste: Dieser Abschnitt der Insel bietet insgesamt leichtere Etappen und führt über verschiedene Untergründe, wie Waldwege, Sand und Fels.

Mit etwas Grundkondition ist dies gut zu schaffen. Wanderstöcke können bei allen Untergründen und Steigungen sehr hilfreich sein und unterstützend wirken. Auch hier sind die Wege meist zu schmal oder zu uneben für Kinderwagen, da sie stellenweise durch etwas raueres Gelände führen.

Reise-Infos

Beste Reisezeit

Die beste Reisezeit für eine Wanderung auf dem Camí de Cavalls ist im Frühling (April bis Mai) oder im Herbst (September bis Oktober), um die Sommerhitze zu vermeiden und der Hauptsaison zu entgehen.

Einziger Nachteil: Außerhalb der Hauptsaison sind viele Restaurants und kleine Läden noch geschlossen. Daher lohnt es sich, vorab zu prüfen, welche Supermärkte und Restaurants geöffnet haben.

Unterkünfte

Auf Menorca gibt es dank des ausgeprägten Tourismusangebots viele Unterkünfte. Vor allem an der Südküste reihen sich Hotels und AirBnBs dicht aneinander. Der Norden hingegen ist dünner besiedelt, und zwischen Platges de Fornells und Cala Morell findet sich entlang des Weges keine Übernachtungsmöglichkeit.

Tipp: In der Hauptsaison lohnt es sich, früh zu buchen. So sichern Sie sich nicht nur bessere Preise, sondern auch die attraktivsten Unterkünfte. Camping spielt auf Menorca nur eine Nebenrolle. Ganze zwei Campingplätze konnte meine Recherche ausfindig machen. Die Insel setzt eher auf Hotels, gemütliche Pensionen und Ferienwohnungen.

Öffentliche Verkehrsmittel

Sobald man am Flughafen ankommt, kann man entweder eins der vielen Taxis nehmen oder mit der Buslinie 10 fahren, die regelmäßig zwischen dem Flughafen und Maó pendelt. Ein Ticket kostet etwa 4€. Einen aktuellen Zeitplan findet ihr hier.

In der Hauptsaison gibt es einige Buslinien, die regelmäßig verkehren und die größeren Orte der Insel anfahren. In der Nebensaison fahren jedoch weitaus weniger Busse und man ist mit einem Taxi besser bedient. Diese kann man entweder telefonisch buchen, über die Website oder über die App “Taxis Menorca”, die im App Store für Android und Apple verfügbar ist.

Die Preise sind zwar etwas höher, aber dafür kann man sich direkt eine Station am Camí aussuchen und die Uhrzeit festlegen. In der Nebensaison hat’s bei uns sogar spontan geklappt, ein Taxi zu bekommen – in der Hauptsaison könnte das allerdings etwas tricky werden.

Service

Der Anbieter Camí de Cavalls 360° bietet Dienstleistungen für eine entspannte Umrundung Menorcas, ohne das man sich um die Logistik kümmern braucht, die eine Streckenroute erfordert.

Ob zu Fuß, mit dem Mountainbike oder beim Trailrunning: Das Team kümmert sich um alles, was eine Streckenroute sonst kompliziert machen kann. Neben der detaillierten Etappenplanung gehören auch Gepäcktransport und Shuttleservices zum Start- und Endpunkt zum Angebot.
Unterwegs sind uns einige Urlauber begegnet, die diesen Komfort genutzt haben und manchmal hätten wir unser eigenes Gepäck auch gerne von Unterkunft zu Unterkunft „weiterreisen“ lassen. Wenn das für euch interessant klingt, findet ihr hier direkt den Link zur Website.

Genug geredet, jetzt kann die Reise beginnen!☀️

Reisetagebuch

Ankunft Auf Menorca und erste Nacht in Mahón

Die Anreise nach Menorca verläuft ganz unkompliziert per Flugzeug und schon bald landen wir in Mahón (Katalanisch: Maó). Unsere erste Nacht der Reise verbringen wir in der Hauptstadt Menorcas, bevor es für uns morgen auf den Camí de Cavalls geht.

Die Hafenstadt lässt auf mehr als 3.000 Jahre Geschichte blicken und überzeugt mit ihrem Naturhafen und der schönen Altstadt.

Am Abend blieb uns leider keine Zeit mehr, die Stadt zu erkunden. Dafür versorgten wir uns erst einmal mit leckerem asiatischen Essen bei Asiático el Puerto und machten uns anschließend auf den Weg zu unserer Unterkunft für die Nacht: Can Roca Nou.

Der Inhaber empfing uns sehr freundlich und zuvorkommend. Unser Zimmer, das sich in einem separaten Gebäude befand, war super gemütlich und bot alles, was wir für eine erholsame Nacht brauchten.

  • Restaurant Asiático El Puerto – Moll de Llevant, 298, 07701 Maó, Illes Balears, Spanien
  • Hotel Can Roca Nou – Carrer de Santa Caterina, 4, 07701 Maó, Illes Balears, Spanien

Tag 1: Platges de Fornells – Els Alocs

18,4 km (20,6 km) | Hm 770 | höchster Punkt 118m  | Dauer: ca. 6 Stunden (reine Gehzeit)

Start:Strand Platges de Fornells
Ende:Strand Els Alocs
+ 2,2 km bis zum Sammelpunkt für Taxis und Reiseunternehmen (Gatter zum Camí de Cavalls: Google Maps Adresse)
Info:In der Hauptsaison Rastplatz und WC-Häuschen sowie Strandbar am Platja Cavalleria. Restaurant am Parkplatz vom Strand Platja de Binimel-là.
Außerhalb der Hauptsaison keine Einkehrmöglichkeiten oder öffentliche Toiletten auf dieser Etappe.

