Galicien Reisetipps: Anreise, Sehenswürdigkeiten und Surfurlaub für Abenteurer

Playa de los Foxos – Einer der wunderschönen Strände

Gelockt von Sonne, Strand und Meer ging die Reise dieses mal in den Nordwesten Spaniens, um im kristallklaren Wasser zu surfen und nebenbei meine Sprachkenntnisse zu erweitern. Die Provinz Galicien ist bei vielen Surfern und Surferinnen sehr beliebt, egal ob First-Timer oder Fortgeschrittene – für jedes Niveau lassen sich die perfekten Bedingungen finden. Zwischen zerklüfteten Klippen liegen wunderschöne lange Sandstrände, die im Hochsommer vereinzelt recht voll sein können, ein überfülltes Line Up gibt es jedoch nicht! Galicien hat jedoch noch mehr zu bieten als nur traumhafte Sandstrände. Die üppige Natur, durchzogen von sanften Hügeln und dichten Wäldern, ist Heimat zahlreicher Flüsse und Wasserfälle, die Galicien seinen einzigartigen Charme verleihen. Moderne trifft auf die reiche keltische Geschichte in Städten wie Santiago de Compostela, die ebenfalls Ziel des berühmten Jakobswegs ist und Endpunkt meiner Pilgerreise 2022 war. Galicien steht für mich deshalb für einen Ort der Abenteuer bietet als auch Ruhe verspricht und Einblick in ein authentisches Spanien gibt.

In diesem Blogbeitrag teile ich meine Erfahrungen zur Anreise in den Nordwesten Spaniens, erkunde die Küste rund um A Lanzada, besuche die Pilgerhochburg Santiago de Compostela und gebe vor allem hilfreiche Infos für Surfer und Surferinnen und alle, die es noch werden möchten. Viel Spaß beim Lesen und ich hoffe, dass ich bei der einen oder dem anderen das Fernweh wecke und Lust auf Mee(h)r mache.

Anreise

Die Anreise nach Spanien gestaltet sich für Reisende aus dem EU-Raum als sehr einfach. Ob du mit dem Flugzeug, dem Zug oder dem Auto unterwegs bist, es gibt viele Möglichkeiten, dieses vielfältige und wunderschöne Land zu erreichen. Reisende außerhalb der EU sollten sich auf der offiziellen Website über die geltenden Einreisebestimmungen informieren. Im nächsten Abschnitt teile ich meine Erfahrungen zur Anreise von Deutschland nach Spanien.

Flug

Am leichtesten geht die Anreise an die Nordwestküste Spaniens über Santiago de Compostela. Viele deutsche Flughäfen, darunter Berlin, Hamburg und München, bieten Flüge nach Santiago de Compostela mit einem Zwischenstopp an. Direktflüge gibt es von Frankfurt am Main und Memmingen, wobei der Flughafen Memmingen direkte Verbindungen nach Santiago de Compostela ausschließlich donnerstags und sonntags anbietet. Der Hin- und Rückflug von Memmingen mit Ryanair, inklusive Handgepäck, hat uns für den Sommer pro Person beispielsweise 350 € gekostet. Ich denke jedoch, dass man günstigere Flüge finden kann, wenn man bei den Reisezeiten flexibel ist, mehr Flughäfen in Betracht zieht und frühzeitig bucht.

öffentliche verkehrsmittel

Google-Maps Ansicht der Route Santiago de Compostela-A Lanzada

Flughafenshuttle

In Santiago de Compostela angekommen kann man direkt am Ausgang vom Flughafen die Tussa-Buslinie 6A in Richtung Innenstadt nehmen. Die Endhaltestelle ist direkt am Hauptbahnhof. Der Bus fährt überwiegend im 30-Minutentakt und kostet pro Person 1€. Hierbei ist zu beachten, dass nur in bar direkt beim Busfahrer bezahlt werden kann.

