Roam the World with Wonder: Exploring the Beauty of Every Journey," focuses on travel and exploration, including experience reports, travel tips and destination guides. It captures my experiences as I journey to different destinations, discovering the wonders of each place I visit. Overall, on my blog I celebrate the joy of discovery and the endless possibilities that come with exploring the world.
Das neue Jahr hat gerade erst begonnen, und in meinen Gedanken bin ich schon auf Reisen. 2025 möchte ich wieder neue Orte entdecken, in spannende Kulturen eintauchen und unvergessliche Momente erleben. Ob aufregende Städtetrips, atemberaubende Wanderrouten oder Wellenreiten an traumhaften Stränden – meine Abenteuerlust ist groß! Und natürlich darf auch das Motorradfahren nicht fehlen, denn die Freiheit auf zwei Rädern gehört für mich einfach dazu.
Die Wahl des Urlaubsziel ist dabei jedoch keine leichte Entscheidung und auch online wird man von dem riesigen Angebot an Fernreisezielen geradezu überschwemmt. Aus diesem Grund konzentriere ich mich dieses Jahr auf Reiseziele in Europa sowie auf Kurzreisen in und außerhalb Bayerns.
In diesem Beitrag nehme ich euch mit auf meine Reisepläne für 2025 und verrate, welche Ziele ganz oben auf meiner Liste stehen. ✈️🌍✨
Deutschland – Wandern in den Alpen
Blick auf den Tegernsee bei bestem Februar-Wetter
Mehr draußen zu sein – das ist eines meiner Herzensziele für dieses Jahr. Dass ich aktuell so nah an den Alpen lebe, fühlt sich dabei wie ein echter Glücksfall an. Dank der guten Zugverbindungen und Bergbusse ab München lassen sich spontane Tageswanderungen oder auch verlängerte Wochenendtouren wunderbar planen. Genau solche Auszeiten in den Bergen möchte ich 2025 öfter erleben. Hier ein paar meiner geplanten Wanderungen.
Tages-Wanderungen
Vom Schliersee zum Tegernsee (1.223m)
Vom Spitzingsee zur Rotwand (1.884m)
Die Kampenüberschreitung (über Ochsen-, Auer- und Spitzkamp) (1.594m)
Durch die Partnachklamm auf den Eckbauer (1.237m)
Wochenendtouren
Bergsteigerkurs mit DAV mit der Blaueishütte als Stützpunkt
Hüttentour über das Watzmannhaus
Einen ausführlichen Bericht mit all meinen Erfahrungen, Tipps und Lieblingsmomenten der Wanderungen findet ihr schon bald hier auf meinem Blog.
Dänemark – Kopenhagen
Als echtes Nordlicht war Dänemark für mich früher nur einen Katzensprung entfernt – und trotzdem habe ich es bisher nie nach Kopenhagen geschafft. Die Stadt steht schon seit Langem auf meiner Reisewunschliste, und jetzt ist es endlich so weit: Im März werde ich sie zum ersten Mal besuchen – und das ganz alleine. Mein erster Solo-Städtetrip! Ich bin neugierig, wie sich das Alleinreisen anfühlen wird – und freue mich riesig darauf, Kopenhagen in meinem eigenen Tempo zu entdecken.
Einige Highlights und Erlebnisse, die ich mir für meinen Kopenhagen-Trip vorgenommen habe, habe ich bereits recherchiert – meine persönliche To-Do-Liste findet ihr hier:
Schloss Amalienborg
Die kleine Meerjungfrau
Amager Strand
Nyhavn
Runder Turm
Fußgängerzone Strøget
Christiania
Rosenborg Schloss
Einen ausführlichen Bericht mit all meinen Eindrücken, Highlights und Lieblingsmomenten aus Kopenhagen findet ihr schon bald hier auf meinem Blog.
Menorca – Wandern auf dem Camí De Cavalls (GR223)
Die Küste entlang auf dem Camí de Cavalls
Der Camí de Cavalls ist ein echtes Highlight für alle, die Natur, Bewegung und Meer lieben. Auf rund 185 Kilometern umrundet der historische Reitweg einmal die gesamte Insel Menorca und führt dabei durch unberührte Buchten, dichte Pinienwälder, raue Felsküsten und charmante Fischerdörfer. Der Weg ist in 20 Etappen unterteilt und gut ausgeschildert – perfekt also für eine mehrtägige Wanderung oder auch kürzere Tagestouren.
Mein Partner und ich haben uns vorgenommen, in sieben Tagen die 14 schönsten Etappen des Camí de Cavalls zu erwandern – nicht im Eiltempo, sondern bewusst und mit Zeit zum Genießen. Die restliche Zeit auf Menorca wollen wir ganz entspannt am Meer verbringen, gut essen, schwimmen und einfach die Ruhe der Insel aufsaugen. Eine perfekte Mischung aus Aktivurlaub und Erholung – genau so, wie wir es lieben.
Einen ausführlichen Bericht mit all meinen Eindrücken, Highlights und Lieblingsmomenten vom Camí de Cavalls findet ihr schon bald hier auf meinem Blog.
Auch die Berge Italiens stehen dieses Jahr ganz oben auf meiner Reiseliste. Die atemberaubenden Bilder und Videos der Dolomiten, die täglich durch meine Social Media Feeds rauschen, haben längst meine Sehnsucht geweckt – und 2025 soll es endlich so weit sein: Ich möchte diese beeindruckende Landschaft mit eigenen Augen erleben. Geplant ist eine Kombination aus Motorradtour und entspannten Tageswanderungen – mit einer gemütlichen Unterkunft als fester Ausgangspunkt.
