Galicien Reisetipps: Anreise, Sehenswürdigkeiten und Surfurlaub für Abenteurer

Playa de los Foxos – Einer der wunderschönen Strände

Gelockt von Sonne, Strand und Meer ging die Reise dieses mal in den Nordwesten Spaniens, um im kristallklaren Wasser zu surfen und nebenbei meine Sprachkenntnisse zu erweitern. Die Provinz Galicien ist bei vielen Surfern und Surferinnen sehr beliebt, egal ob First-Timer oder Fortgeschrittene – für jedes Niveau lassen sich die perfekten Bedingungen finden. Zwischen zerklüfteten Klippen liegen wunderschöne lange Sandstrände, die im Hochsommer vereinzelt recht voll sein können, ein überfülltes Line Up gibt es jedoch nicht! Galicien hat jedoch noch mehr zu bieten als nur traumhafte Sandstrände. Die üppige Natur, durchzogen von sanften Hügeln und dichten Wäldern, ist Heimat zahlreicher Flüsse und Wasserfälle, die Galicien seinen einzigartigen Charme verleihen. Moderne trifft auf die reiche keltische Geschichte in Städten wie Santiago de Compostela, die ebenfalls Ziel des berühmten Jakobswegs ist und Endpunkt meiner Pilgerreise 2022 war. Galicien steht für mich deshalb für einen Ort der Abenteuer bietet als auch Ruhe verspricht und Einblick in ein authentisches Spanien gibt.

In diesem Blogbeitrag teile ich meine Erfahrungen zur Anreise in den Nordwesten Spaniens, erkunde die Küste rund um A Lanzada, besuche die Pilgerhochburg Santiago de Compostela und gebe vor allem hilfreiche Infos für Surfer und Surferinnen und alle, die es noch werden möchten. Viel Spaß beim Lesen und ich hoffe, dass ich bei der einen oder dem anderen das Fernweh wecke und Lust auf Mee(h)r mache.

Anreise

Die Anreise nach Spanien gestaltet sich für Reisende aus dem EU-Raum als sehr einfach. Ob du mit dem Flugzeug, dem Zug oder dem Auto unterwegs bist, es gibt viele Möglichkeiten, dieses vielfältige und wunderschöne Land zu erreichen. Reisende außerhalb der EU sollten sich auf der offiziellen Website über die geltenden Einreisebestimmungen informieren. Im nächsten Abschnitt teile ich meine Erfahrungen zur Anreise von Deutschland nach Spanien.

Flug

Am leichtesten geht die Anreise an die Nordwestküste Spaniens über Santiago de Compostela. Viele deutsche Flughäfen, darunter Berlin, Hamburg und München, bieten Flüge nach Santiago de Compostela mit einem Zwischenstopp an. Direktflüge gibt es von Frankfurt am Main und Memmingen, wobei der Flughafen Memmingen direkte Verbindungen nach Santiago de Compostela ausschließlich donnerstags und sonntags anbietet. Der Hin- und Rückflug von Memmingen mit Ryanair, inklusive Handgepäck, hat uns für den Sommer pro Person beispielsweise 350 € gekostet. Ich denke jedoch, dass man günstigere Flüge finden kann, wenn man bei den Reisezeiten flexibel ist, mehr Flughäfen in Betracht zieht und frühzeitig bucht.

öffentliche verkehrsmittel

Google-Maps Ansicht der Route Santiago de Compostela-A Lanzada

Flughafenshuttle

In Santiago de Compostela angekommen kann man direkt am Ausgang vom Flughafen die Tussa-Buslinie 6A in Richtung Innenstadt nehmen. Die Endhaltestelle ist direkt am Hauptbahnhof. Der Bus fährt überwiegend im 30-Minutentakt und kostet pro Person 1€. Hierbei ist zu beachten, dass nur in bar direkt beim Busfahrer bezahlt werden kann.