  • Fahrtzeit: ca. 20 Minuten
  • Häufigkeit: 25-30 Minuten
  • Preis: 1 €
  • Letzter Bus vom Flughafen: 00:30
  • Erster Bus zum Flughafen: 6:00

Ausführlicher Fahrplan: tussa.org/linas/6A

Zug nach pontevedra

Weiter ging es für uns mit dem Zug nach Pontevedra. Die historische Provinzstadt mit mittelalterlichen Wurzeln liegt direkt an der Ría de Pontevedra und dem Atlantischen Ozean. Die Zugfahrt dorthin dauert etwa 40 Minuten, und ein Ticket kann man ab 6,30 € entweder am Ticketschalter oder online, zum Beispiel über Trainline (https://www.thetrainline.com/de), erwerben.
Ich empfehle, die Tickets bereits im Voraus online zu buchen, da die Verfügbarkeit begrenzt ist. Es könnte sonst passieren, dass die bevorzugte Abfahrtszeit bereits ausgebucht ist und nur noch Plätze in einem späteren Zug zur Verfügung stehen.

Bus nach A lanzada

Von Pontevedra aus führt die Reise weiter vom Hauptbahnhof mit dem Bus in Richtung A Lanzada. Einige Busse fahren direkt dorthin, während bei anderen ein Umstieg in Sanxenxo erforderlich ist. Die gesamte Strecke kostet pro Person etwa 4 € und dauert zwischen 1,5 und 2 Stunden. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass es am hilfreichsten ist, Google Maps zu nutzen und die örtlichen Busfahrer nach Informationen zu fragen. Die Busse ab Pontevedra sind in der Regel zuverlässig und pünktlich. In der Küstenregion verkehrt außerdem eine Buslinie, die im Stundentakt mehrere Haltestellen anfährt. Diese Busse sind günstig, allerdings können sie unzuverlässig sein – es kam vor, dass ein Bus gar nicht erschien oder bis zu 20 Minuten Verspätung hatte.

Zusammenfassung:

  • Flughafenshuttle: 1€ pro Person, 20 Minuten Fahrzeit
  • Zug nach Pontevedra: 6,30€ pro Person, 40 Minuten Fahrzeit
  • Bus nach A Lanzada: 4€ pro Person, 1,5-2 Stunden Fahrzeit
  • Gesamte Dauer: circa 5 Stunden (mit Umsteigezeiten)
  • Gesamte Kosten: circa 12 € pro Person

anreise per mietwagen

Google-Maps Ansicht der Route Santiago de Compostela-A Lanzada per Mietwagen

Für alle, die die Umgebung erkunden möchten, flexibel sein wollen und bereit sind, etwas mehr auszugeben, empfehle ich die Anreise von Santiago de Compostela mit einem Mietwagen. Die Fahrt nach A Lanzada dauert etwa eine Stunde und ist damit deutlich schneller als mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Da die Auswahl an Anbietern von Mietwagen oft unübersichtlich sein kann, empfehle ich die Nutzung von Vergleichsportalen, wie beispielsweise Check24. Dort findet man Angebote ab 230 € für 7 Tage, inklusive komplettem Versicherungsschutz, unbegrenzter Kilometerzahl und ohne Kaution. Die Angebote können je nach Fahrzeugtyp, Mietzeitraum und Zusatzoptionen natürlich variieren.

Fazit zur anreise

Die Anreise an die Nordwestküste Spaniens ist über Santiago de Compostela am einfachsten und bequemsten. Mit etwas Flexibilität bei den Reisedaten und frühzeitiger Buchung lassen sich günstigere Flüge finden. Vor Ort sind die öffentlichen Verkehrsmittel eine praktische Wahl, auch wenn sie manchmal unzuverlässig sein können – besonders in der Küstenregion. Dennoch bieten sie eine kostengünstige Möglichkeit, die Region zu erkunden, und mit ein wenig Planung und Geduld lässt sich die Reise gut organisieren. Für alle, die die Umgebung erkunden möchten, flexibel sein wollen und bereit sind, etwas mehr auszugeben, ist die Anreise von Santiago de Compostela mit einem Mietwagen eine empfehlenswerte Option.