Gestartet sind wir hier am etwa 500 m langen Strand von Platges de Fornells, der zum Hinterland von Dünen abgegrenzt wird und bei Sonnenschein zum Schwimmen einlädt.

Zu Beginn der Etappe hat man lange Zeit einen guten Blick auf Far de Cavalleria, den ältesten Leuchtturm der Insel.

Der Weg verläuft entlang besonders schöner Strände an der Nordküste der Insel. Darunter die von Tirant, Cavalleria, Binimel-là und Pregonda. Was besonders auffällt sind die vielen Dünen und die Farbenpracht des Gesteins – von gelb, über rot zu fast schon tiefem schwarz.

Der Endpunkt dieser Etappe liegt an der Bucht Els Alocs. Dort gibt es keinen Parkplatz, und aufgrund der schwierigen Straßenverhältnisse ist eine Abholung direkt an der Bucht nicht möglich. Stattdessen führt ein etwa 2 Kilometer langer Pfad landeinwärts zu einem kleinen Schotterparkplatz hinter einem Gatter. Von dort kann ein Taxi bestellt werden. Da entlang der Nordküste Menorcas nur eingeschränkter Internetempfang besteht, empfiehlt es sich, das Taxi im Voraus zu organisieren.

Übernachtung in Ferreries

Da der Norden weniger dicht besiedelt ist, fanden wir auf dieser Etappe keine Unterkunft direkt an der Küste. Deshalb fuhren wir mit dem Taxi nach Ferreries und übernachteten dort im Hotel Anhel.

Ferreries ist eine kleine Stadt im Herzen Menorcas mit rund 5.000 Einwohnern. Sie besticht durch ihr authentisches Flair und bietet eine willkommene Abwechslung zu den eher touristisch geprägten Orten. Vor Ort gibt es Einkaufsmöglichkeiten sowie mehrere Restaurants mit unterschiedlicher Küche.

  • Hotel Hotel Anhel – Carrer Fred, 19, 07760 Ferreries, Illes Balears, Spanien
  • Restaurant Restaurante Asiático – Av. son Morera, 12, 07750 Ferreries, Illes Balears, Spanien

Tag 2: Els Alocs – Cala Morell

14,1 km | Hm 480 | höchster Punkt 79 m | Dauer: ca. 4 Stunden (reine Gehzeit)

Start:Strand Els Alocs
+ 2,2 km vom Sammelpunkt für Taxis und Reiseunternehmen (Gatter zum Camí de Cavalls: Google Maps Adresse)
Ende:Cala Morell
Info:Keine Einkehrmöglichkeiten oder öffentliche Toiletten auf dieser Etappe.

Der Weg verläuft von der Bucht Els Alocs vorbei an einigen sehr kleinen Buchten und Stränden zur Cala Pilar (siehe Bild oben rechts). Der gelbliche Sandstrand liegt zwischen rötlichem Boden und anthrazitgrauem Schiefergestein. Wir hatten den gesamten Strand für uns, weshalb wir auf dem weichen warmen Sand eine ausgedehnte Frühstückspause gemacht haben, bevor wir unsere Wanderung entlang der Klippen fortsetzten.

Der Weg führt auf dieser Etappe nicht nur entlang der Küste, sondern auch durchs Landesinnere abwechselnd durch lichten (Kiefern-)Wald und über Wiesen. Die Abwechslung in der Landschaft haben wir auf dieser Etappe sehr genossen.

Einen Abstecher vom Hauptweg zur beliebten Platja des Trencats kann ich sehr empfehlen – auch wenn sich dadurch die Strecke etwas verlängert. Der feine weiße Sand und das türkisfarbene Wasser machen den Strand zu einem idealen Ort für eine erholsame Pause und eine erfrischende Abkühlung.

Das letzte Stück führt vorbei an wilden Olivenbäumen und den charakteristischen Steinmauern der Viehweiden, bis man schließlich Cala Morell erreicht.

Cala Morell

Die Feriensiedlung Cala Morell liegt an der wilden Nordwestküste Menorcas und ist bekannt für ihre prähistorischen Höhlen und Siedlungen.

Im Landesinneren befinden sich die Coves prehistoricos, vorgeschichtliche Begräbnishöhlen. Diese 14 jeweils bis zu 160 m2 großen Höhlen wurden vor etwa 3.500 Jahren als Begräbnisstätten und Wohnzwecken genutzt – bis in das 2. Jh. n. Chr. hinein. Die Höhlen kann man ganzjährig besuchen und der Eintritt ist frei.

An der Küste führt eine Landzunge zu einer vorgeschichtlichen Siedlung, die man heute noch besuchen kann. Einige Infotafeln berichten dabei über das Leben der Menschen. Diese Landzunge und besonders die Felsen am Ende bieten zudem einen spektakulären und romantischen Platz, um den Sonnenuntergang zu genießen.

Da es im Ort keine Einkaufsmöglichkeiten gibt und außerhalb der Saison keine Restaurants geöffnet haben, sollte man als Wanderer vorsorglich ein paar Sachen im Voraus kaufen. In unserem AirBnB hat uns unser Gastgeber für eine Gebühr von 50€ alles für ein leckeres Abendessen, Frühstück und Snacks dagelassen.

