🌼 Fernwanderweg
🌼 Wandern entlang der Küste Menorcas, Spanien 🇪🇸
🌼 Natur und Mee(h)r
GR223 – Der Camí de Cavalls
Der Camí de Cavalls (GR223) ist ein Fernwanderweg auf der Insel Menorca, Spanien. Der historische Pfad, der einmal rund um die Insel führt, ist 185 km lang und offiziell in 20 Etappen unterteilt. Start- und Endpunkt ist dabei Mahón, die Hauptstadt der Insel.
Landschaftlich führt der Weg durch Wälder, Felder, über Klippen und zu paradiesischen Stränden. Dabei kann der Weg nicht nur zu Fuß, sonder auch mit dem Rad oder zu Pferd erkundet werden.
Geschichte zum Camí de Cavalls
Menorca bietet viele Funde aus der (Früh-)Geschichte und wurde in den letzten 5.000 Jahren von vielen verschiedenen Volksstämmen besiedelt – darunter Griechen, Römern, Spaniern, Briten und Franzosen.
Die Geschichte des historischen Camí de Cavalls führt bis ins 13. Jahrhundert zurück, als der Küstenweg zu militärischen Zwecken und zur Verteidigung der Insel vor Piraten angelegt wurde. Und natürlich nutzten die Bewohnerinnen und Bewohner abgelegener Fincas Teile des Weges.
Durch den Bau von mehreren Urlaubsressorts geriet der Küstenweg in Vergessenheit und war auch sonst nur in Teilen zu begehen, da er über viele Privatgrundstücke führte.
Im Jahr 2010 wurde der Camí de Cavalls als durchgehender Küstenwanderweg (wieder) eröffnet und als GR223 in das Netz der Europäischen Fernwanderwege aufgenommen.
Übersicht der Offiziellen Etappen
- Ciutadella de Menorca, Balearen, Spanien
- Maó, Mahón, Balearen, Spanien
- Carrer del Cap de Favaritx, Es Mercadal, Balearen, Spanien
- Arenal d’en Castell, Es Mercadal, Balearen, Spanien
- Platges de Fornells, Es Mercadal, Balearen, Spanien
- Cala Morell, Ciutadella de Menorca, Balearen, Spanien
- Cap d’Artrutx, Ciutadella de Menorca, Balearen, Spanien
- Cala Galdana, Ferreries, Balearen, Spanien
- Sant Tomàs, Es Migjorn Gran, Balearen, Spanien
- Cala en Porter, Alaior, Balearen, Spanien
- Sa Punta Prima, Sant Lluís, Balearen, Spanien
- Carrer del Pilar, Es Mercadal, Balearen, Spanien
- Es Grau, Mahón, Balearen, Spanien
- Binimel-la, Es Mercadal, Balearen, Spanien
Der Weg ist in Nord- und Südhälfte unterteilt, mit jeweils 10 Etappen, die unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und landschaftliche Reize bieten. Die Etappen sind zwischen 5,4 und 13,6 Kilometer lang und weisen insgesamt etwa 1870 Höhenmeter auf. Die offiziellen Etappen findet ihr in der folgenden Tabelle (Quelle: Weitwanderweg GR223).
| Offizielle Etappen | Startpunkt | Endpunkt | Länge | Geschätzte Gehzeit | Schwierigkeit |
| Etappe 1 | Mahón | Es Grau | 10 km | 3h 30min | Mittel |
| Etappe 2 | Es Grau | Cap de Favàritx | 8,6 km | 3h 30min | Mittel |
| Etappe 3 | Cap de Favàritx | Arenal d’en Castell | 13,6 km | 5h | Mittel |
| Etappe 4 | Arenal d’en Castell | Cala Tirant (Fornells) | 10,8 km | 4h | Einfach |
| Etappe 5 | Cala Tirant (Fornells) | Binimel-là | 9,6 km | 4h | Mittel |
| Etappe 6 | Binimel-là | Els Alocs | 8,9 km | 5h | Hoch |
| Etappe 7 | Els Alocs | Algaiarens | 9,7 km | 4h 30min | Mittel |
| Etappe 8 | Algaiarens | Cala Morell | 5,4 km | 2h 10min | Mittel |
| Etappe 9 | Cala Morell | Punta Nati | 7 km | 3h | Einfach |
| Etappe 10 | Punta Nati | Ciutadella | 10,5 km | 4h | Einfach |
| Etappe 11 | Ciutadella | Punta d’Artrutx | 13,2 km | 5h | Einfach |
| Etappe 12 | Punta d’Artrutx | Cala en Turqueta | 13,3 km | 5h | Mittel |
| Etappe 13 | Cala en Turqueta | Cala Galdana | 6,4 km | 2h 30min | Einfach |
| Etappe 14 | Cala Galdana | Sant Tomàs | 10,8 km | 4h 30min | Mittel |
| Etappe 15 | Sant Tomàs | Son Bou | 6,4 km | 2h 30min | Einfach |
| Etappe 16 | Son Bou | Cala en Porter | 8 km | 3h 30min | Mittel |
| Etappe 17 | Cala en Porter | Binisafúller | 11,8 km | 4h 30min | Einfach |
| Etappe 18 | Binisafúller | Punta Prima | 8,1 km | 3h 30min | Einfach |
| Etappe 19 | Punta Prima | Cala de Sant Esteve | 7,3 km | 2h 40min | Einfach |
| Etappe 20 | Cala de Sant Esteve | Mahón | 6 km | 2h 20min | Einfach |
Bei der Planung unserer Strecke und der Auswahl an Etappen haben wir uns an dem Outdoor Wanderführer “Menorca: Camí de Cavalls GR223” von Wolfgang Barelds orientiert. Dieser Wanderführer bietet zahlreiche hilfreiche Tipps rund um Menorca und den Camí de Cavalls.
Die insgesamt 12 Etappen des Fernwanderwegs werden übersichtlich und leicht verständlich dargestellt. Zu jeder Etappe finden sich nützliche Informationen wie eine detaillierte Wegbeschreibung, ein Höhenprofil sowie Hinweise zu Übernachtungsmöglichkeiten, Apotheken, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten.
Scrollt einfach weiter – Weiter unten findet ihr unsere Reisegeschichte und genaue Infos zu den einzelnen Etappen.
Wegmarkierung

