Roam the World with Wonder: Exploring the Beauty of Every Journey," focuses on travel and exploration, including experience reports, travel tips and destination guides. It captures my experiences as I journey to different destinations, discovering the wonders of each place I visit. Overall, on my blog I celebrate the joy of discovery and the endless possibilities that come with exploring the world.
Der Obersee ist ein natürlicher Bergsee in den Berchtesgadener Alpen in Oberbayern und der kleine Bruder des berühmten Königssees. Umgeben von den steilen Felshängen des Watzmannmassivs fügt sich der See malerisch in die atemberaubende Landschaft ein. Dieser Ort ist ein Stück unberührte Natur und strahlt eine friedliche Atmosphäre aus, die perfekt für eine entspannte Wanderung ist.
Die Rundtour ist eine leichte Wanderung entlang des Obersees mit Halt am Röthbach-Wasserfall und ist ideal für Anfänger:innen, oder diejenigen, die eine entspannte Outdoor-Erfahrung suchen. Die Wanderung führt entlang eines Hauptwanderweges und ist gut ausgeschildert und leicht zu folgen. Da der Weg ab dem Obersee sehr uneben ist und es auch ein paar felsige Stufen zu überwinden gibt, ist der Weg nicht barrierefrei. Ich empfehle das Tragen von festem Schuhwerk, vorzugsweise Wanderschuhen, aber sonst bedarf es für diese Wanderung keines besonderem Equipments.
Anreise
Die Anreise nach Schönau am Königssee ist sowohl mit dem eigenen PKW als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich. Übernachtet habe ich im herzlichen Alpenhotel Kronprinz, direkt in Berchtesgaden. Dieses Hotel bietet einen Panoramablick auf den berühmten Watzmann und kann auch kulinarisch überzeugen. Mein Zimmer war äußerst gemütlich eingerichtet und ich habe mich rundherum wohl gefühlt. Auch vom Preis her ist es für die Region um Berchtesgaden wirklich empfehlenswert. Vom Stadtzentrum oder vom Hauptbahnhof hat man per Bus eine gute Anbindung zum Königssee. Die Busse fahren alle 30 Minuten und bringen einen direkt nach Schönau zum Königssee oder zur Jennerbahn. Da die Busse im Deutschland-Ticket enthalten sind, konnte ich sie kostenlos nutzen.
Der Beginn der Route ist am Anleger des Königssees in Schönau, da der Startpunkt der Wanderung nur per Boot erreichbar ist. Das kristallklare Wasser des Königssees, umgeben von steilen Felswänden und tiefen Wäldern, bot einen Vorgeschmack auf die beeindruckende Natur, die mich erwarten würde. Die Tickets können direkt vor Ort an einem der Kassenhäuschen gekauft werden. Die Hin- und Rückfahrt nach Salet kostete mich 28,50€. Alle weiteren Preise und Online-Tickets können auf der Website des Königssees eingesehen werden (Link zur Website). Mit dem Ticket nach Salet kann man auf dem Hin- oder Rückweg einen Zwischenstopp in St. Bartholomä einlegen und die Fahrt anschließend fortsetzen.
Da der Fahrplan nach Salet saisonabhängig ist, kann die Wanderung nur von Ende April bis Anfang Oktober gemacht werden (Link zum Fahrplan). In den übrigen Monaten wird die Anlegestelle Salet nicht angefahren.
Wanderung
Beginn der Route ist am Bootsanleger Salet. Von dort führt ein Weg an der Saletalm vorbei und man erreicht nach ungefähr 15 min Gehzeit den Obersee. Von dort hat man bereits einen grandiosen Blick über den gesamten See, die Felshänge und den Röthbach-Wasserfall in der Ferne. Viele Menschen nutzen diesen Ausblick bereits als einen ausgezeichneten Fotospot. Der Wanderweg führt dann direkt entlang am Ufer des Obersees. Das Wasser des Sees ist so klar, dass es am Rand türkis erscheint und man bis auf den Grund sehen kann. Bei Sonnenschein spiegelt sich der Himmel und die umliegenden Berge im See, was einen beeindruckenden Anblick bietet.
Am Ende des Sees kann man entweder in der Fischunkealm einkehren oder dem Weg zum Röthbach-Wasserfall folgen. Ich bin dem Weg noch weiter zum Wasserfall gefolgt und da das Wetter recht regnerisch war, hatte ich den Weg fast komplett für mich alleine und konnte so die Natur in vollen Zügen genießen.
Der Weg zum Wasserfall führt durch das Tal umringt von felsigen Bergen, die steil in den Himmel ragen. Bei meinem Besuch hingen die Wolken tief in den Tannen und mehrere Wasserfälle rauschten an den steinigen Felswänden hinab, wodurch der Anblick für mich noch beeindruckender wurde. Ich war froh meine dicken Wanderschuhe zu tragen, da der Boden nicht befestigt ist und es durch den Regen äußert schlammig wurde und sich mittlerweile einige große Pfützen gebildet hatten, die es zu überqueren gab. Jetzt im Sommer trifft man dort auf den Wiesen Weidetiere an, die sich nicht von den Besuchern aus der Ruhe lassen bringen. Trotzdem sollte man weiterhin Abstand halten und ihnen ihren Raum geben, damit sie ungestört grasen können.
Der Röthbach-Wasserfall ist mit seiner Gesamtlänge von 470 m der höchste Wasserfall in Deutschland. Man kann diesen wie bereits erwähnt schon von der anderen Seite des Obersees sehen, jedoch lohnt sich eine Wanderung dorthin vollkommen. Der Wasserfall ist wirklich imposant und verwandelt sich am Boden in einen reißenden Bach, der durch das Tal fließt und in einen kleinen See mündet. Wie auf dem Bild zu erkennen ist, konnte ich während meines Besuchs mehrere Wasserfälle bestaunen.
Mit mehr Zeit kann man von dort noch weiter zur Wasseralm (schwarz), Gotzenalm (rot) oder dem Hochgschirr (rot) wandern. Die Wanderung zur Wasseralm bietet beispielsweise einen imposanten Blick auf den Obersee und auf die Berge. Diese Wanderung sind jedoch etwas anspruchsvoller und durch das begrenzte Zeitfenster der Fähre möglicherweise zu weit entfernt für einen Tag. Diese Wanderungen bieten sich an mit einer Übernachtung zu kombinieren und das unglaubliche Panorama des Steinernen Meers zu bewundern.
Nach einer ausgiebigen Pause machte ich mich auf den Rückweg. Die Wanderung führte mich wieder entlang des Sees zurück nach Salet. Mit dem nächsten Boot geht es dann erneut über den Königssee, um ein letztes Mal die atemberaubende Aussicht in sich aufzunehmen, das kristallklare Wasser zu genießen und ein paar letzte Fotos zu machen.
St. bartholomä
Auf meinem Rückweg habe ich noch einen Zwischenstopp in St. Bartholomä gemacht. Wahrzeichen ist die Kapelle mit dem imposanten Watzmann dahinter, dessen Panorama man auf jeder Postkarte findet. Der Herr Watzmann war leider in der dichten Wolkendecke dieses mal nicht zu sehen.
In St. Bartholomä gibt es sonst nicht viel zu entdecken, außer eine Gaststätte und eine Touristeninformation. Zum Wandern ist dieser Halt aber ebenfalls eine schöne Ausgangsstelle. Es gibt einen kleinen Rundweg (ca. 30 Minuten), die Wanderung zur Eiskapelle (ein permanentes Eisfeld) und mehrere anspruchsvolle Wanderung, auch Richtung Schönau zurück.
Die Rundtour zur Eiskapelle und zurück ist mit einer Gesamtzeit von 3 Stunden gut machbar und als leichte Wanderung ausgeschildert. Jedoch hatte ich nicht mehr genügend Zeit bevor das letzte Boot wieder Richtung Schönau gefahren ist und das wollte ich auf keinen Fall verpassen. Deshalb habe ich mich für den kleinen Rundweg entschieden.
Der Rundweg verläuft entlang des Ufers vom Königssee und bietet einen weiten Blick über den See. Danach biegt man in einen kleinen Wald ab, der zu dieser Jahreszeit unglaublich grün erscheint und endet an wieder an der berühmten Kapelle.
fazit
Der Obersee und die Region um den Königssee bietet für Anfänger als auch für Profis tolle Wanderungen und ein tolles Erlebnis, wenn man seinen Tag gleich mit einer Bootsfahrt über einen der berühmtesten Seen Deutschlands beginnt. Durch die Lage wird ein fast unberührtes Stück Natur geboten, dass sich malerisch in die Umgebung einbettet. Die steinigen Felshänge, die das Tal einschließen und der Blick auf Deutschlands höchsten Wasserfall machen diesen Ausflug zu einem echten Erlebnis. Aufgrund der hohen Beliebtheit trifft man dort vor allem in den Sommermonaten und bei gutem Wetter viele Besucher an. Bei meinem Besuch hatte ich Glück kaum eine Menschenseele zu treffen, da das Wetter regnerisch und kühl war. Was meiner Meinung nach aber nichts an dem Spaß nimmt draußen in der Natur zu sein. Wenn ihr auf der Suche nach einem Ort seid, an dem ihr die Schönheit der Natur in vollen Zügen genießen könnt, kann ich euch den Obersee nur wärmstens empfehlen.
The island of Madeira lies in the midst of the deep blue Atlantic off the northwest coast of Africa. This volcanic island enchants visitors from around the world with its rugged mountains, mild climate, picturesque coastlines, and lush green landscapes. It’s no wonder it’s called the “Hawaii of Europe” and the “Island of Eternal Spring.”
In this blog post, we’ll take a look at some of the best activities this island has to offer. From impressive hikes along the Levada to dolphin and whale watching on the high seas, to witnessing breathtaking sunrises from the third-highest peak in Madeira.
Whether you’re a nature lover, an adventure seeker, or simply looking to unwind, Madeira has something for everyone. Let me share this adventure with you and give you some ideas for an unforgettable vacation!
Hikes along the levada
Madeira is a paradise for avid hikers. The most popular routes follow the Levada, artificially constructed water channels that distribute rainwater to agricultural areas. These Levada stretch across the entire island, offering approximately 1000 km of hiking trails and ample diversity for hiking enthusiasts. During my first visit to the island in April 2024, I explored three of the official hiking trails: Levada Nova, Levada das 25 Fontes, and Levada do Caldeirão Verde.
Levada Nova (PR 7) – Levada do Moinho [Ponta do Sol]
This round trip hiking trail offers a breathtaking view of Madeira’s natural beauty. The trail leads through a tunnel, for which a flashlight is of advantage, and along a waterfall behind which you can walk. So, watch out for wet feet!
Type: Round trip
Distance: 8,9 KM
Duration: approx. 4 hours
Starting Point: Igreja da Lombada
End Point: Igreja da Lombada
The route starts and ends directly behind the Igreja da Lombada and with some luck a free parking spot is available in front of the curch. Otherwise, parking is free in the surrounding streets, and you can walk the short distance to the church. It’s ideal to start this hike in the morning or late afternoon, just like with the other Levada walks, to avoid the crowds and enjoy the scenery. I rate the Levada Nova – Levada do Moinho route as an easy hike with level and well-maintained paths. However, it should be noted that not the entire path is secured and it can get narrow in some places if you meet other hikers. Therefore, this route is more suitable for those who are sure-footed and not afraid of heights.
Tip: The Levada Nova ends at the metal staircase, which you then descend to reach the Levada do Moinho and begin the return journey to the church. (I’m mentioning this for a specific reason, as you’ll learn in the next paragraph).
The path stretches along the lush nature of Madeira, offering truly fantastic views. Walking through one of the tunnels for the first time with a flashlight was an experience. My personal highlight was the waterfall, where I definitely got wet feet. But how often can you say that you’ve stood behind a waterfall?! Although I’ve mentioned the route via Levada do Moinho here, this isn’t the path my friend and I took during our visit. Instead of descending the metal staircase, we continued along the path and eventually reached a river that we could cross without any difficulty. Determined to take a circular route that seemed to go on on the other side of the river, we continued our journey. After a while, we crossed a bridge and could see the church at the foot of the mountain. However, there seemed to be no designated hiking trail, so we wandered through a banana plantation and eventually climbed the entire mountain to the church along a steep footpath. We must have looked quite amusing when we, sweaty and with flushed faces, ordered drinks at the small kiosk next to the church while the other visitors still looked fresh and rested. Well, we learned our lesson, and next time we’ll do better research and read an article about the hike (like this one, for example).
Levada das 25 Fontes (PR 6) – [Rabaçal]
The hike begins with the journey through the longest tunnel of the three routes listed here. Afterwards, it leads through enchanting flora characterized by gnarled trees, small springs, and breathtaking views of Madeira’s lush greenery
Type: One-way
Distance: 4,3 km (8,6 km both ways)
Duration: approx. 1,5 hours (3 hours both ways)
Starting Point: Rabaçal (ER105)
End Point: 25 Fontes / (Rabaçal (ER105), both ways)
The perfect starting point for the hike was the “Parque de estacionamento Levada 25 Fontes” parking lot, where parking is free. On the day of our visit, we arrived around 10:30 a.m. and had no trouble finding a spot. Later in the day, parking along the street is also possible, although traffic can become somewhat chaotic. Since we were blessed with summery temperatures during our April vacation, we opted for an early start when the temperatures were pleasant. As mentioned earlier, this hike begins with passing through a tunnel that is approximately 900 meters long, so I highly recommend bringing a proper flashlight. Our mobile phones struggled to light up the tunnel, and occasionally we stepped in deep puddles and got our feet wet again.
After passing through the tunnel, it feels like stepping into another world. The trees are gnarled, growing in all directions over the path. Often adorned with moss, they lend a magical aura to the forest. The path is well secured with a metal railing, so there’s no need to worry. Thanks to our early start, we encountered no other hikers, and overall, there weren’t many tourists on this trail. Everywhere we looked, we found small springs, and the waterways often ran at hip height, allowing us to refresh our hands in the cool water. The highlight of the hike promises yet another beautiful waterfall, fed by 25 springs, as the name of the hike suggests. This sight was simply magical, and I did my best to capture it in a photo that I would love to share with you.
On the way back, we became aware of how popular this hike is among tourists. We even encountered guided tour groups, which made our return journey quite crowded and not very enjoyable. We were redirected along an alternative path to avoid most of the hikers. Fortunately, we were able to enjoy the hike and the impressive power of the waterfall with only a few people around us. I can understand why so many people want to witness this natural wonder.
Levada do Caldeirão Verde (PR9)– [Santana]
The hike to the “green cauldron” is my personal favorite from the list. Along the way, you’ll encounter several small tunnels that can only be passed through with a flashlight, a smaller waterfall that blends beautifully into the landscape, and once again, breathtaking views. Particularly impressive is the so-called “green cauldron” with its imposing waterfall.
Type: One-way
Distance: 6,2 km (12,4 km both ways)
Duration: approx. 2 hours (4 hours both ways)
Starting Point: Forest Park Queimadas
End Point: Caldeirão Verde / Forest Park Queimadas (both ways)
Parking is available either directly at the parking lot in front of the forest park or for free along the roadside leading up to it. On this particular day, we were a bit later than usual (around 1 p.m.), as our original plan was to hike the Levada das 25 Fontes. Unfortunately, the path was closed due to a rally taking place that day, so we ended up driving to Santana almost by chance. As a result, we encountered more people on our hike who were already on their way back. Maneuvering and waiting on the narrow paths cost us some time, but in return, there were hardly any other people at the “green cauldron,” making the experience even more beautiful. On the way back, we hardly encountered any other hikers, allowing us to fully enjoy the trail.
The “green cauldron” with its overwhelming waterfall is the perfect end to a hike along the waterways through the jungle of Madeira. The spring at the foot of the waterfall tempts for a refreshing dip, which unfortunately we did not do during our visit. The surrounding view resembles a scene from Jurassic Park, leaving me in awe of the world once again.
Swimming in the natural pools of the island
The weather truly spoiled us during our visit in April. With bright sunshine and temperatures ranging from 24 to 30°C, we sought ways to cool off after our hikes. Although the Atlantic was still too rough to go swimming due to the strong winds, we were lucky to find natural pools that had formed from the volcanic rock in some places on the island and proved to be safe places to swim. The water was crystal clear, and we even spotted some fish.
The pool in the picture is located in Porto Moniz and I would highly recommend it. You pay only 4€ for the whole day, and apparently, there’s also a beach bar open in the summer. During our visit, the water was deep blue and crystal clear—a welcome way to cool down. The waves were particularly high that day and crashed forcefully against the edges of the pools, which provided us with great fun. However, it’s important to be cautious on such days and not to lie too close to the edge of the pool, as the waves can push water over the edge, causing many people, along with their towels, to unintentionally take a dip.
Dolphin and WHale Watching Tour by catamaran
Another highlight of our vacation was the dolphin and whale watching tour on a catamaran. Dolphins and pilot whales inhabit the waters off the coast of Madeira year-round, offering a great chance to encounter both species during the tour. With a bit of luck, you may also see turtles, and the group in the morning was even fortunate enough to spot a blue whale. The journey begins and ends at the port of Funchal and lasts approximately 3 hours. It’s recommended to arrive at the port about 30 minutes before departure to collect your ticket at the counter. We were lucky to catch a good glimpse at the dolphins and pilot whales during our tour. Unfortunately, at that time, I simply enjoyed the sight and didn’t take any photos. It’s also challenging when everything is constantly in motion, and the dolphins and whales refuse to stay still for a photo for my blog.
Price Per Person: 35€
Start Point / End Point: Port of Funchal
Duration: approx. 3 hours
We opted for the Magic Dolphin eco tour and wholeheartedly recommend this provider. The crew was extremely welcoming and provided us with information about the coast of Madeira and its marine inhabitants. With their trained eyes, they could spot the various groups of dolphins and pilot whales from afar. It was important for them to approach the animals slowly and maintain a safe distance to avoid causing them stress. Additionally, we were required to leave a group after a maximum of 10 minutes and were not allowed to approach them further during the tour. I found this regulation very sensible to ensure that the animals can continue to live and thrive in their natural habitat without disturbance.
Sunrise at the pico do arieiro
The sight was truly worth the early alarm at 5 a.m., as we set off shortly thereafter for Pico do Arieiro. From the parking lot the view was already perfect, from where the photo also originated. Afterwards, it was just a short hike to the weather station and the summit of the third-highest mountain in Madeira. Once there, one could settle comfortably on the rocks or grass and admire as the sun slowly emerged on the horizon. It bathed everything around it in golden light, casting a warm glow over the sea, mountains, and clouds. This sunrise was one of the most beautiful I’ve seen in a long time, and it felt somehow right to share this moment with a loved one and all the other people around. There was a relaxed atmosphere, almost magical. Later tiredness was easily battled with plenty of coffee and lounging by one of Madeira’s pools or beaches.
Conclusion
Madeira is an island that is becoming increasingly popular among tourists, and rightfully so. From majestic mountains to dreamy coastlines, lush laurel forests to picturesque villages – this island has an unmistakable charm that captivates every visitor.
The diversity of landscapes and the rich flora and fauna make Madeira a paradise for nature lovers and adventurers alike. The numerous Levada hikes offer the opportunity to experience the beauty of the island up close, while the coastline invites exploration with its hidden coves and spectacular cliffs.
I hope that my blog post has sparked wanderlust in some and provided ideas for an unforgettable holiday in Madeira.
Die Insel Madeira liegt inmitten des tiefblauen Atlantiks vor der Nordwestküste Afrikas. Die Vulkaninsel zieht mit seinen zerklüfteten Bergen, milden Klima, malerischen Küsten und den üppigen grünen Landschaften Jahr für Jahr Besucher aus aller Welt in ihren Bann. Nicht umsonst trägt sie den Namen “Hawaii von Europa” und die “Insel des ewigen Frühlings”.
In meinem Blogeintrag werfen wir einen Blick auf ein paar der besten Aktivitäten dieser Insel. Von beeindruckenden Wanderungen entlang der Levada, Delfin- und Walbeobachtungen auf hoher See, zu einem atemberaubenden Sonnenaufgang auf dem dritthöchsten Berg Madeiras.
Egal, ob ihr Naturliebhaber seid, gerne Abenteuer erlebt oder einfach nur entspannen möchtet – Madeira hat für jeden etwas zu bieten. Lasst mich meine Erfahrungen teilen und euch dadurch ein paar Ideen für euren eigenen unvergessbaren Urlaub geben!
Wanderungen entlang der levada
Madeira ist ein Paradies für begeisterte Wanderer. Die beliebtesten Routen führen entlang der Levada, künstlich angelegte Wasserläufe, die Regenwasser zu den landwirtschaftlichen Anbaugebieten leiten. Diese erstrecken sich über die gesamte Insel und bieten mit insgesamt etwa 1000 km Wanderwegen ausreichend Vielfalt für Wanderfreunde. Bei meinem ersten Besuch der Insel im April 2024 habe ich 3 der offiziellen Wanderwege erkundet: Levada Nova, Levada das 25 Fontes und Levada do Caldeirão Verde.
Levada Nova (PR 7) – Levada do Moinho [Ponta do Sol]
Durch diesen Rundweg eröffnet sich ein atemberaubender Blick auf die natürliche Schönheit Madeiras. Die Strecke führt durch einen Tunnel, für den eine Taschenlampe von Vorteil ist, sowie entlang eines Wasserfalls, hinter dem man hindurchgehen kann. Also Achtung vor nassen Füßen!
Art: Rundweg
Distanz: 8,9 KM
Dauer: circa 4 Stunden
Startpunkt: Igreja da Lombada
Endpunkt: Igreja da Lombada
Der Rundweg startet und endet direkt hinter der Igreja da Lombada, wo man mit etwas Glück einen Parkplatz finden kann. Andernfalls ist das Parken in den umliegenden Straßen kostenlos, und man kann das kurze Stück zur Kirche gemütlich spazieren. Ideal ist es, diese Wanderung am Morgen oder späten Nachmittag zu unternehmen, genauso wie bei den anderen Levada-Wanderungen, um den Menschenmassen zu entgehen, die sich sonst schnell bilden können. Ich bewerte die Route Levada Nova – Levada do Moinho als eine leichte Wanderung mit ebenen und gut erhaltenen Wegen. Jedoch muss erwähnt werden, dass nicht der gesamte Weg mit einer Absperrung gesichert ist und es an einigen Stellen eng werden kann, wenn einem Wanderer entgegenkommen. Deshalb ist diese Route eher für trittsichere und schwindelfreie Menschen geeignet.