Besonders gespannt bin ich auf folgende Highlights:
Die Drei Zinnen
Pragser Wildsee
Seceda
St. Magdalena im Villnößtal
Ein verlängertes Wochenende reicht natürlich bei Weitem nicht aus, um all die Highlights der Dolomiten zu erleben – weder, um die schönsten Panoramastraßen mit dem Motorrad zu erkunden noch, um die atemberaubenden Wanderwege wirklich auszukosten. Aber ich freue mich riesig auf diesen ersten Eindruck und bin gespannt, was mich erwartet. Wenn ihr schon einmal dort wart: Welche Touren darf man auf keinen Fall verpassen? Welche Aussicht hat euch besonders beeindruckt? Ich freue mich über eure Tipps – denn eins steht jetzt schon fest: Ich komme ganz sicher nochmal zurück!
Italien – Rom
Im September geht’s mit meiner Mama auf Städtereise nach Rom – ein Highlight, auf das ich mich jetzt schon riesig freue. Rom ist vollgepackt mit Geschichte, Kultur und beeindruckender Architektur, und ich kann es kaum erwarten, all das gemeinsam mit ihr zu entdecken. Neben ausgedehnten Spaziergängen durch die Stadt möchten wir natürlich auch die italienische Küche in vollen Zügen genießen – Pasta, Pizza, Gelato… alles, was dazugehört! Einige Orte, die ganz oben auf meiner Must-See-Liste stehen, sind:
Kolosseum
Pantheon
Petersdom
Forum Romanum & Palatin
Castel Sant’Angelo (Engelsburg)
Trastevere
Galleria & Villa Borghese
und noch viele mehr…
Wart ihr schon einmal in Rom? Wie hat euch die Stadt gefallen und was waren eure Highlights? Ich bin super gespannt auf eure Erfahrungen und freue mich über jeden Tipp! 🇮🇹✨
Einen ausführlichen Bericht mit all meinen Eindrücken, Highlights und Lieblingsmomenten aus Rom findet ihr schon bald hier auf meinem Blog.
Portugal – Surfen an der Algarve
Auch in diesem Jahr steht wieder ein Surfurlaub auf dem Plan – dieses Mal geht’s an die wunderschöne Algarve in Portugal, genauer gesagt nach Sagres. Die Region ist bekannt für ihre einsteigerfreundlichen Wellen, traumhafte Strände und zahlreiche Surfschulen, bei denen man Unterricht nehmen oder sich einfach ein Board leihen kann. Mit dem Mietwagen wollen wir außerdem die Küste entlangfahren, versteckte Buchten entdecken und die Tage ganz entspannt am Meer verbringen.
Ich habe schon so viel Gutes über die Algarve gehört – beeindruckende Strände, wilde Natur und charmante kleine Orte. Ganz oben auf unserer Liste stehen der berühmte Strand von Benagil und die atemberaubenden Felsformationen an der Ponta da Piedade. Beides wollen wir auf keinen Fall verpassen!
Wart ihr schon einmal an der Algarve? Welche Orte oder Strände haben euch dort besonders begeistert? 🌊🌞
Einen ausführlichen Bericht mit all meinen Eindrücken, Highlights und Lieblingsmomenten von der Algarve findet ihr schon bald hier auf meinem Blog.
Das war mein kleiner Ausblick auf meine Reisepläne für 2025. Ich freue mich schon riesig darauf, unterwegs neue Lieblingsorte zu entdecken – und natürlich darauf, all die besonderen Momente und Eindrücke hier mit euch zu teilen.
Schreibt mir gern in die Kommentare: Wohin zieht es euch dieses Jahr? Und welches Reiseziel steht ganz oben auf eurer Bucket List?
Habt ihr schon einmal davon geträumt, auf zwei Rädern durch die malerischen Landschaften Frankreichs zu gleiten? Im Herbst 2024 habe ich genau das erlebt.
Im September/Oktober 2024 unternahm ich gemeinsam mit meinem Partner meine erste zweiwöchige Motorradreise. Unsere Tour führte uns von Süddeutschland durch die Schweiz bis an die sonnige Mittelmeerküste Frankreichs. Nach etwa 2500 Kilometern und unzähligen Kurven möchte ich euch von meinen Erlebnissen erzählen. In diesem Beitrag möchte ich euch mitnehmen auf die legendäre Route Napoléon in den französischen Alpen – eine Strecke, die Geschichte, atemberaubende Natur und Fahrspaß perfekt vereint
Schön, dass ihr hier auf meinem Blog gelandet seid! Lasst uns Frankreich gemeinsam auf zwei Rädern entdecken. Den ersten Abschnitt der Reise von Deutschland über die Schweiz bis nach Frankreich könnt ihr hier nachlesen.
Wer oder Was ist die Route Napoléon
Die Route Napoléon erstreckt sich von Cannes bis Grenoble und folgt dem historischen Pfad, den Napoleon nach seiner Rückkehr aus der Verbannung auf Elba wählte. Die 350 km lange Strecke führt von Cannes, über Grasse, Sisteron und Gap bis nach Grenoble. Die französische Nationalstraße entstand 1927, um eine historische Verbindung in den französischen Alpen zu schaffen. 1932 erhielt sie ihren Namen N85, auch bekannt als Route de Grenoble.
Die Route verbindet Geschichte, beeindruckende Natur und Fahrspaß auf kurvenreichen Straßen in perfekter Harmonie. Der gut ausgebaute und saubere Asphalt sorgt dafür, dass jede Kurve ein Vergnügen ist.
Wer die Strecke an einem Tag zurücklegen möchte, schafft dies in etwa sieben Stunden. Noch besser eignen sich zwei Tage, um ausreichend Zeit für Pausen und Besichtigungen zu haben.
Für uns waren die beiden Tage bis zur sonnigen Südküste der Höhepunkt unserer Reise. Das grandiose Bergpanorama, die charmanten Dörfer und schließlich der erste Blick auf das Mittelmeer – das alles war einfach unvergesslich.