Der Camí de Cavalls ist ausgezeichnet markiert, sodass man sich nicht verlaufen kann. Entlang der Strecke findet man in regelmäßigen Abständen Wegmarkierungen. Die obere Zahl auf diesen Markierungen gibt die aktuelle Etappe an, während die untere Zahl von 1 an aufsteigend nummeriert ist, bis mit der nächsten Etappe neu begonnen wird. So lässt sich im Notfall jederzeit der genaue Standort angeben.
Zusätzlich informieren Schilder am Weg über die verbleibende Entfernung zum nächsten Ort, Aussichtspunkt oder Strand entlang des Fernwanderweges. Es empfiehlt sich jedoch die Etappen bereits im Vorhinein zu planen und ausreichend Verpflegung sowie Wasser mitzunehmen, vor allem im Sommer.
Anmerkungen zum Fernwanderweg
Wie bereits erwähnt unterteilt sich der Camí in die Nord- und Südhälfte. Wenn man eine Wanderung plant sollte man verschiedene Informationen in der Planung berücksichtigen.
Die Nordküste: Dieser Abschnitt der Insel wirkt deutlich wilder und ursprünglicher. Neben atemberaubenden Ausblicken wartet hier auch ein teils anspruchsvolles, raues Gelände.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Trittsicherheit ist auf jeden Fall gefragt – lose Steine, Geröll und schmale, steinige Pfade entlang der Klippen sind keine Seltenheit. Mit etwas Grundkondition und dem passenden Schuhwerk ist der Weg aber gut machbar. Für Kinderwagen oder kleine Kinder ist dieser Abschnitt allerdings eher nicht geeignet.
Die Südküste: Dieser Abschnitt der Insel bietet insgesamt leichtere Etappen und führt über verschiedene Untergründe, wie Waldwege, Sand und Fels.
Mit etwas Grundkondition ist dies gut zu schaffen. Wanderstöcke können bei allen Untergründen und Steigungen sehr hilfreich sein und unterstützend wirken. Auch hier sind die Wege meist zu schmal oder zu uneben für Kinderwagen, da sie stellenweise durch etwas raueres Gelände führen.