Santiago de compostela

Kathedrale Santiago de Compostela
Die Kathedrale von Santiago de Compostela

Santiago de Compostela, die Hauptstadt Galiciens, habe ich bereits 2022 selbst als Pilgerin des berühmten Jakobswegs besucht. Die Stadt ist neben dem Endpunkt des Pilgerwegs auch für ihre reiche Geschichte und beeindruckende Architektur bekannt. Besonders die prächtige Kathedrale, in der sich das Grab des Apostels Jakobus befindet, ist ein absolutes Highlight für alle Pilger und Reisende. In Kombination mit den engen Gassen, den gepflasterten Straßen, den charmanten Plätzen und lebendigen Märkten verbinde ich Santiago de Compostela mit einem authentischen Spanien.

Im Sommer pulsiert die Stadt vor Leben: Straßenmusiker, Stadtführungen und Feste beleben die Gassen und Plätze. Zufällig stießen wir auf eine Aufführung der Tuna de Derecho de Santiago, die traditionelle Volksmusik spielte. Die Atmosphäre war großartig, die Menschen haben mitgesungen und getanzt, und seitdem habe ich wiederkehrend einen Ohrwurm von “Clavelitos”. Ich bin gespannt, was ihr bei eurem Besuch in der Stadt entdecken werdet.

Beeindruckende Architektur in der Abenddämmerung

In Santiago de Compostela gibt es viele kleine und gemütliche Restaurants. Hauptsächlich werden hier die typischen regionalen Speisen, wie Pulpo (Tintenfisch) und Meeresfrüchte, angeboten. Jedoch gibt es auch italienische, asiatische und vegane Restaurants, die in den kleinen, touristischen Küstenorten seltener anzutreffen sind.

Doch auch außerhalb der historischen Innenstadt kann Santiago de Compostela mit ihrem Charme überzeugen. Die vielen hübsch angelegten Parks laden zu einem Spaziergang fernab der Menschenmassen ein. Der Parque de San Domingos de Bonaval (Google Maps: https://maps.app.goo.gl/HyfyHoRMyf4TuFcw5) lädt mit schattigen Wegen und Wiesen zum Verweilen ein, während man einen tollen Blick auf nahe Sehenswürdigkeiten hat.

Dieses Bild ist bei einer Pause vom Trubel im besagten Park aufgenommen wurden. Von der Wiese aus hatte man einen freien Blick auf das Wahrzeichen Santiagos. Im Hintergrund die sanften Berge, die Galicien durchziehen. Die Bäumen spendeten dabei noch erholsamen Schatten vor der heißen Sonne Spaniens. Hier könnte ich Stunden verbringen und die Aussicht in meinem Skizzenbuch festhalten.

Einen persönlichen Minuspunkt erhält Santiago de Compostela im Hinblick auf den Tourismus und die Vermarktung rund um den Jakobsweg. Wie bereits erwähnt ist Santiago de Compostela der offizielle Endpunkt für die Pilger, was die Stadt zu ihrem Vorteil nutzt. Überall findet man Souvenirläden, und das gesamte Stadtbild ist auf die Bedürfnisse der Pilger und Touristen ausgerichtet. Das ist jedoch Kritik auf hohem Niveau, denn durch den Tourismus wird nicht nur die wunderschöne Architektur erhalten, sondern auch der Lebensunterhalt vieler Einheimischer gesichert.

zwischenstopp in pontevedra

Wir haben eine Übernachtung in Pontevedra eingeplant, um die Stadt zu erkunden und den Reisetag nicht zu lang werden zu lassen. Übernachtet haben wir in der Pensión A Xanela mitten im Herzen von Pontevedras Altstadt. Das Zimmer war für eine Nacht ausreichend, auch wenn es recht klein und nicht ganz makellos sauber war. Mit einem Preis von 80€ pro Nacht für zwei Personen war es in Ordnung. Ein Frühstück wurde in der Pension nicht angeboten, allerdings stand ein gemütlicher Gemeinschaftsbereich mit Küchenzeile zur Verfügung.