Wichtig: Der Levada Nova endet an der Metalltreppe, die daraufhin hinabgestiegen wird, um auf den Levada do Moinho zu kommen und den Weg zurück zur Kirche anzutreten. (Warum ich das hier als expliziten Hinweis angebe erfahrt ihr im nächsten Absatz)
Der Rundweg erstreckt sich entlang der üppigen Natur Madeiras und der Ausblick ist wirklich fantastisch. Das erste Mal mit einer Taschenlampe durch einen der Tunnel zu gehen war wirklich ein Erlebnis. Mein persönliches Highlight war der Wasserfall, bei dem ich auf jeden Fall nasse Füße bekommen habe. Aber wann kann man schonmal sagen, dass man hinter einem Wasserfall gestanden hat?! Auch wenn ich hier den Rundweg über den Levada do Moinho angegeben habe, ist dies nicht der Weg den meine Begleiterin und ich bei unserem Besuch eingeschlagen haben. Anstatt die Metalltreppe hinabzusteigen, folgten wir dem Weg weiter und gelangten schließlich zu einem Fluss, den wir problemlos überqueren konnten. Entschlossen, einen Rundweg zu machen, der scheinbar auf der anderen Seite des Flusses verlief, setzten wir unseren Weg fort. Nach einer Weile überquerten wir eine Brücke und konnten die Kirche am Fuße des Berges sehen. Es schien jedoch keinen ausgewiesenen Wanderweg zu geben, und so irrten wir durch eine Bananenplantage und erkletterten schließlich den gesamten Berg zur Kirche entlang eines steilen Trampelpfades. Wir müssen ziemlich amüsant ausgesehen haben, als wir, verschwitzt und mit hochroten Gesichtern, am kleinen Kiosk neben der Kirche etwas zu trinken bestellten, während die anderen Besucher noch frisch und ausgeruht wirkten. Nun ja, wir haben unsere Lektion gelernt, und das nächste Mal werden wir besser recherchieren und einen Artikel über die Wanderung lesen (wie diesen hier zum Beispiel).
Levada das 25 Fontes (PR 6) – [Rabaçal]
Die Wanderung entlang des Levada das 25 Fontes beginnt mit der Durchquerung des längsten Tunnels unter den drei hier aufgeführten Routen. Danach führt sie durch eine zauberhafte Flora, die von knorrigen Bäumen, kleinen Quellen und atemberaubenden Ausblicken auf das üppige Grün Madeiras geprägt ist.
Art: “Hin- und zurück”-Tour
Distanz: 4,3 km (8,6 km Hin- und Rückweg)
Dauer: circa 3 Stunden
Startpunkt: Rabaçal (ER105)
Endpunkt: 25 Fontes / (Rabaçal (ER105), Hin- und Rückweg)
Für uns war der perfekte Startpunkt der Wanderung der Parkplatz “Parque de estacionamento Levada 25 Fontes”, wo man kostenlos parken kann. An diesem Tag kamen wir gegen 10:30 Uhr an und konnten problemlos einen Platz finden. Später am Tag ist es jedoch auch möglich, entlang der Straße zu parken, obwohl der Verkehr dann etwas chaotischer werden kann. Da wir während unseres Urlaubs im April von sommerlichen Temperaturen verwöhnt wurden, haben wir uns für einen frühen Start bei angenehmen Temperaturen entschieden. Wie bereits erwähnt, beginnt diese Wanderung mit der Durchquerung eines gut 900 Meter langen Tunnels, daher empfehle ich dringend eine richtige Taschenlampe. Unsere Handys konnten den Tunnel kaum ausleuchten, und gelegentlich sind wir unabsichtlich in tiefe Pfützen getreten.
Nachdem man den Tunnel passiert hat, fühlt es sich an, als würde man in eine andere Welt eintauchen. Die Bäume sind knorrig und wachsen in alle Richtungen über den Weg. Oft sind sie mit Moos behangen, was dem Wald ein magisches Flair verleiht. Der Weg ist gut gesichert durch ein Metallseil, sodass man sich keine Sorgen machen muss. Dank unseres frühen Starts kamen uns keine anderen Wanderer entgegen, und auch insgesamt waren noch nicht viele Touristen auf dieser Strecke unterwegs. Überall entdeckten wir kleine Quellen, und die Wasserläufe verlaufen oft in Hüfthöhe, sodass man seine Hände im kühlen Nass erfrischen kann. Das Ziel der Wanderung verspricht erneut einen wunderschönen Wasserfall, der von 25 Quellen gespeist wird, wie der Name bereits verrät. Dieser Anblick war einfach magisch, und ich habe mein Bestes getan, um ihn auf einem Foto festzuhalten, das ich gerne mit euch teilen möchte.
Auf dem Rückweg wurde uns deutlich bewusst, wie beliebt diese Wanderung bei Touristen ist. Wir begegneten sogar Reisegruppen, die mit Führungen unterwegs waren. Dadurch wurde es auf unserem Rückweg teilweise sehr voll, und wir wurden über einen alternativen Weg zurückgeleitet, um Staus zu vermeiden. Zum Glück konnten wir den Hinweg und die beeindruckende Kraft des Wasserfalls mit nur wenigen Menschen um uns herum genießen. Ich kann gut verstehen, warum so viele Menschen dieses Naturwunder sehen möchten.
Levada do Caldeirão Verde (PR9)– [Santana]
Die Wanderung zum “grünen Kessel” ist mein persönlicher Favorit der Liste. Unterwegs erwarten dich mehrere kleine Tunnel, die nur mit einer Taschenlampe zu durchqueren sind, ein kleinerer Wasserfall, der sich malerisch in die Landschaft fügt, sowie erneut atemberaubende Ausblicke. Besonders beeindruckend ist der sogenannte “grüne Kessel” mit seinem imposanten Wasserfall.
Art: “Hin- und zurück”-Tour
Distanz: 6,2 km (12,4 km Hin- und Rückweg)
Dauer: circa 4 Stunden (Hin- und Rückweg)
Startpunkt: Forstpark Queimadas
Endpunkt: Caldeirão Verde / Forstpark Queimadas (Hin- und Rückweg)
Parken kann man hier entweder direkt auf dem Parkplatz vorm Forstpark oder man kann auch kostenlos am Seitenrand der Straße parken, die zum Forstpark hinaufführt. Wir waren an diesem Tag etwas später dran als sonst (circa 13 Uhr), da wir eigentlich den Levada das 25 Fontes wandern wollten. Leider war uns der Weg aber durch die an diesem tag stattfindende Rally gesperrt und so sind wir eher per Zufall nach Santana gefahren. So kamen uns auf unserer Wanderung mehr Leute entgegen, die sich bereits auf dem Rückweg befanden. Das Ausweichen und Warten auf den engen Wegen hat uns einige Zeit gekostet, aber dafür gab es im “grünen Kessel” dann kaum andere Menschen und das Erlebnis war dadurch nur umso schöner. Auf dem Rückweg trafen wir dann kaum noch auf andere Wanderer, und wir konnten die Strecke in vollen Zügen genießen.
Der “grüne Kessel” mit überwältigendem Wasserfall ist der perfekte Abschluss nach einer Wanderung entlang der Wasserläufe durch den Dschungel Madeiras. Die Quelle am Fuße des Wasserfalls lockt für eine Abkühlung, die uns leider bei unserem Besuch leider verwehrt geblieben ist. Der Ausblick ringsum erinnert an eine Szene aus Jurassic Park und hat mich wieder über die Welt staunen lassen.
schwimmen in den Naturpools der insel
Das Wetter verwöhnte uns während unseres Besuchs im April wirklich. Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen zwischen 24 und 30 °C suchten wir nach unseren Wanderungen eine Abkühlung. Obwohl der Atlantik durch den starken Wind noch zu rau war, um an den Stränden zu schwimmen, fanden wir Glücklicherweise an einigen Stellen auf der Insel Naturpools, die sich aus dem Vulkangestein gebildet hatten und sich als sichere Orte zum Baden erwiesen. Das Wasser war kristallklar, und wir konnten sogar einige Fische beobachten.
Der Pool auf dem Bild ist in Porto Moniz und wirklich zu empfehlen. Für den ganzen Tag zahlt man dort nur 4€, und im Sommer gibt es offenbar auch eine Strandbar. Bei unserem Besuch war das Wasser tiefblau und klar – eine willkommene Abkühlung. Die Wellen waren an dem Tag besonders hoch und sind mit Kraft an den Beckenrändern gebrochen, was uns großen Spaß bereitet hat. Man sollte jedoch aufpassen an solchen Tagen nicht zu nah am Beckenrand zu liegen, da die Wellen das Wasser über den Rand gedrückt haben und viele Leute samt Handtuch ungewollt baden gegangen sind.
Delfin – und walbeobachtung per katamaran
Ein weiteres Highlight unseres Urlaubs war die Delfin- und Walbeobachtung per Katamaran. Delfine und Grindwale leben das ganze Jahr vor der Küste Madeiras und es besteht eine große Chance beide Tierarten während der Tour anzutreffen. Mit etwas Glück kann man auch Schildkröten erspähen, und die Gruppe am Vormittag hatte sogar das Glück, einen Blauwal zu sichten. Die Reise beginnt und endet im Hafen von Funchal und dauert ungefähr 3 Stunden. Es wird empfohlen, etwa 30 Minuten vor dem Ablegen am Hafen zu sein und sein Ticket am Schalter abzuholen. Wir hatten das Glück, während unserer Tour einen guten Blick auf Delfine und Grindwale zu erhaschen. Leider habe ich zu diesem Zeitpunkt einfach den Anblick genossen und keine Fotos gemacht. Ist auch schwierig, wenn sich alles immer bewegt und die Delfine und Wale nicht stillstehen wollen für ein Foto für meinen Blog.
Kosten pro Person: 35€
Start / Ziel: Hafen Funchal
Dauer: 3 Stunden
Die Tour haben wir mit Magic Dolphin eco gemacht und können diesen Anbieter aus vollem Herzen weiterempfehlen. Die Crew war äußerst herzlich und versorgte uns mit umfangreichen Informationen über die Küste Madeiras und ihre Meeresbewohner. Mit ihrem geschulten Auge konnten sie schon von Weitem die verschiedenen Gruppen von Delfinen und Grindwalen erkennen. Dabei war es ihnen wichtig, langsam an die Tiere heranzufahren und ausreichend Abstand zu halten, um sie nicht zu stressen. Zudem mussten wir eine Gruppe nach spätestens 10 Minuten verlassen und durften sie auf der weiteren Tour nicht mehr anfahren. Ich fand diese Regelung sehr sinnvoll, um sicherzustellen, dass die Tiere dort weiterhin leben und sich wohl fühlen können, ohne gestört zu werden.
Sonnenaufgang Auf dem Pico do arieiro
Für diesen Anblick hat es sich gelohnt, dass der Wecker bereits um 5 Uhr geklingelt hat und wir uns nur kurze Zeit später auf den Weg zum Pico do Arieiro gemacht haben. Vom Parkplatz aus hat man bereits eine perfekte Aussicht, von wo auch das Foto stammt. Danach ist es nur eine kurze Wanderung zur Wetterstation und zum Gipfel des dritthöchsten Berges Madeira. Dort angekommen kann man es sich auf den Steinen oder auf dem Gras gemütlich machen und bewundern, wie die Sonne langsam am Horizont erscheint. Sie taucht alles um sie herum in goldenes Licht und lässt das Meer, die Berge und die Wolken in einem warmen Ton erstrahlen. Dieser Sonnenaufgang war einer der schönsten, die ich seit langer Zeit gesehen habe und es fühlt sich irgendwie richtig an, diesen Moment mit seinen Liebsten und auch all den anderen Menschen um einen herum zu teilen. Es war eine entspannte Atmosphäre und hatte etwas magisches. Die spätere Müdigkeit bekämpft man dann einfach mit ausreichend Kaffee und Faulenzen an einem der Pools oder an einem der Strände Madeiras.
fazit
Madeira ist eine Insel, die bei Touristen immer beliebter wird und das zu recht. Von den majestätischen Bergen bis zu den verträumten Küsten, von den üppigen Lorbeerwäldern bis zu den malerischen Dörfern – diese Insel hat einen unverwechselbaren Charme, der jeden Besucher in seinen Bann zieht.
Die Vielfalt der Landschaften und die reiche Flora und Fauna machen Madeira zu einem Paradies für Naturliebhaber und Abenteurer. Die zahlreichen Levada-Wanderungen bieten die Möglichkeit, die Schönheit der Insel aus nächster Nähe zu erleben, während die Küste mit versteckten Buchten und spektakulären Klippen zum Erkunden einlädt.
Ich hoffe das mein Blogeintrag bei dem ein oder anderem für Fernweh gesorgt hat und das die Liste Ideen für einen unvergesslichen Urlaub auf Madeira bescheren kann.
Die Partnachklamm im Reintal nahe Garmisch-Partenkirchen, Bayern, erstreckt sich über eine Länge von 700 m und verdankt ihren Namen dem Wildbach Partnach. Vor mehreren Millionen Jahren höhlten Schmelzwasser und Geröll das harte Felsgestein aus. An manchen Stellen hat der Wildbach die Klamm über 80 m eingeschnitten, was für spektakuläre Aussichten sorgt.
Anfahrt
Die Partnachklamm liegt vom Bahnhof Garmisch-Partenkirchen nur einen Spaziergang entfernt (ca. 50 min) und ist deshalb gut mit dem Zug von München aus zu erreichen. Es gibt ebenfalls einen Ortsbus (Linie 1 oder 2), der zwischen dem Bahnhoh Garmisch-Partenkirchen und dem Olympia-Skistadion verkehrt. Von dort sind es ca. 25 min zu Fuß bis zur Kasse der Partnachklamm.
Die Anfahrt mit dem Auto ist ebenfalls möglich und gegenüber der Olympia-Skistadion stehen ausreichend Parkplätze zur Verfügung.
Kosten und Öffnungszeiten
Tickets kann man entweder am Kassenhäuschen vor Ort oder online kaufen. Man kann mit Karte oder auch Bar bezahlen. Ich habe mich bei meinem Besuch für ein Onlineticket entschieden. Diese sind zwar an das ausgewählte Datum gebunden, dafür kann man jedoch einfach die Schlange an der Kasse umgehen und direkt zum Eingang der Klamm weitermarschieren. Besonders in der Urlaubszeit kann ich dies empfehlen, da es auch bei meinem Besuch im März schon sehr gut besucht war. Die Tarife können der Tabelle entnommen werden.
Die Öffnungszeiten sind unterschiedlich zu verschiedenen Zeiten im Jahr.
Juni – September 08:00 – 20:00 Uhr
Oktober – Mai 08:00 – 18:00 Uhr
Der letzte Einlass ist 30 min bevor der Schließung der Klamm.
Besuch
Für den Besuch der Klamm würde ich nochmal 20 – 30 min einplanen, besonders bei einer höheren Besucherzahl. Der Weg verläuft immer auf der einen Seite der Klamm entlang und ist teilweise in den Fels geschlagen. Manchmal sinkt die Deckenhöhe auf gerade einmal 1,75 m und der ein oder andere muss gebückt gehen, um sich nicht den Kopf zu stoßen. Es lohnt sich wirklich ab und zu einfach stehenzubleiben und den Ausblick zu genießen: den wilden Bach, die vielen kleinen Wasserfälle und die Steinformationen sind wirklich spektakulär. Ich würde empfehlen eine Jacke anzuziehen, gerne auch mit Kapuze, da es doch recht feucht ist und durch die kleinen Wasserfälle und den Bach viel Sprühwasser in der Luft ist. Das Rauschen der Klamm ist wirklich einzigartig und man spürt die gewaltige Kraft der Natur. Ich habe gelesen, dass an manchen Stellen sogar 100 Dezibel gemessen wurden – Verrückt! Am Ende der Klamm kann man entweder den selben Weg zurückgehen oder auf dem Weg überhalb der Klamm zurückwandern. Dieser soll ebenfalls sehr schön sein, nur war er leider bei meinem Besuch gesperrt, da es durch den Winter zu umgestürzten Bäumen gekommen ist und die Aufräumarbeiten noch liefen.
Sonstiges
Kinderwagen sind in der Klamm aufgrund des schmalen Weges nicht erlaubt und auch für Rollstuhlfahrer ist dieser Weg leider nicht geeignet. Der Besuch mit Hund ist möglich, jedoch ist dieser an der Leine zu führen. Ansonsten gibt es nicht worauf man groß achten muss und es werden keine Wanderschuhe benötigt, sind aber natürlich empfohlen, falls man danach noch eine kleine Wanderung durch die durchaus schöne Natur machen möchte.
Fazit
Der Besuch der Klamm ist meiner Meinung nach ein tolles Ausflugsziel in Bayern und kann auch gut mit einer ausgedehnten Wanderung oder einem Besuch von Garmisch-Partenkirchen verbunden werden. Die Anfahrt ist einfach und der Weg zur Klamm auch für Nicht-Wanderer leicht zu schaffen. Der einzige Nachteil sind die hohen Besuchermassen, aber das ist natürlich bei so einem Ausflugsziel oft nicht zu vermeiden. Wahrscheinlich hat man die besten Chancen auf eine ruhige Tour, wenn man bereits zur Öffnung oder 30 min vor Schließung die Klamm besucht. Ich würde auch beim nächsten Mal das Online-Ticket nutzen und einige Minuten Wartezeit sparen. Außerdem werde ich beim nächsten Mal die Wanderung zurück über die Klamm bestreiten, da der Ausblick bestimmt auch ziemlich atemberaubend ist.
Der Camí de Cavalls (GR223) ist ein Fernwanderweg auf der Insel Menorca, Spanien. Der historische Pfad, der einmal rund um die Insel führt, ist 185 km lang und offiziell in 20 Etappen unterteilt. Start- und Endpunkt ist dabei Mahón, die Hauptstadt der Insel.
Landschaftlich führt der Weg durch Wälder, Felder, über Klippen und zu paradiesischen Stränden. Dabei kann der Weg nicht nur zu Fuß, sonder auch mit dem Rad oder zu Pferd erkundet werden.
Geschichte zum Camí de Cavalls
Menorca bietet viele Funde aus der (Früh-)Geschichte und wurde in den letzten 5.000 Jahren von vielen verschiedenen Volksstämmen besiedelt – darunter Griechen, Römern, Spaniern, Briten und Franzosen.
Die Geschichte des historischen Camí de Cavalls führt bis ins 13. Jahrhundert zurück, als der Küstenweg zu militärischen Zwecken und zur Verteidigung der Insel vor Piraten angelegt wurde. Und natürlich nutzten die Bewohnerinnen und Bewohner abgelegener Fincas Teile des Weges.
Durch den Bau von mehreren Urlaubsressorts geriet der Küstenweg in Vergessenheit und war auch sonst nur in Teilen zu begehen, da er über viele Privatgrundstücke führte.
Im Jahr 2010 wurde der Camí de Cavalls als durchgehender Küstenwanderweg (wieder) eröffnet und als GR223 in das Netz der Europäischen Fernwanderwege aufgenommen.
Der Weg ist in Nord- und Südhälfte unterteilt, mit jeweils 10 Etappen, die unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und landschaftliche Reize bieten. Die Etappen sind zwischen 5,4 und 13,6 Kilometer lang und weisen insgesamt etwa 1870 Höhenmeter auf. Die offiziellen Etappen findet ihr in der folgenden Tabelle (Quelle: Weitwanderweg GR223).
Offizielle Etappen
Startpunkt
Endpunkt
Länge
Geschätzte Gehzeit
Schwierigkeit
Etappe 1
Mahón
Es Grau
10 km
3h 30min
Mittel
Etappe 2
Es Grau
Cap de Favàritx
8,6 km
3h 30min
Mittel
Etappe 3
Cap de Favàritx
Arenal d’en Castell
13,6 km
5h
Mittel
Etappe 4
Arenal d’en Castell
Cala Tirant (Fornells)
10,8 km
4h
Einfach
Etappe 5
Cala Tirant (Fornells)
Binimel-là
9,6 km
4h
Mittel
Etappe 6
Binimel-là
Els Alocs
8,9 km
5h
Hoch
Etappe 7
Els Alocs
Algaiarens
9,7 km
4h 30min
Mittel
Etappe 8
Algaiarens
Cala Morell
5,4 km
2h 10min
Mittel
Etappe 9
Cala Morell
Punta Nati
7 km
3h
Einfach
Etappe 10
Punta Nati
Ciutadella
10,5 km
4h
Einfach
Etappe 11
Ciutadella
Punta d’Artrutx
13,2 km
5h
Einfach
Etappe 12
Punta d’Artrutx
Cala en Turqueta
13,3 km
5h
Mittel
Etappe 13
Cala en Turqueta
Cala Galdana
6,4 km
2h 30min
Einfach
Etappe 14
Cala Galdana
Sant Tomàs
10,8 km
4h 30min
Mittel
Etappe 15
Sant Tomàs
Son Bou
6,4 km
2h 30min
Einfach
Etappe 16
Son Bou
Cala en Porter
8 km
3h 30min
Mittel
Etappe 17
Cala en Porter
Binisafúller
11,8 km
4h 30min
Einfach
Etappe 18
Binisafúller
Punta Prima
8,1 km
3h 30min
Einfach
Etappe 19
Punta Prima
Cala de Sant Esteve
7,3 km
2h 40min
Einfach
Etappe 20
Cala de Sant Esteve
Mahón
6 km
2h 20min
Einfach
Übersicht der insgesamt 20 Etappen des Camí de Cavalls
Bei der Planung unserer Strecke und der Auswahl an Etappen haben wir uns an dem Outdoor Wanderführer “Menorca: Camí de Cavalls GR223” von Wolfgang Barelds orientiert. Dieser Wanderführer bietet zahlreiche hilfreiche Tipps rund um Menorca und den Camí de Cavalls.
Die insgesamt 12 Etappen des Fernwanderwegs werden übersichtlich und leicht verständlich dargestellt. Zu jeder Etappe finden sich nützliche Informationen wie eine detaillierte Wegbeschreibung, ein Höhenprofil sowie Hinweise zu Übernachtungsmöglichkeiten, Apotheken, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten.
Scrollt einfach weiter – Weiter unten findet ihr unsere Reisegeschichte und genaue Infos zu den einzelnen Etappen.
Wegmarkierung
Verlaufen kann man sich dank der guten Beschilderung und der vielen Wegmarkierungen nicht
Der Camí de Cavalls ist ausgezeichnet markiert, sodass man sich nicht verlaufen kann. Entlang der Strecke findet man in regelmäßigen Abständen Wegmarkierungen. Die obere Zahl auf diesen Markierungen gibt die aktuelle Etappe an, während die untere Zahl von 1 an aufsteigend nummeriert ist, bis mit der nächsten Etappe neu begonnen wird. So lässt sich im Notfall jederzeit der genaue Standort angeben.
Zusätzlich informieren Schilder am Weg über die verbleibende Entfernung zum nächsten Ort, Aussichtspunkt oder Strand entlang des Fernwanderweges. Es empfiehlt sich jedoch die Etappen bereits im Vorhinein zu planen und ausreichend Verpflegung sowie Wasser mitzunehmen, vor allem im Sommer.
Anmerkungen zum Fernwanderweg
Wie bereits erwähnt unterteilt sich der Camí in die Nord- und Südhälfte. Wenn man eine Wanderung plant sollte man verschiedene Informationen in der Planung berücksichtigen.