  • Fahrtzeit: ca. 20 Minuten
  • Häufigkeit: 25-30 Minuten
  • Preis: 1 €
  • Letzter Bus vom Flughafen: 00:30
  • Erster Bus zum Flughafen: 6:00

Ausführlicher Fahrplan: tussa.org/linas/6A

Zug nach pontevedra

Weiter ging es für uns mit dem Zug nach Pontevedra. Die historische Provinzstadt mit mittelalterlichen Wurzeln liegt direkt an der Ría de Pontevedra und dem Atlantischen Ozean. Die Zugfahrt dorthin dauert etwa 40 Minuten, und ein Ticket kann man ab 6,30 € entweder am Ticketschalter oder online, zum Beispiel über Trainline (https://www.thetrainline.com/de), erwerben.
Ich empfehle, die Tickets bereits im Voraus online zu buchen, da die Verfügbarkeit begrenzt ist. Es könnte sonst passieren, dass die bevorzugte Abfahrtszeit bereits ausgebucht ist und nur noch Plätze in einem späteren Zug zur Verfügung stehen.

Bus nach A lanzada

Von Pontevedra aus führt die Reise weiter vom Hauptbahnhof mit dem Bus in Richtung A Lanzada. Einige Busse fahren direkt dorthin, während bei anderen ein Umstieg in Sanxenxo erforderlich ist. Die gesamte Strecke kostet pro Person etwa 4 € und dauert zwischen 1,5 und 2 Stunden. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass es am hilfreichsten ist, Google Maps zu nutzen und die örtlichen Busfahrer nach Informationen zu fragen. Die Busse ab Pontevedra sind in der Regel zuverlässig und pünktlich. In der Küstenregion verkehrt außerdem eine Buslinie, die im Stundentakt mehrere Haltestellen anfährt. Diese Busse sind günstig, allerdings können sie unzuverlässig sein – es kam vor, dass ein Bus gar nicht erschien oder bis zu 20 Minuten Verspätung hatte.

Zusammenfassung:

  • Flughafenshuttle: 1€ pro Person, 20 Minuten Fahrzeit
  • Zug nach Pontevedra: 6,30€ pro Person, 40 Minuten Fahrzeit
  • Bus nach A Lanzada: 4€ pro Person, 1,5-2 Stunden Fahrzeit
  • Gesamte Dauer: circa 5 Stunden (mit Umsteigezeiten)
  • Gesamte Kosten: circa 12 € pro Person

anreise per mietwagen

Google-Maps Ansicht der Route Santiago de Compostela-A Lanzada per Mietwagen

Für alle, die die Umgebung erkunden möchten, flexibel sein wollen und bereit sind, etwas mehr auszugeben, empfehle ich die Anreise von Santiago de Compostela mit einem Mietwagen. Die Fahrt nach A Lanzada dauert etwa eine Stunde und ist damit deutlich schneller als mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Da die Auswahl an Anbietern von Mietwagen oft unübersichtlich sein kann, empfehle ich die Nutzung von Vergleichsportalen, wie beispielsweise Check24. Dort findet man Angebote ab 230 € für 7 Tage, inklusive komplettem Versicherungsschutz, unbegrenzter Kilometerzahl und ohne Kaution. Die Angebote können je nach Fahrzeugtyp, Mietzeitraum und Zusatzoptionen natürlich variieren.

Fazit zur anreise

Die Anreise an die Nordwestküste Spaniens ist über Santiago de Compostela am einfachsten und bequemsten. Mit etwas Flexibilität bei den Reisedaten und frühzeitiger Buchung lassen sich günstigere Flüge finden. Vor Ort sind die öffentlichen Verkehrsmittel eine praktische Wahl, auch wenn sie manchmal unzuverlässig sein können – besonders in der Küstenregion. Dennoch bieten sie eine kostengünstige Möglichkeit, die Region zu erkunden, und mit ein wenig Planung und Geduld lässt sich die Reise gut organisieren. Für alle, die die Umgebung erkunden möchten, flexibel sein wollen und bereit sind, etwas mehr auszugeben, ist die Anreise von Santiago de Compostela mit einem Mietwagen eine empfehlenswerte Option.