Reise-Infos
Beste Reisezeit
Die beste Reisezeit für eine Wanderung auf dem Camí de Cavalls ist im Frühling (April bis Mai) oder im Herbst (September bis Oktober), um die Sommerhitze zu vermeiden und der Hauptsaison zu entgehen.
Einziger Nachteil: Außerhalb der Hauptsaison sind viele Restaurants und kleine Läden noch geschlossen. Daher lohnt es sich, vorab zu prüfen, welche Supermärkte und Restaurants geöffnet haben.
Unterkünfte
Auf Menorca gibt es dank des ausgeprägten Tourismusangebots viele Unterkünfte. Vor allem an der Südküste reihen sich Hotels und AirBnBs dicht aneinander. Der Norden hingegen ist dünner besiedelt, und zwischen Platges de Fornells und Cala Morell findet sich entlang des Weges keine Übernachtungsmöglichkeit.
Tipp: In der Hauptsaison lohnt es sich, früh zu buchen. So sichern Sie sich nicht nur bessere Preise, sondern auch die attraktivsten Unterkünfte. Camping spielt auf Menorca nur eine Nebenrolle. Ganze zwei Campingplätze konnte meine Recherche ausfindig machen. Die Insel setzt eher auf Hotels, gemütliche Pensionen und Ferienwohnungen.
Öffentliche Verkehrsmittel
Sobald man am Flughafen ankommt, kann man entweder eins der vielen Taxis nehmen oder mit der Buslinie 10 fahren, die regelmäßig zwischen dem Flughafen und Maó pendelt. Ein Ticket kostet etwa 4€. Einen aktuellen Zeitplan findet ihr hier.
In der Hauptsaison gibt es einige Buslinien, die regelmäßig verkehren und die größeren Orte der Insel anfahren. In der Nebensaison fahren jedoch weitaus weniger Busse und man ist mit einem Taxi besser bedient. Diese kann man entweder telefonisch buchen, über die Website oder über die App “Taxis Menorca”, die im App Store für Android und Apple verfügbar ist.
Die Preise sind zwar etwas höher, aber dafür kann man sich direkt eine Station am Camí aussuchen und die Uhrzeit festlegen. In der Nebensaison hat’s bei uns sogar spontan geklappt, ein Taxi zu bekommen – in der Hauptsaison könnte das allerdings etwas tricky werden.
Service
Der Anbieter Camí de Cavalls 360° bietet Dienstleistungen für eine entspannte Umrundung Menorcas, ohne das man sich um die Logistik kümmern braucht, die eine Streckenroute erfordert.
Ob zu Fuß, mit dem Mountainbike oder beim Trailrunning: Das Team kümmert sich um alles, was eine Streckenroute sonst kompliziert machen kann. Neben der detaillierten Etappenplanung gehören auch Gepäcktransport und Shuttleservices zum Start- und Endpunkt zum Angebot.
Unterwegs sind uns einige Urlauber begegnet, die diesen Komfort genutzt haben und manchmal hätten wir unser eigenes Gepäck auch gerne von Unterkunft zu Unterkunft „weiterreisen“ lassen. Wenn das für euch interessant klingt, findet ihr hier direkt den Link zur Website.
Genug geredet, jetzt kann die Reise beginnen!☀️
Reisetagebuch
Ankunft Auf Menorca und erste Nacht in Mahón
Die Anreise nach Menorca verläuft ganz unkompliziert per Flugzeug und schon bald landen wir in Mahón (Katalanisch: Maó). Unsere erste Nacht der Reise verbringen wir in der Hauptstadt Menorcas, bevor es für uns morgen auf den Camí de Cavalls geht.
Die Hafenstadt lässt auf mehr als 3.000 Jahre Geschichte blicken und überzeugt mit ihrem Naturhafen und der schönen Altstadt.