Die Nordküste: Dieser Abschnitt der Insel wirkt deutlich wilder und ursprünglicher. Neben atemberaubenden Ausblicken wartet hier auch ein teils anspruchsvolles, raues Gelände.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Trittsicherheit ist auf jeden Fall gefragt – lose Steine, Geröll und schmale, steinige Pfade entlang der Klippen sind keine Seltenheit. Mit etwas Grundkondition und dem passenden Schuhwerk ist der Weg aber gut machbar. Für Kinderwagen oder kleine Kinder ist dieser Abschnitt allerdings eher nicht geeignet.
Die Südküste: Dieser Abschnitt der Insel bietet insgesamt leichtere Etappen und führt über verschiedene Untergründe, wie Waldwege, Sand und Fels.
Mit etwas Grundkondition ist dies gut zu schaffen. Wanderstöcke können bei allen Untergründen und Steigungen sehr hilfreich sein und unterstützend wirken. Auch hier sind die Wege meist zu schmal oder zu uneben für Kinderwagen, da sie stellenweise durch etwas raueres Gelände führen.
Reise-Infos
Beste Reisezeit
Die beste Reisezeit für eine Wanderung auf dem Camí de Cavalls ist im Frühling (April bis Mai) oder im Herbst (September bis Oktober), um die Sommerhitze zu vermeiden und der Hauptsaison zu entgehen.
Einziger Nachteil: Außerhalb der Hauptsaison sind viele Restaurants und kleine Läden noch geschlossen. Daher lohnt es sich, vorab zu prüfen, welche Supermärkte und Restaurants geöffnet haben.
Unterkünfte
Auf Menorca gibt es dank des ausgeprägten Tourismusangebots viele Unterkünfte. Vor allem an der Südküste reihen sich Hotels und AirBnBs dicht aneinander. Der Norden hingegen ist dünner besiedelt, und zwischen Platges de Fornells und Cala Morell findet sich entlang des Weges keine Übernachtungsmöglichkeit.
Tipp: In der Hauptsaison lohnt es sich, früh zu buchen. So sichern Sie sich nicht nur bessere Preise, sondern auch die attraktivsten Unterkünfte. Camping spielt auf Menorca nur eine Nebenrolle. Ganze zwei Campingplätze konnte meine Recherche ausfindig machen. Die Insel setzt eher auf Hotels, gemütliche Pensionen und Ferienwohnungen.
Öffentliche Verkehrsmittel
Sobald man am Flughafen ankommt, kann man entweder eins der vielen Taxis nehmen oder mit der Buslinie 10 fahren, die regelmäßig zwischen dem Flughafen und Maó pendelt. Ein Ticket kostet etwa 4€. Einen aktuellen Zeitplan findet ihr hier.
In der Hauptsaison gibt es einige Buslinien, die regelmäßig verkehren und die größeren Orte der Insel anfahren. In der Nebensaison fahren jedoch weitaus weniger Busse und man ist mit einem Taxi besser bedient. Diese kann man entweder telefonisch buchen, über die Website oder über die App “Taxis Menorca”, die im App Store für Android und Apple verfügbar ist.
Die Preise sind zwar etwas höher, aber dafür kann man sich direkt eine Station am Camí aussuchen und die Uhrzeit festlegen. In der Nebensaison hat’s bei uns sogar spontan geklappt, ein Taxi zu bekommen – in der Hauptsaison könnte das allerdings etwas tricky werden.
Service
Der Anbieter Camí de Cavalls 360° bietet Dienstleistungen für eine entspannte Umrundung Menorcas, ohne das man sich um die Logistik kümmern braucht, die eine Streckenroute erfordert.
Ob zu Fuß, mit dem Mountainbike oder beim Trailrunning: Das Team kümmert sich um alles, was eine Streckenroute sonst kompliziert machen kann. Neben der detaillierten Etappenplanung gehören auch Gepäcktransport und Shuttleservices zum Start- und Endpunkt zum Angebot. Unterwegs sind uns einige Urlauber begegnet, die diesen Komfort genutzt haben und manchmal hätten wir unser eigenes Gepäck auch gerne von Unterkunft zu Unterkunft „weiterreisen“ lassen. Wenn das für euch interessant klingt, findet ihr hier direkt den Link zur Website.
Genug geredet, jetzt kann die Reise beginnen!☀️
Reisetagebuch
Ankunft Auf Menorca und erste Nacht in Mahón
Die Anreise nach Menorca verläuft ganz unkompliziert per Flugzeug und schon bald landen wir in Mahón (Katalanisch: Maó). Unsere erste Nacht der Reise verbringen wir in der Hauptstadt Menorcas, bevor es für uns morgen auf den Camí de Cavalls geht.
Die Hafenstadt lässt auf mehr als 3.000 Jahre Geschichte blicken und überzeugt mit ihrem Naturhafen und der schönen Altstadt.
Die charmante AltstadtÜberall gibt es kleine GassenBlick auf die Bucht von Maó
Am Abend blieb uns leider keine Zeit mehr, die Stadt zu erkunden. Dafür versorgten wir uns erst einmal mit leckerem asiatischen Essen bei Asiático el Puerto und machten uns anschließend auf den Weg zu unserer Unterkunft für die Nacht: Can Roca Nou.
Der Inhaber empfing uns sehr freundlich und zuvorkommend. Unser Zimmer, das sich in einem separaten Gebäude befand, war super gemütlich und bot alles, was wir für eine erholsame Nacht brauchten.
Restaurant Asiático El Puerto – Moll de Llevant, 298, 07701 Maó, Illes Balears, Spanien
Hotel Can Roca Nou – Carrer de Santa Caterina, 4, 07701 Maó, Illes Balears, Spanien
Tag 1: Platges de Fornells – Els Alocs
18,4 km (20,6 km) | Hm 770 | höchster Punkt 118m | Dauer: ca. 6 Stunden (reine Gehzeit)
Start:
Strand Platges de Fornells
Ende:
Strand Els Alocs + 2,2 km bis zum Sammelpunkt für Taxis und Reiseunternehmen (Gatter zum Camí de Cavalls: Google Maps Adresse)
Info:
In der Hauptsaison Rastplatz und WC-Häuschen sowie Strandbar am Platja Cavalleria. Restaurant am Parkplatz vom Strand Platja de Binimel-là. Außerhalb der Hauptsaison keine Einkehrmöglichkeiten oder öffentliche Toiletten auf dieser Etappe.
Gestartet sind wir hier am etwa 500 m langen Strand von Platges de Fornells, der zum Hinterland von Dünen abgegrenzt wird und bei Sonnenschein zum Schwimmen einlädt.
Zu Beginn der Etappe hat man lange Zeit einen guten Blick auf Far de Cavalleria, den ältesten Leuchtturm der Insel.
Der Weg verläuft entlang besonders schöner Strände an der Nordküste der Insel. Darunter die von Tirant, Cavalleria, Binimel-là und Pregonda. Was besonders auffällt sind die vielen Dünen und die Farbenpracht des Gesteins – von gelb, über rot zu fast schon tiefem schwarz.
Der Endpunkt dieser Etappe liegt an der Bucht Els Alocs. Dort gibt es keinen Parkplatz, und aufgrund der schwierigen Straßenverhältnisse ist eine Abholung direkt an der Bucht nicht möglich. Stattdessen führt ein etwa 2 Kilometer langer Pfad landeinwärts zu einem kleinen Schotterparkplatz hinter einem Gatter. Von dort kann ein Taxi bestellt werden. Da entlang der Nordküste Menorcas nur eingeschränkter Internetempfang besteht, empfiehlt es sich, das Taxi im Voraus zu organisieren.
Übernachtung in Ferreries
Da der Norden weniger dicht besiedelt ist, fanden wir auf dieser Etappe keine Unterkunft direkt an der Küste. Deshalb fuhren wir mit dem Taxi nach Ferreries und übernachteten dort im Hotel Anhel.
Ferreries ist eine kleine Stadt im Herzen Menorcas mit rund 5.000 Einwohnern. Sie besticht durch ihr authentisches Flair und bietet eine willkommene Abwechslung zu den eher touristisch geprägten Orten. Vor Ort gibt es Einkaufsmöglichkeiten sowie mehrere Restaurants mit unterschiedlicher Küche.
Hotel Hotel Anhel – Carrer Fred, 19, 07760 Ferreries, Illes Balears, Spanien
Restaurant Restaurante Asiático – Av. son Morera, 12, 07750 Ferreries, Illes Balears, Spanien
Tag 2: Els Alocs – Cala Morell
14,1 km | Hm 480 | höchster Punkt 79 m | Dauer: ca. 4 Stunden (reine Gehzeit)
Start:
Strand Els Alocs + 2,2 km vom Sammelpunkt für Taxis und Reiseunternehmen (Gatter zum Camí de Cavalls: Google Maps Adresse)
Ende:
Cala Morell
Info:
Keine Einkehrmöglichkeiten oder öffentliche Toiletten auf dieser Etappe.
Der Weg verläuft von der Bucht Els Alocs vorbei an einigen sehr kleinen Buchten und Stränden zur Cala Pilar (siehe Bild oben rechts). Der gelbliche Sandstrand liegt zwischen rötlichem Boden und anthrazitgrauem Schiefergestein. Wir hatten den gesamten Strand für uns, weshalb wir auf dem weichen warmen Sand eine ausgedehnte Frühstückspause gemacht haben, bevor wir unsere Wanderung entlang der Klippen fortsetzten.
Der Weg führt auf dieser Etappe nicht nur entlang der Küste, sondern auch durchs Landesinnere abwechselnd durch lichten (Kiefern-)Wald und über Wiesen. Die Abwechslung in der Landschaft haben wir auf dieser Etappe sehr genossen.
Einen Abstecher vom Hauptweg zur beliebten Platja des Trencats kann ich sehr empfehlen – auch wenn sich dadurch die Strecke etwas verlängert. Der feine weiße Sand und das türkisfarbene Wasser machen den Strand zu einem idealen Ort für eine erholsame Pause und eine erfrischende Abkühlung.
Das letzte Stück führt vorbei an wilden Olivenbäumen und den charakteristischen Steinmauern der Viehweiden, bis man schließlich Cala Morell erreicht.
Cala Morell
Die Feriensiedlung Cala Morell liegt an der wilden Nordwestküste Menorcas und ist bekannt für ihre prähistorischen Höhlen und Siedlungen.
Im Landesinneren befinden sich die Coves prehistoricos, vorgeschichtliche Begräbnishöhlen. Diese 14 jeweils bis zu 160 m2 großen Höhlen wurden vor etwa 3.500 Jahren als Begräbnisstätten und Wohnzwecken genutzt – bis in das 2. Jh. n. Chr. hinein. Die Höhlen kann man ganzjährig besuchen und der Eintritt ist frei.
An der Küste führt eine Landzunge zu einer vorgeschichtlichen Siedlung, die man heute noch besuchen kann. Einige Infotafeln berichten dabei über das Leben der Menschen. Diese Landzunge und besonders die Felsen am Ende bieten zudem einen spektakulären und romantischen Platz, um den Sonnenuntergang zu genießen.
Da es im Ort keine Einkaufsmöglichkeiten gibt und außerhalb der Saison keine Restaurants geöffnet haben, sollte man als Wanderer vorsorglich ein paar Sachen im Voraus kaufen. In unserem AirBnB hat uns unser Gastgeber für eine Gebühr von 50€ alles für ein leckeres Abendessen, Frühstück und Snacks dagelassen.
18,9 km | Hm 390 | höchster Punkt 105 m | Dauer: ca. 5 Stunden (reine Gehzeit)
Start:
Cala Morell
Ende:
Ciutadella
Info:
Einkehrmöglichkeiten oder öffentliche Toiletten auf dieser Etappe erst ab Cales Piques (km 14,1) vorhanden.
Der Weg führt uns auf dieser Etappe raus aus Cala Morell und entlang der Küste über eine felsige Hochebene im Nordwesten der Insel.
Schon von Weitem kann man den Punta Nati Leuchtturm sehen und bei gutem Wetter hat man ebenfalls einen hervorragenden Blick auf die hohen Berge Mallorcas. Nachdem sich wiederholt Schiffsunfälle auf diesem Seegebiet ereignet haben, wurde 1912 mit dem Bau des Leuchtturms begonnen. Wer möchte, kann einen kleinen Umweg machen und sich den Leuchtturm aus der Nähe anschauen.
Mit der Sicht weiterhin auf Mallorca erreichen wir nach der felsigen Landschaft bald wieder die Zivilisation. Eine Sehenswürdigkeit ist dabei der Pont d’en Gil, ein spektakuläres Steintor an der Küste.
Ciutadella
Ciutadella ist mit circa 30.000 Einwohnern etwa gleich groß wie Maó, hat sich aber viel von ihrem ursprünglichen Charme bewahrt – mit kleinen Gassen, gemütlichen Plätzen und dem Castell de Sant Nicolau. Die Altstadt und der auch der Hafen von Ciutadella haben uns auf anhieb gefallen.
Ciutadella hat viele Restaurants und kleine Cafés, die zum Verweilen einladen. Auch gibt es viele Einkaufsmöglichkeiten, Geschäfte und Boutiquen. Das Leben in Spanien findet draußen statt und das merkt man dort auch.
Hotel Hostal Menurka Carrer Domingo Savio, 6, 07760 Ciutadella de Menorca, Illes Balears, Spanien
13,3 km | Hm 110 | höchster Punkt 23 m | Dauer: ca. 3,5 Stunden (reine Gehzeit)
Start:
Ciutadella
Ende:
San Xoriguer
Info:
Mehrere Einkehrmöglichkeiten in den kleinen Orten entlang der Etappe in der Hauptsaison. Außerhalb der Saison kann das Angebot eingeschränkt sein.
Der erste und letzte Teil dieser Etappe verläuft großteils über Asphalt. Von Ciutadella aus führt der Weg zunächst südwärts entlang der meist flachen Küste und vorbei an der Urlaubssiedlung Cala Blanca.
Anschließend geht es durch eine von Strauchvegetation geprägte Landschaft, stets mit Blick auf das tiefblaue Meer, bis zum südwestlichsten Punkt der Insel, dem Cap d’Artrux.
Von dort folgt man erneut Asphaltstraßen bis zur Feriensiedlung Son Xoriguer, dem heutigen Etappenziel.
14,3 km | Hm 280 | höchster Punkt 52 m | Dauer: ca. 4 Stunden (reine Gehzeit)
Start:
San Xoriguer
Ende:
Cala Galdana
Info:
Badestrände, Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und Apotheken sind in San Xoriguer und Cala Galdana vorhanden.
Nachdem man San Xoriguer verlassen hat verläuft der Weg überwiegend direkt an der Küste entlang, vorbei an mehreren kleinen Buchten. Viele wunderschöne Badestrände: Strand Platges de Son Saura, Cala en Turqueta, Cala Macarellata, laden mit weißem Sandstrand und türkisblauem Wasser zum Baden und Verweilen ein.
Landeinwärts gedeihen Wälder mit Kiefern, Steineichen und wilden Oliven.
Diese Etappe nach Cala Galdana lädt zum Baden und Genießen ein und ist an der Südküste eine der schönsten.
Hotel ARTIEM Audax Urbanització, Carrer de la Serpentona, n, 07750 Cala Galdana, Balearic Islands, Spanien
15,5 km | Hm 320 | höchster Punkt 71 m | Dauer: ca. 4,5 Stunden (reine Gehzeit)
Start:
Cala Galdana
Ende:
Son Bou
Info:
Einkehrmöglichkeiten nur in Cala Galdana, Sant Tomàs und Son Bou vorhanden.
Diese Etappe verläuft Landeinwärts, nachdem man Cala Galdana verlassen und den Ausblick an der Küste bestaunt hat. Durch Wälder und über grüne Wiesen schlängelt sich der Weg durch mehrere Schluchten. (Vorsicht vor den Mücken im Wald)
Bei Kilometer 9 erreicht man dann den Platges de Binigaus, ein bei Einheimischen beliebter Strand. Dieser ist circa 10 Gehminuten von Sant Tomàs entfernt. Dort haben wir eine Pause eingelegt und die heißen Füße im Wasser gekühlt.
Unsere Etappe verlief danach entlang der Promenade von Sant Tomás bevor wir uns wieder auf Wanderwegen Richtung Son Bou aufgemacht haben. Dort sind wir über den längsten Sandstrand der Insel schließlich zu unserer Unterkunft gewandert.
Hotel HG Jardín de Menorca Carrer Atalis, 102, 07730 San Jaime Mediterráneo, Illes Balears, Spanien
Tag 7: Son Bou – Cala en Porter
9,5 km | Hm 300 | höchster Punkt 77 m | Dauer: ca. 3 Stunden (reine Gehzeit)
Start:
Son Bou
Ende:
Cala en Porter
Info:
Keine Einkehrmöglichkeiten oder öffentliche Toiletten außerhalb der Orte Son Bou und Cala en Porter.
Nach Son Bou geht es durch eine anfangs einsame, zerklüftete Landschaft, durch verwilderte Olivenhaine und Schluchten. Letztere mit Obstbaumplantagen, die einen abwechslungsreichen Ausblick versprechen.
Vom Landesinneren erreicht man schließlich den Urlaubsort Cala en Porter. Der Ort liegt oben auf den Klippen und hat einen wunderschönen Strand mit weichem, weißen Sand und türkisfarbenem Wasser, das nur langsam tiefer wird. Super geeignet zum Abkühlen, Planschen und Schwimmen.
Restaurant SAMOA Av. Central, 85, 07730 Cala en Porter, Illes Balears, Spanien
Abschließende Worte
Der Camí de Cavalls hat uns Menorca von seiner ursprünglichsten und zugleich vielfältigsten Seite gezeigt. Mal führte der Weg durch wilde, einsame Landschaften, mal vorbei an idyllischen Buchten mit türkisblauem Wasser oder durch charmante kleine Orte. Jeder Abschnitt bot seinen eigenen Reiz – von schroffen Klippen im Norden bis zu den sanften Stränden und Wäldern im Süden.
Besonders berührt hat uns die Ruhe abseits der touristischen Hotspots. Oft war es nur das Rauschen der Wellen und der Wind, die uns begleiteten. Diese Momente haben uns daran erinnert, wie schön es ist, sich Zeit zu nehmen und im Hier und Jetzt zu sein.
Wenn ihr Menorca wirklich kennenlernen wollt – nicht nur die Strände, sondern auch ihre Geschichte, ihre Landschaften und ihr Tempo – dann kann ich euch den Camí de Cavalls nur ans Herz legen. Es ist ein Abenteuer, das lange nachhallt und euch die Insel mit ganz anderen Augen sehen lässt.
Nyhavn – Der Hafen mit den bunten Häusern und zahlreichen Restaurants und Bars lädt zum Schlendern ein
🌟 Tipps für ein Wochenende in der dänischen Hauptstadt
🌟 Die schönsten Sehenswürdigkeiten und wo sie zu finden sind
🌟 Aktivitäten für jede Jahreszeit und jeden Geldbeutel
Ein Wochenende in Kopenhagen – so kurz und doch voller toller Eindrücke! Ich habe mich sofort in die Stadt und ihren entspannten Charakter verliebt. In diesen zwei Tagen habe ich jede Menge gesehen, erlebt und ausprobiert. In diesem Beitrag nehme ich dich mit auf meinen ersten Solo-Trip nach Kopenhagen, Dänemark. Ich zeige dir, was ich in so kurzer Zeit entdecken durfte – von charmanten Cafés über Sehenswürdigkeiten bis hin zu Meer und Strand. 🇩🇰
Tag 1 – Hygge, Architektur und Mee(h)r
Am Morgen
Übernachtet habe ich im super zentral gelegenem Hotel Wakeup Copenhagen. Das Hotel hat für Kopenhagen wirklich ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Für drei Nächte im März habe ich ohne Frühstück rund 240 € gezahlt. Mein Zimmer war praktisch eingerichtet, sauber und das Bett super gemütlich.
Nach einer erholsamen Nacht ging es bei bestem Wetter und mit guter Laune zum Frühstücken zu Buka.
Diese Bäckerei habe ich eher zufällig entdeckt – sie lag nur wenige Schritte von meinem Hotel entfernt und wurde bei Google mit beeindruckenden 4,5 Sternen aus über 1.500 Bewertungen gelobt. Klar, damit ist sie längst kein Geheimtipp mehr, und die Schlange vor dem kleinen Laden war entsprechend lang. Aber das Warten hat sich absolut gelohnt: Der Kaffee war genau das Richtige am Morgen und die Croissants fand ich einfach himmlisch.
Das “Berries & Cream” – Croissant war einfach traumhaft
Die Bäckerei hat eine Auswahl an verschiedenen Kaffeespezialitäten, auch mit veganen Milchalternativen, sowie eine Auswahl an frisch zubereiteten Croissants mit den verschiedensten Füllungen. Neben süßem Gebäck findet man dort auch frisches Brot und herzhafte Sandwiches – perfekt für einen kleinen Snack zwischendurch oder ein gemütliches Frühstück.
Leckeres Brot, Gebäck und Kaffee gibt es jeden Tag von 07 bis 18 Uhr.
Sightseeing
Gestärkt kann das Sightseeing beginnen. An meinem ersten Tag habe ich mir direkt meine Laufschuhe geschnappt und bin eine Runde durch die Innenstadt gelaufen – vorbei an vielen bekannten Sehenswürdigkeiten und durch die zahlreichen Grünanlagen der Stadt.
Der Hafen – Die kleine Meerjungfrau und Kastellet
Die berühmte kleine Meerjungfrau
Ein Besuch der kleinen Meerjungfrau – inspiriert von Hans Christian Andersens berühmtem Märchen – durfte natürlich nicht fehlen. Da sich der Besuch der Statue wunderbar mit einem Lauf/Spaziergang durch das nahegelegene Kastellet verbinden lässt und das Wetter an diesem Tag einfach traumhaft war, habe ich den Abstecher sehr genossen.
Allerdings macht der Name der Meerjungfrau ihrem Format wirklich alle Ehre: Mit gerade einmal 125 cm ist sie kleiner, als ich es mir vorgestellt hatte. Und natürlich ist sie kein Geheimtipp – viele andere Besucher waren ebenfalls dort. Trotzdem bekommt jede*r seine Chance auf ein Erinnerungsfoto.
Ein gemütlicher Spaziergang im alten Kastell (dänsich: Kastellet) durfte nicht fehlen
Das Kastell von Kopenhagen, besser bekannt als „Kastellet“, ist eine beeindruckende Festungsanlage aus dem 17. Jahrhundert. Mit seinen gepflegten Grünflächen und der charmanten Windmühle auf dem Wall eignet sich die historische Zitadelle perfekt für einen gemütlichen Spaziergang oder zum Joggen – vor allem, wenn man ohnehin auf dem Weg zur berühmten kleinen Meerjungfrau ist.
Die Anlage ist täglich von 06 bis 20 Uhr geöffnet und der Eintritt frei.