Santiago de compostela

Kathedrale Santiago de Compostela
Die Kathedrale von Santiago de Compostela

Santiago de Compostela, die Hauptstadt Galiciens, habe ich bereits 2022 selbst als Pilgerin des berühmten Jakobswegs besucht. Die Stadt ist neben dem Endpunkt des Pilgerwegs auch für ihre reiche Geschichte und beeindruckende Architektur bekannt. Besonders die prächtige Kathedrale, in der sich das Grab des Apostels Jakobus befindet, ist ein absolutes Highlight für alle Pilger und Reisende. In Kombination mit den engen Gassen, den gepflasterten Straßen, den charmanten Plätzen und lebendigen Märkten verbinde ich Santiago de Compostela mit einem authentischen Spanien.

Im Sommer pulsiert die Stadt vor Leben: Straßenmusiker, Stadtführungen und Feste beleben die Gassen und Plätze. Zufällig stießen wir auf eine Aufführung der Tuna de Derecho de Santiago, die traditionelle Volksmusik spielte. Die Atmosphäre war großartig, die Menschen haben mitgesungen und getanzt, und seitdem habe ich wiederkehrend einen Ohrwurm von “Clavelitos”. Ich bin gespannt, was ihr bei eurem Besuch in der Stadt entdecken werdet.

Beeindruckende Architektur in der Abenddämmerung

In Santiago de Compostela gibt es viele kleine und gemütliche Restaurants. Hauptsächlich werden hier die typischen regionalen Speisen, wie Pulpo (Tintenfisch) und Meeresfrüchte, angeboten. Jedoch gibt es auch italienische, asiatische und vegane Restaurants, die in den kleinen, touristischen Küstenorten seltener anzutreffen sind.

Doch auch außerhalb der historischen Innenstadt kann Santiago de Compostela mit ihrem Charme überzeugen. Die vielen hübsch angelegten Parks laden zu einem Spaziergang fernab der Menschenmassen ein. Der Parque de San Domingos de Bonaval (Google Maps: https://maps.app.goo.gl/HyfyHoRMyf4TuFcw5) lädt mit schattigen Wegen und Wiesen zum Verweilen ein, während man einen tollen Blick auf nahe Sehenswürdigkeiten hat.

Dieses Bild ist bei einer Pause vom Trubel im besagten Park aufgenommen wurden. Von der Wiese aus hatte man einen freien Blick auf das Wahrzeichen Santiagos. Im Hintergrund die sanften Berge, die Galicien durchziehen. Die Bäumen spendeten dabei noch erholsamen Schatten vor der heißen Sonne Spaniens. Hier könnte ich Stunden verbringen und die Aussicht in meinem Skizzenbuch festhalten.

Einen persönlichen Minuspunkt erhält Santiago de Compostela im Hinblick auf den Tourismus und die Vermarktung rund um den Jakobsweg. Wie bereits erwähnt ist Santiago de Compostela der offizielle Endpunkt für die Pilger, was die Stadt zu ihrem Vorteil nutzt. Überall findet man Souvenirläden, und das gesamte Stadtbild ist auf die Bedürfnisse der Pilger und Touristen ausgerichtet. Das ist jedoch Kritik auf hohem Niveau, denn durch den Tourismus wird nicht nur die wunderschöne Architektur erhalten, sondern auch der Lebensunterhalt vieler Einheimischer gesichert.

zwischenstopp in pontevedra

Wir haben eine Übernachtung in Pontevedra eingeplant, um die Stadt zu erkunden und den Reisetag nicht zu lang werden zu lassen. Übernachtet haben wir in der Pensión A Xanela mitten im Herzen von Pontevedras Altstadt. Das Zimmer war für eine Nacht ausreichend, auch wenn es recht klein und nicht ganz makellos sauber war. Mit einem Preis von 80€ pro Nacht für zwei Personen war es in Ordnung. Ein Frühstück wurde in der Pension nicht angeboten, allerdings stand ein gemütlicher Gemeinschaftsbereich mit Küchenzeile zur Verfügung.