Die wichtigsten Eckpunkte des Trips für euch im Überblick:
Route: Route Napoléon, von Grenoble nach Cannes
Empfohlene Dauer: min. 2 Tage
Entfernung: knapp 350 Kilometer
Reine Fahrtzeit: ca. 7 Stunden
Vorbereitung
Eine Motorradtour ist der Inbegriff von Freiheit – unterwegs sein, die Landschaft genießen und immer wieder neue Strecken erkunden. Damit die Tour jedoch entspannt und sicher abläuft, ist eine gute Vorbereitung unerlässlich. Deshalb habe ich euch ein paar Tipps zusammengestellt, die besonders fürAnfänger nützlich sein können.
1. Die Route Planen
Ziel und Strecke wählen: Plane Etappen, die deinem Fahrstil und deiner Ausdauer gerecht werden. Wir haben uns vorgenommen pro Etappe 4-5 Stunden reine Fahrzeit zu haben, um ausreichend Pausen und Zeit für Sightseeing zu haben. Zusätzlich haben wir die Übernachtungen im Voraus gebucht, um Stress bei der Ankunft zu vermeiden und nicht im ungünstigen Fall noch weiterfahren zu müssen.
Navigation: Karten-Apps wie Google Maps (kostenlos) und Calimoto oder ein Motorrad-Navi sind hilfreich um die Route festzulegen. Manche Apps erlauben es auch Karten offline herunterzuladen, falls die Netzwerkverbindung schlecht ist.
Behördliche Vorgaben: Einige Städte in Frankreich wie beispielsweise Paris, Toulouse und Grenoble haben Umweltzonen implementiert in denen das sichtbare Anbringen einer Umweltplakette (Crit´Air-Vignette) gefordert ist. Die Umweltplakette kann man über die Internetseite des französischen Umweltministeriums bestellen. Die Plakette kostet dort 4,76 Euro inklusive Versand nach Deutschland.
2. Motorrad check
Reifen und Bremsen: Überprüfe Profil, Druck und Zustand der Reifen sowie die Bremsen. Gute Traktion und eine einwandfreie Bremse sind essenziell.
Flüssigkeiten: Kontrolliere den Ölstand, die Bremsflüssigkeit und das Kühlwasser. Nimm gegebenenfalls Ersatzflüssigkeiten mit.
Licht und Batterie: Vergewissere dich, dass alle Lichter funktionieren und die Batterie geladen ist, besonders bei längeren Touren.
3. Ausrüstung packen
Schutzausrüstung: Eine gut sitzende Schutzausrüstung ist unverzichtbar. Bei Regenwetter sind wasserdichte Motorradbekleidung oder eine Regenkombi äußerst hilfreich. Thermounterwäsche oder Funktionskleidung unter der Schutzkleidung sorgen für angenehme Wärme bzw. Kühle. Es lohnt sich zudem, sowohl Sommerhandschuhe als auch ein wärmeres Paar Handschuhe dabei zu haben.
Gepäck: Nutze wetterfeste und gut befestigte Taschen. Packe nur das Nötigste, um das Gewicht gering zu halten.
Nützliche Extras: Ein Erste-Hilfe-Set, Reparatur-Tools, Ersatzteile (z. B. Glühbirnen, Sicherungen), Kabelbinder und Klebeband können bei Pannen helfen.
4. Mentale Vorbereitung
Fit und ausgeruht sein: Gute Kondition und ausreichend Schlaf sind entscheidend, damit du konzentriert bleibst.
Fahrsicherheitstraining: Falls es deine erste große Tour ist, kann ein Fahrsicherheitstraining dein Selbstvertrauen auf dem Motorrad stärken. Ich habe selbst das (Wieder-)Einsteiger-Training beim ADAC gemacht, um mein Motorrad besser kennen zu lernen und an Sicherheit zu gewinnen.
Unsere reiseroute durch frankreich
Unsere Tour startete in Grenoble und führte uns entlang der Route Napoléon. Statt der üblichen Autobahnetappe zwischen Gap und Sisteron wählten wir eine malerische Alternativroute über Savines-le-Lac, die uns durch spektakuläre Landschaften und an den bezaubernden Lac de Serre-Ponçon führte. Die Details zu jeder Etappe und unsere persönlichen Highlights findet ihr im Folgenden.
1. Tag: Grenoble – Digne-les-Bains [km 0 – 216]
Von Grenoble, dem offiziellen Startpunkt unserer Tour entlang der Route Napoléon, folgen wir der N85, die uns über La Mure und Corps bis nach Gap führt. Anschließend führt die offizielle Route über die A51 direkt nach Sisteron.
Auf dem Hinweg haben wir jedoch auf einen Besuch in Sisteron verzichtet, da wir die Autobahn zunächst vermeiden wollten. Stattdessen haben wir die Stadt auf dem Rückweg unserer Reise erkundet, da sie als ein Highlight der Route Napoléon gilt.
Für die Hinfahrt wählten wir eine alternative Strecke über Savines-le-Lac nach Digne-les-Bains, die ich wärmstens empfehlen kann. Diese Route werde ich im Abschnitt über unseren Stopp in Savines-le-Lac beschreiben.
Zwei tolle Motorräder und natürlich ein unglaubliches Bergpanorama auf der Route Napoléon
Leider habe ich vom ersten Abschnitt keine weiteren Bilder gemacht, da ich einfach die wunderschöne Natur und das Fahren genossen habe. Die Landschaft wechselt stetig und bietet atemberaubende Panoramen, darunter schroffe Bergketten, weite Felder und charmante, in die Natur eingebettete Dörfer. Das müsst ihr einfach selbst erleben!