Da unser Aufenthalt nur eine Nacht betrug, entschieden wir uns am nächsten Morgen bei Lola & Lía Pontevedra | Brunch & Lunch | zu frühstücken. Das Frühstück dort war köstlich, die Auswahl vielfältig und die Preise sehr fair. Leider war mein Hunger so groß, dass ich völlig vergessen habe, ein Foto von dem Essen zu machen. Pontevedra hat mich persönlich nicht so beeindruckt, weshalb ich leider auch keine Fotos von unserem Aufenthalt gemacht habe.

die küstenregion [O Grove, sanxenxo]

Die letzten Sonnenstrahlen genießen

Die Küstenregion der Provinz Pontevedra ist ein bei vielen Spaniern beliebtes Urlaubsziel. Sie bietet alle Vorzüge eines touristischen Ortes, ohne dabei überfüllt oder aufdringlich zu wirken. Mehrer kleine Restaurants und Strandbars säumen den Holzweg entlang der Küste. Die Strände sind kostenlos, und für wenig Geld kann man dort Strandliegen und Sonnenschirme für den Tag mieten.

Der Praia A Lanzada, gelegen in den Gemeinden O Grove und Sanxenxo, ist einer der bekanntesten Strände in Galicien und ein wahres Paradies für Naturliebhaber und Wassersportler. Mit einer Länge von 2400 m und einer Breite von 70 m lädt der Strand nicht nur zum Baden, Surfen und Windsurfen ein, sondern auch zu einem entspannten Spaziergang direkt am Wasser. Aber auch andere Strände wie der Playa de Foxos bieten goldenen Sand, kristallklares Wasser und atemberaubende Sonnenuntergänge. Die Fotos vermitteln einen kleinen Eindruck dieser Naturschönheit, können aber der wahren Pracht kaum gerecht werden.

Atemberaubender Sonnenuntergang am Playa de Foxos

unterkunft

Entlang der Küste findet man zahlreiche kleinere Hotels und Ferienwohnungen, die in unmittelbarer Nähe zum Strand liegen und für jedes Budget eine passende Unterkunft bieten.

Wir haben uns aufgrund der Nähe zum Strand und des fairen Preises für das Hotel Marola entschieden. Das 2-Sterne Hotel ist ein einfaches Hotel und bietet neben kostenlosen Parkplätzen, auch einen Außenpool und einen Bereich für Padel an. Das inbegriffene Frühstücksbuffet war qualitativ nicht heruasragend, für den Preis jedoch in Ordnung. Unser Zimmer und das anliegende Badezimmer waren sauber und ansprechend. In der Hochsaison haben wir für 5 Nächste inklusive Frühstück insgesamt 547€ bezahlt.

Verpflegung

Entlang des Holzstegs an der Küste reihen sich mehrere kleine Restaurants und Strandbars, die im Wesentlichen ähnliche Gerichte anbieten. Auf der Speisekarte stehen typische Tapas wie Fleisch, Pommes, Fisch, Meeresfrüchte, Tortilla, Empanadas und Salate. Geschmacklich war das Essen in Ordnung, allerdings suchten wir vergeblich nach Gemüse oder veganen Optionen. Die Preise sind vergleichbar mit denen in Deutschland.

Frühstück im Navis

Positiv überrascht hat uns das Frühstückslokal Navis, das sich in unmittelbarer Nähe unserer Unterkunft befand. Neben Pancakes bietet es eine große Auswahl an belegten Broten sowie leichtere Optionen wie Acai Bowls. Ich entschied mich für die Acai Bowl, die nicht nur super lecker war, sondern auch reichlich mit frischen Früchten und Erdnussbutter getoppt wurde. Auch die Kaffeespezialitäten waren köstlich und absolut empfehlenswert.

In fußläufiger Nähe gab es nur wenige Einkaufsmöglichkeiten. Ein kleiner Laden bot Basisprodukte wie Obst, Gemüse, Brot, Müsli und Snacks an. Außerdem konnte man dort nützliches Strandzubehör wie Sonnenschirme kaufen, die in der spanischen Hitze am Strand unverzichtbar sind (Google Maps: https://maps.app.goo.gl/ka2GWaQtKsovopUy8). Mit dem Bus oder Auto waren größere Supermärkte jedoch gut erreichbar, die eine umfangreichere Auswahl an Produkten führten.