Am Abend blieb uns leider keine Zeit mehr, die Stadt zu erkunden. Dafür versorgten wir uns erst einmal mit leckerem asiatischen Essen bei Asiático el Puerto und machten uns anschließend auf den Weg zu unserer Unterkunft für die Nacht: Can Roca Nou.

Der Inhaber empfing uns sehr freundlich und zuvorkommend. Unser Zimmer, das sich in einem separaten Gebäude befand, war super gemütlich und bot alles, was wir für eine erholsame Nacht brauchten.
- Restaurant Asiático El Puerto – Moll de Llevant, 298, 07701 Maó, Illes Balears, Spanien
- Hotel Can Roca Nou – Carrer de Santa Caterina, 4, 07701 Maó, Illes Balears, Spanien
Tag 1: Platges de Fornells – Els Alocs
18,4 km (20,6 km) | Hm 770 | höchster Punkt 118m | Dauer: ca. 6 Stunden (reine Gehzeit)

| Start: | Strand Platges de Fornells |
| Ende: | Strand Els Alocs + 2,2 km bis zum Sammelpunkt für Taxis und Reiseunternehmen (Gatter zum Camí de Cavalls: Google Maps Adresse) |
| Info: | In der Hauptsaison Rastplatz und WC-Häuschen sowie Strandbar am Platja Cavalleria. Restaurant am Parkplatz vom Strand Platja de Binimel-là. Außerhalb der Hauptsaison keine Einkehrmöglichkeiten oder öffentliche Toiletten auf dieser Etappe. |

Gestartet sind wir hier am etwa 500 m langen Strand von Platges de Fornells, der zum Hinterland von Dünen abgegrenzt wird und bei Sonnenschein zum Schwimmen einlädt.
Zu Beginn der Etappe hat man lange Zeit einen guten Blick auf Far de Cavalleria, den ältesten Leuchtturm der Insel.
Der Weg verläuft entlang besonders schöner Strände an der Nordküste der Insel. Darunter die von Tirant, Cavalleria, Binimel-là und Pregonda. Was besonders auffällt sind die vielen Dünen und die Farbenpracht des Gesteins – von gelb, über rot zu fast schon tiefem schwarz.
Der Endpunkt dieser Etappe liegt an der Bucht Els Alocs. Dort gibt es keinen Parkplatz, und aufgrund der schwierigen Straßenverhältnisse ist eine Abholung direkt an der Bucht nicht möglich. Stattdessen führt ein etwa 2 Kilometer langer Pfad landeinwärts zu einem kleinen Schotterparkplatz hinter einem Gatter. Von dort kann ein Taxi bestellt werden. Da entlang der Nordküste Menorcas nur eingeschränkter Internetempfang besteht, empfiehlt es sich, das Taxi im Voraus zu organisieren.









Übernachtung in Ferreries
Da der Norden weniger dicht besiedelt ist, fanden wir auf dieser Etappe keine Unterkunft direkt an der Küste. Deshalb fuhren wir mit dem Taxi nach Ferreries und übernachteten dort im Hotel Anhel.
Ferreries ist eine kleine Stadt im Herzen Menorcas mit rund 5.000 Einwohnern. Sie besticht durch ihr authentisches Flair und bietet eine willkommene Abwechslung zu den eher touristisch geprägten Orten. Vor Ort gibt es Einkaufsmöglichkeiten sowie mehrere Restaurants mit unterschiedlicher Küche.
- Hotel Hotel Anhel – Carrer Fred, 19, 07760 Ferreries, Illes Balears, Spanien
- Restaurant Restaurante Asiático – Av. son Morera, 12, 07750 Ferreries, Illes Balears, Spanien
Tag 2: Els Alocs – Cala Morell
14,1 km | Hm 480 | höchster Punkt 79 m | Dauer: ca. 4 Stunden (reine Gehzeit)