Nächste Station – Sisteron
Kalkfelsen des Mont Baume
Ausblick über Sisteron
Direkt am Ufer des Durance liegt Sisteron, eine charmante Stadt im südosten Frankreichs. Die Stadt liegt im Département Alpes-de-Haute-Provence und wird auch als “Tor zur Provence” bezeichnet.
Eingebettet zwischen den Alpen und der mediterranen Region, bietet sie eine beeindruckende Kulisse aus Bergen und Flüssen. Das Wahrzeichen der Stadt ist die imposante Zitadelle, die auf einem Felsen thront und einen atemberaubenden Blick über die umliegende Landschaft bietet. Mit ihren engen Gassen, traditionellen Märkten und historischen Gebäuden versprüht Sisteron einen unverwechselbaren provenzalischen Charme – ein echtes Highlight für Geschichts- und Naturfans.
Zwischenstopp – Savines-le-lac [km 132]
Die alternative Route verdanken wir Simon Weirs Buch “Europe for Bikers – Essential Touring Roadbook”. Von Gap geht es auf die N94 und folgt dieser Richtung Savines-le-Lac. In dem Ort liegt direkt am Seeufer ein kleines Restaurant “Le Relais Fleuri”, das einen schönen Ausblick über den See bietet.
Wir haben dort jedoch keine Pause eingelegt sondern sind direkt weiter auf die D954. Diese kleine kurvenreiche Straße verläuft am See entlang und schlängelt sich die Berge hinauf. Danach fährt man auf die D900 und folgt dieser Straße bis nach Digne-les-Bains.
Unter strahlendem Sonnenschein schlängelt sich die Straße malerisch entlang des Sees und bietet eine Aussicht, die kaum zu übertreffen ist. Es ist ein Anblick, der beinahe wie aus einer Postkarte wirkt und für uns jeden Moment zu einem Erlebnis macht.
Ausblick auf den See bei Savines-le-Lac
Lac de Serre-Ponçon
Digne-les-Bains [km 216]
Sonnenuntergang über Digne-les-Bains
Digne-les-Bains ist eine südfranzösische Stadt in der Haute-Provence mit circa 17.700 Einwohnern. Wir haben in Digne-les-Bains eine Nacht verbracht, um am nächsten Tag genügend Zeit für den zweiten Teil der Route Napoléon zu haben.
Die Stadt ist direkt an der Route Napoléon gelegen und bei Touristen unter anderem für das besondere Klima, die Höhenlage (599 m) und 300 Sonnentage im Jahr beliebt. Digne-les-Bains bietet auch einiges an Sehenswürdigkeiten wie mehrere Kathedralen, einen Schmetterlingsgarten und das Naturschutzgebiet in dem die Stadt liegt.
Digne-les-Bains ist ein geeigneter Ort für einen Zwischenstopp und bietet alles, was man benötigt. Die Stadt verfügt über einen Supermarkt, Apotheken und Tankstellen. Zudem gibt es eine Auswahl an Restaurants, die hauptsächlich italienische oder vietnamesische Küche anbieten.
2. Tag: Digne-les-Bains – Cannes [km 216 – 350]
Von Digne-les-Bains folgen wir wieder der N85 Richtung Süden. Vorbei an Barrême wird die N85 zur D4085 auf der wir an Castellane vorbeikommen, einer der schönsten Zwischenstopp für eine wohlverdiente Mittagspause.
Weiter auf der D4085 wird diese schließlich zur D6085 und diese Straße führt uns bis nach Cannes. Nach 134 km und circa 2,5 Stunden Fahrt endet die Route Napoléon – wir haben es geschafft!
Wir wollten noch mehr von der Mittelmeerküste entdecken und setzten unsere Fahrt über die A8 und die D25 in Richtung St. Tropez fort. Von dort aus ging es weiter auf der D98 zu unserem Ziel, Le Lavandou. Da entlang der Küste oft mit Staus zu rechnen ist, solltet ihr für die etwa 115 Kilometer mindestens 2 bis 2,5 Stunden einplanen.
Zwischenstopp – Castellane [km 269]
Castellane ist ein malerischer, eher kleiner Ort in Südfrankreich und war für mich einer der schönsten Ortschaften auf der Route Napoléon. Der Ort liegt am Rande des Naturparks Verdon mit der berühmten Verdonschlucht.
Wir konnten unsere Motorräder auf dem Campingparkplatz abstellen und gemütlich über den Marktplatz schlendern. Unser Mittagessen holten wir uns in einer Boulangerie und genossen es anschließend in der Sonne am Fluss.
Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als wir in Castellane am Fluss saßen. Die Stille der Natur und der Blick auf die Kapelle Notre-Dame du Roc waren einfach magisch.
Blick vom Fluss auf den Le Roc au Serre und die chapelle Notre-Dame du Roc
Markttag in Castellane
Ende der Route Napoléon – Cannes [km 350]
Der Urlaubsort Cannes an der französischen Riviera ist das Ende unserer Reise auf der Route Napoléon. Nach einem kurzen Zwischenstopp in der glamourösen Küstenstadt setzten wir unsere Fahrt fort, um die Südküste weiter zu erkunden.
Unser Ziel für die kommenden Tage war Le Lavandou, wo wir die freie Zeit in entspannter Atmosphäre genießen wollten.
Unser erster Blick auf Cannes – die Sonne glitzert auf dem Wasser, und die Vorfreude auf die Côte d’Azur ist riesig
Die bunten Häuser und engen Gassen von Cannes sprühen vor Lebendigkeit
Cannes – Le Lavandou [km 350 – 465]
Le Lavandou ist ein kleiner Urlaubsort an der Côte d’Azur, der sich auf halbem Weg zwischen St. Tropez und Toulon befindet. Wir haben die Tage am Strand genossen, gutes Essen gegessen und die Umgebung mit dem Fahrrad erkundet.