Historische Architektur – Schloss Rosenborg und Schloss Amalienborg
Schloss Rosenborg – der Schlossgarten lädt bei gutem Wetter zum Verweilen ein
Mitten im Herzen Kopenhagens liegt das über 400 Jahre alte Schloss Rosenborg – ein beeindruckendes Renaissanceschloss. Bis 1720 wurde das Schloss von der königlichen Familie bewohnt. Heute dient es samt seiner Inneneinrichtung als ein historisches Museum. Das Schloss Rosenborg beherbergt außerdem die Kronjuwelen der königlichen Familie.
Angrenzend befindet sich der im 17. Jahrhundert angelegte Schlosspark mit Gärten, Pavillons und von Bäumen gesäumten Spazierwegen. Bei guten Wetter kann man es sich auf einer der zahlreichen Bänke gemütlich machen und die Sonnenstrahlen genießen.
Das Schloss ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Schau gerne auf der Website vorbei, dort findest du alle Infos zu den Ticketpreisen.
Schloss Amalienborg, die Residenz der Könige und Königinnen von Dänemark, durfte beim Sightseeing natürlich nicht fehlen
Schloss Amalienborg, im 17. Jahrhundert im Rokoko-Stil erbaut, ist heute der Wohnsitz der dänischen Königsfamilie. Ein Teil des Schlosses ist öffentlich zugänglich: Das Amalienborg-Museum bietet spannende Einblicke in die königliche Geschichte – inklusive der eindrucksvollen Fabergé-Kammer und prachtvoll eingerichteter Räume.
Ein besonderes Highlight ist die tägliche Wachablösung: Gegen 11:30 Uhr marschieren die Wachen vom Schloss Rosenborg los und erreichen Amalienborg pünktlich um 12 Uhr. Wer einen guten Blick auf das Geschehen haben möchte, sollte am besten schon etwa zehn Minuten vorher vor Ort sein.
Das Schloss ist Dienstags bis Sonntag von 10 bis 15/16 Uhr geöffnet. Schau gerne auf der Website vorbei, dort findest du alle Infos zu den Ticketpreisen und aktuellen Öffnungszeiten.
Rundturm
Links – Der Gang durch den Rundturm Rechts – Oben angekommen kann man die 360°-Ansicht von Kopenhagen genießen
Der Rundetårn, also der Runde Turm, stammt aus dem 17. Jahrhundert und gilt als das älteste noch funktionierende Observatorium Europas. Heute wird er zwar nur noch von Hobby-Astronomen genutzt, ist aber vor allem wegen seiner beeindruckenden Aussicht über die Altstadt Kopenhagens ein beliebtes Ausflugsziel. Statt Stufen führt ein breiter, spiralförmiger Gang nach oben – bis zur Aussichtsplattform auf 36 Metern Höhe, von der man einen fantastischen Blick über die Dächer der Stadt hat.
Ausstellung mit beeindruckenden Bildern des Nachthimmels
Als ich im März den Rundetårn besucht habe, hatte ich das Glück, eine richtig tolle Ausstellung mit Fotografien des Nachthimmels zu sehen. Die Bilder, aufgenommen mit langer Belichtungszeit, wirkten beinahe magisch – ich habe mir dort meine Zeit genommen und jedes einzelne Motiv auf mich wirken lassen.
Solche Ausstellungen sind in der Regel im Eintrittspreis enthalten, nur bei Sonderveranstaltungen kann es Ausnahmen geben. Einen Überblick über aktuelle und kommende Ausstellungen findet ihr hier.
Rundturm Du findest den Turm zentral gelegen in der Købmagergade 52A, mitten in der Kopenhagener Innenstadt.
Der Rundetårn ist fast das ganze Jahr über geöffnet – an 362 Tagen kann man ihn täglich von 10 bis 20 Uhr besichtigen. Schau gerne auf der Website vorbei, dort findest du alle Infos zu den Ticketpreisen und aktuellen Öffnungszeiten.
Am Mittag
Nach einer ausgedehnten Erkundungstour durch Kopenhagen, bei der ich viele der bekannten Sehenswürdigkeiten entdeckt habe, ging es für mich zurück ins Hotel – Zeit für eine kleine Pause. Da Essen gehen in Kopenhagen bekanntlich nicht ganz günstig ist, habe ich unterwegs in einem Supermarkt Halt gemacht und mir Salat, frisches Brot und ein paar Snacks für ein gemütliches Mittagessen im Zimmer besorgt. Für mich eine unkomplizierte und preiswerte Alternative, die trotzdem lecker war.
Kurz frisch gemacht ging es für mich am frühen Nachmittag Richtung Metro, denn ich wollte das sonnige Wetter nutzen und zum Strand fahren.
Amager Strandpark
Kalt aber sonnig war es bei meinem Strandbesuch im März
Nur einen kurzen Abstecher vom Stadtzentrum entfernt liegt der Amager Strandpark – ein rund vier Kilometer langer, künstlich angelegter Sandstrand mit Promenade auf einer vorgelagerten Insel. Als Nordlicht, das gerade Bayern ihr zu Hause nennt, wollte ich mir das Meer und den Sand unter den Füßen natürlich nicht entgehen lassen.
Am einfachsten erreicht man den Strandpark mit dem Fahrrad oder ganz entspannt mit der Metro-Linie M2. Von dort aus hat man einen tollen Blick auf die Öresundbrücke, die Dänemark mit Schweden verbindet – bei klarem Wetter ist sogar Malmö gut zu erkennen.
Schon im März war der Ort ein kleines Highlight für mich – ruhig, weitläufig und perfekt, um kurz dem Trubel der Stadt zu entkommen. Ich kann mir nur vorstellen, wie herrlich es dort im Sommer sein muss, wenn man am Strand entspannen, im Meer schwimmen und den Tag mit dem Klang der Wellen ausklingen lassen kann.
Nyhavn – die bunten Häuser und alten Schiffe machen das Hafenbecken zu DEM Fotospot in Kopenhagen
Am Abend habe ich Nyhavn besucht und bin entlang der vielen bunten Häuser mit ihren gemütlichen Restaurants geschlendert. Der Blick auf die traditionsträchtigen Boote im Hafen und die warme Beleuchtung der Gebäude waren selbst an dem kalten Märzabend richtig schön.
Die Restaurants in Nyhavn sahen wirklich alle einladend aus – mit Lichterketten, Blick aufs Wasser und gemütlicher Atmosphäre. Trotzdem hatte ich an diesem Abend keine große Lust, alleine essen zu gehen. Deshalb habe ich mich für eine entspannte Alternative entschieden: Bei Strangas habe ich mir ein leckeres Gyros mit extra Halloumi geholt und es ganz gemütlich auf meinem Hotelzimmer genossen. Den Abend habe ich dann eingekuschelt im Bett mit einem guten Buch verbracht.
Tag 2 – Kultur, mehr Architektur und ein wenig Bummeln
Am Morgen
Am zweiten Morgen hat mich leider nicht die Sonne geweckt – der Himmel war grau und es hat geregnet. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, den Vormittag in einem der Museen von Kopenhagen zu verbringen und so der Nässe und kalten Märzluft zu entkommen. Nach einem weiteren Frühstück bei Buka habe ich mich deshalb auf dem Weg zur Ny Carlsberg Glyptotek gemacht, die gleich neben Vergnügungspark Tivoli liegt.
Mehr Sightseeing
Auf dem Weg zum Museum bin ich erneut an einigen Sehenswürdigkeiten vorbeigekommen, die ich an dem Tag zuvor noch nicht besichtigt habe. Darunter war auch die Christiansborg.
Die Christiansborg mit Schlosskirche an einem grauen Märztag
Die Christiansborg ist ein Schloss-, Parlaments-, Regierungs-, und Gerichtsgebäude in Kopenhagen. Es ist das einzige Gebäude weltweit, das alle 3 Staatsgewalten in einem Gebäude vereint. Man kann unter anderem die Schlosskirche und die Ruinen unterhalb dem Schloss besuchen.
Besonders empfehlenswert ist ein Abstecher auf den 106 Meter hohen Turm von Christiansborg – der höchste Aussichtspunkt der Stadt. Von dort oben hat man bei gutem Wetter einen fantastischen Blick über ganz Kopenhagen, und das Beste: Der Eintritt ist kostenlos! Leider hat es bei meinem Besuch geregnet, weshalb ich den Aufstieg auf den Turm ausgelassen habe – ein Grund mehr, wiederzukommen.
Auf dem Gelände befinden sich außerdem die königlichen Stallungen, in denen heute noch rund 20 Pferde leben. Einige Bereiche wurden in ein Museum umgewandelt, in dem man unter anderem prachtvolle historische Kutschen bewundern kann. Die Ställe sind regelmäßig für die Öffentlichkeit geöffnet, in den Ferien sind die Pferde jedoch auf der Weide.
Schau gerne auf der Website vorbei, dort findest du alle Infos zu den Ticketpreisen und aktuellen Öffnungszeiten.
Die Frederiks Kirche und die Vor Frelsers Kirche
Die Frederiks Kirche und die Vor Frelsers Kirche sind nur zwei von Kopenhagens zahlreichen Kirchen.
Die Frederiks Kirche, oft auch Marmorkirche genannt, wurde Mitte des 18. Jahrhunderts auf Initiative von König Friedrich V. geplant. Doch durch finanzielle Engpässe und politische Umbrüche ruhte der Bau über viele Jahrzehnte. Erst im 19. Jahrhundert wurde das Projekt wieder aufgegriffen und 1894 schließlich vollendet.
Die Kirche ist nicht nur ein architektonisches Highlight, sondern auch ein lebendiger Ort. Sie steht täglich für Besucher offen und wird regelmäßig für Konzerte und besondere Veranstaltungen genutzt. Besonders beliebt ist sie auch als Hochzeitslocation – kein Wunder bei diesem beeindruckenden Ambiente.
Freier Eintritt beim Besuch der Kirche. Der Besuch der Kuppel kostet einen Eintrittspreis. Schau gerne auf der Website vorbei, dort findest du alle Infos zu den Ticketpreisen und aktuellen Öffnungszeiten.
Die von Frelsers Kirche (Erlöserkirche) ist eine der bekanntesten Kirchen Kopenhagens und ein architektonisches Highlight im Stadtteil Christianshavn. Sie wurde im 17. Jahrhundert im Barockstil gebaut und ist besonders berühmt ist für ihren markanten, spiralförmigen Turm mit der außen verlaufenden Wendeltreppe. Die Kirche steht täglich für Besucher offen und wird regelmäßig für Gottesdienste, Konzerte und besondere Veranstaltungen genutzt.
Schau gerne auf der Website vorbei, dort findest du alle Infos zu den Ticketpreisen und aktuellen Öffnungszeiten.
Ny Carlsberg Glyptotek
Einige Beispiele der modernen und antiken Sammlung, die in der Glyptotek ausgestellt sind
Die Ny Carlsberg Glyptotek ist ein Kunstmuseum mit zwei Hauptsammlungen, eine mit antiker Kunst und eine mit moderner Kunst.
Die antike Sammlung beherbergt beeindruckende Werke ägyptischer, griechischer, etruskischer und römischer Kunst. Dabei taucht man in 3.500 Jahre Kunst und Geschichte ein.
Die moderne Sammlung beherbergt dänische Kunstwerke und vor allem Skulpturen des 19. und 20. Jahrhunderts, sowie französische Kunst aus der gleichen Periode.
Mich hat besonders die Antikensammlung beeindruckt – dort trifft man auf Kunst und Alltagsgegenstände aus über 3.500 Jahren Geschichte. Von ägyptischen Statuen bis hin zu griechischen Vasen und römischen Mosaiken konnte ich in die Welt längst vergangener Kulturen eintauchen. Auch war es mein ersten Mal, dass ich Mumien in einem Museum betrachten konnte. Solche Ausstellungen faszinieren mich immer wieder, weil sie Geschichte auf ganz besondere Weise erlebbar machen.
Der wunderschöne und zu meinem Glück sonnige Wintergarten der Glyptotek
Nach rund 2 Stunden im Museum habe ich Pause auf einer der Bänke in dem wunderschönen Wintergarten der Glyptotek gemacht. Passend dazu verzogen sich gerade die letzten Wolken und die Sonne ließ sich endlich blicken.
Das habe ich direkt genutzt, um mir ein gemütliches Café fürs Mittagessen zu suchen. Anschließend wollte ich noch ein wenig durch die Stadt schlendern – denn anders als bei uns in Deutschland haben in Kopenhagen auch sonntags viele Läden geöffnet. Ein perfekter Moment für einen kleinen Shoppingbummel.
Das Museum ist Dienstags bis Sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Donnerstags gibt es eine verlängerte Öffnungszeit bis 21 Uhr. Schau gerne auf der Website vorbei, dort findest du alle Infos zu den Ticketpreisen.
Am Mittag
Zum Mittagessen war ich in der gemütlichen Bäckerei emmerys – nur ein paar Schritte von Nyhavn entfernt und genau das Richtige für eine kleine Pause. Zwischen all denm süßen Gebäck und frisch belegten Brötchen fiel die Entscheidung gar nicht so leicht. Am Ende gab’s für mich ein Brötchen mit Käse, Spinat und einem Hauch Mayo, dazu einen heißen Kaffee und als kleines Extra einen saftigen Blondie. Ich habe es mir an einem Platz am Fenster gemütlich gemacht, die Leute draußen beobachtet und einfach kurz entspannt.
Danach ging es gestärkt weiter mit ein bisschen Sightseeing und einem Bummel durch die Stadt.
emmerys Store Strandstræde 21, 1255 København, Dänemark
Die Bäckerei hat täglich von 7 bis 18 Uhr geöffnet
Shopping
Kopenhagen ist auch ein Paradies für alle, die gerne shoppen. Ob edle Boutiquen, liebevoll geführte kleine Läden oder spannende Flohmärkte – die Stadt hat in Sachen Shopping jede Menge zu bieten. Da ich im März dort war, haben die Flohmärkte leider noch nicht stattgefunden, aber viele Geschäfte zum Bummeln konnte ich trotzdem entdecken.
Einkaufsstraße – Strøget
Die Einkaufsstraße Strøget bietet viele verschiedene Geschäfte und lädt zum Bummeln ein
Die Strøget ist DIE Einkaufsstraße in Kopenhagen – und eine der längsten Fußgängerzonen Europas. Hier reiht sich Geschäft an Geschäft: von bekannten Modeketten über dänisches Design bis hin zu luxuriösen Boutiquen ist alles dabei. Perfekt also für ausgiebige Shoppingtouren oder entspanntes Bummeln durch die Innenstadt.
Studio Arhoj
Süße handgemachte Keramik und kleine einzigartige Geister gibt es im Studio Arhoj
Im Studio Arhoj dreht sich alles um liebevoll handgemachte Keramik – von Tassen und Schalen bis hin zu hübschen Vasen findet man dort wirklich besondere Stücke. Auch gibt es dort viele kleine süße Mitbringsel. Besonders die kleinen Geister haben es mir angetan, die sind einfach zu süß! Natürlich hat handgemachte Keramik auch ihren Preis, jedoch zahlt man für die Handwerkskunst und ein einzigartiges Mitbringsel.
Studio Arhoj Skindergade 7, st, 1159 København, Dänemark
Der Laden lädt täglich von 10 bis 18 Uhr zum Stöbern ein.
Am Abend
Nach einem erlebnisreichen und richtig schönen Tag hatte ich ordentlich Hunger. Auf dem Weg zurück zum Hotel kam ich an einer kleinen, einladenden Pizzeria vor – genau das Richtige für den Abend. Bei Pizza Klub habe ich mir eine Pizza De la Vega zum Mitnehmen geholt. Man kann dort entweder einzelne Stücke oder eine ganze Pizza bestellen, und es gibt auch vegetarische und vegane Optionen – perfekt für einen entspannten Abend im Hotelzimmer.
Pizza Klub Sværtegade 11, 1118 København, Dänemark
Pizza Klub hat unter der Woche von 11–18 Uhr geöffnet, freitags und samstags sogar bis 24 Uhr. Sonntags ist geschlossen.
Weitere Sehenswürdigkeiten, Aktivitäten und Tipps für ein tolles Wochenende in Kopenhagen
Abschließend möchte ich mit euch noch ein paar weitere Sehenswürdigkeiten, Aktivitäten und Tipps für ein tolles Wochenende in Kopenhagen teilen.
Copenhagen Card
Die Copenhagen Card ist ein digitaler Citypass, mit dem ihr über 80 Museen und Sehenswürdigkeiten in Kopenhagen kostenlos besuchen könnt – der öffentliche Nahverkehr ist ebenfalls inklusive. Die Karte ist für Zeiträume von 24 bis 120 Stunden erhältlich und lässt sich ganz einfach über die Copenhagen Card App aktivieren. Ideal für alle, die viel sehen und erleben möchten! Am besten vorab einen Blick auf die enthaltenen Attraktionen werfen – nicht alles ist dabei, wie z. B. der Rundetårn.
Tivoli
Der traditionsreiche Freizeitpark Tivoli, der bereits seit dem 19. Jahrhundert besteht, zieht Jahr für Jahr zahlreiche Besucher an – und vielleicht ja auch euch? Neben nostalgischen Fahrgeschäften wie der historischen Achterbahn gibt es auch Gastronomie, Theater und Konzerte. Der Park hat in der Saison 2025 vom 22. April bis 21. September geöffnet. Alle Infos zu den aktuellen Öffnungszeiten, Programm und Eintrittspreisen habe ich euch verlinkt.
Tivoli Vesterbrogade 3, 1630 København V, Dänemark
Bootstour
Bei Sonnenschein und wärmeren Temperaturen würde ich euch eine der zahlreichen Bootstouren empfehlen. Diese führen oft durch den Hafen, an der kleinen Meerjungfrau vorbei und durch die charmanten Kanäle Kopenhagens. Tickets kann man ganz entspannt online kaufen oder an einer der Verkaufsstellen, beispielsweise direkt in Nyhavn. Als Anbieter habe ich euch mal Stromma rausgesucht – alle Infos zu den angebotenen Touren und zu den Preisen habe ich euch verlinkt.
Kopenhagen hat neben der Glyptotek noch weitere lohnenswerte Museen im Angebot. Ich habe euch hier eine kleine Auswahl zusammengestellt. Alle wichtigen Infos zu Öffnungszeiten, Ausstellungen und Eintrittspreisen findet ihr in den jeweiligen Links.
Home of Carlsberg Gamle Carlsberg Vej 11, 1799 København V, Dänemark
Ein paar abschließende Worte
Ich habe meinen ersten Solo-Trip wirklich genossen – und Kopenhagen hätte dafür kaum besser sein können. Die Stadt bietet so viele Möglichkeiten: Sehenswürdigkeiten, gemütliche Parks, hübsche Cafés und tolle Läden zum Stöbern. Die Zeit verging wie im Flug. Ich habe mich dort durchweg wohlgefühlt – auch wenn ich abends nicht lange allein unterwegs war, hatte ich nie ein unsicheres Gefühl. Kopenhagen hat für mich genau die richtige Mischung aus Lebendigkeit und Entspannung – und die perfekte Größe, um sie entspannt an einem Wochenende zu erkunden.
Ich hoffe, euch hat mein Blogbeitrag gefallen und ihr konntet ein paar Inspirationen für euren nächsten Städtetrip mitnehmen. Erzählt mir gerne in den Kommentaren, welche Stadt euch besonders begeistert hat – oder welche Destination ihr für eine Solo-Reise empfehlen könnt!
Das neue Jahr hat gerade erst begonnen, und in meinen Gedanken bin ich schon auf Reisen. 2025 möchte ich wieder neue Orte entdecken, in spannende Kulturen eintauchen und unvergessliche Momente erleben. Ob aufregende Städtetrips, atemberaubende Wanderrouten oder Wellenreiten an traumhaften Stränden – meine Abenteuerlust ist groß! Und natürlich darf auch das Motorradfahren nicht fehlen, denn die Freiheit auf zwei Rädern gehört für mich einfach dazu.
Die Wahl des Urlaubsziel ist dabei jedoch keine leichte Entscheidung und auch online wird man von dem riesigen Angebot an Fernreisezielen geradezu überschwemmt. Aus diesem Grund konzentriere ich mich dieses Jahr auf Reiseziele in Europa sowie auf Kurzreisen in und außerhalb Bayerns.
In diesem Beitrag nehme ich euch mit auf meine Reisepläne für 2025 und verrate, welche Ziele ganz oben auf meiner Liste stehen. ✈️🌍✨
Deutschland – Wandern in den Alpen
Blick auf den Tegernsee bei bestem Februar-Wetter
Mehr draußen zu sein – das ist eines meiner Herzensziele für dieses Jahr. Dass ich aktuell so nah an den Alpen lebe, fühlt sich dabei wie ein echter Glücksfall an. Dank der guten Zugverbindungen und Bergbusse ab München lassen sich spontane Tageswanderungen oder auch verlängerte Wochenendtouren wunderbar planen. Genau solche Auszeiten in den Bergen möchte ich 2025 öfter erleben. Hier ein paar meiner geplanten Wanderungen.
Tages-Wanderungen
Vom Schliersee zum Tegernsee (1.223m)
Vom Spitzingsee zur Rotwand (1.884m)
Die Kampenüberschreitung (über Ochsen-, Auer- und Spitzkamp) (1.594m)
Durch die Partnachklamm auf den Eckbauer (1.237m)
Wochenendtouren
Bergsteigerkurs mit DAV mit der Blaueishütte als Stützpunkt
Hüttentour über das Watzmannhaus
Einen ausführlichen Bericht mit all meinen Erfahrungen, Tipps und Lieblingsmomenten der Wanderungen findet ihr schon bald hier auf meinem Blog.
Dänemark – Kopenhagen
Als echtes Nordlicht war Dänemark für mich früher nur einen Katzensprung entfernt – und trotzdem habe ich es bisher nie nach Kopenhagen geschafft. Die Stadt steht schon seit Langem auf meiner Reisewunschliste, und jetzt ist es endlich so weit: Im März werde ich sie zum ersten Mal besuchen – und das ganz alleine. Mein erster Solo-Städtetrip! Ich bin neugierig, wie sich das Alleinreisen anfühlen wird – und freue mich riesig darauf, Kopenhagen in meinem eigenen Tempo zu entdecken.
Einige Highlights und Erlebnisse, die ich mir für meinen Kopenhagen-Trip vorgenommen habe, habe ich bereits recherchiert – meine persönliche To-Do-Liste findet ihr hier:
Schloss Amalienborg
Die kleine Meerjungfrau
Amager Strand
Nyhavn
Runder Turm
Fußgängerzone Strøget
Christiania
Rosenborg Schloss
Einen ausführlichen Bericht mit all meinen Eindrücken, Highlights und Lieblingsmomenten aus Kopenhagen findet ihr schon bald hier auf meinem Blog.
Menorca – Wandern auf dem Camí De Cavalls (GR223)
Die Küste entlang auf dem Camí de Cavalls
Der Camí de Cavalls ist ein echtes Highlight für alle, die Natur, Bewegung und Meer lieben. Auf rund 185 Kilometern umrundet der historische Reitweg einmal die gesamte Insel Menorca und führt dabei durch unberührte Buchten, dichte Pinienwälder, raue Felsküsten und charmante Fischerdörfer. Der Weg ist in 20 Etappen unterteilt und gut ausgeschildert – perfekt also für eine mehrtägige Wanderung oder auch kürzere Tagestouren.