| Start: | Strand Els Alocs + 2,2 km vom Sammelpunkt für Taxis und Reiseunternehmen (Gatter zum Camí de Cavalls: Google Maps Adresse) |
| Ende: | Cala Morell |
| Info: | Keine Einkehrmöglichkeiten oder öffentliche Toiletten auf dieser Etappe. |

Der Weg verläuft von der Bucht Els Alocs vorbei an einigen sehr kleinen Buchten und Stränden zur Cala Pilar (siehe Bild oben rechts). Der gelbliche Sandstrand liegt zwischen rötlichem Boden und anthrazitgrauem Schiefergestein. Wir hatten den gesamten Strand für uns, weshalb wir auf dem weichen warmen Sand eine ausgedehnte Frühstückspause gemacht haben, bevor wir unsere Wanderung entlang der Klippen fortsetzten.
Der Weg führt auf dieser Etappe nicht nur entlang der Küste, sondern auch durchs Landesinnere abwechselnd durch lichten (Kiefern-)Wald und über Wiesen. Die Abwechslung in der Landschaft haben wir auf dieser Etappe sehr genossen.
Einen Abstecher vom Hauptweg zur beliebten Platja des Trencats kann ich sehr empfehlen – auch wenn sich dadurch die Strecke etwas verlängert. Der feine weiße Sand und das türkisfarbene Wasser machen den Strand zu einem idealen Ort für eine erholsame Pause und eine erfrischende Abkühlung.
Das letzte Stück führt vorbei an wilden Olivenbäumen und den charakteristischen Steinmauern der Viehweiden, bis man schließlich Cala Morell erreicht.









Cala Morell
Die Feriensiedlung Cala Morell liegt an der wilden Nordwestküste Menorcas und ist bekannt für ihre prähistorischen Höhlen und Siedlungen.
Im Landesinneren befinden sich die Coves prehistoricos, vorgeschichtliche Begräbnishöhlen. Diese 14 jeweils bis zu 160 m2 großen Höhlen wurden vor etwa 3.500 Jahren als Begräbnisstätten und Wohnzwecken genutzt – bis in das 2. Jh. n. Chr. hinein. Die Höhlen kann man ganzjährig besuchen und der Eintritt ist frei.
An der Küste führt eine Landzunge zu einer vorgeschichtlichen Siedlung, die man heute noch besuchen kann. Einige Infotafeln berichten dabei über das Leben der Menschen. Diese Landzunge und besonders die Felsen am Ende bieten zudem einen spektakulären und romantischen Platz, um den Sonnenuntergang zu genießen.
Da es im Ort keine Einkaufsmöglichkeiten gibt und außerhalb der Saison keine Restaurants geöffnet haben, sollte man als Wanderer vorsorglich ein paar Sachen im Voraus kaufen. In unserem AirBnB hat uns unser Gastgeber für eine Gebühr von 50€ alles für ein leckeres Abendessen, Frühstück und Snacks dagelassen.
- AirBnB Gesamte Unterkunft: Privatunterkunft in Ciutadella de Menorca, Spanien
- keine Einkaufsmöglichkeiten im Ort

Tag 3: Cala Morell – Ciutadella
18,9 km | Hm 390 | höchster Punkt 105 m | Dauer: ca. 5 Stunden (reine Gehzeit)

| Start: | Cala Morell |
| Ende: | Ciutadella |
| Info: | Einkehrmöglichkeiten oder öffentliche Toiletten auf dieser Etappe erst ab Cales Piques (km 14,1) vorhanden. |