Surfen

Prado Surfschule in A Lanzada

Surfen war der Hauptgrund für unsere Wahl dieses Reiseziels. Wir haben an der Prado Surfschule in A Lanzada einen dreitägigen Surfkurs gemacht. Die kleine Surfschule verfügt über ein Lager für das Equipment und einen Gemeinschaftsbereich, wo man seine Sachen verstauen und in den Neoprenanzug schlüpfen kann. Umkleiden und Toiletten gibt es zwar nicht direkt an der Schule, aber gleich daneben befindet sich eine große öffentliche Toilette, die sich zum Umziehen eignet. Die Surfschule bietet neben Surfkursen auch Materialverleih an, darunter Ausrüstung für Surf-, Bodyboard- und Longboard-Sport, die man stunden- oder tageweise mieten kann.

Preise Materialverleih Prado Surfschule A Lanzada

Die Buchung unseres Surfkurses verlief problemlos. Wir haben lediglich den ersten Tag im Voraus per E-Mail reserviert und die weiteren Kurse spontan vor Ort gebucht. Die Surfstunden beginnen ab 10 Uhr morgens und reichen bis weit in den Nachmittag hinein. Pro Person kostet eine Einheit 25 €, inklusive Softboard und Neoprenanzug. Bucht man bereits mehrere Tage im Voraus, erhält man Rabatt auf den Gesamtbetrag. Jede Surfstunde dauert 2 Stunden und besteht aus einem kurzen Warm-up, einer technischen Einführung und dann geht es auch schon ins Wasser.

Die Gruppe bestand aus etwa 12 Personen, betreut von zwei Trainern, die hilfreiche Tipps gaben und bei der Wellenwahl unterstützten. Aufgrund der Gruppengröße konnten sie natürlich nicht jeden einzeln beobachten, doch sie waren stets bemüht. Wichtig zu wissen ist, dass die meisten Trainer und der Großteil des Teams hauptsächlich Spanisch sprechen, da die meisten Touristen aus Spanien kommen. Wir hatten angegeben, dass unser Spanisch noch nicht fließend ist, und uns wurde ein Trainer zugeteilt, der Englisch sprach. Der weitläufige Strand bietet genügend Platz, sodass viele Surfer gleichzeitig aktiv sein können, ohne sich gegenseitig zu stören.

Da die Küstenregion direkt am Atlantik liegt, ändern sich die Wetterbedingungen und vor allem die Wellen schnell in ihrer Stärke und Höhe. An unserem ersten Tag hatten wir als Anfänger ideale Bedingungen und konnten einige grüne Wellen surfen. An den nächsten beiden Tagen kämpften wir jedoch mit starkem “Swell”, bei dem die Wellen bis zu 1,80 m hoch wurden und in kurzen Intervallen brachen. Wir fühlten uns mehr wie in einer Waschmaschine und wurden gut durchgespült. Wir sind dann lediglich Weißwasserwellen gesurft, die an Intensität aber nichts eingebüßt haben. Verständlicherweise fühlten wir uns nach den beiden Tagen vom Meer besiegt und wir brauchten erstmal eine Pause vom Surfen.

Zusammenfassung Surfkurs:

  • Öffnungszeiten: 10:00 – 19:00 Uhr
  • Dauer Surfkurs: 2 Stunden
  • Kosten Surfkurs, inklusive Materialverleih: 25€ pro Person
  • Gruppengröße: 12 – 15 Personen (Betreuung durch 2 Trainer)

wandern

Wir haben unsere Zeit nicht nur mit surfen und sonnenbaden verbracht, sondern einen Tag haben wir eine Wanderung unternommen. Das Ziel war ein Aussichtspunkt auf dem Monte de Siradella (Google-Maps: https://maps.app.goo.gl/7vYVQsg9ZXTAtNL76), der einen wunderschönen Blick über die Küstenregion gibt. Unser Startpunkt war am Hotel und wir sind dem langen Holzsteg entlang der Strände und durch die Dünen gefolgt. Leider haben wir den Fehler gemacht, am Ende des Holzstegs entlang der Dünen der  Straße zum Aussichtspunkt zu folgen, weil wir die auf Komoot angezeigten Wanderwege nicht finden konnten. Bei Temperaturen um die 30° und direkter Sonneneinstrahlung war der Anstieg auf der Straße deutlich anstrengender als erhofft. Doch der atemberaubende Ausblick am Ende hat die Strapazen mehr als entschädigt.

Vom Aussichtspunkt hat man einen wunderschönen Blick auf den malerischen Praia da Lanzada, die kleinen Dörfer und Buchten der Küstenregion.