Ein kleiner Tipp: E-Fahrräder leihen, da doch einige Höhenmeter zu meistern sind. Selbst Anfang Oktober verwöhnte uns das Wetter mit traumhaftem Sonnenschein, auch wenn das Meer allmählich abkühlte und der Wind zunehmend frischer wurde.
Der Strand von Le Lavandou lädt zum Verweilen ein
Ein gelungener Tag endet mit einem Sonnenuntergang am Meer in Le Lavandou
Leckeres Abendessen am Strand von Le Lavandou – Pizza geht immer!
Hyères [km 492]
Da wir das gute Wetter genießen wollten, haben wir unseren Aufenthalt an der Südküste um eine weitere Nacht verlängert. Wir sind dafür in das circa. 27 km entfernte Hyères gefahren.
Unsere Unterkunft war das Hotel “La Potiniere” welches direkt am Strand gelegen ist. Auf den hoteleigenen Sonnenliegen haben wir den Tag entspannt ausklingen lassen und uns beim leckeren Frühstücksbuffet am Morgen für die Tour nach Hause gestärkt.
Blick vom Hotel auf das glitzernde Meer – Mehr Entspannung geht nicht!
Unser Ausflug an den Plage de Cabasson
Schlusswort
Unsere erste Motorradreise war eine unvergessliche Erfahrung voller beeindruckender Landschaften, faszinierender Orte und der Freiheit, jeden Kilometer mit allen Sinnen zu genießen. Die Route Napoléon hat uns nicht nur durch die malerischen Alpenlandschaften geführt, sondern auch einen spannenden Einblick in die Geschichte geboten.
Von den charmanten Dörfern entlang der Strecke bis hin zum strahlenden Blau des Mittelmeers – jede Etappe war ein Highlight für sich. Auch die entspannte Zeit an der Côte d’Azur in Le Lavandou und Hyères hat uns gezeigt, wie vielfältig Frankreich ist. Diese Reise hat uns nicht nur auf die Straße, sondern auch in die Kultur und Natur dieses beeindruckenden Landes eintauchen lassen.
Vielen Dank, dass ihr mich auf dieser Reise begleitet habt! Ich hoffe, mein Bericht hat euch inspiriert, selbst die Route Napoléon oder ähnliche Abenteuer zu entdecken. Egal ob auf zwei Rädern, mit dem Auto oder auf andere Weise – die französischen Alpen und die Südküste sind immer eine Reise wert.
Erzählt mir gerne von eurer ersten Motorradtour oder atemberaubenden Routen, die ihr entdeckt habt. Bis dahin: Helm auf, Gas geben und die Freiheit genießen! 🏍️
Die Schweiz ist ein Land von atemberaubender Vielfalt und unvergleichlicher Schönheit. Die majestätischen Alpen erheben sich über kristallklare Seen, während charmante Städte und Dörfer inmitten dieser beeindruckenden Naturkulisse liegen. Die Vielfalt an Aktivitäten, von Wintersport bis hin zu gemütlichen See-Ausflügen, macht die Schweiz zu einem einzigartigen Reiseziel für alle Jahreszeiten. Und auch für Motorradfahrer hat die Schweiz einiges zu bieten. Die vielen Passstraßen sind oft gut ausgebaut mit sauberem Asphalt und bieten neben Fahrspaß auch ein beeindruckendes Bergpanorama.
Bei meiner ersten Motorradtour stand jedoch weniger das Fahren auf den kurvenreichen Bergpässen der Schweiz im Vordergrund, sondern vielmehr die Erkundung des Landes auf dem Weg zur berühmten Route Napoléon in den französischen Alpen. Diese Strecke führt von Cannes nach Grenoble und folgt dem Weg, den Napoleon nach seiner Rückkehr aus der Verbannung auf Elba einschlug. Heute gilt die Strecke als ein historischer Klassiker für Motorrad- und Autofahrer. Einen detaillierten Bericht zur Route Napoléon findet ihr im nächsten Blogeintrag.
Ich freue mich, dass ihr hier auf meinem Blog gelandet seid. Lasst uns nun gemeinsam die Schweiz auf zwei Rädern erkunden.
Vorbereitung
Eine Motorradtour ist der Inbegriff von Freiheit – unterwegs sein, die Landschaft genießen und immer wieder neue Strecken erkunden. Damit die Tour jedoch entspannt und sicher abläuft, ist eine gute Vorbereitung unerlässlich. Deshalb habe ich euch ein paar Tipps zusammengestellt, die besonders fürAnfänger nützlich sein können.
Die Route Planen
Ziel und Strecke wählen: Plane Etappen, die deinem Fahrstil und deiner Ausdauer gerecht werden. Wir haben uns vorgenommen pro Etappe 4-5 Stunden reine Fahrzeit zu haben, um ausreichend Pausen und Zeit für Sightseeing zu haben. Zusätzlich haben wir die Übernachtungen im Voraus gebucht, um Stress bei der Ankunft zu vermeiden und nicht im ungünstigen Fall noch weiterfahren zu müssen.
Navigation: Karten-Apps wie Google Maps (kostenlos) und Calimoto oder ein Motorrad-Navi sind hilfreich um die Route festzulegen. Manche Apps erlauben es auch Karten offline herunterzuladen, falls die Netzwerkverbindung schlecht ist.
Behördliche Vorgaben: In der Schweiz benötigt man für die Mautstraßen eine Vignette. Diese kostet 40 Franken und man kann sie entweder direkt an der Grenze kaufen oder einfach über den ADAC bestellen. Wir haben sie auf unsere Scheibe geklebt, aber angeblich muss sie nicht sofort sichtbar sein und Aufkleber unter dem Sitz werden auch geduldet. Einige Städte in Frankreich wie beispielsweise Paris, Toulouse und Grenoble haben Umweltzonen implementiert in denen das sichtbare Anbringen einer Umweltplakette (Crit´Air-Vignette) gefordert ist. Die Umweltplakette kann man über die Internetseite des französischen Umweltministeriums bestellen. Die Plakette kostet dort 4,76 Euro inklusive Versand nach Deutschland.