Der Weg führt uns auf dieser Etappe raus aus Cala Morell und entlang der Küste über eine felsige Hochebene im Nordwesten der Insel.
Schon von Weitem kann man den Punta Nati Leuchtturm sehen und bei gutem Wetter hat man ebenfalls einen hervorragenden Blick auf die hohen Berge Mallorcas. Nachdem sich wiederholt Schiffsunfälle auf diesem Seegebiet ereignet haben, wurde 1912 mit dem Bau des Leuchtturms begonnen. Wer möchte, kann einen kleinen Umweg machen und sich den Leuchtturm aus der Nähe anschauen.
Mit der Sicht weiterhin auf Mallorca erreichen wir nach der felsigen Landschaft bald wieder die Zivilisation. Eine Sehenswürdigkeit ist dabei der Pont d’en Gil, ein spektakuläres Steintor an der Küste.





Ciutadella

Ciutadella ist mit circa 30.000 Einwohnern etwa gleich groß wie Maó, hat sich aber viel von ihrem ursprünglichen Charme bewahrt – mit kleinen Gassen, gemütlichen Plätzen und dem Castell de Sant Nicolau. Die Altstadt und der auch der Hafen von Ciutadella haben uns auf anhieb gefallen.
Ciutadella hat viele Restaurants und kleine Cafés, die zum Verweilen einladen. Auch gibt es viele Einkaufsmöglichkeiten, Geschäfte und Boutiquen. Das Leben in Spanien findet draußen statt und das merkt man dort auch.
- Hotel Hostal Menurka Carrer Domingo Savio, 6, 07760 Ciutadella de Menorca, Illes Balears, Spanien
- Restaurant PUSPAAYU CIUTADELLA – Real Burgers, Fresh Vibes Plaça dels Pins, 37, 07760 Ciutadella de Menorca, Illes Balears, Spanien
Tag 4: Ciutadella – Son Xoriguer
13,3 km | Hm 110 | höchster Punkt 23 m | Dauer: ca. 3,5 Stunden (reine Gehzeit)

| Start: | Ciutadella |
| Ende: | San Xoriguer |
| Info: | Mehrere Einkehrmöglichkeiten in den kleinen Orten entlang der Etappe in der Hauptsaison. Außerhalb der Saison kann das Angebot eingeschränkt sein. |

Der erste und letzte Teil dieser Etappe verläuft großteils über Asphalt. Von Ciutadella aus führt der Weg zunächst südwärts entlang der meist flachen Küste und vorbei an der Urlaubssiedlung Cala Blanca.
Anschließend geht es durch eine von Strauchvegetation geprägte Landschaft, stets mit Blick auf das tiefblaue Meer, bis zum südwestlichsten Punkt der Insel, dem Cap d’Artrux.
Von dort folgt man erneut Asphaltstraßen bis zur Feriensiedlung Son Xoriguer, dem heutigen Etappenziel.



- Hotel Sagitario Princesa Playa Gran Vía, 17, 07769 Son Xoriguer, Balearic Islands, Spanien
Tag 5: Son Xoriguer – Cala Galdana
14,3 km | Hm 280 | höchster Punkt 52 m | Dauer: ca. 4 Stunden (reine Gehzeit)

| Start: | San Xoriguer |
| Ende: | Cala Galdana |
| Info: | Badestrände, Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und Apotheken sind in San Xoriguer und Cala Galdana vorhanden. |

Nachdem man San Xoriguer verlassen hat verläuft der Weg überwiegend direkt an der Küste entlang, vorbei an mehreren kleinen Buchten. Viele wunderschöne Badestrände: Strand Platges de Son Saura, Cala en Turqueta, Cala Macarellata, laden mit weißem Sandstrand und türkisblauem Wasser zum Baden und Verweilen ein.
Landeinwärts gedeihen Wälder mit Kiefern, Steineichen und wilden Oliven.
Diese Etappe nach Cala Galdana lädt zum Baden und Genießen ein und ist an der Südküste eine der schönsten.