Sonnenuntergang in Cala Morell

Tag 3: Cala Morell – Ciutadella

18,9 km | Hm 390 | höchster Punkt 105 m  | Dauer: ca. 5 Stunden (reine Gehzeit)

Start:Cala Morell
Ende:Ciutadella
Info:Einkehrmöglichkeiten oder öffentliche Toiletten auf dieser Etappe erst ab Cales Piques (km 14,1) vorhanden.

Der Weg führt uns auf dieser Etappe raus aus Cala Morell und entlang der Küste über eine felsige Hochebene im Nordwesten der Insel.

Schon von Weitem kann man den Punta Nati Leuchtturm sehen und bei gutem Wetter hat man ebenfalls einen hervorragenden Blick auf die hohen Berge Mallorcas. Nachdem sich wiederholt Schiffsunfälle auf diesem Seegebiet ereignet haben, wurde 1912 mit dem Bau des Leuchtturms begonnen. Wer möchte, kann einen kleinen Umweg machen und sich den Leuchtturm aus der Nähe anschauen.

Mit der Sicht weiterhin auf Mallorca erreichen wir nach der felsigen Landschaft bald wieder die Zivilisation. Eine Sehenswürdigkeit ist dabei der Pont d’en Gil, ein spektakuläres Steintor an der Küste.

Ciutadella

Ciutadella ist mit circa 30.000 Einwohnern etwa gleich groß wie Maó, hat sich aber viel von ihrem ursprünglichen Charme bewahrt – mit kleinen Gassen, gemütlichen Plätzen und dem Castell de Sant Nicolau. Die Altstadt und der auch der Hafen von Ciutadella haben uns auf anhieb gefallen.

Ciutadella hat viele Restaurants und kleine Cafés, die zum Verweilen einladen. Auch gibt es viele Einkaufsmöglichkeiten, Geschäfte und Boutiquen. Das Leben in Spanien findet draußen statt und das merkt man dort auch.

Tag 4: Ciutadella – Son Xoriguer

13,3 km | Hm 110 | höchster Punkt 23 m  | Dauer: ca. 3,5 Stunden (reine Gehzeit)

Start:Ciutadella
Ende:San Xoriguer
Info:Mehrere Einkehrmöglichkeiten in den kleinen Orten entlang der Etappe in der Hauptsaison. Außerhalb der Saison kann das Angebot eingeschränkt sein.

Der erste und letzte Teil dieser Etappe verläuft großteils über Asphalt. Von Ciutadella aus führt der Weg zunächst südwärts entlang der meist flachen Küste und vorbei an der Urlaubssiedlung Cala Blanca.

Anschließend geht es durch eine von Strauchvegetation geprägte Landschaft, stets mit Blick auf das tiefblaue Meer, bis zum südwestlichsten Punkt der Insel, dem Cap d’Artrux.

Von dort folgt man erneut Asphaltstraßen bis zur Feriensiedlung Son Xoriguer, dem heutigen Etappenziel.

Tag 5: Son Xoriguer – Cala Galdana

14,3 km | Hm 280 | höchster Punkt 52 m  | Dauer: ca. 4 Stunden (reine Gehzeit)

Start:San Xoriguer
Ende:Cala Galdana
Info:Badestrände, Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und Apotheken sind in San Xoriguer und Cala Galdana vorhanden.

Nachdem man San Xoriguer verlassen hat verläuft der Weg überwiegend direkt an der Küste entlang, vorbei an mehreren kleinen Buchten. Viele wunderschöne Badestrände: Strand Platges de Son Saura, Cala en Turqueta, Cala Macarellata, laden mit weißem Sandstrand und türkisblauem Wasser zum Baden und Verweilen ein.

Landeinwärts gedeihen Wälder mit Kiefern, Steineichen und wilden Oliven.

Diese Etappe nach Cala Galdana lädt zum Baden und Genießen ein und ist an der Südküste eine der schönsten.

  • Hotel ARTIEM Audax Urbanització, Carrer de la Serpentona, n, 07750 Cala Galdana, Balearic Islands, Spanien
  • Restaurant Restaurante &Tapas Alaska Passatge Riu, 443, 07750 Serpentona, Illes Balears, Spanien

Tag 6: Cala Galdana – Son Bou

15,5 km | Hm 320 | höchster Punkt 71 m  | Dauer: ca. 4,5 Stunden (reine Gehzeit)

Start:Cala Galdana
Ende:Son Bou
Info:Einkehrmöglichkeiten nur in Cala Galdana, Sant Tomàs und Son Bou vorhanden.

Diese Etappe verläuft Landeinwärts, nachdem man Cala Galdana verlassen und den Ausblick an der Küste bestaunt hat. Durch Wälder und über grüne Wiesen schlängelt sich der Weg durch mehrere Schluchten. (Vorsicht vor den Mücken im Wald)

Bei Kilometer 9 erreicht man dann den Platges de Binigaus, ein bei Einheimischen beliebter Strand. Dieser ist circa 10 Gehminuten von Sant Tomàs entfernt. Dort haben wir eine Pause eingelegt und die heißen Füße im Wasser gekühlt.

Unsere Etappe verlief danach entlang der Promenade von Sant Tomás bevor wir uns wieder auf Wanderwegen Richtung Son Bou aufgemacht haben. Dort sind wir über den längsten Sandstrand der Insel schließlich zu unserer Unterkunft gewandert.