2. Motorrad check
Reifen und Bremsen: Überprüfe Profil, Druck und Zustand der Reifen sowie die Bremsen. Gute Traktion und eine einwandfreie Bremse sind essenziell.
Flüssigkeiten: Kontrolliere den Ölstand, die Bremsflüssigkeit und das Kühlwasser. Nimm gegebenenfalls Ersatzflüssigkeiten mit.
Licht und Batterie: Vergewissere dich, dass alle Lichter funktionieren und die Batterie geladen ist, besonders bei längeren Touren.
3. Ausrüstung packen
Schutzausrüstung: Eine gut sitzende Schutzausrüstung ist unverzichtbar. Bei Regenwetter sind wasserdichte Motorradbekleidung oder eine Regenkombi äußerst hilfreich. Thermounterwäsche oder Funktionskleidung unter der Schutzkleidung sorgen für angenehme Wärme bzw. Kühle. Es lohnt sich zudem, sowohl Sommerhandschuhe als auch ein wärmeres Paar Handschuhe dabei zu haben. Um besser sichtbar zu sein, trug ich bei schlechtem Wetter oder auf der Autobahn eine Warnweste über meiner Jacke.
Gepäck: Nutze wetterfeste und gut befestigte Taschen. Packe nur das Nötigste, um das Gewicht gering zu halten.
Nützliche Extras: Ein Erste-Hilfe-Set, Reparatur-Tools, Ersatzteile (z. B. Glühbirnen, Sicherungen), Kabelbinder und Klebeband können bei Pannen helfen.
4. Mentale Vorbereitung
Fit und ausgeruht sein: Gute Kondition und ausreichend Schlaf sind entscheidend, damit du konzentriert bleibst.
Fahrsicherheitstraining: Falls es deine erste große Tour ist, kann ein Fahrsicherheitstraining dein Selbstvertrauen auf dem Motorrad stärken. Ich habe selbst das (Wieder-)Einsteiger-Training beim ADAC gemacht, um mein Motorrad besser kennen zu lernen und an Sicherheit zu gewinnen.
Geplante route
Die Tour startete in München und führte uns über drei Tage und 755 km quer durch die Schweiz. Für meine erste Motorradtour waren Etappen von jeweils 4-5 Stunden Fahrzeit eingeplant, um entspannt zu beginnen und langsam meine Fahrkondition aufzubauen. Um uns die Suche nach Unterkünften zu ersparen, hatten wir die Übernachtungen in Luzern und Interlaken bereits im Voraus gebucht. Unterwegs legten wir an einigen atemberaubend schönen Orten Zwischenstopps ein, über die ich euch noch mehr berichten werde.
1. Tag: München – Luzern [km 0 – 360]
Nachdem wir alle Vorbereitungen abgeschlossen und beide Motorräder vollgetankt hatten, ging es schließlich von München aus los. Am ersten Tag fuhren wir größtenteils über die Autobahn, um schnell Strecke in Richtung Schweiz zu machen. Die Aussicht auf dieser Etappe war daher wenig spektakulär, und es gibt keine besonderen Erlebnisse zu berichten. Deshalb werde ich erst ab unserem ersten wirklich sehenswerten Zwischenstopp weiter berichten.
Zwischenstopp – walensee [km 266]
Willkommen in der Schweiz! Der Walensee liegt in den östlichen Voralpen der Schweiz und erstreckt sich über die Kantone St. Gallen und Glarus. Majestätisch eingebettet in ein Tal, wird der See von steilen Hängen flankiert, die an manchen Stellen bis zu 1000 Meter in die Höhe ragen. Das kristallklare Wasser des Walensees lädt im Sommer zum Schwimmen ein und bietet die perfekte Möglichkeit, nach einer langen Fahrt die Füße im kühlen Nass zu erfrischen. Entlang des Walensees gibt es in den kleinen Dörfern ausreichend Parkplätze in unmittelbarer Seenähe. Diese sind in der Regel kostenpflichtig, bieten jedoch bequemen Zugang zum See.
luzern [km 360]
Luzern vereint eindrucksvoll Wasser, Berge und Stadt. Am Ufer des Vierwaldstättersees gelegen, bietet die Stadt eine wunderschöne Altstadt mit gut erhaltenen Bauten aus dem 14. Jahrhundert. Zudem beheimatet Luzern die älteste Holzbrücke Europas, die Kapellbrücke, welche auf dem Foto im Hintergrund zu erkennen ist (wenn man genau hinsieht). Luzern bietet eine große Auswahl an Einkaufsmöglichkeiten und diversen Restaurants.
Übernachtet haben wir im Barabas, dem ersten Gefängnis-Hotel der Schweiz. Das Hotel bietet eine Auswahl von 60 verschiedenen Gefängniszellen wie Mehrbettzimmer mit Etagenbetten sowie Einzel-, Zweibett- und Familienzimmer mit eigenem Bad.
Beispiel für ein Standard Doppelzimmer
Unsere “Zelle” war klein aber sauber und die Betten richtig gemütlich. Wir haben hervorragend geschlafen. Mit 144 € pro Nacht ohne Frühstück war es für die Schweiz ein vergleichsweise günstiges Angebot – auch wenn unser Geldbeutel das anders empfunden hat. Unsere Motorräder konnten wir in der Straße vom Hotel (Löwengraben) kostenlos auf einem der zahlreichen Motorradparkplätze abstellen. Das Hotel bietet für 14€ pro Person ein Frühstück an, was wir aber nicht probiert haben. Wir haben uns in einer der charmanten Bäckereien von Luzern ein belegtes Brötchen und etwas Süßes für die Weiterfahrt mitgenommen.