Mein Partner und ich haben uns vorgenommen, in sieben Tagen die 14 schönsten Etappen des Camí de Cavalls zu erwandern – nicht im Eiltempo, sondern bewusst und mit Zeit zum Genießen. Die restliche Zeit auf Menorca wollen wir ganz entspannt am Meer verbringen, gut essen, schwimmen und einfach die Ruhe der Insel aufsaugen. Eine perfekte Mischung aus Aktivurlaub und Erholung – genau so, wie wir es lieben.
Einen ausführlichen Bericht mit all meinen Eindrücken, Highlights und Lieblingsmomenten vom Camí de Cavalls findet ihr schon bald hier auf meinem Blog.
Auch die Berge Italiens stehen dieses Jahr ganz oben auf meiner Reiseliste. Die atemberaubenden Bilder und Videos der Dolomiten, die täglich durch meine Social Media Feeds rauschen, haben längst meine Sehnsucht geweckt – und 2025 soll es endlich so weit sein: Ich möchte diese beeindruckende Landschaft mit eigenen Augen erleben. Geplant ist eine Kombination aus Motorradtour und entspannten Tageswanderungen – mit einer gemütlichen Unterkunft als fester Ausgangspunkt.
Besonders gespannt bin ich auf folgende Highlights:
Die Drei Zinnen
Pragser Wildsee
Seceda
St. Magdalena im Villnößtal
Ein verlängertes Wochenende reicht natürlich bei Weitem nicht aus, um all die Highlights der Dolomiten zu erleben – weder, um die schönsten Panoramastraßen mit dem Motorrad zu erkunden noch, um die atemberaubenden Wanderwege wirklich auszukosten. Aber ich freue mich riesig auf diesen ersten Eindruck und bin gespannt, was mich erwartet. Wenn ihr schon einmal dort wart: Welche Touren darf man auf keinen Fall verpassen? Welche Aussicht hat euch besonders beeindruckt? Ich freue mich über eure Tipps – denn eins steht jetzt schon fest: Ich komme ganz sicher nochmal zurück!
Italien – Rom
Im September geht’s mit meiner Mama auf Städtereise nach Rom – ein Highlight, auf das ich mich jetzt schon riesig freue. Rom ist vollgepackt mit Geschichte, Kultur und beeindruckender Architektur, und ich kann es kaum erwarten, all das gemeinsam mit ihr zu entdecken. Neben ausgedehnten Spaziergängen durch die Stadt möchten wir natürlich auch die italienische Küche in vollen Zügen genießen – Pasta, Pizza, Gelato… alles, was dazugehört! Einige Orte, die ganz oben auf meiner Must-See-Liste stehen, sind:
Kolosseum
Pantheon
Petersdom
Forum Romanum & Palatin
Castel Sant’Angelo (Engelsburg)
Trastevere
Galleria & Villa Borghese
und noch viele mehr…
Wart ihr schon einmal in Rom? Wie hat euch die Stadt gefallen und was waren eure Highlights? Ich bin super gespannt auf eure Erfahrungen und freue mich über jeden Tipp! 🇮🇹✨
Einen ausführlichen Bericht mit all meinen Eindrücken, Highlights und Lieblingsmomenten aus Rom findet ihr schon bald hier auf meinem Blog.
Portugal – Surfen an der Algarve
Auch in diesem Jahr steht wieder ein Surfurlaub auf dem Plan – dieses Mal geht’s an die wunderschöne Algarve in Portugal, genauer gesagt nach Sagres. Die Region ist bekannt für ihre einsteigerfreundlichen Wellen, traumhafte Strände und zahlreiche Surfschulen, bei denen man Unterricht nehmen oder sich einfach ein Board leihen kann. Mit dem Mietwagen wollen wir außerdem die Küste entlangfahren, versteckte Buchten entdecken und die Tage ganz entspannt am Meer verbringen.
Ich habe schon so viel Gutes über die Algarve gehört – beeindruckende Strände, wilde Natur und charmante kleine Orte. Ganz oben auf unserer Liste stehen der berühmte Strand von Benagil und die atemberaubenden Felsformationen an der Ponta da Piedade. Beides wollen wir auf keinen Fall verpassen!
Wart ihr schon einmal an der Algarve? Welche Orte oder Strände haben euch dort besonders begeistert? 🌊🌞
Einen ausführlichen Bericht mit all meinen Eindrücken, Highlights und Lieblingsmomenten von der Algarve findet ihr schon bald hier auf meinem Blog.
Das war mein kleiner Ausblick auf meine Reisepläne für 2025. Ich freue mich schon riesig darauf, unterwegs neue Lieblingsorte zu entdecken – und natürlich darauf, all die besonderen Momente und Eindrücke hier mit euch zu teilen.
Schreibt mir gern in die Kommentare: Wohin zieht es euch dieses Jahr? Und welches Reiseziel steht ganz oben auf eurer Bucket List?
Habt ihr schon einmal davon geträumt, auf zwei Rädern durch die malerischen Landschaften Frankreichs zu gleiten? Im Herbst 2024 habe ich genau das erlebt.
Im September/Oktober 2024 unternahm ich gemeinsam mit meinem Partner meine erste zweiwöchige Motorradreise. Unsere Tour führte uns von Süddeutschland durch die Schweiz bis an die sonnige Mittelmeerküste Frankreichs. Nach etwa 2500 Kilometern und unzähligen Kurven möchte ich euch von meinen Erlebnissen erzählen. In diesem Beitrag möchte ich euch mitnehmen auf die legendäre Route Napoléon in den französischen Alpen – eine Strecke, die Geschichte, atemberaubende Natur und Fahrspaß perfekt vereint
Schön, dass ihr hier auf meinem Blog gelandet seid! Lasst uns Frankreich gemeinsam auf zwei Rädern entdecken. Den ersten Abschnitt der Reise von Deutschland über die Schweiz bis nach Frankreich könnt ihr hier nachlesen.
Wer oder Was ist die Route Napoléon
Die Route Napoléon erstreckt sich von Cannes bis Grenoble und folgt dem historischen Pfad, den Napoleon nach seiner Rückkehr aus der Verbannung auf Elba wählte. Die 350 km lange Strecke führt von Cannes, über Grasse, Sisteron und Gap bis nach Grenoble. Die französische Nationalstraße entstand 1927, um eine historische Verbindung in den französischen Alpen zu schaffen. 1932 erhielt sie ihren Namen N85, auch bekannt als Route de Grenoble.
Die Route verbindet Geschichte, beeindruckende Natur und Fahrspaß auf kurvenreichen Straßen in perfekter Harmonie. Der gut ausgebaute und saubere Asphalt sorgt dafür, dass jede Kurve ein Vergnügen ist.
Wer die Strecke an einem Tag zurücklegen möchte, schafft dies in etwa sieben Stunden. Noch besser eignen sich zwei Tage, um ausreichend Zeit für Pausen und Besichtigungen zu haben.
Für uns waren die beiden Tage bis zur sonnigen Südküste der Höhepunkt unserer Reise. Das grandiose Bergpanorama, die charmanten Dörfer und schließlich der erste Blick auf das Mittelmeer – das alles war einfach unvergesslich.
Die wichtigsten Eckpunkte des Trips für euch im Überblick:
Route: Route Napoléon, von Grenoble nach Cannes
Empfohlene Dauer: min. 2 Tage
Entfernung: knapp 350 Kilometer
Reine Fahrtzeit: ca. 7 Stunden
Vorbereitung
Eine Motorradtour ist der Inbegriff von Freiheit – unterwegs sein, die Landschaft genießen und immer wieder neue Strecken erkunden. Damit die Tour jedoch entspannt und sicher abläuft, ist eine gute Vorbereitung unerlässlich. Deshalb habe ich euch ein paar Tipps zusammengestellt, die besonders fürAnfänger nützlich sein können.
1. Die Route Planen
Ziel und Strecke wählen: Plane Etappen, die deinem Fahrstil und deiner Ausdauer gerecht werden. Wir haben uns vorgenommen pro Etappe 4-5 Stunden reine Fahrzeit zu haben, um ausreichend Pausen und Zeit für Sightseeing zu haben. Zusätzlich haben wir die Übernachtungen im Voraus gebucht, um Stress bei der Ankunft zu vermeiden und nicht im ungünstigen Fall noch weiterfahren zu müssen.
Navigation: Karten-Apps wie Google Maps (kostenlos) und Calimoto oder ein Motorrad-Navi sind hilfreich um die Route festzulegen. Manche Apps erlauben es auch Karten offline herunterzuladen, falls die Netzwerkverbindung schlecht ist.
Behördliche Vorgaben: Einige Städte in Frankreich wie beispielsweise Paris, Toulouse und Grenoble haben Umweltzonen implementiert in denen das sichtbare Anbringen einer Umweltplakette (Crit´Air-Vignette) gefordert ist. Die Umweltplakette kann man über die Internetseite des französischen Umweltministeriums bestellen. Die Plakette kostet dort 4,76 Euro inklusive Versand nach Deutschland.
2. Motorrad check
Reifen und Bremsen: Überprüfe Profil, Druck und Zustand der Reifen sowie die Bremsen. Gute Traktion und eine einwandfreie Bremse sind essenziell.
Flüssigkeiten: Kontrolliere den Ölstand, die Bremsflüssigkeit und das Kühlwasser. Nimm gegebenenfalls Ersatzflüssigkeiten mit.
Licht und Batterie: Vergewissere dich, dass alle Lichter funktionieren und die Batterie geladen ist, besonders bei längeren Touren.
3. Ausrüstung packen
Schutzausrüstung: Eine gut sitzende Schutzausrüstung ist unverzichtbar. Bei Regenwetter sind wasserdichte Motorradbekleidung oder eine Regenkombi äußerst hilfreich. Thermounterwäsche oder Funktionskleidung unter der Schutzkleidung sorgen für angenehme Wärme bzw. Kühle. Es lohnt sich zudem, sowohl Sommerhandschuhe als auch ein wärmeres Paar Handschuhe dabei zu haben.
Gepäck: Nutze wetterfeste und gut befestigte Taschen. Packe nur das Nötigste, um das Gewicht gering zu halten.
Nützliche Extras: Ein Erste-Hilfe-Set, Reparatur-Tools, Ersatzteile (z. B. Glühbirnen, Sicherungen), Kabelbinder und Klebeband können bei Pannen helfen.
4. Mentale Vorbereitung
Fit und ausgeruht sein: Gute Kondition und ausreichend Schlaf sind entscheidend, damit du konzentriert bleibst.
Fahrsicherheitstraining: Falls es deine erste große Tour ist, kann ein Fahrsicherheitstraining dein Selbstvertrauen auf dem Motorrad stärken. Ich habe selbst das (Wieder-)Einsteiger-Training beim ADAC gemacht, um mein Motorrad besser kennen zu lernen und an Sicherheit zu gewinnen.
Unsere reiseroute durch frankreich
Unsere Tour startete in Grenoble und führte uns entlang der Route Napoléon. Statt der üblichen Autobahnetappe zwischen Gap und Sisteron wählten wir eine malerische Alternativroute über Savines-le-Lac, die uns durch spektakuläre Landschaften und an den bezaubernden Lac de Serre-Ponçon führte. Die Details zu jeder Etappe und unsere persönlichen Highlights findet ihr im Folgenden.
1. Tag: Grenoble – Digne-les-Bains [km 0 – 216]
Von Grenoble, dem offiziellen Startpunkt unserer Tour entlang der Route Napoléon, folgen wir der N85, die uns über La Mure und Corps bis nach Gap führt. Anschließend führt die offizielle Route über die A51 direkt nach Sisteron.
Auf dem Hinweg haben wir jedoch auf einen Besuch in Sisteron verzichtet, da wir die Autobahn zunächst vermeiden wollten. Stattdessen haben wir die Stadt auf dem Rückweg unserer Reise erkundet, da sie als ein Highlight der Route Napoléon gilt.
Für die Hinfahrt wählten wir eine alternative Strecke über Savines-le-Lac nach Digne-les-Bains, die ich wärmstens empfehlen kann. Diese Route werde ich im Abschnitt über unseren Stopp in Savines-le-Lac beschreiben.
Zwei tolle Motorräder und natürlich ein unglaubliches Bergpanorama auf der Route Napoléon
Leider habe ich vom ersten Abschnitt keine weiteren Bilder gemacht, da ich einfach die wunderschöne Natur und das Fahren genossen habe. Die Landschaft wechselt stetig und bietet atemberaubende Panoramen, darunter schroffe Bergketten, weite Felder und charmante, in die Natur eingebettete Dörfer. Das müsst ihr einfach selbst erleben!
Nächste Station – Sisteron
Kalkfelsen des Mont Baume
Ausblick über Sisteron
Direkt am Ufer des Durance liegt Sisteron, eine charmante Stadt im südosten Frankreichs. Die Stadt liegt im Département Alpes-de-Haute-Provence und wird auch als “Tor zur Provence” bezeichnet.
Eingebettet zwischen den Alpen und der mediterranen Region, bietet sie eine beeindruckende Kulisse aus Bergen und Flüssen. Das Wahrzeichen der Stadt ist die imposante Zitadelle, die auf einem Felsen thront und einen atemberaubenden Blick über die umliegende Landschaft bietet. Mit ihren engen Gassen, traditionellen Märkten und historischen Gebäuden versprüht Sisteron einen unverwechselbaren provenzalischen Charme – ein echtes Highlight für Geschichts- und Naturfans.
Zwischenstopp – Savines-le-lac [km 132]
Die alternative Route verdanken wir Simon Weirs Buch “Europe for Bikers – Essential Touring Roadbook”. Von Gap geht es auf die N94 und folgt dieser Richtung Savines-le-Lac. In dem Ort liegt direkt am Seeufer ein kleines Restaurant “Le Relais Fleuri”, das einen schönen Ausblick über den See bietet.
Wir haben dort jedoch keine Pause eingelegt sondern sind direkt weiter auf die D954. Diese kleine kurvenreiche Straße verläuft am See entlang und schlängelt sich die Berge hinauf. Danach fährt man auf die D900 und folgt dieser Straße bis nach Digne-les-Bains.
Unter strahlendem Sonnenschein schlängelt sich die Straße malerisch entlang des Sees und bietet eine Aussicht, die kaum zu übertreffen ist. Es ist ein Anblick, der beinahe wie aus einer Postkarte wirkt und für uns jeden Moment zu einem Erlebnis macht.
Ausblick auf den See bei Savines-le-Lac
Lac de Serre-Ponçon
Digne-les-Bains [km 216]
Sonnenuntergang über Digne-les-Bains
Digne-les-Bains ist eine südfranzösische Stadt in der Haute-Provence mit circa 17.700 Einwohnern. Wir haben in Digne-les-Bains eine Nacht verbracht, um am nächsten Tag genügend Zeit für den zweiten Teil der Route Napoléon zu haben.
Die Stadt ist direkt an der Route Napoléon gelegen und bei Touristen unter anderem für das besondere Klima, die Höhenlage (599 m) und 300 Sonnentage im Jahr beliebt. Digne-les-Bains bietet auch einiges an Sehenswürdigkeiten wie mehrere Kathedralen, einen Schmetterlingsgarten und das Naturschutzgebiet in dem die Stadt liegt.
Digne-les-Bains ist ein geeigneter Ort für einen Zwischenstopp und bietet alles, was man benötigt. Die Stadt verfügt über einen Supermarkt, Apotheken und Tankstellen. Zudem gibt es eine Auswahl an Restaurants, die hauptsächlich italienische oder vietnamesische Küche anbieten.
2. Tag: Digne-les-Bains – Cannes [km 216 – 350]
Von Digne-les-Bains folgen wir wieder der N85 Richtung Süden. Vorbei an Barrême wird die N85 zur D4085 auf der wir an Castellane vorbeikommen, einer der schönsten Zwischenstopp für eine wohlverdiente Mittagspause.
Weiter auf der D4085 wird diese schließlich zur D6085 und diese Straße führt uns bis nach Cannes. Nach 134 km und circa 2,5 Stunden Fahrt endet die Route Napoléon – wir haben es geschafft!
Wir wollten noch mehr von der Mittelmeerküste entdecken und setzten unsere Fahrt über die A8 und die D25 in Richtung St. Tropez fort. Von dort aus ging es weiter auf der D98 zu unserem Ziel, Le Lavandou. Da entlang der Küste oft mit Staus zu rechnen ist, solltet ihr für die etwa 115 Kilometer mindestens 2 bis 2,5 Stunden einplanen.
Zwischenstopp – Castellane [km 269]
Castellane ist ein malerischer, eher kleiner Ort in Südfrankreich und war für mich einer der schönsten Ortschaften auf der Route Napoléon. Der Ort liegt am Rande des Naturparks Verdon mit der berühmten Verdonschlucht.
Wir konnten unsere Motorräder auf dem Campingparkplatz abstellen und gemütlich über den Marktplatz schlendern. Unser Mittagessen holten wir uns in einer Boulangerie und genossen es anschließend in der Sonne am Fluss.
Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als wir in Castellane am Fluss saßen. Die Stille der Natur und der Blick auf die Kapelle Notre-Dame du Roc waren einfach magisch.
Blick vom Fluss auf den Le Roc au Serre und die chapelle Notre-Dame du Roc
Markttag in Castellane
Ende der Route Napoléon – Cannes [km 350]
Der Urlaubsort Cannes an der französischen Riviera ist das Ende unserer Reise auf der Route Napoléon. Nach einem kurzen Zwischenstopp in der glamourösen Küstenstadt setzten wir unsere Fahrt fort, um die Südküste weiter zu erkunden.
Unser Ziel für die kommenden Tage war Le Lavandou, wo wir die freie Zeit in entspannter Atmosphäre genießen wollten.
Unser erster Blick auf Cannes – die Sonne glitzert auf dem Wasser, und die Vorfreude auf die Côte d’Azur ist riesig
Die bunten Häuser und engen Gassen von Cannes sprühen vor Lebendigkeit
Cannes – Le Lavandou [km 350 – 465]
Le Lavandou ist ein kleiner Urlaubsort an der Côte d’Azur, der sich auf halbem Weg zwischen St. Tropez und Toulon befindet. Wir haben die Tage am Strand genossen, gutes Essen gegessen und die Umgebung mit dem Fahrrad erkundet.
Ein kleiner Tipp: E-Fahrräder leihen, da doch einige Höhenmeter zu meistern sind. Selbst Anfang Oktober verwöhnte uns das Wetter mit traumhaftem Sonnenschein, auch wenn das Meer allmählich abkühlte und der Wind zunehmend frischer wurde.
Der Strand von Le Lavandou lädt zum Verweilen ein
Ein gelungener Tag endet mit einem Sonnenuntergang am Meer in Le Lavandou
Leckeres Abendessen am Strand von Le Lavandou – Pizza geht immer!
Hyères [km 492]
Da wir das gute Wetter genießen wollten, haben wir unseren Aufenthalt an der Südküste um eine weitere Nacht verlängert. Wir sind dafür in das circa. 27 km entfernte Hyères gefahren.
Unsere Unterkunft war das Hotel “La Potiniere” welches direkt am Strand gelegen ist. Auf den hoteleigenen Sonnenliegen haben wir den Tag entspannt ausklingen lassen und uns beim leckeren Frühstücksbuffet am Morgen für die Tour nach Hause gestärkt.
Blick vom Hotel auf das glitzernde Meer – Mehr Entspannung geht nicht!
Unser Ausflug an den Plage de Cabasson
Schlusswort
Unsere erste Motorradreise war eine unvergessliche Erfahrung voller beeindruckender Landschaften, faszinierender Orte und der Freiheit, jeden Kilometer mit allen Sinnen zu genießen. Die Route Napoléon hat uns nicht nur durch die malerischen Alpenlandschaften geführt, sondern auch einen spannenden Einblick in die Geschichte geboten.
Von den charmanten Dörfern entlang der Strecke bis hin zum strahlenden Blau des Mittelmeers – jede Etappe war ein Highlight für sich. Auch die entspannte Zeit an der Côte d’Azur in Le Lavandou und Hyères hat uns gezeigt, wie vielfältig Frankreich ist. Diese Reise hat uns nicht nur auf die Straße, sondern auch in die Kultur und Natur dieses beeindruckenden Landes eintauchen lassen.
Vielen Dank, dass ihr mich auf dieser Reise begleitet habt! Ich hoffe, mein Bericht hat euch inspiriert, selbst die Route Napoléon oder ähnliche Abenteuer zu entdecken. Egal ob auf zwei Rädern, mit dem Auto oder auf andere Weise – die französischen Alpen und die Südküste sind immer eine Reise wert.
Erzählt mir gerne von eurer ersten Motorradtour oder atemberaubenden Routen, die ihr entdeckt habt. Bis dahin: Helm auf, Gas geben und die Freiheit genießen! 🏍️
Die Schweiz ist ein Land von atemberaubender Vielfalt und unvergleichlicher Schönheit. Die majestätischen Alpen erheben sich über kristallklare Seen, während charmante Städte und Dörfer inmitten dieser beeindruckenden Naturkulisse liegen. Die Vielfalt an Aktivitäten, von Wintersport bis hin zu gemütlichen See-Ausflügen, macht die Schweiz zu einem einzigartigen Reiseziel für alle Jahreszeiten. Und auch für Motorradfahrer hat die Schweiz einiges zu bieten. Die vielen Passstraßen sind oft gut ausgebaut mit sauberem Asphalt und bieten neben Fahrspaß auch ein beeindruckendes Bergpanorama.
Bei meiner ersten Motorradtour stand jedoch weniger das Fahren auf den kurvenreichen Bergpässen der Schweiz im Vordergrund, sondern vielmehr die Erkundung des Landes auf dem Weg zur berühmten Route Napoléon in den französischen Alpen. Diese Strecke führt von Cannes nach Grenoble und folgt dem Weg, den Napoleon nach seiner Rückkehr aus der Verbannung auf Elba einschlug. Heute gilt die Strecke als ein historischer Klassiker für Motorrad- und Autofahrer. Einen detaillierten Bericht zur Route Napoléon findet ihr im nächsten Blogeintrag.
Ich freue mich, dass ihr hier auf meinem Blog gelandet seid. Lasst uns nun gemeinsam die Schweiz auf zwei Rädern erkunden.
Vorbereitung
Eine Motorradtour ist der Inbegriff von Freiheit – unterwegs sein, die Landschaft genießen und immer wieder neue Strecken erkunden. Damit die Tour jedoch entspannt und sicher abläuft, ist eine gute Vorbereitung unerlässlich. Deshalb habe ich euch ein paar Tipps zusammengestellt, die besonders fürAnfänger nützlich sein können.
Die Route Planen
Ziel und Strecke wählen: Plane Etappen, die deinem Fahrstil und deiner Ausdauer gerecht werden. Wir haben uns vorgenommen pro Etappe 4-5 Stunden reine Fahrzeit zu haben, um ausreichend Pausen und Zeit für Sightseeing zu haben. Zusätzlich haben wir die Übernachtungen im Voraus gebucht, um Stress bei der Ankunft zu vermeiden und nicht im ungünstigen Fall noch weiterfahren zu müssen.