Da unser Aufenthalt nur eine Nacht betrug, entschieden wir uns am nächsten Morgen bei Lola & Lía Pontevedra | Brunch & Lunch | zu frühstücken. Das Frühstück dort war köstlich, die Auswahl vielfältig und die Preise sehr fair. Leider war mein Hunger so groß, dass ich völlig vergessen habe, ein Foto von dem Essen zu machen. Pontevedra hat mich persönlich nicht so beeindruckt, weshalb ich leider auch keine Fotos von unserem Aufenthalt gemacht habe.

die küstenregion [O Grove, sanxenxo]

Die letzten Sonnenstrahlen genießen

Die Küstenregion der Provinz Pontevedra ist ein bei vielen Spaniern beliebtes Urlaubsziel. Sie bietet alle Vorzüge eines touristischen Ortes, ohne dabei überfüllt oder aufdringlich zu wirken. Mehrer kleine Restaurants und Strandbars säumen den Holzweg entlang der Küste. Die Strände sind kostenlos, und für wenig Geld kann man dort Strandliegen und Sonnenschirme für den Tag mieten.

Der Praia A Lanzada, gelegen in den Gemeinden O Grove und Sanxenxo, ist einer der bekanntesten Strände in Galicien und ein wahres Paradies für Naturliebhaber und Wassersportler. Mit einer Länge von 2400 m und einer Breite von 70 m lädt der Strand nicht nur zum Baden, Surfen und Windsurfen ein, sondern auch zu einem entspannten Spaziergang direkt am Wasser. Aber auch andere Strände wie der Playa de Foxos bieten goldenen Sand, kristallklares Wasser und atemberaubende Sonnenuntergänge. Die Fotos vermitteln einen kleinen Eindruck dieser Naturschönheit, können aber der wahren Pracht kaum gerecht werden.

Atemberaubender Sonnenuntergang am Playa de Foxos

unterkunft

Entlang der Küste findet man zahlreiche kleinere Hotels und Ferienwohnungen, die in unmittelbarer Nähe zum Strand liegen und für jedes Budget eine passende Unterkunft bieten.

Wir haben uns aufgrund der Nähe zum Strand und des fairen Preises für das Hotel Marola entschieden. Das 2-Sterne Hotel ist ein einfaches Hotel und bietet neben kostenlosen Parkplätzen, auch einen Außenpool und einen Bereich für Padel an. Das inbegriffene Frühstücksbuffet war qualitativ nicht heruasragend, für den Preis jedoch in Ordnung. Unser Zimmer und das anliegende Badezimmer waren sauber und ansprechend. In der Hochsaison haben wir für 5 Nächste inklusive Frühstück insgesamt 547€ bezahlt.

Verpflegung

Entlang des Holzstegs an der Küste reihen sich mehrere kleine Restaurants und Strandbars, die im Wesentlichen ähnliche Gerichte anbieten. Auf der Speisekarte stehen typische Tapas wie Fleisch, Pommes, Fisch, Meeresfrüchte, Tortilla, Empanadas und Salate. Geschmacklich war das Essen in Ordnung, allerdings suchten wir vergeblich nach Gemüse oder veganen Optionen. Die Preise sind vergleichbar mit denen in Deutschland.

Frühstück im Navis

Positiv überrascht hat uns das Frühstückslokal Navis, das sich in unmittelbarer Nähe unserer Unterkunft befand. Neben Pancakes bietet es eine große Auswahl an belegten Broten sowie leichtere Optionen wie Acai Bowls. Ich entschied mich für die Acai Bowl, die nicht nur super lecker war, sondern auch reichlich mit frischen Früchten und Erdnussbutter getoppt wurde. Auch die Kaffeespezialitäten waren köstlich und absolut empfehlenswert.