2. tag: luzern – interlaken [360 – 433 km]
Entspannte Kurven in den Bergen
Nach dem Auschecken aus dem Hotel haben wir unser Gepäck auf den Motorrädern verstaut und haben uns wieder auf den Weg gemacht. Geplant war die Reise nach Interlaken mit Zwischenstopps in Grindelwald und Lauterbrunnen, da ich unbedingt die Wasserfälle sehen wollte. Leider hat uns das Wetter an dem Tag einen Strich durch die Rechnung gemacht – der Himmel zog sich immer weiter zu, und schwere, tief hängende Wolken türmten sich über den Bergen, bevor sie sich für Stunden über uns entleerten. Daher beschlossen wir, die Zwischenstopps auf den nächsten Tag zu verschieben und fuhren direkt nach Interlaken weiter.
Die Strecke führt über die A8 und dann weiter über die Hauptstraße 4, bevor es ab Brienz auf der Hauptstraße 6 oberhalb des Brinzersees Richtung Interlaken geht. Diese war recht kurz aber sehr angenehm zu fahren und die Landschaft der Schweiz zeigte sich auch bei schlechtem Wetter noch von ihrer beste Seite. Der Weg führte uns über einen kleinen Bergpass wobei ich meine ersten Erfahrungen im Kurvenfahren sammeln konnte, was eine gute Vorbereitung für die geplanten Strecken in Frankreich war.
Zwischenstopp – Brienz am brienzersee [km 414]
In Brienz am Brienzersee legten wir eine Frühstückspause ein. Der Alpenrandsee im Berner Oberland ist eingebettet zwischen den Teilgebirgen der Emmentaler und Berner Alpen. Auch wenn wir keinen Sonnenschein hatten war der Anblick der tief hängenden Wolken in den Bergen über dem See trotzdem schön. Kaum saßen wir wieder auf unseren Motorrädern, begann es zu regnen – und dieser Regen sollte uns den gesamten restlichen Tag begleiten.
interlaken [km 433]
Interlaken liegt in einem schmalen, langgezogenen Tal zwischen dem smaragdgrünen Thunersee und dem Brienzersee. Die Stadt vereint Entspannung mit aufregenden Outdoor-Abenteuern. Als Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen im Berner Oberland bietet sie unzählige Möglichkeiten für Abenteuerlustige: Von Skydiving über Canyoning bis hin zu Skitouren, Kanu- und SUP-Verleih ist alles dabei. Natürlich kann man auch einfach die Natur genießen, im See schwimmen gehen oder sich in einem der Wellness & Spa Hotels entspannen.
Das Velo Café in Interlaken ist ein kleines gemütliches Café direkt im Herzen der Altstadt. Hier konnten wir bei einer heißen Tasse Tee dem Regen und der Kälte entfliehen. Sie bieten neben Kaffee- und Teespezialitäten auch Frühstück, Brunch und Mittagessen an. Dabei haben sie auf ihrer Karte auch viele Vegane Gerichte.
Übernachtet haben wir im Funny Farm Backpackers Hostel in Matten bei Interlaken. Das Hostel bietet einen großen Gemeinschaftsraum mit Billard und einer Bar, einen Gepäckraum, einen großzügigen Garten und vieles mehr. Eine Übernachtung im Doppelzimmer hat uns 100€ gekostet. Die Zimmer sind schlicht eingerichtet, aber sauber. Highlight war das Fenster in der Dusche. Von dort aus konnte man den Ausblick auf die Berge genießen – allerdings hatte auch der Partner einen guten Blick auf die Dusche.
Ausblick von unserem Balkon
3. tag: Interlaken – annecy [km 433 – 747]
Am 3. Tag unserer Reise ging es schließlich von Interlaken in der Schweiz nach Annecy in Frankreich, unseren Startpunkt auf, die bei Motorradfahrern beliebte, Route Napoléon. Der Tag begann mit strahlendem Sonnenschein, weshalb wir die Gelegenheit nutzten und einen Abstecher nach Grindelwald und Lauterbrunnen machten. Da wir noch eine lange Strecke bis nach Frankreich vor uns hatten, entschieden wir uns, die Autobahn A6 und A12, sowie die E27 bis zur französischen Grenze zu nehmen. Sicherlich gibt es landschaftlich reizvollere Routen, aber mit etwa fünf Stunden Fahrzeit wollten wir genügend Zeit haben, um die Orte in Ruhe zu erkunden.
In Frankreich folgten wir der D1005 bis nach Thonon-les-Bains und nahmen dann die D1203 Richtung Annecy, um die Autobahn zu vermeiden. Leider begann es auf dem Weg wieder zu regnen, und die Kälte durch den Regen gepaart mit dem Wind, machte die Fahrt recht unangenehm. Doch all das wurde in Annecy durch einen Sonnenuntergang über dem See belohnt.
1. zwischenstopp – grindelwald [km 460]
Blick auf den Eiger und die üppigen grünen Felder
Grindelwald (1.034 m.ü.NN) ist ein kleiner Ort in den Berner Alpen. Die Fahrt nach Grindelwald ist landschaftlich sehr beeindruckend, besonders im morgendlichen Sonnenschein. Auf dem Weg haben wir oft gehalten, da wir genau pünktlich zum Almabtrieb kamen und die vielen bunt geschmückten Kühe auf ihrem Weg ins Tal waren. Vom Terassenweg, einer Panoramastraße, hat man einen spektakulären Ausblick auf die sanft geschwungenen grünen Felder und die imposanten Berge, allen voran der Eiger, der mit seinen 3.967 Metern majestätisch in den Himmel ragt.