Navigation: Karten-Apps wie Google Maps (kostenlos) und Calimoto oder ein Motorrad-Navi sind hilfreich um die Route festzulegen. Manche Apps erlauben es auch Karten offline herunterzuladen, falls die Netzwerkverbindung schlecht ist.
Behördliche Vorgaben: In der Schweiz benötigt man für die Mautstraßen eine Vignette. Diese kostet 40 Franken und man kann sie entweder direkt an der Grenze kaufen oder einfach über den ADAC bestellen. Wir haben sie auf unsere Scheibe geklebt, aber angeblich muss sie nicht sofort sichtbar sein und Aufkleber unter dem Sitz werden auch geduldet. Einige Städte in Frankreich wie beispielsweise Paris, Toulouse und Grenoble haben Umweltzonen implementiert in denen das sichtbare Anbringen einer Umweltplakette (Crit´Air-Vignette) gefordert ist. Die Umweltplakette kann man über die Internetseite des französischen Umweltministeriums bestellen. Die Plakette kostet dort 4,76 Euro inklusive Versand nach Deutschland.
2. Motorrad check
Reifen und Bremsen: Überprüfe Profil, Druck und Zustand der Reifen sowie die Bremsen. Gute Traktion und eine einwandfreie Bremse sind essenziell.
Flüssigkeiten: Kontrolliere den Ölstand, die Bremsflüssigkeit und das Kühlwasser. Nimm gegebenenfalls Ersatzflüssigkeiten mit.
Licht und Batterie: Vergewissere dich, dass alle Lichter funktionieren und die Batterie geladen ist, besonders bei längeren Touren.
3. Ausrüstung packen
Schutzausrüstung: Eine gut sitzende Schutzausrüstung ist unverzichtbar. Bei Regenwetter sind wasserdichte Motorradbekleidung oder eine Regenkombi äußerst hilfreich. Thermounterwäsche oder Funktionskleidung unter der Schutzkleidung sorgen für angenehme Wärme bzw. Kühle. Es lohnt sich zudem, sowohl Sommerhandschuhe als auch ein wärmeres Paar Handschuhe dabei zu haben. Um besser sichtbar zu sein, trug ich bei schlechtem Wetter oder auf der Autobahn eine Warnweste über meiner Jacke.
Gepäck: Nutze wetterfeste und gut befestigte Taschen. Packe nur das Nötigste, um das Gewicht gering zu halten.
Nützliche Extras: Ein Erste-Hilfe-Set, Reparatur-Tools, Ersatzteile (z. B. Glühbirnen, Sicherungen), Kabelbinder und Klebeband können bei Pannen helfen.
4. Mentale Vorbereitung
Fit und ausgeruht sein: Gute Kondition und ausreichend Schlaf sind entscheidend, damit du konzentriert bleibst.
Fahrsicherheitstraining: Falls es deine erste große Tour ist, kann ein Fahrsicherheitstraining dein Selbstvertrauen auf dem Motorrad stärken. Ich habe selbst das (Wieder-)Einsteiger-Training beim ADAC gemacht, um mein Motorrad besser kennen zu lernen und an Sicherheit zu gewinnen.
Geplante route
Die Tour startete in München und führte uns über drei Tage und 755 km quer durch die Schweiz. Für meine erste Motorradtour waren Etappen von jeweils 4-5 Stunden Fahrzeit eingeplant, um entspannt zu beginnen und langsam meine Fahrkondition aufzubauen. Um uns die Suche nach Unterkünften zu ersparen, hatten wir die Übernachtungen in Luzern und Interlaken bereits im Voraus gebucht. Unterwegs legten wir an einigen atemberaubend schönen Orten Zwischenstopps ein, über die ich euch noch mehr berichten werde.
1. Tag: München – Luzern [km 0 – 360]
Nachdem wir alle Vorbereitungen abgeschlossen und beide Motorräder vollgetankt hatten, ging es schließlich von München aus los. Am ersten Tag fuhren wir größtenteils über die Autobahn, um schnell Strecke in Richtung Schweiz zu machen. Die Aussicht auf dieser Etappe war daher wenig spektakulär, und es gibt keine besonderen Erlebnisse zu berichten. Deshalb werde ich erst ab unserem ersten wirklich sehenswerten Zwischenstopp weiter berichten.
Zwischenstopp – walensee [km 266]
Willkommen in der Schweiz! Der Walensee liegt in den östlichen Voralpen der Schweiz und erstreckt sich über die Kantone St. Gallen und Glarus. Majestätisch eingebettet in ein Tal, wird der See von steilen Hängen flankiert, die an manchen Stellen bis zu 1000 Meter in die Höhe ragen. Das kristallklare Wasser des Walensees lädt im Sommer zum Schwimmen ein und bietet die perfekte Möglichkeit, nach einer langen Fahrt die Füße im kühlen Nass zu erfrischen. Entlang des Walensees gibt es in den kleinen Dörfern ausreichend Parkplätze in unmittelbarer Seenähe. Diese sind in der Regel kostenpflichtig, bieten jedoch bequemen Zugang zum See.
luzern [km 360]
Luzern vereint eindrucksvoll Wasser, Berge und Stadt. Am Ufer des Vierwaldstättersees gelegen, bietet die Stadt eine wunderschöne Altstadt mit gut erhaltenen Bauten aus dem 14. Jahrhundert. Zudem beheimatet Luzern die älteste Holzbrücke Europas, die Kapellbrücke, welche auf dem Foto im Hintergrund zu erkennen ist (wenn man genau hinsieht). Luzern bietet eine große Auswahl an Einkaufsmöglichkeiten und diversen Restaurants.
Übernachtet haben wir im Barabas, dem ersten Gefängnis-Hotel der Schweiz. Das Hotel bietet eine Auswahl von 60 verschiedenen Gefängniszellen wie Mehrbettzimmer mit Etagenbetten sowie Einzel-, Zweibett- und Familienzimmer mit eigenem Bad.
Beispiel für ein Standard Doppelzimmer
Unsere “Zelle” war klein aber sauber und die Betten richtig gemütlich. Wir haben hervorragend geschlafen. Mit 144 € pro Nacht ohne Frühstück war es für die Schweiz ein vergleichsweise günstiges Angebot – auch wenn unser Geldbeutel das anders empfunden hat. Unsere Motorräder konnten wir in der Straße vom Hotel (Löwengraben) kostenlos auf einem der zahlreichen Motorradparkplätze abstellen. Das Hotel bietet für 14€ pro Person ein Frühstück an, was wir aber nicht probiert haben. Wir haben uns in einer der charmanten Bäckereien von Luzern ein belegtes Brötchen und etwas Süßes für die Weiterfahrt mitgenommen.
2. tag: luzern – interlaken [360 – 433 km]
Entspannte Kurven in den Bergen
Nach dem Auschecken aus dem Hotel haben wir unser Gepäck auf den Motorrädern verstaut und haben uns wieder auf den Weg gemacht. Geplant war die Reise nach Interlaken mit Zwischenstopps in Grindelwald und Lauterbrunnen, da ich unbedingt die Wasserfälle sehen wollte. Leider hat uns das Wetter an dem Tag einen Strich durch die Rechnung gemacht – der Himmel zog sich immer weiter zu, und schwere, tief hängende Wolken türmten sich über den Bergen, bevor sie sich für Stunden über uns entleerten. Daher beschlossen wir, die Zwischenstopps auf den nächsten Tag zu verschieben und fuhren direkt nach Interlaken weiter.
Die Strecke führt über die A8 und dann weiter über die Hauptstraße 4, bevor es ab Brienz auf der Hauptstraße 6 oberhalb des Brinzersees Richtung Interlaken geht. Diese war recht kurz aber sehr angenehm zu fahren und die Landschaft der Schweiz zeigte sich auch bei schlechtem Wetter noch von ihrer beste Seite. Der Weg führte uns über einen kleinen Bergpass wobei ich meine ersten Erfahrungen im Kurvenfahren sammeln konnte, was eine gute Vorbereitung für die geplanten Strecken in Frankreich war.
Zwischenstopp – Brienz am brienzersee [km 414]
In Brienz am Brienzersee legten wir eine Frühstückspause ein. Der Alpenrandsee im Berner Oberland ist eingebettet zwischen den Teilgebirgen der Emmentaler und Berner Alpen. Auch wenn wir keinen Sonnenschein hatten war der Anblick der tief hängenden Wolken in den Bergen über dem See trotzdem schön. Kaum saßen wir wieder auf unseren Motorrädern, begann es zu regnen – und dieser Regen sollte uns den gesamten restlichen Tag begleiten.
interlaken [km 433]
Interlaken liegt in einem schmalen, langgezogenen Tal zwischen dem smaragdgrünen Thunersee und dem Brienzersee. Die Stadt vereint Entspannung mit aufregenden Outdoor-Abenteuern. Als Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen im Berner Oberland bietet sie unzählige Möglichkeiten für Abenteuerlustige: Von Skydiving über Canyoning bis hin zu Skitouren, Kanu- und SUP-Verleih ist alles dabei. Natürlich kann man auch einfach die Natur genießen, im See schwimmen gehen oder sich in einem der Wellness & Spa Hotels entspannen.
Das Velo Café in Interlaken ist ein kleines gemütliches Café direkt im Herzen der Altstadt. Hier konnten wir bei einer heißen Tasse Tee dem Regen und der Kälte entfliehen. Sie bieten neben Kaffee- und Teespezialitäten auch Frühstück, Brunch und Mittagessen an. Dabei haben sie auf ihrer Karte auch viele Vegane Gerichte.
Übernachtet haben wir im Funny Farm Backpackers Hostel in Matten bei Interlaken. Das Hostel bietet einen großen Gemeinschaftsraum mit Billard und einer Bar, einen Gepäckraum, einen großzügigen Garten und vieles mehr. Eine Übernachtung im Doppelzimmer hat uns 100€ gekostet. Die Zimmer sind schlicht eingerichtet, aber sauber. Highlight war das Fenster in der Dusche. Von dort aus konnte man den Ausblick auf die Berge genießen – allerdings hatte auch der Partner einen guten Blick auf die Dusche.
Ausblick von unserem Balkon
3. tag: Interlaken – annecy [km 433 – 747]
Am 3. Tag unserer Reise ging es schließlich von Interlaken in der Schweiz nach Annecy in Frankreich, unseren Startpunkt auf, die bei Motorradfahrern beliebte, Route Napoléon. Der Tag begann mit strahlendem Sonnenschein, weshalb wir die Gelegenheit nutzten und einen Abstecher nach Grindelwald und Lauterbrunnen machten. Da wir noch eine lange Strecke bis nach Frankreich vor uns hatten, entschieden wir uns, die Autobahn A6 und A12, sowie die E27 bis zur französischen Grenze zu nehmen. Sicherlich gibt es landschaftlich reizvollere Routen, aber mit etwa fünf Stunden Fahrzeit wollten wir genügend Zeit haben, um die Orte in Ruhe zu erkunden.
In Frankreich folgten wir der D1005 bis nach Thonon-les-Bains und nahmen dann die D1203 Richtung Annecy, um die Autobahn zu vermeiden. Leider begann es auf dem Weg wieder zu regnen, und die Kälte durch den Regen gepaart mit dem Wind, machte die Fahrt recht unangenehm. Doch all das wurde in Annecy durch einen Sonnenuntergang über dem See belohnt.
1. zwischenstopp – grindelwald [km 460]
Blick auf den Eiger und die üppigen grünen Felder
Grindelwald (1.034 m.ü.NN) ist ein kleiner Ort in den Berner Alpen. Die Fahrt nach Grindelwald ist landschaftlich sehr beeindruckend, besonders im morgendlichen Sonnenschein. Auf dem Weg haben wir oft gehalten, da wir genau pünktlich zum Almabtrieb kamen und die vielen bunt geschmückten Kühe auf ihrem Weg ins Tal waren. Vom Terassenweg, einer Panoramastraße, hat man einen spektakulären Ausblick auf die sanft geschwungenen grünen Felder und die imposanten Berge, allen voran der Eiger, der mit seinen 3.967 Metern majestätisch in den Himmel ragt.
Bergblick auf der Panoramastraße
Obwohl der Ort aufgrund seiner Beliebtheit bei Touristen oft sehr voll ist, kann ich den Rundweg über die Panoramastraße für den Ausblick dennoch empfehlen. Parkplätze für einen längeren Aufenthalt sind aufgrund der vielen Bergbahnen ausreichend vorhanden, jedoch haben wir keine gesonderten Motorradparkplätze entdeckt.
2. Zwischenstopp – Lauterbrunnen [km 477]
Blick auf den Staubbachfall
Auch die Fahrt nach Lauterbrunnen war im Sonnenschein wirklich schön. Ich kam aus dem Staunen nicht heraus. Das ist genau das, was Motorradfahren und vor allem längere Touren so besonders macht!
Lauterbrunnen (795 m ü. NN) liegt eingebettet im Lauterbrunnental, umgeben von gewaltigen Felswänden und majestätischen Gipfeln. 72 Wasserfälle stürzen von den Felsen in die Tiefe, darunter der berühmte Staubbachfall, der mit seinen 300 Metern zu den höchsten freifallenden Wasserfällen Europas zählt. Über dem Tal thronen imposante Berge wie die Jungfrau (4.158 m) und der Schwarzmönch (2.649 m), die der Landschaft eine spektakuläre Kulisse verleihen. Bei einem nächsten Besuch würde ich gerne mehr von der Landschaft erkunden und ein paar ausgedehnte Wanderungen unternehmen.
Obwohl Lauterbrunnen in der Nebensaison weiterhin gut von Touristen besucht ist, war es nicht überlaufen. Wir konnten die Motorräder problemlos auf dem zentralen Parkplatz abstellen. Spezielle Motorradparkplätze haben wir allerdings nicht gesehen.
annecy [km 747]
Annecy, eine Alpenstadt im Südosten Frankreichs, war der letzte Zwischenstopp bevor es für uns auf die Route Napoléon ging. Sie befindet sich direkt am Ufer des Alpenrandsees ‘Lac d’Annecy’, der von majestätischen Bergen umgeben ist. Die Altstadt, mit ihren verwinkelten Gassen, bunten Häusern und malerischen Kanälen, versprüht einen lebendigen Charme und lädt zum Verweilen ein.
Im Herzen der Stadt befindet sich die Burg Annecy, die einen eindrucksvollen Blick auf den See und die umliegenden Berge gibt. Im 13. und 14. Jahrhundert diente sie als Residenz der Grafen von Genf und beherbergt heute ein Museum mit wechselnden Ausstellungen.
Sonnenuntergang überm See
Wir haben insgesamt 3 Nächte in Annecy verbracht, da die Wettervorhersage für die Route Napoléon Dauerregen angesagt hat. Dadurch hatten wir genügend Zeit die Stadt zu erkunden, Schwimmen zu gehen und die Route für den zweiten Abschnitt unser Reise zu planen. Zwei Übernachtungen sind meiner Meinung nach jedoch ausreichend, wenn man nur die Stadt sehen möchte und keine Ausflüge in die Umgebung plant.
Übernachtet haben wir in einer kleinen Ferienwohnung direkt in der Innenstadt. Es befanden sich ein paar Motorradparkplätze direkt vor unserem Apartment und ein größerer Parkplatz in unmittelbarer Nähe. Einen Parkplatz zu finden stellt in Frankreich meistens kein Problem dar.
Annecy bietet eine Vielzahl an Restaurant und Cafés mit einem abwechslungsreichen Angebot. Zudem gibt es zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten, besonders für Outdoor-Ausrüstung. Ob Wandern, Klettern, Skifahren oder Skaten – in Annecy findet man alles, was man für das nächste Abenteuer in der umliegenden Natur benötigt.
schlusswort
Unsere Reise hat uns vom Süden Deutschlands quer durch die Schweiz nach Annecy in Frankreich geführt. Auch wenn das Wetter auf unserer Tour nicht immer mitgespielt hat, hat die eindrucksvolle Landschaft diese kleinen Unannehmlichkeiten bei weitem wettgemacht. Die Schweiz ist ein Paradies für Motorradfahrer und Naturliebhaber gleichermaßen. Majestätische Berge, kristallklare Seen und charmante Ortschaften machen jede Strecke zu einem einzigartigen Erlebnis.
Für Motorradfahrer bieten die gut ausgebauten Passstraßen mit ihrem beeindruckenden Panorama und den abwechslungsreichen Kurven die perfekte Mischung aus Fahrspaß und Abenteuer. Besonders Lauterbrunnen und Grindelwald haben mich mit ihrer Schönheit begeistert. Erfahreneren Motorradfahrern empfehle ich Abschnitte auf den Autobahnen so gut es geht zu vermeiden, ein paar Stunden Fahrzeit pro Tag mehr einzuplanen und auf die kleineren Straßen auszuweichen.
Mit der Ankunft in Annecy haben wir die perfekte Verbindung zwischen zwei Ländern geschaffen: die malerische Schweiz und Frankreichs Route Napoléon, die uns im nächsten Abschnitt unserer Reise erwartet. Wer eine unvergessliche Motorradreise plant, dem kann ich diese Tour nur ans Herz legen.
Ich hoffe, euch hat dieser Einblick in meine erste große Motorradtour gefallen. Bleibt gespannt auf den nächsten Beitrag, in dem ich euch von unserer Fahrt entlang der Route Napoléon erzählen werde – einer der schönsten Motorradstrecken Europas. Und damit verabschiede ich mich erstmal vom ersten Teil meiner ersten langen Motorradtour und hoffe euch alle bei Teil 2 wiederzusehen. Erzählt mir gerne von eurer ersten Motorradtour oder atemberaubenden Routen, die ihr entdeckt habt. Bis dahin: Helm auf, Gas geben und die Freiheit genießen! 🏍️
Playa de los Foxos – Einer der wunderschönen Strände
Gelockt von Sonne, Strand und Meer ging die Reise dieses mal in den Nordwesten Spaniens, um im kristallklaren Wasser zu surfen und nebenbei meine Sprachkenntnisse zu erweitern. Die Provinz Galicien ist bei vielen Surfern und Surferinnen sehr beliebt, egal ob First-Timer oder Fortgeschrittene – für jedes Niveau lassen sich die perfekten Bedingungen finden. Zwischen zerklüfteten Klippen liegen wunderschöne lange Sandstrände, die im Hochsommer vereinzelt recht voll sein können, ein überfülltes Line Up gibt es jedoch nicht! Galicien hat jedoch noch mehr zu bieten als nur traumhafte Sandstrände. Die üppige Natur, durchzogen von sanften Hügeln und dichten Wäldern, ist Heimat zahlreicher Flüsse und Wasserfälle, die Galicien seinen einzigartigen Charme verleihen. Moderne trifft auf die reiche keltische Geschichte in Städten wie Santiago de Compostela, die ebenfalls Ziel des berühmten Jakobswegs ist und Endpunkt meiner Pilgerreise 2022 war. Galicien steht für mich deshalb für einen Ort der Abenteuer bietet als auch Ruhe verspricht und Einblick in ein authentisches Spanien gibt.
In diesem Blogbeitrag teile ich meine Erfahrungen zur Anreise in den Nordwesten Spaniens, erkunde die Küste rund um A Lanzada, besuche die Pilgerhochburg Santiago de Compostela und gebe vor allem hilfreiche Infos für Surfer und Surferinnen und alle, die es noch werden möchten. Viel Spaß beim Lesen und ich hoffe, dass ich bei der einen oder dem anderen das Fernweh wecke und Lust auf Mee(h)r mache.
Anreise
Die Anreise nach Spanien gestaltet sich für Reisende aus dem EU-Raum als sehr einfach. Ob du mit dem Flugzeug, dem Zug oder dem Auto unterwegs bist, es gibt viele Möglichkeiten, dieses vielfältige und wunderschöne Land zu erreichen. Reisende außerhalb der EU sollten sich auf der offiziellen Website über die geltenden Einreisebestimmungen informieren. Im nächsten Abschnitt teile ich meine Erfahrungen zur Anreise von Deutschland nach Spanien.
Flug
Am leichtesten geht die Anreise an die Nordwestküste Spaniens über Santiago de Compostela. Viele deutsche Flughäfen, darunter Berlin, Hamburg und München, bieten Flüge nach Santiago de Compostela mit einem Zwischenstopp an. Direktflüge gibt es von Frankfurt am Main und Memmingen, wobei der Flughafen Memmingen direkte Verbindungen nach Santiago de Compostela ausschließlich donnerstags und sonntags anbietet. Der Hin- und Rückflug von Memmingen mit Ryanair, inklusive Handgepäck, hat uns für den Sommer pro Person beispielsweise 350 € gekostet. Ich denke jedoch, dass man günstigere Flüge finden kann, wenn man bei den Reisezeiten flexibel ist, mehr Flughäfen in Betracht zieht und frühzeitig bucht.
öffentliche verkehrsmittel
Google-Maps Ansicht der Route Santiago de Compostela-A Lanzada
Flughafenshuttle
In Santiago de Compostela angekommen kann man direkt am Ausgang vom Flughafen die Tussa-Buslinie 6A in Richtung Innenstadt nehmen. Die Endhaltestelle ist direkt am Hauptbahnhof. Der Bus fährt überwiegend im 30-Minutentakt und kostet pro Person 1€. Hierbei ist zu beachten, dass nur in bar direkt beim Busfahrer bezahlt werden kann.
Weiter ging es für uns mit dem Zug nach Pontevedra. Die historische Provinzstadt mit mittelalterlichen Wurzeln liegt direkt an der Ría de Pontevedra und dem Atlantischen Ozean. Die Zugfahrt dorthin dauert etwa 40 Minuten, und ein Ticket kann man ab 6,30 € entweder am Ticketschalter oder online, zum Beispiel über Trainline (https://www.thetrainline.com/de), erwerben. Ich empfehle, die Tickets bereits im Voraus online zu buchen, da die Verfügbarkeit begrenzt ist. Es könnte sonst passieren, dass die bevorzugte Abfahrtszeit bereits ausgebucht ist und nur noch Plätze in einem späteren Zug zur Verfügung stehen.
Bus nach A lanzada
Von Pontevedra aus führt die Reise weiter vom Hauptbahnhof mit dem Bus in Richtung A Lanzada. Einige Busse fahren direkt dorthin, während bei anderen ein Umstieg in Sanxenxo erforderlich ist. Die gesamte Strecke kostet pro Person etwa 4 € und dauert zwischen 1,5 und 2 Stunden. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass es am hilfreichsten ist, Google Maps zu nutzen und die örtlichen Busfahrer nach Informationen zu fragen. Die Busse ab Pontevedra sind in der Regel zuverlässig und pünktlich. In der Küstenregion verkehrt außerdem eine Buslinie, die im Stundentakt mehrere Haltestellen anfährt. Diese Busse sind günstig, allerdings können sie unzuverlässig sein – es kam vor, dass ein Bus gar nicht erschien oder bis zu 20 Minuten Verspätung hatte.