Tag 7: Son Bou – Cala en Porter

9,5 km | Hm 300 | höchster Punkt 77 m  | Dauer: ca. 3 Stunden (reine Gehzeit)

Start:Son Bou
Ende:Cala en Porter
Info:Keine Einkehrmöglichkeiten oder öffentliche Toiletten außerhalb der Orte Son Bou und Cala en Porter.

Nach Son Bou geht es durch eine anfangs einsame, zerklüftete Landschaft, durch verwilderte Olivenhaine und Schluchten. Letztere mit Obstbaumplantagen, die einen abwechslungsreichen Ausblick versprechen.

Vom Landesinneren erreicht man schließlich den Urlaubsort Cala en Porter. Der Ort liegt oben auf den Klippen und hat einen wunderschönen Strand mit weichem, weißen Sand und türkisfarbenem Wasser, das nur langsam tiefer wird. Super geeignet zum Abkühlen, Planschen und Schwimmen.

Abschließende Worte

Der Camí de Cavalls hat uns Menorca von seiner ursprünglichsten und zugleich vielfältigsten Seite gezeigt. Mal führte der Weg durch wilde, einsame Landschaften, mal vorbei an idyllischen Buchten mit türkisblauem Wasser oder durch charmante kleine Orte. Jeder Abschnitt bot seinen eigenen Reiz – von schroffen Klippen im Norden bis zu den sanften Stränden und Wäldern im Süden.

Besonders berührt hat uns die Ruhe abseits der touristischen Hotspots. Oft war es nur das Rauschen der Wellen und der Wind, die uns begleiteten. Diese Momente haben uns daran erinnert, wie schön es ist, sich Zeit zu nehmen und im Hier und Jetzt zu sein.

Wenn ihr Menorca wirklich kennenlernen wollt – nicht nur die Strände, sondern auch ihre Geschichte, ihre Landschaften und ihr Tempo – dann kann ich euch den Camí de Cavalls nur ans Herz legen. Es ist ein Abenteuer, das lange nachhallt und euch die Insel mit ganz anderen Augen sehen lässt.

Kopenhagen Guide: 48 Stunden in der dänischen Hauptstadt

Nyhavn – Der Hafen mit den bunten Häusern und zahlreichen Restaurants und Bars lädt zum Schlendern ein

🌟 Tipps für ein Wochenende in der dänischen Hauptstadt

🌟 Die schönsten Sehenswürdigkeiten und wo sie zu finden sind

🌟 Aktivitäten für jede Jahreszeit und jeden Geldbeutel

Ein Wochenende in Kopenhagen – so kurz und doch voller toller Eindrücke! Ich habe mich sofort in die Stadt und ihren entspannten Charakter verliebt. In diesen zwei Tagen habe ich jede Menge gesehen, erlebt und ausprobiert. In diesem Beitrag nehme ich dich mit auf meinen ersten Solo-Trip nach Kopenhagen, Dänemark. Ich zeige dir, was ich in so kurzer Zeit entdecken durfte. Von charmanten Cafés über Sehenswürdigkeiten bis hin zu Meer und Strand. 🇩🇰

Tag 1 – Hygge, Architektur und Mee(h)r

Am Morgen

Übernachtet habe ich im super zentral gelegenem Hotel Wakeup Copenhagen. Das Hotel hat für Kopenhagen wirklich ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Für drei Nächte im März habe ich ohne Frühstück rund 240 € gezahlt. Mein Zimmer war praktisch eingerichtet, sauber und das Bett super gemütlich.

Nach einer erholsamen Nacht ging es bei bestem Wetter und mit guter Laune zum Frühstücken zu Buka.

Das “Berries & Cream” – Croissant war einfach traumhaft

Diese Bäckerei habe ich eher zufällig entdeckt – sie lag nur wenige Schritte von meinem Hotel entfernt und wurde bei Google mit beeindruckenden 4,5 Sternen aus über 1.500 Bewertungen gelobt. Klar, damit ist sie längst kein Geheimtipp mehr, und die Schlange vor dem kleinen Laden war entsprechend lang.

Aber das Warten hat sich absolut gelohnt: Der Kaffee war genau das Richtige am Morgen und die Croissants fand ich einfach himmlisch.

Die Bäckerei hat eine Auswahl an verschiedenen Kaffeespezialitäten, auch mit veganen Milchalternativen, sowie eine Auswahl an frisch zubereiteten Croissants mit den verschiedensten Füllungen. Neben süßem Gebäck findet man dort auch frisches Brot und herzhafte Sandwiches – perfekt für einen kleinen Snack zwischendurch oder ein gemütliches Frühstück.

  • BUKA Store Kongensgade 18, 1264 København – Leckeres Brot, Gebäck und Kaffee gibt es jeden Tag von 07 bis 18 Uhr.

Sightseeing

Gestärkt kann das Sightseeing beginnen. An meinem ersten Tag habe ich mir direkt meine Laufschuhe geschnappt und bin eine Runde durch die Innenstadt gelaufen – vorbei an vielen bekannten Sehenswürdigkeiten und durch die zahlreichen Grünanlagen der Stadt.

Der Hafen – Die kleine Meerjungfrau und Kastellet

Die berühmte kleine Meerjungfrau

Ein Besuch der kleinen Meerjungfrau – inspiriert von Hans Christian Andersens berühmtem Märchen – durfte natürlich nicht fehlen. Da sich der Besuch der Statue wunderbar mit einem Lauf/Spaziergang durch das nahegelegene Kastellet verbinden lässt und das Wetter an diesem Tag einfach traumhaft war, habe ich den Abstecher sehr genossen.