Ausblick vom Monte de Siradella

Auf dem Rückweg haben wir schließlich doch noch die Wanderwege durch die malerische Waldlandschaft, gesäumt von Eukalyptus-Bäumen, entdeckt. Der Weg war dadurch nicht nur deutlich kürzer, sondern auch viel angenehmer, und meine Laune verbesserte sich spürbar. Daher mein Tipp: Wenn man vom Praia da Lanzada kommt, die Treppe zur Straße hinaufsteigt und am kleinen Parkplatz vorbeigeht, sieht man auf der rechten Seite ein Schild mit einer Paintball-Werbung. Folgt man diesem Weg, gelangt man direkt auf die Waldwege, die in Richtung des Aussichtspunkts führen. Es gibt dort viele weitere Wege, die entweder nur spärlich oder gar nicht ausgeschildert sind – ideal, um auf eigene Faust Entdecker zu werden.

Unser Start- und Endpunkt war unser Hotel, und für die gesamte Wanderung haben wir etwa 6 Stunden gebraucht. Dabei haben wir eine längere Mittagspause eingelegt und sind auf dem Rückweg direkt am Strand entlanggelaufen. Alternativ kann man auch mit dem Bus zur gewünschten Haltestelle fahren oder mit dem Auto anreisen, um von dort aus die Wanderung zu beginnen.

fazit

Unsere Reise in den Nordwesten Spaniens, nach Galicien, hat uns sowohl Abenteuer als auch Entspannung geboten. Die Region ist ein Paradies für Surfer und Naturfreunde gleichermaßen, mit traumhaften Stränden, idealen Wellen und einer üppigen, grünen Landschaft. Auch kulturell hat uns Galicien mit der historischen Stadt Santiago de Compostela und den charmanten Dörfern entlang der Küste gut gefallen. Obwohl die Anreise und der Aufenthalt mit einigen kleinen Herausforderungen verbunden waren, hat uns die Schönheit der Natur und die Kraft des Atlantiks sehr begeistert. Jedoch muss ich für mich sagen, dass ich an diesen Ort erstmal nicht mehr zurückkehren werde. Falls ich jedoch noch weitere Teile der Küstenregion erkunden möchte, würde ich dies mit einem Mietwagen tun, um mehr Freiheit zu haben und verschiedene Orte besuchen zu können.

England – Surf, Sand, and Summit: A Beginner’s Guide to Exploring Cornwall’s Waves and Trails

The sea has captivated me my entire life. It’s always there, a constant factor in my life, yet it looks different every day. Sometimes the sea is rough and unpredictable, with high waves breaking on the shore and carrying everything away. Other times it’s gentle in the sunlight, sparkling like millions of diamonds. No matter how far I live from the sea, I hear its call and its pull on me back to its shores. For many, there’s no better way to immerse themselves in the power and beauty of the ocean than through the exhilarating sport of surfing and that is what I had to experience for myself.

In this blog post, we’re delving into the personal journey from the anticipation building on the drive to the coast (and the nerve-racking drive on the “wrong” side of the road itself) to experiencing the thrill of surfing for the very first time in Cornwall. Oh, and spoiler alert: Me and my partner also embarked on a brief hike along Cornwall’s stunning coastline, which turned out to be quite different from our expectations. But more on that later.

The Journey Begins

Nestled along the rugged coastline of southwestern England, Cornwall boasts some of the most picturesque beaches in the United Kingdom. It’s a place where the land meets the sea in a dramatic collision of cliffs and waves. My partner and I set out on our first camper van holiday together. As someone who had never driven on the “wrong” side of the road before, it made me anxious, resulting in sweaty palms and plenty of swearing due to the seemingly narrow roads and countless roundabouts. I was relieved to spend most of the journey in the passenger seat, taking in the scenery and enjoying the ride.

Our first stop in the southwest of England was Eype, Dorset, where my partner spent many wonderful hours as a child, among other things, skipping stones. The weather was perfect, with bright sunshine and pleasant temperatures, something not always expected in England, even in summer. We sat on the sand and watched a breathtakingly beautiful sunset, which bathed the cliffs in golden light. The next morning, we set off before breakfast to hike a small section of the South West Coast Path. Once again, we enjoyed the best weather (little did we know) as we walked from Eype to West Bay. It was a truly relaxing path along green cliffs overlooking the coast. Since we planned to hike a portion of the South West Coast Path after our surfing course, this first section filled us with positive expectations for the next few days (oh, how wrong we were).