Zusammenfassung:
Flughafenshuttle: 1€ pro Person, 20 Minuten Fahrzeit
Zug nach Pontevedra: 6,30€ pro Person, 40 Minuten Fahrzeit
Bus nach A Lanzada: 4€ pro Person, 1,5-2 Stunden Fahrzeit
Gesamte Dauer: circa 5 Stunden (mit Umsteigezeiten)
Gesamte Kosten: circa 12 € pro Person
anreise per mietwagen
Google-Maps Ansicht der Route Santiago de Compostela-A Lanzada per Mietwagen
Für alle, die die Umgebung erkunden möchten, flexibel sein wollen und bereit sind, etwas mehr auszugeben, empfehle ich die Anreise von Santiago de Compostela mit einem Mietwagen. Die Fahrt nach A Lanzada dauert etwa eine Stunde und ist damit deutlich schneller als mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Da die Auswahl an Anbietern von Mietwagen oft unübersichtlich sein kann, empfehle ich die Nutzung von Vergleichsportalen, wie beispielsweise Check24. Dort findet man Angebote ab 230 € für 7 Tage, inklusive komplettem Versicherungsschutz, unbegrenzter Kilometerzahl und ohne Kaution. Die Angebote können je nach Fahrzeugtyp, Mietzeitraum und Zusatzoptionen natürlich variieren.
Fazit zur anreise
Die Anreise an die Nordwestküste Spaniens ist über Santiago de Compostela am einfachsten und bequemsten. Mit etwas Flexibilität bei den Reisedaten und frühzeitiger Buchung lassen sich günstigere Flüge finden. Vor Ort sind die öffentlichen Verkehrsmittel eine praktische Wahl, auch wenn sie manchmal unzuverlässig sein können – besonders in der Küstenregion. Dennoch bieten sie eine kostengünstige Möglichkeit, die Region zu erkunden, und mit ein wenig Planung und Geduld lässt sich die Reise gut organisieren. Für alle, die die Umgebung erkunden möchten, flexibel sein wollen und bereit sind, etwas mehr auszugeben, ist die Anreise von Santiago de Compostela mit einem Mietwagen eine empfehlenswerte Option.
Santiago de compostela
Die Kathedrale von Santiago de Compostela
Santiago de Compostela, die Hauptstadt Galiciens, habe ich bereits 2022 selbst als Pilgerin des berühmten Jakobswegs besucht. Die Stadt ist neben dem Endpunkt des Pilgerwegs auch für ihre reiche Geschichte und beeindruckende Architektur bekannt. Besonders die prächtige Kathedrale, in der sich das Grab des Apostels Jakobus befindet, ist ein absolutes Highlight für alle Pilger und Reisende. In Kombination mit den engen Gassen, den gepflasterten Straßen, den charmanten Plätzen und lebendigen Märkten verbinde ich Santiago de Compostela mit einem authentischen Spanien.
Im Sommer pulsiert die Stadt vor Leben: Straßenmusiker, Stadtführungen und Feste beleben die Gassen und Plätze. Zufällig stießen wir auf eine Aufführung der Tuna de Derecho de Santiago, die traditionelle Volksmusik spielte. Die Atmosphäre war großartig, die Menschen haben mitgesungen und getanzt, und seitdem habe ich wiederkehrend einen Ohrwurm von “Clavelitos”. Ich bin gespannt, was ihr bei eurem Besuch in der Stadt entdecken werdet.
BeeindruckendeArchitektur in der Abenddämmerung
In Santiago de Compostela gibt es viele kleine und gemütliche Restaurants. Hauptsächlich werden hier die typischen regionalen Speisen, wie Pulpo (Tintenfisch) und Meeresfrüchte, angeboten. Jedoch gibt es auch italienische, asiatische und vegane Restaurants, die in den kleinen, touristischen Küstenorten seltener anzutreffen sind.
Doch auch außerhalb der historischen Innenstadt kann Santiago de Compostela mit ihrem Charme überzeugen. Die vielen hübsch angelegten Parks laden zu einem Spaziergang fernab der Menschenmassen ein. Der Parque de San Domingos de Bonaval (Google Maps: https://maps.app.goo.gl/HyfyHoRMyf4TuFcw5) lädt mit schattigen Wegen und Wiesen zum Verweilen ein, während man einen tollen Blick auf nahe Sehenswürdigkeiten hat.
Dieses Bild ist bei einer Pause vom Trubel im besagten Park aufgenommen wurden. Von der Wiese aus hatte man einen freien Blick auf das Wahrzeichen Santiagos. Im Hintergrund die sanften Berge, die Galicien durchziehen. Die Bäumen spendeten dabei noch erholsamen Schatten vor der heißen Sonne Spaniens. Hier könnte ich Stunden verbringen und die Aussicht in meinem Skizzenbuch festhalten.
Einen persönlichen Minuspunkt erhält Santiago de Compostela im Hinblick auf den Tourismus und die Vermarktung rund um den Jakobsweg. Wie bereits erwähnt ist Santiago de Compostela der offizielle Endpunkt für die Pilger, was die Stadt zu ihrem Vorteil nutzt. Überall findet man Souvenirläden, und das gesamte Stadtbild ist auf die Bedürfnisse der Pilger und Touristen ausgerichtet. Das ist jedoch Kritik auf hohem Niveau, denn durch den Tourismus wird nicht nur die wunderschöne Architektur erhalten, sondern auch der Lebensunterhalt vieler Einheimischer gesichert.
zwischenstopp in pontevedra
Wir haben eine Übernachtung in Pontevedra eingeplant, um die Stadt zu erkunden und den Reisetag nicht zu lang werden zu lassen. Übernachtet haben wir in der Pensión A Xanela mitten im Herzen von Pontevedras Altstadt. Das Zimmer war für eine Nacht ausreichend, auch wenn es recht klein und nicht ganz makellos sauber war. Mit einem Preis von 80€ pro Nacht für zwei Personen war es in Ordnung. Ein Frühstück wurde in der Pension nicht angeboten, allerdings stand ein gemütlicher Gemeinschaftsbereich mit Küchenzeile zur Verfügung.
Da unser Aufenthalt nur eine Nacht betrug, entschieden wir uns am nächsten Morgen bei Lola & Lía Pontevedra | Brunch & Lunch | zu frühstücken. Das Frühstück dort war köstlich, die Auswahl vielfältig und die Preise sehr fair. Leider war mein Hunger so groß, dass ich völlig vergessen habe, ein Foto von dem Essen zu machen. Pontevedra hat mich persönlich nicht so beeindruckt, weshalb ich leider auch keine Fotos von unserem Aufenthalt gemacht habe.
die küstenregion [O Grove, sanxenxo]
Die letzten Sonnenstrahlen genießen
Die Küstenregion der Provinz Pontevedra ist ein bei vielen Spaniern beliebtes Urlaubsziel. Sie bietet alle Vorzüge eines touristischen Ortes, ohne dabei überfüllt oder aufdringlich zu wirken. Mehrer kleine Restaurants und Strandbars säumen den Holzweg entlang der Küste. Die Strände sind kostenlos, und für wenig Geld kann man dort Strandliegen und Sonnenschirme für den Tag mieten.
Der Praia A Lanzada, gelegen in den Gemeinden O Grove und Sanxenxo, ist einer der bekanntesten Strände in Galicien und ein wahres Paradies für Naturliebhaber und Wassersportler. Mit einer Länge von 2400 m und einer Breite von 70 m lädt der Strand nicht nur zum Baden, Surfen und Windsurfen ein, sondern auch zu einem entspannten Spaziergang direkt am Wasser. Aber auch andere Strände wie der Playa de Foxos bieten goldenen Sand, kristallklares Wasser und atemberaubende Sonnenuntergänge. Die Fotos vermitteln einen kleinen Eindruck dieser Naturschönheit, können aber der wahren Pracht kaum gerecht werden.
Atemberaubender Sonnenuntergang am Playa de Foxos
unterkunft
Entlang der Küste findet man zahlreiche kleinere Hotels und Ferienwohnungen, die in unmittelbarer Nähe zum Strand liegen und für jedes Budget eine passende Unterkunft bieten.
Wir haben uns aufgrund der Nähe zum Strand und des fairen Preises für das Hotel Marola entschieden. Das 2-Sterne Hotel ist ein einfaches Hotel und bietet neben kostenlosen Parkplätzen, auch einen Außenpool und einen Bereich für Padel an. Das inbegriffene Frühstücksbuffet war qualitativ nicht heruasragend, für den Preis jedoch in Ordnung. Unser Zimmer und das anliegende Badezimmer waren sauber und ansprechend. In der Hochsaison haben wir für 5 Nächste inklusive Frühstück insgesamt 547€ bezahlt.
Verpflegung
Entlang des Holzstegs an der Küste reihen sich mehrere kleine Restaurants und Strandbars, die im Wesentlichen ähnliche Gerichte anbieten. Auf der Speisekarte stehen typische Tapas wie Fleisch, Pommes, Fisch, Meeresfrüchte, Tortilla, Empanadas und Salate. Geschmacklich war das Essen in Ordnung, allerdings suchten wir vergeblich nach Gemüse oder veganen Optionen. Die Preise sind vergleichbar mit denen in Deutschland.
Frühstück im Navis
Positiv überrascht hat uns das FrühstückslokalNavis, das sich in unmittelbarer Nähe unserer Unterkunft befand. Neben Pancakes bietet es eine große Auswahl an belegten Broten sowie leichtere Optionen wie Acai Bowls. Ich entschied mich für die Acai Bowl, die nicht nur super lecker war, sondern auch reichlich mit frischen Früchten und Erdnussbutter getoppt wurde. Auch die Kaffeespezialitäten waren köstlich und absolut empfehlenswert.
In fußläufiger Nähe gab es nur wenige Einkaufsmöglichkeiten. Ein kleiner Laden bot Basisprodukte wie Obst, Gemüse, Brot, Müsli und Snacks an. Außerdem konnte man dort nützliches Strandzubehör wie Sonnenschirme kaufen, die in der spanischen Hitze am Strand unverzichtbar sind (Google Maps: https://maps.app.goo.gl/ka2GWaQtKsovopUy8). Mit dem Bus oder Auto waren größere Supermärkte jedoch gut erreichbar, die eine umfangreichere Auswahl an Produkten führten.
Surfen
Prado Surfschule in A Lanzada
Surfen war der Hauptgrund für unsere Wahl dieses Reiseziels. Wir haben an der Prado Surfschule in A Lanzada einen dreitägigen Surfkurs gemacht. Die kleine Surfschule verfügt über ein Lager für das Equipment und einen Gemeinschaftsbereich, wo man seine Sachen verstauen und in den Neoprenanzug schlüpfen kann. Umkleiden und Toiletten gibt es zwar nicht direkt an der Schule, aber gleich daneben befindet sich eine große öffentliche Toilette, die sich zum Umziehen eignet. Die Surfschule bietet neben Surfkursen auch Materialverleih an, darunter Ausrüstung für Surf-, Bodyboard- und Longboard-Sport, die man stunden- oder tageweise mieten kann.
Preise Materialverleih Prado Surfschule A Lanzada
Die Buchung unseres Surfkurses verlief problemlos. Wir haben lediglich den ersten Tag im Voraus per E-Mail reserviert und die weiteren Kurse spontan vor Ort gebucht. Die Surfstunden beginnen ab 10 Uhr morgens und reichen bis weit in den Nachmittag hinein. Pro Person kostet eine Einheit 25 €, inklusive Softboard und Neoprenanzug. Bucht man bereits mehrere Tage im Voraus, erhält man Rabatt auf den Gesamtbetrag. Jede Surfstunde dauert 2 Stunden und besteht aus einem kurzen Warm-up, einer technischen Einführung und dann geht es auch schon ins Wasser.
Die Gruppe bestand aus etwa 12 Personen, betreut von zwei Trainern, die hilfreiche Tipps gaben und bei der Wellenwahl unterstützten. Aufgrund der Gruppengröße konnten sie natürlich nicht jeden einzeln beobachten, doch sie waren stets bemüht. Wichtig zu wissen ist, dass die meisten Trainer und der Großteil des Teams hauptsächlich Spanisch sprechen, da die meisten Touristen aus Spanien kommen. Wir hatten angegeben, dass unser Spanisch noch nicht fließend ist, und uns wurde ein Trainer zugeteilt, der Englisch sprach. Der weitläufige Strand bietet genügend Platz, sodass viele Surfer gleichzeitig aktiv sein können, ohne sich gegenseitig zu stören.
Da die Küstenregion direkt am Atlantik liegt, ändern sich die Wetterbedingungen und vor allem die Wellen schnell in ihrer Stärke und Höhe. An unserem ersten Tag hatten wir als Anfänger ideale Bedingungen und konnten einige grüne Wellen surfen. An den nächsten beiden Tagen kämpften wir jedoch mit starkem “Swell”, bei dem die Wellen bis zu 1,80 m hoch wurden und in kurzen Intervallen brachen. Wir fühlten uns mehr wie in einer Waschmaschine und wurden gut durchgespült. Wir sind dann lediglich Weißwasserwellen gesurft, die an Intensität aber nichts eingebüßt haben. Verständlicherweise fühlten wir uns nach den beiden Tagen vom Meer besiegt und wir brauchten erstmal eine Pause vom Surfen.
Zusammenfassung Surfkurs:
Öffnungszeiten: 10:00 – 19:00 Uhr
Dauer Surfkurs: 2 Stunden
Kosten Surfkurs, inklusive Materialverleih: 25€ pro Person
Gruppengröße: 12 – 15 Personen (Betreuung durch 2 Trainer)
wandern
Wir haben unsere Zeit nicht nur mit surfen und sonnenbaden verbracht, sondern einen Tag haben wir eine Wanderung unternommen. Das Ziel war ein Aussichtspunkt auf dem Monte de Siradella (Google-Maps: https://maps.app.goo.gl/7vYVQsg9ZXTAtNL76), der einen wunderschönen Blick über die Küstenregion gibt. Unser Startpunkt war am Hotel und wir sind dem langen Holzsteg entlang der Strände und durch die Dünen gefolgt. Leider haben wir den Fehler gemacht, am Ende des Holzstegs entlang der Dünen der Straße zum Aussichtspunkt zu folgen, weil wir die auf Komoot angezeigten Wanderwege nicht finden konnten. Bei Temperaturen um die 30° und direkter Sonneneinstrahlung war der Anstieg auf der Straße deutlich anstrengender als erhofft. Doch der atemberaubende Ausblick am Ende hat die Strapazen mehr als entschädigt.
Vom Aussichtspunkt hat man einen wunderschönen Blick auf den malerischen Praia da Lanzada, die kleinen Dörfer und Buchten der Küstenregion.
Ausblick vom Monte de Siradella
Auf dem Rückweg haben wir schließlich doch noch die Wanderwege durch die malerische Waldlandschaft, gesäumt von Eukalyptus-Bäumen, entdeckt. Der Weg war dadurch nicht nur deutlich kürzer, sondern auch viel angenehmer, und meine Laune verbesserte sich spürbar. Daher mein Tipp: Wenn man vom Praia da Lanzada kommt, die Treppe zur Straße hinaufsteigt und am kleinen Parkplatz vorbeigeht, sieht man auf der rechten Seite ein Schild mit einer Paintball-Werbung. Folgt man diesem Weg, gelangt man direkt auf die Waldwege, die in Richtung des Aussichtspunkts führen. Es gibt dort viele weitere Wege, die entweder nur spärlich oder gar nicht ausgeschildert sind – ideal, um auf eigene Faust Entdecker zu werden.
Unser Start- und Endpunkt war unser Hotel, und für die gesamte Wanderung haben wir etwa 6 Stunden gebraucht. Dabei haben wir eine längere Mittagspause eingelegt und sind auf dem Rückweg direkt am Strand entlanggelaufen. Alternativ kann man auch mit dem Bus zur gewünschten Haltestelle fahren oder mit dem Auto anreisen, um von dort aus die Wanderung zu beginnen.
fazit
Unsere Reise in den Nordwesten Spaniens, nach Galicien, hat uns sowohl Abenteuer als auch Entspannung geboten. Die Region ist ein Paradies für Surfer und Naturfreunde gleichermaßen, mit traumhaften Stränden, idealen Wellen und einer üppigen, grünen Landschaft. Auch kulturell hat uns Galicien mit der historischen Stadt Santiago de Compostela und den charmanten Dörfern entlang der Küste gut gefallen. Obwohl die Anreise und der Aufenthalt mit einigen kleinen Herausforderungen verbunden waren, hat uns die Schönheit der Natur und die Kraft des Atlantiks sehr begeistert. Jedoch muss ich für mich sagen, dass ich an diesen Ort erstmal nicht mehr zurückkehren werde. Falls ich jedoch noch weitere Teile der Küstenregion erkunden möchte, würde ich dies mit einem Mietwagen tun, um mehr Freiheit zu haben und verschiedene Orte besuchen zu können.
Das Meer hat mich mein ganzes Leben lang fasziniert. Es ist ein konstanter Begleiter, immer präsent, und doch zeigt es sich jeden Tag von einer anderen Seite. Manchmal ist das Meer rau und unberechenbar, mit hohen Wellen, die sich am Ufer brechen und alles mit sich reißen. Ein anderes Mal ist es sanft und funkelt im Sonnenlicht wie Millionen von Diamanten. Ganz gleich, wie weit ich vom Meer entfernt wohne, ich höre den Ruf und spüre die Faszination, die mich immer wieder zurückkehren lässt. Für viele gibt es keine bessere Möglichkeit in die Kraft und Schönheit des Ozeans einzutauchen, als durch das Surfen – und genau das wollte ich selbst erleben
In diesem Blogbeitrag geht es um die Vorfreude auf die Fahrt zur Küste (und der nervenaufreibenden Fahrt auf der “falschen” Straßenseite) bis hin zu den ersten aufregenden Erfahrungen beim Surfen in Cornwall. Oh, und kleiner Spoiler: Mein Freund und ich haben auch eine Wanderung entlang der atemberaubenden Küste Cornwalls unternommen, die sich ganz anders als erwartet herausstellte. Aber dazu später mehr.
die reise beginnt
Cornwall liegt an der zerklüfteten Küste im Südwesten Englands und verfügt über einige der malerischsten Strände des Vereinigten Königreichs. Es ist ein Ort, an dem Land und Meer in einem dramatischen Zusammenstoß von Klippen und Wellen aufeinandertreffen. Mein Freund und ich brachen zu unserem ersten gemeinsamen Camperurlaub auf. Als jemand, der noch nie auf der “falschen” Straßenseite gefahren ist, war ich etwas unsicher. Die engen Straßen und die zahlreichen Kreisverkehre sorgten für schwitzige Handflächen und viel Fluchen meinerseits. Ich war erleichtert, dass ich die meiste Zeit der Reise auf dem Beifahrersitz verbringen konnte, um die Landschaft zu genießen.
Unsere erste Station im Südwesten Englands war Eype in Dorset, wo mein Freund als Kind viele schöne Stunden verbracht hat, darunter beim Steinehüpfen. Das Wetter war ideal – strahlender Sonnenschein und angenehme Temperaturen, was man im englischen Sommer nicht immer erwarten kann. Wir saßen im Sand und genossen einen atemberaubenden Sonnenuntergang, der die Klippen in goldenes Licht tauchte. Am nächsten Morgen machten wir uns noch vor dem Frühstück auf den Weg, um einen kleinen Abschnitt des South West Coast Path zu erkunden. Erneut hatten wir Glück mit dem Wetter, als wir von Eype nach West Bay wanderten. Der entspannende Weg entlang der grünen Klippen mit Blick auf die Küste war ein Genuss. Da wir vorhatten, nach unserem Surfkurs weitere Teile des South West Coast Path zu wandern, stimmte uns dieser erste Abschnitt optimistisch für die kommenden Tage – wie sehr wir uns doch täuschen sollten.
Gestärkt durch ein herzhaftes Frühstück machten wir uns auf den Weg nach Praa Sands, wo wir für die nächsten Tage einen Stellplatz auf dem Higher Pentreath Campsite gebucht hatten. Leider hatten wir zu spät gebucht und bekamen keinen Stellplatz mit Stromanschluss, was ich mir für das nächste Mal wünschen würde. Es sei denn, man hat ein Wohnmobil mit einer stärkeren Batterie oder ein gutes Wort bei den Wettergöttern eingelegt, denn wir kämpften die gesamte Zeit unseres Aufenthalts mit Nebel, Regen und ständiger Feuchtigkeit. Trotzdem war es ein gemütlicher Campingplatz mit einigen Extras und zufriedenstellenden Sanitäranlagen (es sei denn, man legt großen Wert auf Luxus und die Abwesenheit von Spinnen). Das Beste am Campingplatz war der schöne Blick auf den Strand und das Meer sowie der gelegentliche wunderschöne Sonnenuntergang. Praa Sands ist ein nettes kleines Örtchen, aber es gibt nicht viel zu tun. Für mich und meinen Freund war es also perfekt zum Entspannen.
die wellen reiten
Dank mehrerer geschützter Strände und einer Vielzahl von Surfschulen ist Cornwall auch für Surfanfänger eine gute Wahl. Wir haben zum Beispiel einen zweitägigen Kurs bei der Global Boarders Surf School in Gwithian gemacht, die ich sehr empfehlen kann. Der Strand ist geschützt mit perfekten Wellen für Anfänger, und das gesamte Team war super freundlich und zuvorkommend. Der einzige Nachteil, den man nicht vermeiden kann, ist, dass viele Gruppen von verschiedenen Surfschulen am selben Strand surfen und es ziemlich voll werden kann. Oft mussten wir ausweichen oder von unseren Brettern springen, um andere Surfanfänger und uns selbst nicht zu gefährden. Trotzdem hatten wir jede Menge Spaß.
Am Morgen unserer ersten Surfsession war ich ziemlich aufgeregt und konnte mir nicht so recht vorstellen, was auf mich zukam und wie ich mich anstellen würde. Ich war fest entschlossen, mich nicht zu blamieren, auch wenn ich nicht genau sagen konnte, wen ich beeindrucken wollte. Nach einer kurzen Theorieeinheit gingen wir direkt ins Wasser. Der Versuch, die ersten Wellen zu erwischen, erwies sich als schwieriger als ich zunächst dachte. Nach vielen verpassten Wellen und noch mehr Tauchgängen zurück ins Wasser, erwischte ich schließlich die perfekte Welle. Sofort ging ich in die Knie und stand dann mit leicht wackeligen Beinen auf. Als ich zum ersten Mal richtig aufstand und nicht gleich wieder ins Wasser fiel, spürte ich, wie eine Welle der Freude in mir aufstieg, und ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen. Natürlich war ich bei meinen ersten Surfversuchen nicht besonders schnell oder anmutig, aber das Gefühl, auf dem Brett zu stehen, den Wind im Gesicht und die Sonne auf der Haut zu spüren, war einfach toll. Allerdings fand ich mich schnell wieder am Strand wieder und musste zurück ins tiefere Wasser. Das war gar nicht so einfach, denn der Wind zerrte an meinem Brett, die Wellen versuchten, mich ans Ufer zurückzudrängen, und alle anderen Surfer versuchten mehr oder weniger, in die entgegengesetzte Richtung zu fahren. Am Ende des Tages fiel ich völlig erschöpft, aber überglücklich in meinen Schlafsack.