Allerdings macht der Name der Meerjungfrau ihrem Format wirklich alle Ehre: Mit gerade einmal 125 cm ist sie kleiner, als ich es mir vorgestellt hatte. Und natürlich ist sie kein Geheimtipp. Viele andere Besucher waren ebenfalls dort. Trotzdem bekommt jede*r seine Chance auf ein Erinnerungsfoto.

Ein gemütlicher Spaziergang im alten Kastell (dänsich: Kastellet) durfte nicht fehlen

Das Kastell von Kopenhagen, besser bekannt als „Kastellet“, ist eine beeindruckende Festungsanlage aus dem 17. Jahrhundert. Mit seinen gepflegten Grünflächen und der charmanten Windmühle auf dem Wall eignet sich die historische Zitadelle perfekt für einen gemütlichen Spaziergang oder zum Joggen – vor allem, wenn man ohnehin auf dem Weg zur berühmten kleinen Meerjungfrau ist.

  • Kastellet Gl. Hovedvagt, Kastellet 1, 2100 København, Dänemark – Die Anlage ist täglich von 06 bis 20 Uhr geöffnet und der Eintritt frei.

Historische Architektur – Schloss Rosenborg und Schloss Amalienborg

Schloss Rosenborg – der Schlossgarten lädt bei gutem Wetter zum Verweilen ein

Mitten im Herzen Kopenhagens liegt das über 400 Jahre alte Schloss Rosenborg – ein beeindruckendes Renaissanceschloss. Bis 1720 wurde das Schloss von der königlichen Familie bewohnt. Heute dient es samt seiner Inneneinrichtung als ein historisches Museum. Das Schloss Rosenborg beherbergt außerdem die Kronjuwelen der königlichen Familie.

Angrenzend befindet sich der im 17. Jahrhundert angelegte Schlosspark mit Gärten, Pavillons und von Bäumen gesäumten Spazierwegen. Bei guten Wetter kann man es sich auf einer der zahlreichen Bänke gemütlich machen und die Sonnenstrahlen genießen.

  • Schloss Rosenborg Øster Voldgade 4A, 1350 København, Dänemark – Das Schloss ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Schau gerne auf der Website vorbei, dort findest du alle Infos zu den Ticketpreisen.
Schloss Amalienborg, die Residenz der Könige und Königinnen von Dänemark, durfte beim Sightseeing natürlich nicht fehlen

Schloss Amalienborg, im 17. Jahrhundert im Rokoko-Stil erbaut, ist heute der Wohnsitz der dänischen Königsfamilie. Ein Teil des Schlosses ist öffentlich zugänglich: Das Amalienborg-Museum bietet spannende Einblicke in die königliche Geschichte – inklusive der eindrucksvollen Fabergé-Kammer und prachtvoll eingerichteter Räume.

Ein besonderes Highlight ist die tägliche Wachablösung: Gegen 11:30 Uhr marschieren die Wachen vom Schloss Rosenborg los und erreichen Amalienborg pünktlich um 12 Uhr. Wer einen guten Blick auf das Geschehen haben möchte, sollte am besten schon etwa zehn Minuten vorher vor Ort sein.

  • Schloss Amalienborg Amalienborg Slotsplads, 1257 København K, Dänemark – Das Schloss ist Dienstags bis Sonntag von 10 bis 15/16 Uhr geöffnet. Schau gerne auf der Website vorbei, dort findest du alle Infos zu den Ticketpreisen und aktuellen Öffnungszeiten.

Rundturm

Links – Der Gang durch den Rundturm
Rechts – Oben angekommen kann man die 360°-Ansicht von Kopenhagen genießen

Der Rundetårn, also der Runde Turm, stammt aus dem 17. Jahrhundert und gilt als das älteste noch funktionierende Observatorium Europas. Heute wird er zwar nur noch von Hobby-Astronomen genutzt, ist aber vor allem wegen seiner beeindruckenden Aussicht über die Altstadt Kopenhagens ein beliebtes Ausflugsziel. Statt Stufen führt ein breiter, spiralförmiger Gang nach oben – bis zur Aussichtsplattform auf 36 Metern Höhe, von der man einen fantastischen Blick über die Dächer der Stadt hat.

Ausstellung mit beeindruckenden Bildern des Nachthimmels

Als ich im März den Rundetårn besucht habe, hatte ich das Glück, eine richtig tolle Ausstellung mit Fotografien des Nachthimmels zu sehen. Die Bilder, aufgenommen mit langer Belichtungszeit, wirkten beinahe magisch. Ich habe mir dort meine Zeit genommen und jedes einzelne Motiv auf mich wirken lassen.

Solche Ausstellungen sind in der Regel im Eintrittspreis enthalten, nur bei Sonderveranstaltungen kann es Ausnahmen geben. Einen Überblick über aktuelle und kommende Ausstellungen findet ihr hier.

  • Rundturm Du findest den Turm zentral gelegen in der Købmagergade 52A, mitten in der Kopenhagener Innenstadt – Der Rundetårn ist fast das ganze Jahr über geöffnet. An 362 Tagen kann man ihn täglich von 10 bis 20 Uhr besichtigen. Schau gerne auf der Website vorbei, dort findest du alle Infos zu den Ticketpreisen und aktuellen Öffnungszeiten.