In fußläufiger Nähe gab es nur wenige Einkaufsmöglichkeiten. Ein kleiner Laden bot Basisprodukte wie Obst, Gemüse, Brot, Müsli und Snacks an. Außerdem konnte man dort nützliches Strandzubehör wie Sonnenschirme kaufen, die in der spanischen Hitze am Strand unverzichtbar sind (Google Maps: https://maps.app.goo.gl/ka2GWaQtKsovopUy8). Mit dem Bus oder Auto waren größere Supermärkte jedoch gut erreichbar, die eine umfangreichere Auswahl an Produkten führten.

Surfen

Prado Surfschule in A Lanzada

Surfen war der Hauptgrund für unsere Wahl dieses Reiseziels. Wir haben an der Prado Surfschule in A Lanzada einen dreitägigen Surfkurs gemacht. Die kleine Surfschule verfügt über ein Lager für das Equipment und einen Gemeinschaftsbereich, wo man seine Sachen verstauen und in den Neoprenanzug schlüpfen kann. Umkleiden und Toiletten gibt es zwar nicht direkt an der Schule, aber gleich daneben befindet sich eine große öffentliche Toilette, die sich zum Umziehen eignet. Die Surfschule bietet neben Surfkursen auch Materialverleih an, darunter Ausrüstung für Surf-, Bodyboard- und Longboard-Sport, die man stunden- oder tageweise mieten kann.

Preise Materialverleih Prado Surfschule A Lanzada

Die Buchung unseres Surfkurses verlief problemlos. Wir haben lediglich den ersten Tag im Voraus per E-Mail reserviert und die weiteren Kurse spontan vor Ort gebucht. Die Surfstunden beginnen ab 10 Uhr morgens und reichen bis weit in den Nachmittag hinein. Pro Person kostet eine Einheit 25 €, inklusive Softboard und Neoprenanzug. Bucht man bereits mehrere Tage im Voraus, erhält man Rabatt auf den Gesamtbetrag. Jede Surfstunde dauert 2 Stunden und besteht aus einem kurzen Warm-up, einer technischen Einführung und dann geht es auch schon ins Wasser.

Die Gruppe bestand aus etwa 12 Personen, betreut von zwei Trainern, die hilfreiche Tipps gaben und bei der Wellenwahl unterstützten. Aufgrund der Gruppengröße konnten sie natürlich nicht jeden einzeln beobachten, doch sie waren stets bemüht. Wichtig zu wissen ist, dass die meisten Trainer und der Großteil des Teams hauptsächlich Spanisch sprechen, da die meisten Touristen aus Spanien kommen. Wir hatten angegeben, dass unser Spanisch noch nicht fließend ist, und uns wurde ein Trainer zugeteilt, der Englisch sprach. Der weitläufige Strand bietet genügend Platz, sodass viele Surfer gleichzeitig aktiv sein können, ohne sich gegenseitig zu stören.

Da die Küstenregion direkt am Atlantik liegt, ändern sich die Wetterbedingungen und vor allem die Wellen schnell in ihrer Stärke und Höhe. An unserem ersten Tag hatten wir als Anfänger ideale Bedingungen und konnten einige grüne Wellen surfen. An den nächsten beiden Tagen kämpften wir jedoch mit starkem “Swell”, bei dem die Wellen bis zu 1,80 m hoch wurden und in kurzen Intervallen brachen. Wir fühlten uns mehr wie in einer Waschmaschine und wurden gut durchgespült. Wir sind dann lediglich Weißwasserwellen gesurft, die an Intensität aber nichts eingebüßt haben. Verständlicherweise fühlten wir uns nach den beiden Tagen vom Meer besiegt und wir brauchten erstmal eine Pause vom Surfen.