- Hotel ARTIEM Audax Urbanització, Carrer de la Serpentona, n, 07750 Cala Galdana, Balearic Islands, Spanien
- Restaurant Restaurante &Tapas Alaska Passatge Riu, 443, 07750 Serpentona, Illes Balears, Spanien
Tag 6: Cala Galdana – Son Bou
15,5 km | Hm 320 | höchster Punkt 71 m | Dauer: ca. 4,5 Stunden (reine Gehzeit)

| Start: | Cala Galdana |
| Ende: | Son Bou |
| Info: | Einkehrmöglichkeiten nur in Cala Galdana, Sant Tomàs und Son Bou vorhanden. |

Diese Etappe verläuft Landeinwärts, nachdem man Cala Galdana verlassen und den Ausblick an der Küste bestaunt hat. Durch Wälder und über grüne Wiesen schlängelt sich der Weg durch mehrere Schluchten. (Vorsicht vor den Mücken im Wald)
Bei Kilometer 9 erreicht man dann den Platges de Binigaus, ein bei Einheimischen beliebter Strand. Dieser ist circa 10 Gehminuten von Sant Tomàs entfernt. Dort haben wir eine Pause eingelegt und die heißen Füße im Wasser gekühlt.
Unsere Etappe verlief danach entlang der Promenade von Sant Tomás bevor wir uns wieder auf Wanderwegen Richtung Son Bou aufgemacht haben. Dort sind wir über den längsten Sandstrand der Insel schließlich zu unserer Unterkunft gewandert.



- Hotel HG Jardín de Menorca Carrer Atalis, 102, 07730 San Jaime Mediterráneo, Illes Balears, Spanien
Tag 7: Son Bou – Cala en Porter
9,5 km | Hm 300 | höchster Punkt 77 m | Dauer: ca. 3 Stunden (reine Gehzeit)

| Start: | Son Bou |
| Ende: | Cala en Porter |
| Info: | Keine Einkehrmöglichkeiten oder öffentliche Toiletten außerhalb der Orte Son Bou und Cala en Porter. |

Nach Son Bou geht es durch eine anfangs einsame, zerklüftete Landschaft, durch verwilderte Olivenhaine und Schluchten. Letztere mit Obstbaumplantagen, die einen abwechslungsreichen Ausblick versprechen.
Vom Landesinneren erreicht man schließlich den Urlaubsort Cala en Porter. Der Ort liegt oben auf den Klippen und hat einen wunderschönen Strand mit weichem, weißen Sand und türkisfarbenem Wasser, das nur langsam tiefer wird. Super geeignet zum Abkühlen, Planschen und Schwimmen.






- AirBnB Gesamte Unterkunft: Apartment in Cala en Porter, Spanien
- Restaurant SAMOA Av. Central, 85, 07730 Cala en Porter, Illes Balears, Spanien
Abschließende Worte
Der Camí de Cavalls hat uns Menorca von seiner ursprünglichsten und zugleich vielfältigsten Seite gezeigt. Mal führte der Weg durch wilde, einsame Landschaften, mal vorbei an idyllischen Buchten mit türkisblauem Wasser oder durch charmante kleine Orte. Jeder Abschnitt bot seinen eigenen Reiz – von schroffen Klippen im Norden bis zu den sanften Stränden und Wäldern im Süden.
Besonders berührt hat uns die Ruhe abseits der touristischen Hotspots. Oft war es nur das Rauschen der Wellen und der Wind, die uns begleiteten. Diese Momente haben uns daran erinnert, wie schön es ist, sich Zeit zu nehmen und im Hier und Jetzt zu sein.
Wenn ihr Menorca wirklich kennenlernen wollt – nicht nur die Strände, sondern auch ihre Geschichte, ihre Landschaften und ihr Tempo – dann kann ich euch den Camí de Cavalls nur ans Herz legen. Es ist ein Abenteuer, das lange nachhallt und euch die Insel mit ganz anderen Augen sehen lässt.
Das sieht wirklich nach einem Wanderparadies aus!
LikeLiked by 1 person