Am Mittag

Nach einer ausgedehnten Erkundungstour durch Kopenhagen, bei der ich viele der bekannten Sehenswürdigkeiten entdeckt habe, ging es für mich zurück ins Hotel. Zeit für eine kleine Pause. Da Essen gehen in Kopenhagen bekanntlich nicht ganz günstig ist, habe ich unterwegs in einem Supermarkt Halt gemacht und mir Salat, frisches Brot und ein paar Snacks für ein gemütliches Mittagessen im Zimmer besorgt. Für mich eine unkomplizierte und preiswerte Alternative, die trotzdem lecker war.

Kurz frisch gemacht ging es für mich am frühen Nachmittag Richtung Metro, denn ich wollte das sonnige Wetter nutzen und zum Strand fahren.

Amager Strandpark

Kalt aber sonnig war es bei meinem Strandbesuch im März

Nur einen kurzen Abstecher vom Stadtzentrum entfernt liegt der Amager Strandpark – ein rund vier Kilometer langer, künstlich angelegter Sandstrand mit Promenade auf einer vorgelagerten Insel. Als Nordlicht, das gerade Bayern ihr zu Hause nennt, wollte ich mir das Meer und den Sand unter den Füßen natürlich nicht entgehen lassen.

Am einfachsten erreicht man den Strandpark mit dem Fahrrad oder ganz entspannt mit der Metro-Linie M2. Von dort aus hat man einen tollen Blick auf die Öresundbrücke, die Dänemark mit Schweden verbindet. Bei klarem Wetter ist sogar Malmö gut zu erkennen.

Schon im März war der Ort ein kleines Highlight für mich. Ruhig, weitläufig und perfekt, um kurz dem Trubel der Stadt zu entkommen. Ich kann mir nur vorstellen, wie herrlich es dort im Sommer sein muss, wenn man am Strand entspannen, im Meer schwimmen und den Tag mit dem Klang der Wellen ausklingen lassen kann.

Am Abend

Nyhavn

Nyhavn – die bunten Häuser und alten Schiffe machen das Hafenbecken zu DEM Fotospot in Kopenhagen

Am Abend habe ich Nyhavn besucht und bin entlang der vielen bunten Häuser mit ihren gemütlichen Restaurants geschlendert. Der Blick auf die traditionsträchtigen Boote im Hafen und die warme Beleuchtung der Gebäude waren selbst an dem kalten Märzabend richtig schön.

Abendessen

Die Restaurants in Nyhavn sahen wirklich alle einladend aus, mit Lichterketten, Blick aufs Wasser und gemütlicher Atmosphäre. Trotzdem hatte ich an diesem Abend keine große Lust, alleine essen zu gehen. Deshalb habe ich mich für eine entspannte Alternative entschieden: Bei Strangas habe ich mir ein leckeres Gyros mit extra Halloumi geholt und es ganz gemütlich auf meinem Hotelzimmer genossen. Den Abend habe ich dann eingekuschelt im Bett mit einem guten Buch verbracht.

Tag 2 – Kultur, mehr Architektur und ein wenig Bummeln

Am Morgen

Am zweiten Morgen hat mich leider nicht die Sonne geweckt, der Himmel war grau und es hat geregnet. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, den Vormittag in einem der Museen von Kopenhagen zu verbringen und so der Nässe und kalten Märzluft zu entkommen. Nach einem weiteren Frühstück bei Buka habe ich mich deshalb auf dem Weg zur Ny Carlsberg Glyptotek gemacht, die gleich neben Vergnügungspark Tivoli liegt.

Mehr Sightseeing

Auf dem Weg zum Museum bin ich erneut an einigen Sehenswürdigkeiten vorbeigekommen, die ich an dem Tag zuvor noch nicht besichtigt habe. Darunter war auch die Christiansborg.

Die Christiansborg mit Schlosskirche an einem grauen Märztag

Die Christiansborg ist ein Schloss-, Parlaments-, Regierungs-, und Gerichtsgebäude in Kopenhagen. Es ist das einzige Gebäude weltweit, das alle 3 Staatsgewalten in einem Gebäude vereint. Man kann unter anderem die Schlosskirche und die Ruinen unterhalb dem Schloss besuchen.

Besonders empfehlenswert ist ein Abstecher auf den 106 Meter hohen Turm von Christiansborg – der höchste Aussichtspunkt der Stadt. Von dort oben hat man bei gutem Wetter einen fantastischen Blick über ganz Kopenhagen, und das Beste: Der Eintritt ist kostenlos!
Leider hat es bei meinem Besuch geregnet, weshalb ich den Aufstieg auf den Turm ausgelassen habe. Ein Grund mehr, wiederzukommen.

Auf dem Gelände befinden sich außerdem die königlichen Stallungen, in denen heute noch rund 20 Pferde leben. Einige Bereiche wurden in ein Museum umgewandelt, in dem man unter anderem prachtvolle historische Kutschen bewundern kann. Die Ställe sind regelmäßig für die Öffentlichkeit geöffnet, in den Ferien sind die Pferde jedoch auf der Weide.

  • Christiansborg Prins Jørgens Gård 1, 1218 København, Dänemark – Schau gerne auf der Website vorbei, dort findest du alle Infos zu den Ticketpreisen und aktuellen Öffnungszeiten.
Die Frederiks Kirche und die Vor Frelsers Kirche

Die Frederiks Kirche und die Vor Frelsers Kirche sind nur zwei von Kopenhagens zahlreichen Kirchen.