Zusammenfassung Surfkurs:

  • Öffnungszeiten: 10:00 – 19:00 Uhr
  • Dauer Surfkurs: 2 Stunden
  • Kosten Surfkurs, inklusive Materialverleih: 25€ pro Person
  • Gruppengröße: 12 – 15 Personen (Betreuung durch 2 Trainer)

wandern

Wir haben unsere Zeit nicht nur mit surfen und sonnenbaden verbracht, sondern einen Tag haben wir eine Wanderung unternommen. Das Ziel war ein Aussichtspunkt auf dem Monte de Siradella (Google-Maps: https://maps.app.goo.gl/7vYVQsg9ZXTAtNL76), der einen wunderschönen Blick über die Küstenregion gibt. Unser Startpunkt war am Hotel und wir sind dem langen Holzsteg entlang der Strände und durch die Dünen gefolgt. Leider haben wir den Fehler gemacht, am Ende des Holzstegs entlang der Dünen der  Straße zum Aussichtspunkt zu folgen, weil wir die auf Komoot angezeigten Wanderwege nicht finden konnten. Bei Temperaturen um die 30° und direkter Sonneneinstrahlung war der Anstieg auf der Straße deutlich anstrengender als erhofft. Doch der atemberaubende Ausblick am Ende hat die Strapazen mehr als entschädigt.

Vom Aussichtspunkt hat man einen wunderschönen Blick auf den malerischen Praia da Lanzada, die kleinen Dörfer und Buchten der Küstenregion.

Ausblick vom Monte de Siradella

Auf dem Rückweg haben wir schließlich doch noch die Wanderwege durch die malerische Waldlandschaft, gesäumt von Eukalyptus-Bäumen, entdeckt. Der Weg war dadurch nicht nur deutlich kürzer, sondern auch viel angenehmer, und meine Laune verbesserte sich spürbar. Daher mein Tipp: Wenn man vom Praia da Lanzada kommt, die Treppe zur Straße hinaufsteigt und am kleinen Parkplatz vorbeigeht, sieht man auf der rechten Seite ein Schild mit einer Paintball-Werbung. Folgt man diesem Weg, gelangt man direkt auf die Waldwege, die in Richtung des Aussichtspunkts führen. Es gibt dort viele weitere Wege, die entweder nur spärlich oder gar nicht ausgeschildert sind – ideal, um auf eigene Faust Entdecker zu werden.

Unser Start- und Endpunkt war unser Hotel, und für die gesamte Wanderung haben wir etwa 6 Stunden gebraucht. Dabei haben wir eine längere Mittagspause eingelegt und sind auf dem Rückweg direkt am Strand entlanggelaufen. Alternativ kann man auch mit dem Bus zur gewünschten Haltestelle fahren oder mit dem Auto anreisen, um von dort aus die Wanderung zu beginnen.

fazit

Unsere Reise in den Nordwesten Spaniens, nach Galicien, hat uns sowohl Abenteuer als auch Entspannung geboten. Die Region ist ein Paradies für Surfer und Naturfreunde gleichermaßen, mit traumhaften Stränden, idealen Wellen und einer üppigen, grünen Landschaft. Auch kulturell hat uns Galicien mit der historischen Stadt Santiago de Compostela und den charmanten Dörfern entlang der Küste gut gefallen. Obwohl die Anreise und der Aufenthalt mit einigen kleinen Herausforderungen verbunden waren, hat uns die Schönheit der Natur und die Kraft des Atlantiks sehr begeistert. Jedoch muss ich für mich sagen, dass ich an diesen Ort erstmal nicht mehr zurückkehren werde. Falls ich jedoch noch weitere Teile der Küstenregion erkunden möchte, würde ich dies mit einem Mietwagen tun, um mehr Freiheit zu haben und verschiedene Orte besuchen zu können.