Fueled by a hearty breakfast, we set off for Praa Sands, where we had booked a pitch at the Higher Pentreath Campsite for the next few days. Unfortunately, we had booked too late and didn’t get a pitch with electricity, something I would prefer for next time. Unless, of course, you have a camper with a stronger battery or have put in a good word with the weather gods, because we spent the entire time of our stay battling fog, rain, and perpetual dampness. Nevertheless, it was a cozy campsite, with some extras and satisfactory restroom facilities (unless you place great value on luxury and the absence of spiders). The best part of the campsite was the beautiful view of the beach and the sea, as well as the occasional wonderful sunset. Praa Sands is a nice little town, but there isn’t much to do. So, it was perfect for me and my partner to relax.

Riding The Waves

Thanks to several protected beaches and a variety of surf schools, Cornwall is also a great choice for beginner surfers. For example, we took a two-day course at the Global Boarders Surf School in Gwithian, and I highly recommend it. The beach is sheltered, with perfect waves for beginners, and the entire team was super friendly and welcoming. The only downside, which is unavoidable, is that many groups of various surf schools surf at the same beach and it can get quiet busy. Often, we had to maneuver around or jump off our boards to avoid endangering other beginner surfers and ourselves.

On the morning of our first surfing session, I was feeling quite excited and couldn’t quite envision what lay ahead or how I would perform. I was determined not to embarrass myself, though I couldn’t quite pinpoint who I was worried about impressing. After a brief theory session, we headed straight into the water. Attempting to catch the first waves proved to be more challenging than I initially thought. After many missed waves and even more nose dives back into the water, I finally caught the perfect wave. Immediately, I got onto my knees and then stood up with slightly wobbly legs. When I stood up properly for the first time and didn’t immediately fall back into the water, I felt a surge of joy growing inside me, and I couldn’t help but grin. Of course, I wasn’t particularly fast or graceful in my first attempts at surfing, but the feeling of standing on the board, feeling the wind on my face, and the sun on my skin was simply amazing. However, I quickly found myself back on the beach and had to make my way back into deeper water. This wasn’t easy when the wind was pulling at my board, the waves were trying to push me back to shore, and all the other surfers were more or less trying to go in the opposite direction. At the end of the day, I fell into my sleeping bag, utterly exhausted yet overwhelmingly happy.

On the second day, I found myself less preoccupied with theory and more focused on getting the feel for the right waves and positioning myself correctly on the board. he nose dives became less frequent, and I found myself standing on the board more often. It was a fantastic and liberating feeling. I had missed the ocean immensely, and it was only here that I realized how much it truly meant to me. I felt an inner calmness and tranquility that I hadn’t experienced in a long time. The second day of surfing flew by all too quickly, but it was evident to me that it wouldn’t be my last time, and I had definitely uncovered a new passion. After these two days, I am still very much a novice, but there are already plans to further develop my skills this year, this time in Spain.

The South West Coast Path

The next day began with packing our backpacks and lacing up our hiking boots as we set off on the South West Coast Path. I had never heard of this long-distance trail before and hadn’t done any real research, but after walking the Camino de Santiago the year before, I was eager to hike a section of it. We took the bus to our starting point, St Just in Penwith. After a relaxed walk through the small town, we soon found ourselves surrounded by greenery and getting closer to the sea. The tall, rugged cliffs were a spectacular sight, and as we neared the edge of the cliffs and the sea, the views became even more impressive.

The path hugged the cliff’s edge tightly, gradually ascending higher and higher, while the vast expanse of the sea remained a constant companion. Despite the burning sensation in our legs and the strain of each breath, we pressed on, encountering few fellow hikers along the way. Occasionally, the challenging sections of the path were replaced by flat meadows covered in purple heather, and we could enjoy the views of the numerous coves. After about 8 km, we stopped for the first time at Sennen Cove, at the cozy Sennen Cove Cafe. It felt so good to take the backpack off our aching shoulders, sit down, and take off our heavy hiking boots for a moment to let our feet dry. The food was heavenly after the morning hike, and we almost had to roll out of the cafe because we had eaten so well. However, we weren’t done for the day yet, so we set off again promptly. We still had several kilometers ahead of us, and we had already let a lot of time pass on the trail.