Die Frederiks Kirche, oft auch Marmorkirche genannt, wurde Mitte des 18. Jahrhunderts auf Initiative von König Friedrich V. geplant. Doch durch finanzielle Engpässe und politische Umbrüche ruhte der Bau über viele Jahrzehnte. Erst im 19. Jahrhundert wurde das Projekt wieder aufgegriffen und 1894 schließlich vollendet.

Die Kirche ist nicht nur ein architektonisches Highlight, sondern auch ein lebendiger Ort. Sie steht täglich für Besucher offen und wird regelmäßig für Konzerte und besondere Veranstaltungen genutzt. Besonders beliebt ist sie auch als Hochzeitslocation – kein Wunder bei diesem beeindruckenden Ambiente.

  • Frederiks Kirche Frederiksgade 4, 1265 København, Dänemark – Freier Eintritt beim Besuch der Kirche. Der Besuch der Kuppel kostet einen Eintrittspreis. Schau gerne auf der Website vorbei, dort findest du alle Infos zu den Ticketpreisen und aktuellen Öffnungszeiten.

Die von Frelsers Kirche (Erlöserkirche) ist eine der bekanntesten Kirchen Kopenhagens und ein architektonisches Highlight im Stadtteil Christianshavn. Sie wurde im 17. Jahrhundert im Barockstil gebaut und ist besonders berühmt ist für ihren markanten, spiralförmigen Turm mit der außen verlaufenden Wendeltreppe. Die Kirche steht täglich für Besucher offen und wird regelmäßig für Gottesdienste, Konzerte und besondere Veranstaltungen genutzt.

  • Von Frelsers Kirche Sankt Annæ Gade 29, 1416 København, Dänemark – Schau gerne auf der Website vorbei, dort findest du alle Infos zu den Ticketpreisen und aktuellen Öffnungszeiten.

Ny Carlsberg Glyptotek

Einige Beispiele der modernen und antiken Sammlung, die in der Glyptotek ausgestellt sind

Die Ny Carlsberg Glyptotek ist ein Kunstmuseum mit zwei Hauptsammlungen, eine mit antiker Kunst und eine mit moderner Kunst.

Die antike Sammlung beherbergt beeindruckende Werke ägyptischer, griechischer, etruskischer und römischer Kunst. Dabei taucht man in 3.500 Jahre Kunst und Geschichte ein. Die moderne Sammlung beherbergt dänische Kunstwerke und vor allem Skulpturen des 19. und 20. Jahrhunderts, sowie französische Kunst aus der gleichen Periode.

Mich hat besonders die Antikensammlung beeindruckt – dort trifft man auf Kunst und Alltagsgegenstände aus über 3.500 Jahren Geschichte. Von ägyptischen Statuen bis hin zu griechischen Vasen und römischen Mosaiken konnte ich in die Welt längst vergangener Kulturen eintauchen. Auch war es mein ersten Mal, dass ich Mumien in einem Museum betrachten konnte. Solche Ausstellungen faszinieren mich immer wieder, weil sie Geschichte auf ganz besondere Weise erlebbar machen.

Der wunderschöne und zu meinem Glück sonnige Wintergarten der Glyptotek

Nach rund 2 Stunden im Museum habe ich Pause auf einer der Bänke in dem wunderschönen Wintergarten der Glyptotek gemacht. Passend dazu verzogen sich gerade die letzten Wolken und die Sonne ließ sich endlich blicken.

Das habe ich direkt genutzt, um mir ein gemütliches Café fürs Mittagessen zu suchen. Anschließend wollte ich noch ein wenig durch die Stadt schlendern – denn anders als bei uns in Deutschland haben in Kopenhagen auch sonntags viele Läden geöffnet. Ein perfekter Moment für einen kleinen Shoppingbummel.

  • Ny Carlsberg Glyptotek Dantes Plads 7, 1556 København, Dänemark – Das Museum ist Dienstags bis Sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Donnerstags gibt es eine verlängerte Öffnungszeit bis 21 Uhr. Schau gerne auf der Website vorbei, dort findest du alle Infos zu den Ticketpreisen.

Am Mittag

Zum Mittagessen war ich in der gemütlichen Bäckerei emmerys – nur ein paar Schritte von Nyhavn entfernt und genau das Richtige für eine kleine Pause. Zwischen all denm süßen Gebäck und frisch belegten Brötchen fiel die Entscheidung gar nicht so leicht.

Am Ende gab’s für mich ein Brötchen mit Käse, Spinat und einem Hauch Mayo, dazu einen heißen Kaffee und als kleines Extra einen saftigen Blondie. Ich habe es mir an einem Platz am Fenster gemütlich gemacht, die Leute draußen beobachtet und einfach kurz entspannt.

Danach ging es gestärkt weiter mit ein bisschen Sightseeing und einem Bummel durch die Stadt.

  • emmerys Store Strandstræde 21, 1255 København, Dänemark – Die Bäckerei hat täglich von 7 bis 18 Uhr geöffnet

Shopping

Kopenhagen ist auch ein Paradies für alle, die gerne shoppen. Ob edle Boutiquen, liebevoll geführte kleine Läden oder spannende Flohmärkte. Die Stadt hat in Sachen Shopping jede Menge zu bieten. Da ich im März dort war, haben die Flohmärkte leider noch nicht stattgefunden, aber viele Geschäfte zum Bummeln konnte ich trotzdem entdecken.