Bergblick auf der Panoramastraße
Obwohl der Ort aufgrund seiner Beliebtheit bei Touristen oft sehr voll ist, kann ich den Rundweg über die Panoramastraße für den Ausblick dennoch empfehlen. Parkplätze für einen längeren Aufenthalt sind aufgrund der vielen Bergbahnen ausreichend vorhanden, jedoch haben wir keine gesonderten Motorradparkplätze entdeckt.
2. Zwischenstopp – Lauterbrunnen [km 477]
Blick auf den Staubbachfall
Auch die Fahrt nach Lauterbrunnen war im Sonnenschein wirklich schön. Ich kam aus dem Staunen nicht heraus. Das ist genau das, was Motorradfahren und vor allem längere Touren so besonders macht!
Lauterbrunnen (795 m ü. NN) liegt eingebettet im Lauterbrunnental, umgeben von gewaltigen Felswänden und majestätischen Gipfeln. 72 Wasserfälle stürzen von den Felsen in die Tiefe, darunter der berühmte Staubbachfall, der mit seinen 300 Metern zu den höchsten freifallenden Wasserfällen Europas zählt. Über dem Tal thronen imposante Berge wie die Jungfrau (4.158 m) und der Schwarzmönch (2.649 m), die der Landschaft eine spektakuläre Kulisse verleihen. Bei einem nächsten Besuch würde ich gerne mehr von der Landschaft erkunden und ein paar ausgedehnte Wanderungen unternehmen.
Obwohl Lauterbrunnen in der Nebensaison weiterhin gut von Touristen besucht ist, war es nicht überlaufen. Wir konnten die Motorräder problemlos auf dem zentralen Parkplatz abstellen. Spezielle Motorradparkplätze haben wir allerdings nicht gesehen.
annecy [km 747]
Annecy, eine Alpenstadt im Südosten Frankreichs, war der letzte Zwischenstopp bevor es für uns auf die Route Napoléon ging. Sie befindet sich direkt am Ufer des Alpenrandsees ‘Lac d’Annecy’, der von majestätischen Bergen umgeben ist. Die Altstadt, mit ihren verwinkelten Gassen, bunten Häusern und malerischen Kanälen, versprüht einen lebendigen Charme und lädt zum Verweilen ein.
Im Herzen der Stadt befindet sich die Burg Annecy, die einen eindrucksvollen Blick auf den See und die umliegenden Berge gibt. Im 13. und 14. Jahrhundert diente sie als Residenz der Grafen von Genf und beherbergt heute ein Museum mit wechselnden Ausstellungen.
Sonnenuntergang überm See
Wir haben insgesamt 3 Nächte in Annecy verbracht, da die Wettervorhersage für die Route Napoléon Dauerregen angesagt hat. Dadurch hatten wir genügend Zeit die Stadt zu erkunden, Schwimmen zu gehen und die Route für den zweiten Abschnitt unser Reise zu planen. Zwei Übernachtungen sind meiner Meinung nach jedoch ausreichend, wenn man nur die Stadt sehen möchte und keine Ausflüge in die Umgebung plant.
Übernachtet haben wir in einer kleinen Ferienwohnung direkt in der Innenstadt. Es befanden sich ein paar Motorradparkplätze direkt vor unserem Apartment und ein größerer Parkplatz in unmittelbarer Nähe. Einen Parkplatz zu finden stellt in Frankreich meistens kein Problem dar.
Annecy bietet eine Vielzahl an Restaurant und Cafés mit einem abwechslungsreichen Angebot. Zudem gibt es zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten, besonders für Outdoor-Ausrüstung. Ob Wandern, Klettern, Skifahren oder Skaten – in Annecy findet man alles, was man für das nächste Abenteuer in der umliegenden Natur benötigt.
schlusswort
Unsere Reise hat uns vom Süden Deutschlands quer durch die Schweiz nach Annecy in Frankreich geführt. Auch wenn das Wetter auf unserer Tour nicht immer mitgespielt hat, hat die eindrucksvolle Landschaft diese kleinen Unannehmlichkeiten bei weitem wettgemacht. Die Schweiz ist ein Paradies für Motorradfahrer und Naturliebhaber gleichermaßen. Majestätische Berge, kristallklare Seen und charmante Ortschaften machen jede Strecke zu einem einzigartigen Erlebnis.
Für Motorradfahrer bieten die gut ausgebauten Passstraßen mit ihrem beeindruckenden Panorama und den abwechslungsreichen Kurven die perfekte Mischung aus Fahrspaß und Abenteuer. Besonders Lauterbrunnen und Grindelwald haben mich mit ihrer Schönheit begeistert. Erfahreneren Motorradfahrern empfehle ich Abschnitte auf den Autobahnen so gut es geht zu vermeiden, ein paar Stunden Fahrzeit pro Tag mehr einzuplanen und auf die kleineren Straßen auszuweichen.
Mit der Ankunft in Annecy haben wir die perfekte Verbindung zwischen zwei Ländern geschaffen: die malerische Schweiz und Frankreichs Route Napoléon, die uns im nächsten Abschnitt unserer Reise erwartet. Wer eine unvergessliche Motorradreise plant, dem kann ich diese Tour nur ans Herz legen.
Ich hoffe, euch hat dieser Einblick in meine erste große Motorradtour gefallen. Bleibt gespannt auf den nächsten Beitrag, in dem ich euch von unserer Fahrt entlang der Route Napoléon erzählen werde – einer der schönsten Motorradstrecken Europas. Und damit verabschiede ich mich erstmal vom ersten Teil meiner ersten langen Motorradtour und hoffe euch alle bei Teil 2 wiederzusehen. Erzählt mir gerne von eurer ersten Motorradtour oder atemberaubenden Routen, die ihr entdeckt habt. Bis dahin: Helm auf, Gas geben und die Freiheit genießen! 🏍️