The next stretch of the trail was on slightly easier terrain, and even when it became steeper, we made good progress. Soon, we reached Land’s End, a significant milestone on our hike. Unfortunately, the weather had changed, and a dense fog enveloped the entire length of the coast, limiting our visibility to barely more than the next cove. The view must be overwhelming when the sun is shining, casting everything in warm light and causing the sea to sparkle in the sunlight. We quickly departed Land’s End, as this tourist attraction felt too crowded for us after our peaceful march. After that, it quickly became quiet again, and we were once more at one with nature.

The trail had several highlights to offer, such as Enys Dodnan Arch and Nanjizal Beach. Sometimes, spectacular views only revealed themselves after walking for some time and glancing back at the path we had traversed. For instance, we stumbled upon a cove with numerous deep caves that were completely hidden from view on the other side. With the first signs of exhaustion setting in after another 8 km, we stopped at Porthgwarra Beach and indulged in a well-deserved portion of fries and a Cornish pasty at the Porthgwarra Cave Cafe. At this point, we still had roughly 9 km of trail ahead of us.

The path continuously ascended and descended along the cliffs, with sections where we had to climb over rocks or hug the protective rock face tightly as the cliffs dropped several meters to our right. We had vastly overestimated our abilities. Upon reaching the next major town, we decided to take the bus to get closer to the campsite where we planned to spend the night camping. As soon as we disembarked the bus, it began to pour down rain, adding wet feet to our exhaustion. We opted to take the public footpath instead of being exposed to the speeding cars along the road. However, this path was in rather poor condition, and out of sheer exhaustion, coupled with the bad weather in the middle of summer, I began to shed my first tears. Fortunately, we eventually reached the campsite, set up our tent, and collapsed into our sleeping bags, utterly exhausted, at 7 p.m.

We set off through the lush greenery to rejoin the South West Coast Path. With just a little over 15 km left to our final destination in Penzance, we took our time, savoring the unique landscape around us. The wind gently caressed our faces, the sea sparkled in the darkest blue, and the cliffs were bathed in warm sunlight. With each step, our feet felt lighter. However, in Mousehole, nearing our destination, I began to feel the first blisters, and every step became a struggle. Additionally, the terrain and scenery changed, as the final stretch did not wind through green forests and meadows along the cliffs, but rather beside a well-traveled road on a paved sidewalk. We were relieved when we finally arrived in Penzance, and I immediately seized the opportunity to swap my smoking hiking boots for flip flops. We briefly explored the town, which unfortunately was a disappointment as many places were closed and did not seem inviting. Back at the campsite, we were glad to trade our tent for our comparatively comfortable camper. Despite not researching the terrain beforehand and overestimating our abilities with the number of kilometers for the first day, it was still a fantastic experience that I wouldn’t want to miss. In hindsight, I would love to go back and hike another section of the South West Coast Path, but this time with a comfortable place to stay for the night. The landscape and tranquility experienced on this trail are so different from anything I knew before. There are scattered small towns where you can stop for a break, but there are also vast stretches where you hardly encounter another soul and can simply immerse yourself in the wild nature —a truly liberating journey.

Reflections On The End Of Our Journey

As our journey along the South West Coast Path came to an end, I couldn’t help but reflect on the incredible experiences we had encountered. From breathtaking cliffside views to unexpected challenges, every moment left an indelible mark on my memory. Despite the blisters and exhaustion, the sense of accomplishment was immeasurable. And as I looked back on our adventure, I realized that sometimes, it’s the unexpected twists and turns that make the journey truly unforgettable.

But our adventure doesn’t end here. There are still countless trails to explore, new landscapes to discover, and endless opportunities for adventure waiting just around the corner. So as we bid farewell to the South West Coast Path, I can’t help but feel a sense of excitement for the adventures that lie ahead. Thank you for joining me on this journey, and I hope our paths cross again soon. Until then, happy trails!