Einkaufsstraße – Strøget

Die Einkaufsstraße Strøget bietet viele verschiedene Geschäfte und lädt zum Bummeln ein

Die Strøget ist DIE Einkaufsstraße in Kopenhagen und eine der längsten Fußgängerzonen Europas. Hier reiht sich Geschäft an Geschäft: von bekannten Modeketten über dänisches Design bis hin zu luxuriösen Boutiquen ist alles dabei. Perfekt also für ausgiebige Shoppingtouren oder entspanntes Bummeln durch die Innenstadt.

Studio Arhoj

Süße handgemachte Keramik und kleine einzigartige Geister gibt es im Studio Arhoj

Im Studio Arhoj dreht sich alles um liebevoll handgemachte Keramik – von Tassen und Schalen bis hin zu hübschen Vasen findet man dort wirklich besondere Stücke. Auch gibt es dort viele kleine süße Mitbringsel. Besonders die kleinen Geister haben es mir angetan, die sind einfach zu süß! Natürlich hat handgemachte Keramik auch ihren Preis, jedoch zahlt man für die Handwerkskunst und ein einzigartiges Mitbringsel.

  • Studio Arhoj Skindergade 7, st, 1159 København, Dänemark – Der Laden lädt täglich von 10 bis 18 Uhr zum Stöbern ein.

Am Abend

Nach einem erlebnisreichen und richtig schönen Tag hatte ich ordentlich Hunger. Auf dem Weg zurück zum Hotel kam ich an einer kleinen, einladenden Pizzeria vor, genau das Richtige für den Abend. Bei Pizza Klub habe ich mir eine Pizza De la Vega zum Mitnehmen geholt. Man kann dort entweder einzelne Stücke oder eine ganze Pizza bestellen, und es gibt auch vegetarische und vegane Optionen – perfekt für einen entspannten Abend im Hotelzimmer.

  • Pizza Klub Sværtegade 11, 1118 København, Dänemark – Pizza Klub hat unter der Woche von 11–18 Uhr geöffnet, freitags und samstags sogar bis 24 Uhr. Sonntags ist geschlossen.

Weitere Sehenswürdigkeiten, Aktivitäten und Tipps für ein tolles Wochenende in Kopenhagen

Abschließend möchte ich mit euch noch ein paar weitere Sehenswürdigkeiten, Aktivitäten und Tipps für ein tolles Wochenende in Kopenhagen teilen.

Copenhagen Card

Die Copenhagen Card ist ein digitaler Citypass, mit dem ihr über 80 Museen und Sehenswürdigkeiten in Kopenhagen kostenlos besuchen könnt – der öffentliche Nahverkehr ist ebenfalls inklusive. Die Karte ist für Zeiträume von 24 bis 120 Stunden erhältlich und lässt sich ganz einfach über die Copenhagen Card App aktivieren. Ideal für alle, die viel sehen und erleben möchten! Am besten vorab einen Blick auf die enthaltenen Attraktionen werfen. Nicht alles ist dabei, wie z. B. der Rundetårn.

Tivoli

Der traditionsreiche Freizeitpark Tivoli, der bereits seit dem 19. Jahrhundert besteht, zieht Jahr für Jahr zahlreiche Besucher an und vielleicht ja auch euch? Neben nostalgischen Fahrgeschäften wie der historischen Achterbahn gibt es auch Gastronomie, Theater und Konzerte. Der Park hat in der Saison 2025 vom 22. April bis 21. September geöffnet. Alle Infos zu den aktuellen Öffnungszeiten, Programm und Eintrittspreisen habe ich euch verlinkt.

  • Tivoli Vesterbrogade 3, 1630 København V, Dänemark

Bootstour

Bei Sonnenschein und wärmeren Temperaturen würde ich euch eine der zahlreichen Bootstouren empfehlen. Diese führen oft durch den Hafen, an der kleinen Meerjungfrau vorbei und durch die charmanten Kanäle Kopenhagens. Tickets kann man ganz entspannt online kaufen oder an einer der Verkaufsstellen, beispielsweise direkt in Nyhavn. Als Anbieter habe ich euch mal Stromma rausgesucht. Alle Infos zu den angebotenen Touren und zu den Preisen habe ich euch verlinkt.

  • Stromma Nyhavn 3, 1051 København, Dänemark

Weitere Museen

Kopenhagen hat neben der Glyptotek noch weitere lohnenswerte Museen im Angebot. Ich habe euch hier eine kleine Auswahl zusammengestellt. Alle wichtigen Infos zu Öffnungszeiten, Ausstellungen und Eintrittspreisen findet ihr in den jeweiligen Links.

Ein paar abschließende Worte

Ich habe meinen ersten Solo-Trip wirklich genossen – und Kopenhagen hätte dafür kaum besser sein können. Die Stadt bietet so viele Möglichkeiten: Sehenswürdigkeiten, gemütliche Parks, hübsche Cafés und tolle Läden zum Stöbern. Die Zeit verging wie im Flug. Ich habe mich dort durchweg wohlgefühlt – auch wenn ich abends nicht lange allein unterwegs war, hatte ich nie ein unsicheres Gefühl. Kopenhagen hat für mich genau die richtige Mischung aus Lebendigkeit und Entspannung – und die perfekte Größe, um sie entspannt an einem Wochenende zu erkunden.

Ich hoffe, euch hat mein Blogbeitrag gefallen und ihr konntet ein paar Inspirationen für euren nächsten Städtetrip mitnehmen. Erzählt mir gerne in den Kommentaren, welche Stadt euch besonders begeistert hat – oder welche Destination ihr für eine Solo-Reise empfehlen könnt!