Am zweiten Tag war ich weniger mit der Theorie beschäftigt und konzentrierte mich mehr darauf, ein Gefühl für die richtigen Wellen zu bekommen und mich richtig auf dem Brett zu positionieren. Die Tauchgänge wurden seltener, und ich stand öfter auf dem Brett. Das war ein fantastisches und befreiendes Gefühl. Ich hatte das Meer sehr vermisst, und erst hier wurde mir bewusst, wie viel es mir wirklich bedeutete. Ich spürte eine innere Ruhe und Gelassenheit, die ich schon lange nicht mehr erlebt hatte. Der zweite Surftag verging viel zu schnell, aber mir war klar, dass es nicht das letzte Mal gewesen sein würde, und ich hatte definitiv eine neue Leidenschaft entdeckt. Nach diesen zwei Tagen bin ich immer noch ein Anfänger, aber es gibt bereits Pläne, meine Fähigkeiten dieses Jahr weiter auszubauen, diesmal in Spanien.
der south west coast path
Der nächste Tag begann damit, dass wir unsere Rucksäcke packten und unsere Wanderschuhe schnürten, um uns auf den South West Coast Path zu begeben. Ich hatte noch nie etwas von diesem Fernwanderweg gehört und auch nicht wirklich recherchiert, aber nachdem ich im Jahr zuvor den Jakobsweg gegangen war, wollte ich unbedingt einen Abschnitt davon wandern. Wir nahmen den Bus zu unserem Ausgangspunkt, St Just in Penwith. Nach einem entspannten Spaziergang durch die kleine Stadt waren wir bald von Grün umgeben und kamen dem Meer immer näher. Die hohen, zerklüfteten Klippen boten einen spektakulären Anblick, und als wir uns dem Rand der Klippen und dem Meer näherten, wurde die Aussicht noch beeindruckender.
Der Weg schmiegte sich eng an den Rand der Klippe und stieg allmählich höher und höher, während die Weite des Meeres ein ständiger Begleiter blieb. Trotz des brennenden Gefühls in den Beinen und der Anstrengung bei jedem Atemzug gingen wir weiter und begegneten unterwegs nur wenigen anderen Wanderern. Gelegentlich wurden die anspruchsvollen Abschnitte des Weges von flachen, mit lila Heidekraut bewachsenen Wiesen abgelöst, und wir konnten die Aussicht auf die zahlreichen Buchten genießen. Nach etwa 8 km machten wir in Sennen Cove im gemütlichen Sennen Cove Cafe zum ersten Mal Halt. Es tat so gut, den Rucksack von den schmerzenden Schultern zu nehmen, sich hinzusetzen und die schweren Wanderschuhe für einen Moment auszuziehen, um die Füße trocknen zu lassen. Das Essen war himmlisch nach der morgendlichen Wanderung, und wir mussten uns fast aus dem Cafe rollen, weil wir so gut gegessen hatten. Aber wir waren noch nicht fertig für den Tag, und so machten wir uns pünktlich wieder auf den Weg. Wir hatten noch einige Kilometer vor uns, und wir hatten schon viel Zeit auf dem Weg verstreichen lassen.
Der nächste Abschnitt des Weges verlief auf etwas leichterem Terrain, und selbst als es steiler wurde, kamen wir gut voran. Bald erreichten wir Land’s End, einen wichtigen Meilenstein auf unserer Wanderung. Leider hatte sich das Wetter geändert, und ein dichter Nebel hüllte die gesamte Küste ein, so dass wir kaum mehr als die nächste Bucht sehen konnten. Die Aussicht muss überwältigend sein, wenn die Sonne scheint, alles in warmes Licht taucht und das Meer im Sonnenlicht glitzert. Wir verließen Land’s End schnell wieder, da uns diese Touristenattraktion nach unserem friedlichen Marsch zu überlaufen vorkam. Danach wurde es schnell wieder ruhig, und wir waren wieder eins mit der Natur.
Der Weg hatte einige Höhepunkte zu bieten, wie den Enys Dodnan Arch und den Nanjizal Beach. Manchmal eröffneten sich spektakuläre Ausblicke erst, nachdem wir einige Zeit gelaufen waren und einen Blick zurück auf den Weg geworfen hatten. So stießen wir beispielsweise auf eine Bucht mit zahlreichen tiefen Höhlen, die auf der anderen Seite völlig verborgen waren. Als sich nach weiteren 8 km erste Anzeichen von Erschöpfung einstellten, hielten wir am Porthgwarra Beach an und gönnten uns im Porthgwarra Cave Cafe eine wohlverdiente Portion Pommes und ein Cornish Pasty. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir noch etwa 9 km Wegstrecke vor uns.
Entlang der Klippen ging es ständig bergauf und bergab, mit Abschnitten, in denen wir über Felsen klettern oder uns eng an die schützende Felswand schmiegen mussten, während die Klippen zu unserer Rechten etliche Meter abfielen. Wir hatten unsere Fähigkeiten bei weitem überschätzt. Als wir die nächste größere Stadt erreichten, beschlossen wir, den Bus zu nehmen, um näher an den Campingplatz zu kommen, auf dem wir die Nacht verbringen wollten. Kaum waren wir aus dem Bus ausgestiegen, begann es zu regnen, und zu unserer Erschöpfung kamen noch nasse Füße. Wir entschieden uns, den öffentlichen Fußweg zu nehmen, um uns nicht den rasenden Autos auf der Straße auszusetzen. Glücklicherweise erreichten wir schließlich den Campingplatz, bauten unser Zelt auf und fielen um 19 Uhr völlig erschöpft in unsere Schlafsäcke.
Wir machten uns auf den Weg durch das üppige Grün, um wieder auf den South West Coast Path zu stoßen. Bis zu unserem endgültigen Ziel in Penzance waren es nur noch etwas mehr als 15 km, und wir ließen uns Zeit, um die einzigartige Landschaft um uns herum zu genießen. Der Wind strich uns sanft über das Gesicht, das Meer glitzerte in tiefstem Blau, und die Klippen waren in warmes Sonnenlicht getaucht. Mit jedem Schritt fühlten sich unsere Füße leichter an. Doch in Mousehole, kurz vor unserem Ziel, spürte ich die ersten Blasen, und jeder Schritt wurde zu einem Kampf. Außerdem änderten sich das Terrain und die Landschaft, denn das letzte Stück führte nicht mehr durch grüne Wälder und Wiesen entlang der Klippen, sondern neben einer gut befahrenen Straße auf einem gepflasterten Gehweg.
Wir waren erleichtert, als wir endlich in Penzance ankamen, und ich nutzte sofort die Gelegenheit, meine qualmenden Wanderschuhe gegen Flipflops zu tauschen. Wir erkundeten kurz die Stadt, die leider eine Enttäuschung war, da viele Geschäfte geschlossen waren und nicht besonders einladend aussahen. Zurück auf dem Campingplatz waren wir froh, unser Zelt gegen unseren vergleichsweise bequemen Camper einzutauschen. Obwohl wir uns im Vorfeld nicht über das Gelände informiert und unsere Fähigkeiten mit der Anzahl der Kilometer für den ersten Tag überschätzt hatten, war es dennoch eine fantastische Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Im Nachhinein würde ich gerne zurückkehren und einen weiteren Abschnitt des South West Coast Path wandern, aber diesmal mit einer bequemen Unterkunft für die Nacht. Die Landschaft und die Ruhe, die man auf diesem Weg erlebt, sind so anders als alles, was ich bisher kannte. Es gibt verstreute kleine Städte, in denen man eine Pause einlegen kann, aber es gibt auch weite Strecken, auf denen man kaum einer anderen Person begegnet und einfach in die wilde Natur eintauchen kann – eine wirklich befreiende Reise.
gedanken zum ende der reise
Als unsere Reise entlang des South West Coast Path zu Ende ging, konnte ich nicht anders, als über die unglaublichen Erfahrungen nachzudenken, die wir gemacht hatten. Von atemberaubenden Ausblicken auf die Klippen bis hin zu unerwarteten Herausforderungen hat jeder Moment einen unauslöschlichen Eindruck in meiner Erinnerung hinterlassen. Trotz der Blasen und der Erschöpfung war das Gefühl, etwas geschafft zu haben, unermesslich. Und als ich auf unser Abenteuer zurückblickte, wurde mir klar, dass es manchmal die unerwarteten Wendungen sind, die eine Reise wirklich unvergesslich machen.
Aber unser Abenteuer ist hier noch nicht zu Ende. Es gibt noch unzählige Wanderwege zu erkunden, neue Landschaften zu entdecken und endlose Möglichkeiten für Abenteuer warten gleich um die Ecke. Während wir uns also vom South West Coast Path verabschieden, kann ich nicht anders, als mich auf die Abenteuer zu freuen, die vor uns liegen. Danke, dass ihr mich auf dieser Reise begleitet habt, und ich hoffe, unsere Wege kreuzen sich bald wieder. Bis dahin, viel Spaß beim Wandern!
Als ich am Fuße des Berges stehe, umgeben von hoch aufragenden Gipfeln und dem Versprechen von Abenteuer, fließt eine Mischung aus Aufregung und Nervosität durch mich. Der heutige Tag markiert einen wichtigen Meilenstein – mein allererstes Mal auf Skiern. Die Sonne wirft ein warmes Licht auf die schneebedeckten Hänge, die frische Bergluft belebt meine Sinne und ich bin bereit, mich in die aufregende Welt des Skifahrens zu stürzen.
Nachdem ich Anfang des Jahres das Surfen gemeistert habe, schien es nur passend, als nächstes das Skifahren in Angriff zu nehmen. Wenn man nach Süddeutschland zieht, muss man fast zwangsläufig Skifahren lernen, denn sobald die Adventszeit beginnt, scheint jeder davon zu sprechen. Man hat das Gefühl, dass die Menschen hier das Skifahren lernen, bevor sie laufen lernen.
Begleitet mich auf dieser Reise durch die Höhen und Tiefen beim Skifahren lernen. Vom anfänglichen Wackeln und Stürzen bis hin zu den triumphalen Momenten, in denen ich eine neue Fertigkeit meistere, werde ich die aufregenden Höhen und demütigenden Tiefen meines Skidebüts teilen. Egal, ob du ein Neuling bist, der Rat sucht, oder ein erfahrener Profi, der den Nervenkitzel der ersten Tage auf der Piste noch einmal erleben möchte, komm mit, wenn wir uns gemeinsam einen Weg durch den Pulverschnee bahnen.
Das ski gebiet & unsere unterkunft
Die Wahl fiel auf das Skigebiet Zell am See, genauer gesagt auf die Schmittenhöhe, da ich die Region bereits im Sommer mit meinem Freund erkundet hatte. Dieses Skigebiet ist für alle Niveaus von Skifahrern geeignet (blau – Anfänger: 30 km Pisten, rot – Fortgeschrittene: 28 km Pisten, und schwarz – Profis: 19 km Pisten). Der Tagespreis von 65 € für Erwachsene schmerzt etwas im Portemonnaie, aber dafür hat man nicht nur Zugang zur Schmittenhöhe, sondern auch zu zwei weiteren Gebieten (Kaprun und Maiskogel), wodurch sich die Zahl der verfügbaren Pistenkilometer erhöht. Die drei Skigebiete Kaprun, Maiskogel und Schmittenhöhe können über Skilifte oder Busse untereinander erreicht werden. Wir haben nicht direkt in Zell am See übernachtet, sondern etwas weiter entfernt im Hotel LukasMayr in Bruck an der Großglocknerstraße. Das Hotel LukasMayr ist ein 3-Sterne-Hotel mit Halbpension, was nach einem langen Tag in den Bergen sehr zu empfehlen ist. So brauchten wir uns weder um das Frühstück noch um das Abendessen zu kümmern und konnten uns nach einem langen Tag am Buffet bedienen. Nur die Getränke beim Abendessen mussten extra bezahlt werden. Wir haben unseren Aufenthalt dort sehr genossen, und für den Preis war das Angebot wirklich sehr gut.
Ski Schule & Tipps für anfänger
Dem Rat unserer Freunde und Kollegen folgend, entschieden wir uns für einen dreitägigen Skikurs für Erwachsene. Ausgestattet mit geliehener Ausrüstung von Freunden und Leihskiern machten wir uns morgens auf den Weg zur Talstation. Obwohl wir im Voraus einen Vier-Tage-Skipass gekauft hatten, stellten wir bei unserer Ankunft fest, dass dieser nicht notwendig war. Glücklicherweise war die Dame an der Kasse so freundlich, uns die Tickets zurückzuerstatten, so dass wir einiges an Geld sparen konnten, das wir dann für das ziemlich überteuerte kulinarische Angebot auf den Berghütten ausgaben (ich habe noch nie so teure Pommes gegessen!).
Die Skischule befand sich direkt an der Talstation und bot die perfekte Voraussetzung für das Skifahrenlernen. Leider war es nachts sehr kalt, und tagsüber kletterten die Temperaturen in den Plusbereich, so dass die Pisten morgens gefroren und im Laufe des Tages langsam auftauten. Das war für uns als Anfänger und wahrscheinlich auch als normale Skifahrer nicht ideal. Aber wir wollten uns nicht beschweren und haben es mit Leichtigkeit gemeistert. Unsere Gruppe bestand in den nächsten Tagen aus 8 Personen, was meiner Meinung nach etwas zu groß war. Da unser Skilehrer die Betreuung unter uns wechselte, mussten wir oft warten, bis wir an der Reihe waren. Nichtsdestotrotz haben wir die Grundlagen des Pizza- und Pommes-Skifahrens schnell begriffen, so dass wir unsere ersten Fahrten mit relativer Leichtigkeit bewältigen konnten.
Nach Stunden auf der kleinen Piste und unzähligen Fahrten mit dem Zauberteppich-Skilift haben wir endlich unsere erste kleine blaue Piste in Angriff genommen. Der Schlepplift war ein bisschen knifflig, und die ersten paar Male bin ich beim Aussteigen spektakulär gestürzt, aber nach mehreren Versuchen hatte ich den Dreh raus. Die Piste war etwas steiler als die Hügel, die wir zuvor befahren hatten, also fuhr ich anfangs vorsichtig hinunter. Nach ein paar Abfahrten wurde ich sicherer, aber dann setzte die Müdigkeit ein. Skifahren zu lernen ist anstrengender, als man denkt, denn es erfordert Konzentration, und anfangs neigt man dazu, sich anzuspannen und alle möglichen Muskeln zu benutzen.
auf den pisten unterwegs
Nach drei Tagen Skischule waren wir immer noch absolute Anfänger, aber wir wollten uns die Chance nicht entgehen lassen, die Berge einen Tag lang auf eigene Faust zu erkunden. Also kauften wir am letzten Tag eine Tageskarte und fuhren mit der Gondel auf fast 2000 Meter Höhe. Das Wetter hätte nicht besser sein können, denn es herrschte strahlender Sonnenschein.
Als erstes stand das Lesen der Karte mit den eingezeichneten Pisten auf unserem Programm. Wir hatten am Vortag ein wenig recherchiert und herausgefunden, dass die Glocknerwiese sehr gut für Anfänger geeignet sein soll. Der Weg dorthin war für uns allerdings nicht so einfach, da wir mehrere Extrarunden mit dem Sessellift drehten, bis wir endlich die richtige Piste erreichten. Die Glocknerwiese ist eine sehr breite Piste mit viel Platz zum Üben. Mein erster Gedanke war jedoch, dass sie viel steiler aussieht als die Pisten, die wir in den letzten Tagen gemeistert hatten. Nach einer kurzen Aufmunterung an mich selbst und einem Gebet an das Universum machte ich mich auf die Abfahrt. Zuerst war ich sehr steif mit den Skiern in einem Schneepflug, aber nach ein paar Minuten konnte ich mich ein wenig entspannen und die Kurven genießen. Das Bremsen vor dem Sessellift machte mir immer noch Sorgen, aber zum Glück bin ich mit niemandem zusammengestoßen (puh). Nach ein paar Abfahrten waren wir ziemlich hungrig und beschlossen, eine Mittagspause einzulegen.
Nachdem wir uns einen wohlverdienten Germknödel mit Vanillesoße gegönnt hatten, gingen wir zurück auf die Piste. Wir hatten genug von der “Anfängerpiste” und wollten ein paar andere blaue Pisten ausprobieren. Leider haben wir die Schilder nicht richtig gelesen und sind versehentlich auf einer roten Piste gelandet, die viel steiler war als alles, was wir bisher gefahren sind. Ich hatte das Gefühl, dass meine ‘Pizza’ dort nicht mehr ausreichte, und ich stürzte mehrere Male hintereinander und rutschte einfach auf dem Rücken den Berg hinunter. Das hat mein Ego wirklich angekratzt, und ich brauchte danach einige Zeit, bevor ich bereit war, weiterzumachen. Danach lief es viel besser, aber ich hatte immer noch großen Respekt vor der Geschwindigkeit, und ich muss noch mehr üben, bevor ich die Angst abschütteln kann und mich wohlfühle, schneller zu fahren. Die letzte Abfahrt, die wir gemacht haben, war eigentlich die schönste, denn die Sonne ging langsam unter, und die Aussicht war herrlich. Diese Piste war nicht so steil und verlief vollkommen gerade, so dass wir etwas schneller fahren konnten, ohne Gefahr zu laufen, mit irgendetwas oder irgendjemandem zusammenzustoßen. Danach kehrten wir in der Hütte ein, um etwas zu trinken und zu essen, genossen den Sonnenuntergang und fuhren dann erschöpft, aber glücklich mit dem Lift zurück zur Talstation.
fazit (mehr ski-abenteuer in der zukunft?)
Das erste Mal Skifahren war wirklich eine völlig neue Erfahrung, die mich oft an meine körperlichen Grenzen brachte und von mir verlangte, auch mentale Barrieren zu überwinden und einfach auf mich und meine Fähigkeiten zu vertrauen. Das Skigebiet Schmittenhöhe ist wirklich wunderschön, mit vielen blauen und roten Pisten, die sowohl für Anfänger als auch für Genussfahrer geeignet sind. Die Erreichbarkeit der Lifte und die Parkplatzsituation im Tal sind gar nicht so schlecht, da wir jeden Morgen einen Parkplatz finden konnten. In der Hochsaison, wenn mehr Menschen zum Skifahren und Snowboarden kommen, könnte sich das allerdings ändern. Es gibt jedoch einen Shuttlebus, der relativ häufig verkehrt und kostenlos genutzt werden kann.
Der Skikurs für Anfänger ist gut geeignet, um einige Grundfertigkeiten zu erlernen. Im Nachhinein würde ich jedoch empfehlen, ein paar Privatstunden zu buchen, da man so viel mehr und konzentrierter lernen kann. Mit einem Skilehrer, der sich nur um dich kümmert, oder in einer kleinen Gruppe kannst du schneller Vertrauen in die Skier gewinnen, bessere Kurventechniken erlernen und vor allem effektives Bremsen üben. Oft hatte ich das Gefühl, dass die “Pizza”-Technik nicht ideal für das Bremsen auf der Piste war, und es gab Momente, in denen ich hoffte, nicht mit Leuten zusammenzustoßen, die an den Skiliften warteten. Alles in allem hat es viel Spaß gemacht, und ich möchte auf jeden Fall öfter Skifahren gehen und den Vorteil nutzen, so nah an den Bergen zu wohnen, solange ich kann.
The Partnachklamm gorge in the Reintal valley near Garmisch-Partenkirchen, Bavaria, stretches over a length of 700 metres and owes its name to the Partnach torrent. Several million years ago, meltwater and debris hollowed out the hard rock. In some places, the torrent has cut over 80 metres into the gorge, providing spectacular views.
Arrival
The Partnachklamm is only a short walk from Garmisch-Partenkirchen railway station (approx. 50 minutes) and is therefore easy to reach by train from Munich. There is also a local bus (line 1 or 2) that runs between Garmisch-Partenkirchen railway station and the Olympic ski stadium. From there it is about 25 minutes on foot to the ticket office of the Partnachklamm.
Access by car is also possible and there are plenty of parking spaces available opposite the Olympic ski stadium.
Prices and opening hours
Tickets can be purchased either at the ticket office on site or online. You can pay by card or cash. I opted for an online ticket during my visit. Although these are linked to the selected date, you can simply skip the queue at the ticket office and walk straight to the entrance of the gorge. I can particularly recommend this during the holiday season, as it was already very busy when I visited in March. The prices can be found in the following table.
Adults
Tourists1
Locals2
Children / Teens (6-17 Years)
People with disabilities3
Dog4
7,50 €
6,50 €
6 €
3 €
5 €
2 €
Current Prices March 2024
Pricing Details
1Tourists with the “Alpenwelt Karwendel” with a valid guest card or the “Tiroler Zugspitz Arena” with a valid guest card
2Locals from Garmisch-Partenkirchen, Farchant, Oberau, und Eschenlohe
3from 50% degree of disability (proof required)
4dogs have to be kept on a leash
The opening hours vary at different times of the year.
June – September 08:00 – 20:00
October – May 08:00 – 18:00
The last admission is 30 minutes before the gorge closes.
Visit
I would plan another 20 – 30 minutes for a visit to the gorge, especially if there are more visitors. The path always runs along one side of the gorge and is partly cut into the rock. Sometimes the ceiling height drops to just 1.75 metres and some people might have to stoop to avoid hitting their heads. It’s really worth stopping every now and then to enjoy the view: the wild stream, the many small waterfalls and the rock formations are truly spectacular. I would recommend wearing a jacket, preferably with a hood, as it is quite damp and there is a lot of mist in the air from the small waterfalls and the stream. The sound of the gorge is truly unique and you can feel the immense power of nature. I have read that even 100 decibels have been measured in some places – crazy! At the end of the gorge, you can either walk back the same way or take the path above the gorge. This is also said to be very beautiful, but unfortunately it was closed during my visit as the winter had caused trees to fall and the clearing work was still ongoing.
miscellaneous
Buggies are not allowed in the gorge due to the narrow path and unfortunately this path is also not suitable for wheelchair users. It is possible to visit with a dog, but they must be kept on a leash. Apart from that, there is nothing else to worry about and hiking boots are not required, although they are of course recommended if you want to go on a short hike through the beautiful natural surroundings afterwards.
Conclusion
In my opinion, a visit to the gorge is a great excursion destination in Bavaria and can also be easily combined with an extended hike or a visit to Garmisch-Partenkirchen. It’s easy to get there and the path to the gorge is suitable even for non-hikers. The only disadvantage is the large crowds of visitors, but of course this is often unavoidable at such an excursion destination. You probably have the best chance of a quiet tour if you visit the gorge when it opens or 30 minutes before it closes. I would also use the online ticket next time and save a few minutes waiting time. I will also do the hike back via the top of the gorge next time, as the view is certainly quite breathtaking.